Beiträge von AuraI

    Einen guten Morgen, Nina!

    Vorweg zu den Knochen:

    Klar kannst du an den Tagen Knochen füttern, an denen du welche bekommst und an den Tagen, an denen du keine bekommst, mit Eierschale ausgleichen.

    Überwiegen die Knochentage, würd ich bei Eierschale bleiben.
    Überwiegen die knochenfreien Tage, wäre es langsfristig sinnvoll, sich nach Knochenmehlpulver umzusehen.

    Rinderknochen sind sicherlich keine Rinderbrustbeine, oder?

    Ich liste einfach mal alles auf.

    Von Rinderknochen bräuchte dein Hund, je nach dem, wie viel Fleisch dran ist, ca 40g (bei 2/3 des Gewichts Knochen und 1/3 des Gewichts Fleisch).
    Von Rinderbrustbein ca 120g
    Lammrippen würd ich ungefähr bei Kalbsbrustbein ansiedeln, also ungefähr doppelt so viel, wie vom Rinderbrustbein, womit wir bei 200-240g wären.
    Ein gewisser Ca- Überschuss ist beim erwachsenen und gesunden Hund ok, daher find ichs nicht schlimm, auch Knochen zu füttern, bei denen man den Ca- Gehalt schätzen muss.

    Insbesondere, wenn man auf ca 4x/ Woche Knochen kommen würde, würd ichs nicht schlechter finden, an den knochenfreien Tagen mit Eierschale auszugleichen, als täglich den Ca- Bedarf über Knochen zu decken.
    Auch kannst du an einem Tag ca 80g Rinderknochen (also das Doppelte) füttern und am nächsten Tag nur den Phosphor im Fleisch mit etwas Eierschale ausgleichen.
    Genau über diese Fütterungsvariante denke ich nämlich grad nach ;)

    Ich persönlich würde die Knochen immer zusammen mit einer Fleischmahlzeit füttern, da die Magensäureproduktion durch Fleisch richtig schön angeheizt wird.

    Ich habe mal Hühnerhälse zwischendurch gegeben, obwohl sich ihr Körper verdauungstechnisch an zwei "große" Mahlzeiten am Tag gewöhnt hatte und das Ergebnis waren unverdaute Knochenteile.

    Aber das kannst du am Besten einschätzen.

    Zum Plan

    Den find ich wirklich super!

    An Knochentagen fütter ruhig insgesamt nur 500g, an knochenfreien Tagen bis zu 600g Fleisch.

    Das Verhältnis stimmt so weit, ich komme aber nur auf (bei 600g Fleisch täglich maximal) 630g Innereien, bei 500g täglich wären es 530g Innereien/ Woche. Ist aber nicht gravierend.
    Ansonsten find ich den Plan super :gut:

    Zusätzlich zum Fertigfutter würd ich dringend abraten, Calciumhaltiges zu füttern, also Joghurt oder Hüttenkäse, o.ä.

    Einfach nur Fleisch würde bei "Vollbarf" nicht ausreichen, da gehört noch ein Bisschen mehr dazu.

    Lies dich lieber noch genauer in die Materie, bevor du einfach irgendwas drauf los fütterst.
    Hin und wieder mal ein Stückchen Rohes als Highlight schadet nicht, sollte aber, je nach Menge, vom Fertigfutter abgezogen werden.

    Zitat

    Jetzt wollen wir mal mit Kalbsbrustbeinknochen anfangen. Wie muss ich denn nun den Ca-Gehalt berechnen?

    Unsere Hündin ist 9 Monate alt und wiegt 30kg (wobei sie seit 2-3 Wochen auf ihrem Gewicht steht)

    Sie werden die Futtermenge von 650g auf 900g/Tag erhöhen. Der berechnete Ca-Bedarf liegt bei 4,1g/Tag. Wie soll ich nun die Knochen mit einberechnen?

    Muss ich den Ca-Gehalt von Platinum auch noch mit einberechnen, wovon sie ca. 150g-200g/Tag als Trainingslecker bekommt?

    Bei Hunden im Wachstum würd ich persönlich auf eine relativ genaue Calciumbedarfsteckung achten, also weiterhin auch mit Knochenmehl arbeiten und Knochen füttern, von denen man zumindest Analysewerte hat, ... das wird bei Kalbsbrustbeinen schwierig.

    Besser wären da mMn Hühnerkarkassen oder Hühnerhälse.

    Wenn man aber bspw die Hälfte des täglichen Bedarfs über Knochenmehl und die andere Hälfte über Kalbsbrustbeine deckt, fänd ich es ok.

    Rinderbrustbeine haben knapp 3000mg Ca in 100g.
    Kalbsbrustbeine würd ich bei der Hälfte ansiedeln.

    Dein Hund hat nen Ca- Bedarf von 145mg/kg KM

    Und ja, 200g Trainingsleckerlis sind ja ne Menge.

    Den Ca- Gehalt würd ich schon (zumindest im Wachstum) berücksichtigen.

    Zitat


    Hm, was ist das? Meinst Du die 2-3% vom Körpergewicht?


    Nein.

    Ich meine die Menge an verdaulichem Rohprotein, die mein Hund am Tag benötigt.

