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Beiträge von Faesa

    Warum willst du auf Erwachsenenfutter umstellen? Verträgt sie das Welpenfutter nicht? Ich finde 3 Monate für einen Hund sehr jung zum Umstellen weg von Welpenfutter.


    Fütterungsempfelungen von einem Futter auf andere zu übertragen finde ich problematisch, da ja die Zusammensetzung und damit die Kalorien eine andere ist. Da würde ich eher zu austesten raten als strickt nach Liste gehen.

    Das meiste wurde hier ja schon sehr gut beantwortet. Ich wollte nur noch mal kurz auf die Überlegung "Respekthund" eingehen.


    Im Prinzip kann ich die nachvollziehen, es war auch für mich ein Entscheidungskriterium. Ich habe auch schon etwas unhübsche Erfahrungen nachts mit Männern gemacht - und wenn ich mit dem Hund dann gerade im Winter im Dunklen noch mal raus muss, war es von Anfang an klar, ein Hund der mir ein wenig Sicherheit gibt. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich jetzt nicht super ängstlich bin (und den Kurs hab ich auch schon hinter mir), aber ich muss schon sagen, seit dem ich mit Lena gehe, bin ich ein einziges mal von den coolen, angetrunkenen Jugendgruppen angepöbelt worden, die ich beim Kiffen aufgestöbert habe im Feld - sie waren immer ganz still und haben versucht mich zu ignorieren :-)


    Wobei das "Respekthund" bei mir einfach nur war, dass ich einen Hund wollte, der eine Schulterhöhe von über Kniehoch hat (Lena hat etwa 55cm). Im Prinzip reicht für diesen Zweck und diese SUBJEKTIVE!!!! Sicherheit ein Hund dieser Größe meiner Meinung nach aus. Dann sollte man lieber auf Rassenmerkmale etc achten als sich zuu sehr auf dieses Argument zu verlagern.


    Leider habt ihr damals wohl ein schlechtes Tierheim erwischt habt. Alle wo ich mich umgesehen habe, waren sehr gewissenhaft im Nachfragen was ich dem Hund bieten kann (damit keine Selbstüberschätzung da ist und sie mir einen Bordercollie mitgeben oder ähnliches) und waren ehrlich mit Krankheiten oder "zwickt Kinder".


    Ich empfehle dir dich einfach mal im Internet nach Tierheim und sämtlichen Orten deiner Region zu googlen und dann dort umzusehen. Das Tierheim wo ich Lena herhabe (Gelnhausen) war sehr nett und hat derzeit an die 10 Hunde im Alter von unter einem halben Jahr!


    Oder wenn du eine ganz bestimmte Rasse willst gibt es zu eigentlich jeder Rasse vom Rassenverein eine XYZ in Not Seite. Dort findest du dann Hunde dieser Rasse (meist mit Papieren und allem) die ein neues Zuhause suchen. Dort kann dich zumindest mit Alter keiner belügen dann. Ausserdem haben die Rassevereine ein starkes Interesse daran, ihre Hunde gut zu vermitteln (ebenso wie die meisten Tierheime - Ausnahmen bestätigen leider die Regel), dass sie ehrlich bezüglich Macken, Krankheiten und Vorgeschichte sind - denn sonst sitzt ihnen der Hund in 3 Wochen wieder vor der Türe zur Vermittlung

    Was mir noch als Neu-Hundebesitzerin einfällt und gerne vergessen wird (auch ich zugegebener Massen ein wenig ignoriert habe): Mein Tierheimhund bleibt nicht alleine (noch nicht - wir üben dran). Es ist jetzt Sommer, jedes Einkaufen bei schönem/warmen Wetter wird zur Überlegung "fährt einer von uns alleine oder finden wir einen Schattenplatz fürs Auto" (wo der Hund problemlos alleine wartet).


    Jedes Essengehen im Moment setzt einen Telefonanruf an die ausgesuchte Lokalität voraus, ob dort Hunde erlaubt sind.


    Ach ja, und meine gliebten 4-5 Stunden Sauna sind im Moment auch gestrichen....


    Selbst wenn Lena irgendwann mal alleine bleibt, manche Hunde mögen nicht länger als 4 Stunden. Das ist eine verdammt kurze Zeitspanne um "mal eben wegzugehen" - selbst wenn man vorher und nachher mit dem Hund ne Runde dreht. Mit Anfahrt, Kasse usw. reichen mir keine 4 Stunden für meine geliebte Saune im Winterhalbjahr *seufz*


    Nur mal noch mit als Denkanstoss, weil man oft nur Urlaube und Arbeit bedenkt aber rechne mal nach wie lange du weg bist, wenn du mit Freunden essen gehst, Disko, shoppen mit deiner Freundin *lach* oder ähnliches.


