ZitatAlles anzeigenHi,
ich äußere mich auch mal. Ich bin zum barfen gekommen wie die Jungfrau zum Kinde.
Im August 2007 zog meine Katze ein, 12 Wochen alt, angeblich bereits an Dosennahrung gewöhnt... naja, ich kann das nicht bezeugen, ich fütterte 2 Wochen die Regale rauf und runter, von hochwertig bis günstig- Ergebnis immer gleich- Katze hat Durchfall und zwar ständig und überall.
Ich hab mich nebenbei mal etwas belesen und eines Abends hatte die Nase voll und kaufte Rindergulasch roh in Stücken. Tja, und dann hatte das Tier plötzlich keinen Durchfall mehr! Great, ich bin am nächsten Morgen in die Apotheke und habe einem sehr überraschten Apotheker, Taurin und Algenpulver abgekauft .
Und ich muss ehrlich sagen: Meine Hauptmotivation war einfach nur, dass der Durchfall endlich aufhört...
Ich bin seit fast 1 1/2 Jahren stets zufrieden, die Katze ist sehr gesund, aufgeweckt, ausgeglichen, riecht nicht- angenehmer Zeitgenosse, wenngleich eine Königin.
Mit der Zeit bin ich auch sicherer geworden in der natürlichen Nahrungszusammenstellung, außerdem bekommt die Katze auch so immer einiges was anfällt (mal nudeln, reis, kartoffeln, joghurt, käserinde usw...). Auch ein fremder Ta war begeistert und hat sich neugierig erkundigt "ob ich das Fleisch überbrühe", "Nein, ich füttere es roh, ganz roh"...![]()
Ich habe festgestellt, dass Geflügel für meine Katze ungeeignet ist, außer Knochen davon und einiges mehr. Jedes Tier hat ja seine Besonderheiten, es wird nicht immer alles vertragen.
Natürlich werde ich nun auch bei Tucker die Rohfütterung probieren. Mal sehen wie er es verträgt.Andrerseits muss ich auch sagen, dieser regelrechte Hype und alles gehen mir schon auch auf den Wecker. Es gibt ja mittlerweile schon verschiedene "Lehren" nach denen gebarft wird.
Ich glaube die Bezeichnung Rohfütterer trifft auf mich eher zu als "Barfer". Ich tue mein bestes meine Tiere gut und abwechslungsreich und ausgewogen zu füttern, aber ich stehe nicht mit der mg- Waage daneben und und frage mich, ob diese Portion Futter jetzt auchw irklich alles enthält was sowieso und sowieso schreiben... und ich füttere auch Getreide solange es keine Allergien ausschließen, also Nudeln (Vollkorn), Reis, Haferflocken, Hirseflocken u.ä. in angemessener Menge.
Ich achte auch auf wichtige Sachen wie Taurin bei der Katze, Calcium Verhältnisse usw. Aber ich nutze vorallem meinen Verstand und mein Gefühl, beobachte, rieche, erlebe den Hund. Und nach einer Weile kann man sich ja durch ein Blutbild vergewissern.
Ich würde auch nicht jeden überreden wollen zu barfen, es ist nicht jedermanns Sache und auch nicht für jeden Hund das richtige, denk ich. Wer ein Futter hat welches geeignete Inhaltsstoffe aufweist und gut vertragen wird, ist doch auch alles prima. Ich bin auch nur wegen einer Unverträglichkeit da hingelangt und jetzt will ich vermeiden, dass dem Hund die Fleischdüfte des Katzenfutters um die Nase weht, während er sich seinem Trockenfutter gegenüber sieht.
Wenn er sich gut ans rohfüttern gewöhnt hat, führe ich Lopovet als Zweitfutter ein, das kriegt er ab und an mal, damit er es frisst wenn roh mal gar nicht geht (Urlaub, Wandern etc.)Gegen Barfen spricht meiner Meinung nach noch etwas: Der Interessierte wird mittlerweile mit Meinungen und unterschiedlichsten Plänen "beworfen". Die Informationsfülle ist enorm, der Gehalt eigentlich verhältnismäßig gering. Das schreckt viele ab, weil es so unübersehbar geworden ist, man kriegt das Gefühl man kann es eh nur falsch machen, ob nun die Inhaltsstoffe bei Rohfütterung, Trofu oder Nafu- es ist ein Riesenkuddelmuddel geworden. Kein normaler Mensch blickt da noch durch, was jetzt wirklich in den Napf soll. Wann immer das Thema Futter auftaucht, stellt sich gleich mal eine Überreizung ein, alle sind angespannt, jeder ist überzeugt, das absolut richtige zu tun und sich zu rechtfertigen...
Da will sich kaum jemand der nicht durchblickt, den Löwen zum Fraß vorwerfen- irgendeiner ist bestimmt dagegen.
Das hat nichts mehr mit Information zu tun, es ist purer Streß gworden.lg Susanne
*Komplett anschließ*