    Bsp Hund bis 5 Kilo hat nen Bedarf von 3,3gvRp/kg KM/ Tag.
    Also 3,3x5= 16,5g vRp/ Tag.
    100g Fleisch hat durchschnittlich 18g vRp.

    Also braucht ein Hund bis 5 Kilo ca 90g Fleisch am Tag für den Erhaltungsstoffwechsel.


    Zitat


    Hm, bei Schäfer & Messika sinds halt 70% sehr fleischige Knochen.


    Tu mir einen Gefallen.
    Rechne bitte mal den täglichen Calciumbedarf deines Hundes aus und dann schau, mit wie viel von welchen Knochen du den täglichen Bedarf decken würdest.

    Nimm nur mal Hühnerhälse

    Hühnerhälse (mit Fleisch, ohne Haut): 100 g = 1542 mg Ca

    und Kalbsknochen

    Kalbsbrustbein: keine eindeutigen Analysewerte, ich würd von der Hälfte von Rinderbrustbein ausgehen, also ca 1000- 1500 mg Ca

    Und dann berechne die 70% RFK für einen Tag, so wie du es tun würdest und schau dir an, ob die Mengen übereinstimmen.


    Zitat


    Ich hatte von der 65%, 20%, 15% Einteilung hier im Forum gelesen. Wo steht das denn Ursprünglich?

    Ursprünglich http://www.barfers.de

    Dort sind es 15% Knochen, 15% Innereien, 20% Pansen, 50% Muskelfleisch.

    Knochen aus der Berechnung rausgenommen ergibt 65%.

    Zitat

    Ein durchschnittliches Hühnerei hat etwa 80 Kilokalorien und enthält etwa 8 Gramm Fett; über die Hälfte der Fettsäuren sind ein- bzw. mehrfach ungesättigt. Hühnereier enthalten das Lipid Cholesterin und die Mineralstoffe Calcium, Phosphor, Eisen, Natrium, Zink, Kalium sowie Selen. Hühnereier enthalten alle Vitamine, außer Vitamin C – eine Bilanz, die ansonsten kein anderes Lebensmittel vorweisen kann. So kann ein durchschnittlich großes Hühnerei bis zu 35 % des täglichen Bedarfs an Vitamin D und 38 % des täglichen Bedarfs an Vitamin B12 decken.


    http://de.wikipedia.org/wiki/Hühnerei

    Wenn Hunde

    Zitat

    so krank waren daß sie nicht mehr fressen wollten

    , ist also die tägliche Fütterung von Eiern gar nicht so dumm, aber täglich eine solche Vitaminbombe zusätzlich zum (wahrscheinlich ohnehin an höhere Ansprüche angepassten) Futter... ich würds nicht machen.

    Dann würd ich eher Vitamin B- Komplexe in Pulver- oder Tablettenform füttern.

    Ich hab auch die Erfahrung gemacht, dass behandeltes Fett wesentlich schlechter vertragen wird, als rohes Fett.

    Von Schweineschmalz konnte ich kaum die Menge füttern, die notwendig gewesen wäre, um das Gewicht zu halten. Es gab weichen bis flüssigen Stuhl.

    Von rohem Enten- oder Rinderfett kann ich ordentliche Portionen füttern ohne dass der Stuhl deutlich weicher wird.

    Hey!

    Ich lasse die RFK aus dem Gewebeverhältnis komplett raus.

    Warum? Weil ich so nicht gewährleisten kann, dass der individuelle Ca- Bedarf gedeckt wird.

    Ich persönlich berechne die Gesamtmenge Fleisch nach dem Optimalbedarf im Erhaltungsstoffwechsel (M/Z).

    Das sind meine 100%.

    Davon

    65% Muskelfleisch
    20% Bindegewebe (1/2 - 2/3 Pansen, Rest sonstiges Bindegewebiges/Knorpeliges etc)
    15% Innereien (zu je einem Drittel Leber, Herz, Niere)

    RFK pack ich auf diese Menge oben rauf. Und zwar in der Menge, wie sie den Calciumbedarf decken würden.
    Also zb zusätzlich 40g Hühnerhälse oder zusätzlich 50-70g Hühnerkarkasse oder oder oder.

    Bei seeehr fleischigen Knochen zieh ich einen kleinen Teil von der Muskelfleischmenge ab, aber in der Regel gleicht sich das alles immer aus.

    Das Plus an Muskelfleisch ist ein Polster, da es sich beim optimalen Erhaltungsbedarf um etwas "Isoliertes" handelt, endogene und exogene Faktoren verändern den Bedarf immer etwas.

    Rechnet man von vornherein mit Prozenten, ist es mMn ziemlich merkwürdig mit den Knochen geregelt.
    Ich kenne 15% RFK und dabei müsste es sich um den nackten Knochen handeln.
    Ist mir aber zu umständlich.

    Hm, danke.

    Ich lass nächste Woche mal einen Urintest beim TA machen. Zum Vergleich. Bei mir zeigt der Teststreifen immer ein plus an, also 30mg/dl Proteine. Mir wird immer gesagt "das kann bei den Humanteststreifen schon mal vorkommen"... naja.

    Trotzdem danke.