    Ach ja, ich hab nen Dalmatiner-Labrador Mischling - die mehr haart als alle anderen Labradore auf der Hundewiese zusammen *seufz*.


    1 1/2 Tage hab ich es durchgehalten mir ständig die Finger zu waschen nachdem man abgeschleckt worden ist, mittlerweile hab ich aufgegeben. Genauso wie ich die Haare aufgegeben habe. Ich hab halt nen Hund. 1 mal am Tag durchfegen muss reichen, es sieht wie schon oben gesagt nach 10 Minuten eh wieder aus als hätte ich 3 Wochen nicht geputzt.


    Sie liegt dauerhaft im Weg, gestern hat sie sich in den gerade zusammengefegten Haufen Haare/Dreck gelegt (auf mein "Platz" hin *seufz*) und das Geschüttel hat es grad wieder verteilt), man kommt sich durch den ständigen Monolog mit dem Hund manchmal vor wie ein harmloser Irrer - aber ich würd sie nie mehr eintauschen!


    Das mit dem Tierheimhund find ich ne gute Idee. Erst mal als Gassigänger antesten wie die regelmässige Verpflichtung so in euren Tagesablauf passt - und eventuell könnt ihr einen Hund dann als Pflegestelle übernehmen (Details könnt ihr dann ja beim Tierheim erfragen wenn ihr euch an das Gassigehen gewöhnt habt). Und wer weiss, vielleicht wird aus der Pflegestelle eine auf Lebenszeit- ich würd mich dann für euch und den Hund freuen.

    Zitat

    auch ich finde, das ich als Hundebesitzer dafür zu sorgen habe, das mein Hund sich so verhält, das sich kein anderer Gast belästigt fühlt.


    Das finde ich korrekt. Allerdings finde ich es nur fair, dass ich ein Fehlverhalten meines Hundes korrigieren kann, ohne dass ich angefahren werde. Sprich, mein Hund - oder in dem Fall der Dackel - fängt im Eiskaffee - warum auch immer spielt ja keine Rolle - das bellen an. Wenn ich mich offensichtlich bemühe, den Hund zu beruhigen und das als Hundehalter unterbinde (und dann entweder Ruhe ist oder ich einmal ums Eck gehe um den Hund zu beruhigen) finde ich es absolut fies/gemein/unfair/eine Frechheit (die Wortwahl sie hier jedem selber überlassen) wenn ich dafür angepampt werde.


    Heute ist mir auch wieder so ein Herr begegnet. Provoziert meinen Hund durch direktes in die Augen sehen, Fixieren über mehrere Meter, dann Händehochreissen, 5 Meter rennen und mich dann anpampen als der Hund loslief ich solle den Hund an die Leine nehmen, er hätte Angst. Ist ja schön, glaube ich ihm auch. Aber mich anzumeckern - zumal Lena auf mein Rufen SOFORT umdrehte - und mich anzeigen zu wollen (weil ich ja nen großen, schwarzen Hund habe) fand ich ziemlich daneben. Ich war nur so perplex, dass ich nix antworten konnte - und die Dame auf der Bank neben mir hat auch nur den Kopf geschüttelt.


    DAS finde ich nicht in Ordnung.


    Mein Hund hat da nicht hinzurennen - aber er hat auch nicht provoziert zu werden.


    Leider ist die Toleranzschwelle durch die stressige Zeit, die generelle Lärmbelästigung und die Medien sehr gering geworden - allem gegenüber. Sei das Kindern, Müttern mit Kinderwagen, Omas mit Pfennigzählerei an der Kasse oder uns Hundehaltern.


    Und auch gegenüber mal im Frust in einem Forum geschriebenen "ich hätt ihr an die Gurgel gehen können"-Sprüchen ;) (und ja, ich bin der Meinung dass das hier ein anderen Stellenwert hat (weil man weiss, dass man sich mal auskotzen kann), als eine absichtliche stichelnde Bemerkung in einem Kaffee)


    Was ich nicht leiden kann ist wenn Hundehalter offensichtlich nervendes Verhalten (sei es kläffen oder stundenlanges anrammeln meiner Hündin) nicht reagieren sondern nur meinen "Der beruhigt sich schon wieder" das ärgert mich dann - und führt zu den bösen Verallgemeinerungen über "die Hundehalter",

    Hast du mal im Bastelladen deines Vertrauens nachgesehen? Ich könnte mir vorstellen, dass es dort Bausätze für Gürtelschnalle gibt - und da ist sicher ein Teil dabei, was man auf den Gürtel auffädeln könnte und dort die Leine einhaken könnte.


