Über Weihnachten war das Desaster perfekt 
Die Eltern meines Freundes, ihrerseits die absoluten fleischgewordenen Norddeutschen, reserviert, kühl, sarkastisch und undurchschaubar... und ne Pöttlerin mit Dackelmix im quietschegelben Sattelgeschirr...
Ich glaube, die haben mich komplett abgeschrieben, was deren Enkelplanung anbelangt und mich für komplett unzurechnungsfähig erklärt.
Meinen Freund dazu^^
Meine Eltern hingegen,.... die totalen Tiermenschen^^
Es war schön, zu albern, dass sie ja mal ihr Enkelhündchen sitten können, wenn Mama und Papa mal nen Ausflug machen wollen.
Es ist echt auch immer ne Frage, ob die Familie selbst Hundemenschen sind oder eher nicht.
Ich denke ganz ehrlich, wenn meine Mutter auch immer wieder aufs Neue erstaunt feststellt, was für ein tolles Team mein Hundi und ich sind, hätte sie im Leben kein Problem damit, wenn ich mir mein Haus mit Hunden vollknall, sie aber mit Kleinkindern verschone^^
Die Eltern meines Freundes hingegen... naja, ein Hund ist ja nur ein Hund. Und so ganz verstehen können sie es ja auch nicht, dass der Hund auch mit uns auf der Couch kuscheln darf und ich fröhlich abends mit dem Hund auf dem Boden rumrobbe mit einer Leidenschaft, die die besten Supereltern im Leben nicht aufbringen könnten...
Naja, mir wurst.
Sollen sie mich doch alle für komplett bescheuert halten.
Wenigstens habe ich die Dinnerrunde nicht mit lauter Hundestories gelangweilt, die besagten Noddeutschen haben aber sehr wohl jeden Moment genutzt, sich über die unerzogenen Kinder der Bekannten auszulassen.

Wirklich den Bogen überspannt habe ich wohl am ersten Weihnachtstag, als ich nachts noch die steife Gesellschaft gestört habe, weil mein Hund dringend zum notdiensthabenden Dorftierarzt chauffiert werden musste.
Der nächste Morgen war der absolute Oberkracher.
Ich habe in den Blicken lesen können, dass wirklich jeder Anwesende mein "gluckenhaftes" Verhalten für total vermessen gehalten hat.
Bloß ein Hund.
Bemitleidenswerter Kinderersatz.
