Beiträge von AuraI

    Ich hab damals, als ich zum ersten Mal "beruflich" mit der menschlichen Ernährung konfrontiert wurde, strikt nach Plan gegessen und getrunken. Ich habe alles so weit ausgerechnet, wie es ging, alle Vitamine und Mineralstoffe versucht täglich abzudecken und jeden Tag mehrere Stunden Sport gemacht aus Angst vor Zivilisationskrankheiten (ja, ich neig(t)e dazu, mich in Dinge hineinzusteigern^^)

    Damals durfte ich sehen, wo fdie Grenzen von theoretischem Bedarf und Durchschnittwerten sind.
    Dementsprechend richte ich mich nicht hauptsächlich nach theoretischen Plänen, mache mir aber schon Gedanken, was Missy ungefähr diese Woche zu fressen bekommen soll.

    Was mir einfiehl, ist, dass ich zb für mich selber kein Bio kauf, was zb aus Ägypten eingeführt wird, aus mehreresn Gründen, für Missy hingegen schau ich schon mal im Biodiscounter, da ich mir dort eher mal Gemüse, Obst, Kräuter, Kokosflocken usw leisten kann.
    Also bei Missy gehts mir hauptsächlich um ein Minimum an Schadstoffbelastung, ich für mich möchte nicht mehr Geld ausgeben für Importprodukte.

    Ob ich da jetzt bei Missy mehr Wert auf "Gutes" lege oder weniger, ist da schwer zu sagen...

    Ich finde es auch immer wieder lustig, dass das Gros der Hundehalter es als total normal ansieht, ihrem Hund täglich fertiges Futter, industriell gefertigtes Futter hinzustellen, sich aber selber nicht täglich von 5Minutenterinen und Dosensuppen ernährt.
    Das werd ich nie verstehen. ^^

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    Beim Gemüse/Obst - und das ist nur meine ganz persönliche Meinung - ist es tot wenn es gefroren war. Würde ich also nicht machen.

    In Sachen Vitamine und Mineralstoffe ist es durchaus sinnvoller, erstens: so viel gefororenes Gemüse und Obst zu kaufen, wie möglich und zweitens: es in großen Mengen zu pürrieren, also gekauftes direkt am selben Tag zu verarbeiten und einzufrieren, da Vitamine und Mineralstoffe beim Gefrieren erhalten bleiben, was definitiv nicht der Fall ist, wenn das Obst und das Gemüse Tage lang im Obstkorb rumstehen.

    Luft und Licht machen sie kaputt.

    Für die wichtigen Enzyme, die weniger werden beim gefrieren, gibts für Missy Teile meines Obstes/Gemüses gemörsert, also zb ein Mandarinen"segment" o.ä.

    Also da muss man ein wenig differenzieren.

    Mit dem Obst/Gemüsepamps mache ich es nicht anders. Da pürrier ich, je nach Auswahl, drei vier verschiedene Mixe und frier sie ein.

    Da ich eben selber auch viel Obst und Gemüse ess, hab ich zusätzlich immer welches im Haus.

    So nen Thread hab ich auch schonmal gestartet, find den nimmer :/

    Naja, ... doch, ich achte immer mehr auf das, was ich esse.
    Mache Essen meistens selber, inzwischen gibts bei uns sogar morgens selbstgemachte bunte-Körner-Brötchen.

    Zum einen aus gesundheitlichen Gründen, ich merke, dass ich nicht mehr belastbar bin, wenn ich mich ungesund ernähre. Sex ist zb auch undenkbar nach drei Tagen Fastfood, Weißmehlprodukten und einem Gemüse- und Obstmangel^^

    Zum anderen habe ich eben festgestellt, dass es so viel günstiger ist, selber zu kochen. Ich spare so viel Geld, seit dem wir wirklich alles selber machen. Das heißt nicht, dass es nicht auch mal ne Pizza gibt, aber eben eine ohne Konservierungsstoffe und Aromen.

    Ich nasche viel und brauch das auch. Das gibts bei meinem Hund nicht^^ Da felht es mir an Selbstdisziplin, aber Schoki ist auch echt gemein^^

    Doch, ich muss feststellen, dass sich auch meine eigene Ernährung verbessert hat, seit dem ich für meinen eigenen Hund verantwortlich bin.

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    ich denke so lange er bei dir sein kann ist es ihm egal wo er "wohnt".

    würd ich auch sagen. Du hast deinen Hund ja vor dir sitzen, solange du nichts gegenteiliges feststellst bei ihm, kann er damit umgehen. Das ist ja auch beim Menschen eine Frage der Gewöhnung.

    Bis vor drei Monaten hatte mein Freund auch eine eigene Wohnung und dort wurde natürlich auch mal übernachtet etc. Über die Feiertage haben wir an drei verschiedenen Orten geschlafen und Missy war dabei und sie hat überall gepennt, wie immer: zwischen uns im Bett^^

    Wir achten allerdings auch darauf, Gassi- und Fresszeiten einzuhalten.

    Also aus eigener Erfahrung sehe ich da kein Problem^^

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    Sämtliche Beiträge, die darauf abzielen, dass es ja sünde ist, ein ganzes Küken zu füttern,. aber nicht sünde, wenn man das Tier nicht mehr erkennen kann, kann ich leider nicht ernst nehmen.