    Die Schmuck-Selberbastel Teile die eine Form wie ein D haben sind sicher nicht haltbar genug.


    Oder es gibt im Baumarkt so Draht/Zinn/Eisenstangen mit verschiedenen Durchmesstern. So einen mit dem Schraubstock 4 rechte Winkel reinbiegen und auffädeln. So dass es ungefähr [] so aussieht dann.

    Bei uns ist das "bleib" bzw. in unserem Falle "Warte" ein netter Nebeneffekt gewesen.


    Eigentlich wollte mein Freund nur testen, ob er ein Leckerli so werfen kann, dass Lena es mit der Schnauze aus dem Sitz fangen kann (keine Sprünge mit jungen Hunden..).


    Immer wenn sie ein paar Meter weg von ihm war (Zufall), hat er sie gerufen und ihr ein Leckerli zugeworfen.


    Irgendwann kam dann der Versuch "sitz" und "warte" - um die Wurfdistanz hinzubekommen - und diese wurde dann immer weiter gesteigert.


    Sie hat relativ schnell kapiert, dass sie bei "warte" eben warten muss wo sie ist (sonst kann ja kein Leckerli geworfen werden). Erst danach habe ich angefangen, es auch in anderen Alltagssitutionen zu nutzen. Im Moment bin ich bei Schritt 3 - ich baue die Leckerlies wieder ab die es bisher noch immer gab.

    Hier empfehlen viele Platinum Natural als Leckerli.


    Ich habe Lena eine Weile einfach ihr zukünftiges Trockenfutter (Bestes Futter Magic) als Leckerli gegeben, womit sie kein Problem hatte - aber ich, weil meine Hände auch nach 3 mal Schrubben noch nach dem Futter rochen (bzw. für mich Vegetarier eher stanken *lach*). Dazu war das Futter doch relativ feucht, womit ich immer schöne "Fettränder" an den Hosentaschen hatte oder die Bauchtasche am Pulli schön zerkrümelt war.


    Ist Platinum Natural trockener? Im Moment habe ich die teuerste Variante des Schüttfutters von Fressnapf (ausnahmsweise mal mit Inhaltsdeklaration und sicher nicht der Hit an Inhaltsstoffen so dass ich gerne wechseln würde) was einfach den Vorteil hat, total trocken zu sein.

    Ich habe gerade hier im Forum an anderer Stelle einen Jubelpost verfasst, weil meine Hündin seit neustem Suuper auf mich hört.


    Sie ist ein Tierheimhund, ist vernachlässigt worden. Ich musste also auch erst eine Bindung aufbauen.


    Ich habe viel mit Leckerlies gearbeitet und nach 1 Woche mit dem Clicker angefangen - die beste Entscheidung überhaupt.


    Anfangs nur in der Wohnung (an Tag 2 dachte ich die rafft das nie), dann hab ich angefangen, den Klicker zum ganz normalen Gassigehen mit zu nehmen. Also Lena an der Leine und den Klicker in der Hand. Dazu hab ich ganz simple Dinge, die sie eh schon konnte geklickert. Dinge wie "Sitz" dann "Platz" oder so.


    Nach 2 Tagen hat sie raus gehabt, dass es super toll ist, wenn Frauchen den Klicker mitnimmt. Sie ist dann super Konzentriert und hört 200% besser als wenn ich ohne Klicker weggehe (es reicht mittlerweile schon den einfach nur in der Hand zu haben).


    Nachdem ich mich endlich traute sie abzuleinen, hab ich mich regelmässig versteckt oder bin in die Gegenrichtung gelaufen. Immer wenn sie kam, gabs ein Leckerli. Nach 2 Gassigängen konnte ich mich immer nur noch 2-3 Mal verstecken, danach hat sie mich für den Rest der Runde im Blick gehabt. Nicht mal mehr hinter einen Baum konnte ich teilweise hüpfen.


    Mir hilft der Clicker, damit bin ich mega Interessant für sie - so interessant, dass sie sich nach nur 8 Wochen die sie bei mir ist sogar teilweise schon aus dem Spiel abrufen lässt.


    Wenn sie mal wieder zu unkonzentriert ist, nur noch schnüffelt und mich ignoriert, hilft 2 mal Verstecken oder in die Gegenrichtung joggen um sie wieder "auf den Boden der Tatsachen" zu holen.



