Dann kann ich dir nur empfehlen, dir eine Liste (wirklich auf Papier oder auch im Kopf ist wurscht) zu machen, was du einem Hund bieten kannst und was für Ansprüche du an einen Hund stellst. Denn dir bringt ja der optisch süsseste Hund nix, wenn er einfach nicht zu deinem Leben oder deinen Vorstellungen passt.
Ein paar Punkte z.b. die für uns damals eine Rolle gespielt haben:
- wir fahren viel Rad, der Hund musste also entweder klein genug sein, um in einen Korb zu passen oder groß genug, um mal mitlaufen zu können
- keinen Hund, der täglich 5h Lauftraining einfordert (Husky oder so)
- ich muss ihn noch tragen können (mit 23-24 Kilo schon echt an der Obergrenze für längere Strecken), denn ich gehe hauptsächlich und ich muss sie im Falle einer Fussverletzung ja aus dem Wald an eine Straße tragen können oder wenn sie aussieht wie ein Erdferkel von der Haustüre in die Badewanne.
Natürlich gab es noch viel mehr Punkte, über die wir uns Gedanken gemacht hatten und dann stand Lena vor mir am Gitter, hat sich mich rausgesucht und was die Dame vom Tierheim erzählte, passte so wie die Faust aufs Auge auf das, was wir suchten, dass die Entscheidung eigentlich schon vor Probegassigehen etc. gefallen war. Aber ich bin froh, dass ich in dem Moment auch schon sehr genau wusste, was dann auf mich zukommt, hatte mir viel Gedanken gemacht, mit welchen Macken ich leben kann und mit welchen nicht. Das ein schwer vermittelbarer Hund weil extrem hibbelig ok für mich ist (Orginialzitat aus ihrer Tierheimakte), aber z.B. ein Hund, der schon mal geschnappt hat, für mich indiskutabel gewesen wäre.
Lena ist zwar jetzt gute 5 Kilo schwerer als ich wollte und optisch mag ich die helleren Wuschel auch viel lieber als den großen, bösen, schwarzen Hund, aber sie ist, wie Hummel schreibt, genau der perfekte Hund für mich.
Wenn man sich nicht auf Aussehen, ein bestimmtes Tierheim oder ein bestimmtes Alter festlegt, denke ich, wird man auch so seinen Traumhund finden. Und du scheinst ja in der Richtung sehr offen zu sein.
Edit: Übrigens hab ich in einem Tierheim etwas Unverständnis geerntet, weil ich sehr konkrete Vorstellungen von "meinem" Hund hatte, und was eben gar nicht geht für mich, "weil man könne ja an allem arbeiten", aber was bringt mir ein Hund mit einer Macke, mit der ich einfach nicht zurande komme. Das bringt weder den Hund weiter, noch mich, da werden nur alle unglücklich bei. Darum war ich da immer sehr offen, direkt und ehrlich - den Tierheimmitarbeitern gegenüber und auch mir selber gegenüber.