    Der Appell, die Herkunft ALLER im Leben notwendigen Produkte zu hinterfragen ist sehr wohl gerechtfertigt meiner Meinung nach.

    Allerdings finde ich, dass man von Verurteilungen in diesem Bereich Abstand nehmen sollte, sobald man zum Beispiel bei H&M einkauft oder keinen Halt vor Bioprodukten aus Ägypten macht.

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    Das


    richtete sich eher an sowas:


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    Jetzt kommen die, die sagen, "irgendwo muss man ja anfangen" und das ist richtig und wichtig. Aber zu verurteilen und ein Unverständnis zu heucheln, finde ich dann dennoch unangebracht.


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    Vielleicht kann mir aber einer der Verbraucher sagen, was der besondere Vorzug ist und warum das überhaupt gemacht wird. Ist es billiger, zehn Neugeborene zu produzieren als ein einziges aufzuziehen?


    ok, Problem wurde erkannt, das beruhigt mich.

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    Mir geht es nicht darum, zu verharmlosen, ganz im Gegenteil.

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    Und ich habe einfach, ehrlich gesagt, ein Problem damit, wenn Leute Arroganz an den Tag legen, weil sie in einem Bereich meinen, gutes zu tun, von unzähligen anderen "Bereichen" aber wahrscheinlich nicht mal eine Ahnung haben.


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    Ich sage nicht, füttert Babymäuse!
    Ich sage nur, seid vorsichtig mit Verurteilungen.


    Zitat

    zur Ablenkung oder Rechtfertigung darauf hinzuweisen, dass andere andernorts noch viel schlimmere Dinge tun war noch nie besonders überzeugend - man findet immer was Schlimmeres.

    ---> zeigt mir, dass ich überhaupt nicht verstanden werde hier.
    Ich habe nicht auf Schlimmeres verwiesen, genau darum gehts ja, SCHLIMMERES ist da völlig deplaziert.

    Ich habe auch nie behauptet, es sei WENIGER VERWERFLICH, das Ding ist, ich finde auch Massentierhaltung in den heutigen Zeiten, in DIESEM, es unumgänglich machenden System einfach nicht "verwerflich".

    Das ->

    Zitat

    Jetzt kommen die, die sagen, "irgendwo muss man ja anfangen" und das ist richtig und wichtig. Aber zu verurteilen und ein Unverständnis zu heucheln, finde ich dann dennoch unangebracht.

    ist mein Punkt.

    Ich kann weder das Argument neugeboren verstehen, noch den Gedanken, das "Leid" zu minimieren, in dem man zusieht, so wenig Tiere wie möglich zu füttern.

    Vielleicht mache ich keine Unterschiede zwischen verschiedenen Einstufungen von Leid oder sehe da kein größeres Maß an moralischer Verwerflichkeit zwischen neugeborenen Tieren und denen, die noch wochen- monatelang gemästet werden oder denen, die ihr ganzes Leben als Gebärmaschine fristen. Denn es führt, und das möchte ich betonen, immer zu der selben Wurzel, die Gründe sind immer die selben.
    Ich sage nicht, es ist nicht schlimm oder wert, es zu verändern.

    Ich sage, haltet euch dennoch zurück mit vorschnellen Verurteilungen, denn ihr seid nicht "besser" oder "schlechter" als diejenigen, die Babykaninchen füttern.

    Da ihr in anderen Bereichen die Nachfrage bildet. Zu den Grundproblemen beitragt.
    Ich habe das Gefühl, manche wissen nicht, in welchen Dimensionen sie sich bewegen. Hier wird aufgeschrien, weil Hunderte mehr Babykaninchen getötet werden müssen, aber ich bezweifle, dass alle eine vage Ahnung davon haben, wie viel "unnötiges" Leid durch ihren eigenen Konsum entsteht. Unnötig wieder in Anführungsstrichen für diejenigen, die wissen, was ich meine.

    Mir geht es nicht darum, zu verharmlosen, ganz im Gegenteil. Mir geht es darum, dass hier nicht vergessen wird, worüber wir hier reden, dass man sich mit Verhältnissen auseinandersetzt und mal überlegt, ob man sich nicht an die eigene Nase fassen sollte, auch wenn man keine neugeborenen Kaninchen füttert.

    Und ich habe einfach, ehrlich gesagt, ein Problem damit, wenn Leute Arroganz an den Tag legen, weil sie in einem Bereich meinen, gutes zu tun, von unzähligen anderen "Bereichen" aber wahrscheinlich nicht mal eine Ahnung haben.

    Doppelmoral. Weniger tote Kaninchenbabys aber dazu beitragen, dass Menschen ausgenommen, Tiere gequält, die Natur in Grund und Boden gewirtschaftet, die Luft verpestet, Wasser, Geld und Ressorcen vergeudet, Überschuss produziert und der gewissenlose aber wunderbar angenehme Kapitalismus am Laufen gehalten wird.

    Ich sage nicht, füttert Babymäuse!
    Ich sage nur, seid vorsichtig mit Verurteilungen.