    Was der Tante Edit grad noch einfällt: Hast du Sichtzeichen für deine Befehle? Das wäre ja ein einfacher Test für das Organische. Wenn du was sagst und er hört nicht aber er reagiert auf deine Sichtzeichen, ist es ja eindeutig...

    Komme gerade von der Abendrunde zurück. 5 Junghunde im Alter von 7 Monaten bis auch gerade 1 Jahr getroffen - alle neidisch wie gut Lena hört - und alle hatten ihren als Welpen bekommen, also mehr Zeit gehabt als ich. *rieeesigfreu*


    Und der heutige Tag hat mir wieder gezeigt dass der Clicker das absolut perfekte Erziehungsmittel für Lena ist. Wie die anderen an ihren Hunden rumgezerrt haben - da wird Leine gezogen, 30 mal "hier" gebrüllt und dann aufgegeben - bei Fuss konnte keiner richtig (Ok, Lena auch nicht, aber ich übe das auch nicht mit nem Hund, der an der Leine schon die Vorderbeine in der Luft hängen hat vom zerren)...


    Vor 8 Tagen hatte ihr Lernen so eine Art Stillstand erreicht und ich hab schon überlegt, was ich ändern muss, damit sie manches (wie eben "hier") endlich rafft - aber offensichtlich hat Madam einfach eine Phase gehabt und es jetzt doch verinnerlicht.


    Hach ich freu mich soooo... Und weil ich weiss dass die meisten Foris Fotosüchtig sind, das hier ist Lena:


    Lt. TierheimTierartz ein Dalmatiner-Labrador-X Mischling. Das Bild ist beim Probe-Gassi-Gehen entstanden - da ist sie noch etwas "verschreckt". Hab zwar einen Haufen besserer *lach* aber nie hochgeladen.


    Und ja, über die weisse Pfote amüsiert sich jeder.



    Ich lese schon fast 3 Monate jetzt hier still mit, und habe sehr viel Wissen von euch bezogen, darum wollte ich euch jetzt auch mal an meiner Freude teilhaben lassen. Außerdem bin ich bis Montag ganz alleine und irgendwem muss ich es jetzt erzählen, sonst platz ich.


    Lena, Tierheimhund, diesen Monat das erste Lebensjahr vollendet, abgegeben nicht erzogen wegen „zu lebhaft“ hat sich zu meinem tollsten Begleiter entwickelt.


    Und gestern und heute haben mir gezeigt, dass mancher Frust der letzten 8 Wochen nicht umsonst war.


    Nicht erzogen hieß für Lena dass sie exakt so viel „Sitz“ konnte, wie man ihr in 3 Wochen Tierheim beigebracht hatte, betteln bei Tisch, Ohren auf Durchzug, Zerren an der Leine.


    Dank 4 Spaziergängen pro Tag ist sie auch nicht lebhaft, sondern endlich ausgelastet. 3 Tage konsequentes Gassi-STEHEN haben ihr gezeigt, dass Ziehen an der Leine keinen Erfolg hat und die Zeiten in der sie es heute noch tut sind so gezählt, dass es kaum noch auffällt. Es ist also eine Freude geworden, mit ihr Gassi zu gehen.


    Tja.. und dann kam der gestrige Tag. Ich laufe oben auf der Promenade wie üblich Mittags Richtung der großen Hundewiese und sehe weiter vorne einen Hund auf dem Weg mir entgegenkommen. Kein Ding, war mit Lena fleissig am Klickerüben (das Zauberwort für ihre Erziehung gewesen!) und sie war gut konzentriert auf mich, weshalb der sie lange Zeit nicht interessiert hat. Ich wunderte mich nach einer Weile, dass ich den Besitzer nicht ums Eck kommen sehe, der Hund setzt sich mitten auf den Weg – na wird da wohl jemand auf der Bank sitzen, die ich nicht einsehen konnte.


    Ich komme näher und lasse Lena absitzen und schaue weiter nach dem Herrchen. Weit und breit ist kein Mensch zu sehen, wobei ich bestimmt 2-3 Minuten brauchte um vom ersten Blickkontakt bis zu ihm heran zu kommen. Der schöne schwarzer Hund sitzt breit mitten auf dem Weg. Ich überlege, gehe mit Lena auf etwa 5 Meter an ihn heran als sie plötzlich das Knurren anfängt, die Haare aufstellt und sich hinter mir verkriecht. So kannte ich sie gar nicht! Leichte Panik befällt mich – ein Hund, mitten auf dem Weg und meiner mag ihn wohl überhaupt nicht. Ich hatte Lena zum Glück noch an der Leine und der Hund machte keinerlei Anstalten, sich zu bewegen, was mach ich jetzt?


    Erst mal Lena kurz genommen und noch einen Meter näher ran, sie knurrt noch mehr – also im Bogen durch den Wald am Hund vorbei vielleicht sehe ich am Ende des Weges hinter der Kurve ja den Besitzer.


    Ich bin gerade halb um den Hund herum als der plötzlich los und auf Lena zuspringt. Mir rutscht das Herz in die Hose – und was macht mein Hund? Erwidert das Schwanzwedeln des Rüdens und fordert ihn zum Spiel!


    Zurück auf dem Weg ums Eck gesehen, immer noch kein Herrchen weit und breit – Mist, was machste mit dem Hund?


    Herankommen an mich wollte er nicht, ich durfte nie näher als 3 Meter an ihn heran. Leckerli rausgekramt, gelockt, keine Reaktion, das ihm zwischen die Beine geworfene wird auch nur misstrauisch beschnuppert und dann ignoriert.


    Der Rüde trägt kein Halsband, ist komplett alleine und lässt mich nicht an ihn heran.


    Mein Herz für Hunde siegt, damit er aufhört immer wegzulaufen leine ich Lena ab – offensichtlich hat sie sich ja beruhigt und ich hoffte, dass sie ihn beruhigt.


    Und es funktioniert! Der Hund spielt kurz mit ihr und rennt nicht mehr ganz panisch weg. Doch was tun? Ich komme immer noch nicht nah genug ran an ihn und ein Halsband trägt er auch nicht.


    Nach einer gefühlten halben Stunde – vermutlich eher 10 Minuten beginnt der Hund den Hang runter zu laufen – über einen Spielplatz hoch auf die Straße. Na super. Und mein Hund freudig drumrumhüpfend, die in 95% der Fälle im Spiel vertieft die Ohren auf Durchzug hat – und am Spielplatz lauter rennende Kinder…. Mein Puls geht langsam auf 160 hoch – aber Lena reagiert auf meine Nein zur Schaukel und Karusell und pendelt gemütlich zwischen mir und dem Rüden.


    Oben auf der Strasse reagiert sie super auf mein „auf den Weg“ – und was macht der Rüde? Orientiert sich an meinem Hund und läuft endlich auch auf dem Bordstein. Der erste Stein fällt mir vom Herzen. Doch was nun? Beide Hunde nun unangeleint unterwegs in Richtung Innenstadt – und ich hinterher nicht wissend, wo der Rüde hingehört.


    Auf mein Rufen in der Strasse wird natürlich nicht gehört und eine Dame am Fensterputzen beantwortet die Frage, ob sie den Hund kennt auch nur ohne hinzusehen mit einem Nein (aber im Tonfall nach dem Motto „was fällt ihnen ein zu fragen“). Lena reagiert fast perfekt auf meine Kommandos (langsam, nein, auf den Weg) und der Rüde gibt zwar weiterhin die Richtung vor, aber bleibt in Lenas Nähe, und damit auf dem Gehweg.


    Kurz vor der nächsten Kreuzung endlich ein paar Hilfsbereite Männer. Meine Rufe ob einer von ihnen den Hund kennt werden an einen noch weiter oben laufenden jungen Herrn weitergegeben, der sich erinnert, dass in einem der Häuser dort so ein Hund wohnt!


    Vermisst wurde er zwar noch nicht, aber die Besitzern war ohne Ende dankbar, dass der Ausreißer wieder da war und ich auf ihn aufgepasst hatte an der Strasse. Zur Belohnung durfte Lena dann noch mit im Garten eine Runde spielen und den Teich unsicher machen – und mein PERFEKTER Hund ließ sich dann aus dem Spielen abrufen und ging stolz erhobenen Kopfes neben mir her wieder zurück zur Hundewiese!


    Ich bin sooo stolz auf meine „Kleine“, dass so eine Aktion mit Straße und unangeleint nach 8 Wochen funktioniert hätte ich nieee gedacht und zeigt mir, dass wir in Sachen Erziehung auf dem richtigen Weg sind.


    Respekt an die, die bis hier her gelesen haben. Und an die hab ich auch noch eine Frage:


    Was hättet ihr gemacht, wenn der Hund jetzt nicht nach etwa 200 Metern Straße zuhause gewesen wäre. Ich habe mehrfach versucht an ihn heran zu kommen aber er ist immer wieder weggelaufen und ohne Halsband wäre mir auch nur geblieben, die Leine lose um den Hals/Bauch zu legen. Ich hätte den da ja nicht sitzen lassen können – und genauso wenig nach ner Stunde in der Stadt irgendwo lassen können – nur weil wir sein Zuhause nicht finden...?

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