Beiträge von AuraI

    Ich glaub, das ist ein tiefergehendes Problem. Solche Übertreibungen finden ja überall statt. Ich denke, ein Teilgrund ist das zunehmende (emotionale) Auseinanderdriften durch zunehmende Erreichbarkeit und zunehmende Anonymität. Man kann alles haben, man kann (und soll) alles sein, aber die wahren Meinungen, Bedürfnisse werden heutzutage nicht mehr gehört, weil sie zu unscheinbar sind. Heutzutage muss es krachen. "Wir entfernen uns voneinander... wir kollidieren unweigerlich miteinander" (LA Crash^^).

    Ich kenn das Verhalten nämlich auch aus anderen emotional behafteten Bereichen. Dass man den Bäcker xy nicht unbedingt öffentlich als komplett unfähig anprangert liegt vermutlich an der fehlenden Bedeutsamkeit für einen persönlich.

    Man muss mit seiner Meinung, mit seinen Gedanken gegen Millionen ankommen. Wie schafft man es heutzutage noch, sich von irgendwas abzuheben?!

    Zum Thema einheitliche, staatlich geprüfte Ausbildung zum Hundetrainer... tja, stellt sich die Frage, nach welchen "Konzepten" da gearbeitet wird. Ich denke nicht, dass es einen Unterschied machen würde, immerhin ist Hundeverhalten unzureichend erforscht. Ein staatlich geprüftes Zertifikat würde mich nicht dazu bewegen, diese Hundeschule einer anderen vorzuziehen.

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    Zum Beispiel finde ich es sehr sinnvoll, Zeiten mit viel und Zeiten mit wenig Futter einzubauen, auch wenn man als Mensch logischerweise denken könnte, "das gibts in der Natur aber nicht aus gutem Grund, sondern es geht da draußen hart zu, Gott sei dank ist es bei uns anders". In meiner wissenschaftlichen Seele denke ich, das wird schon seine guten Gründe haben, wir Menschen sind nur noch nicht darauf gekommen --

    Da würd ich zb sagen, für einen an diese "Fütterungsart" angepassten Verdauungsapparat und Stoffwechsel durchaus sinnvoll, weil angepasst. Ist die Frage, wie weit das beim Hund der Fall ist. Ich weiß aber was du meinst. Hatte ich hier schonmal angesprochen, dass ich die Idee auch "ganz hübsch" finde, ein naturnahes Nahrungsangebot nachzuahmen.

    Ich hab mir da echt n Kopp gemacht und ich werde im Laufe der Zeit sicherlich noch die eine oder andere Meinungsänderung mitmachen^^

    Was die Evolution, die Anpassung eingerichtet hat, kann so verkehrt nicht sein, ganz im Gegenteil, aber man darf da eben nie die Rahmenbedingungen außer Acht lassen.

    Aber ich glaub, ich versteh, was du meinst. Bin da auch nicht ganz einig mit mir und Grenzen verschieben sich immer mal wieder.

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    aber es kann natürlich auch sein, dass dieser Hang dazu, die Natur als Vorbild nehmen zu wollen, eher was Religiöses/rein Ideologisches hat, auch wenn ich es nicht so sehe.
    Weißt du, wie ich meine?

    :^^: Ich glaub...

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    Zur Ca-Resorbtion: Da konnte ich der Logik nicht so gut folgen, mir scheint es eher anders rum. Wenn alles gut resorbiert wird, wird doch weniger, nicht mehr, als Überschuss ausgeschieden, oder nicht? :???:

    So, Kay, da haste mich. Ja woll, keine Ahnung. Ich dachte, weil gelernt: Zu viel Ca wird aufgenommen, Überschuss wird über Urin und Stuhl ausgeschieden, führt bei deutlich zu hoher Ca- Fütterung zu Knochenkot. Daher... Calcium aus Eierschalenpulver wird besser resorbiert, weil in bereits bis zu einem gewissen grad vorbereiteter Form, daher kommt es zur "Überdosierung", Ca wird über Urin und Stuhl ausgeschieden -> Knochenkot. So. Klar, andersrum ebenso logisch (oder logischer?). Eierschale wird schlechter resorbiert, Ca bleibt im Brei, führt zu Knochenkot. Verbessert Fleisch oder etwas im Fleisch die Resorption von Ca? Wie zb eben VitaminC?

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    ...
    Mich bezeichnen manche Kunden manchmal als "Hundeflüsterin", was ich furchtbar finde und sie sofort bitte, dieses Wort nicht mehr zu verwenden. Ich bin Trainerin für Menschen mit Hunden, nicht mehr, nicht weniger.

    ...
    Und ich arbeite nicht nach Dings oder Bumms oder TV-Superstar, sondern ich höre mir alles an, bilde mich weiter und stelle individuell nach dem vor mir stehenden Duo Mensch-Hund den Therapieplan zusammen.


    (Boah, ich bin so gut, mir wächst gleich ein Heiligenschein... :roll: )

    :lachtot: Merkste selbst, ne? ;)

    Nö, keiner sagt hier etwas, was nicht stimmt, die Leute, die vom Alditrofu abraten, zitieren lediglich die für alle lesbaren Zutaten und erklären, warum die Zusammenstellung einfach suboptimal ist. Das ist keine Rufschädigung. Hier wird über für jedermann frei zugängliche Fakten diskutiert, keiner verbreitet Unwahrheiten, hier wird meines Erachtens fast ausschließlich von seiten der Befürworter unsachlich diskutiert.

    Ich würde sagen, dein Hund verwertet/resorbiert das Ca aus der Eierschale eher besser, als aus Knochen. Das ist gut nachvollziehbar, immerhin ist Eierschale bereits pulverisiert, so ziemlich alles wird aufgenommen. Bei Knochen kann es durchaus sein, dass Teile nicht hundertprozentig so vorbereitet werden, dass alles an Ca daraus resorbiert wird. Ist eigentlich recht logisch und ok. Calciumcitrat verbessert sogar noch die Resorption von Ca, durch Vitamin C wird die Resorption von Ca verbessert. Das würd ich dann lassen oder eben anders dosieren. Weniger Eierschale/Cacitrat oder mehr Fleisch zum Knochen.^^

    OT an geordie!

    Sehr spannend, aber ich meine da raus gelesen zu haben, dass sie öfter Beute machen, weil der Trieb auch unabhängig vom Bedarf/Hunger überhand nimmt. Und deshalb gar nix oder wenig vom Tier fressen, eben weil gar kein Bedarf besteht. Da ist es recht logisch, dass in nem harten Winter vielleicht der Trieb einfach stärker ist, mehr Viehscher gekillt werden, aber es gar nicht notwendig ist, sie zu verspeisen, da ja der Bedarf/ der Hunger bereits gestillt wurde.

    In wie weit da jetzt die Bedeutung vom gefressenen oder nicht gefressenen Gerippe angesprochen wurde, muss ich nochmal überprüfen, zweimal lesen ist besser^^ Aber für mich las sich das so, als ob einfach das Gerippe/ das Tier liegen gelassen wurde, weil gar kein Grund besteht, es zu fressen. Dass man "im Vorbeigehen" eher mal n Stück Fleisch mitnimmt, als fgroßartig an nem Gerippe zu nagen, wenn eigentlich gar kein Bedarf besteht, ist doch irgendwie nachvollziehbar^^

    Edit: Ja, der erste Artikel ist hart. Aber so ist das. Mit Emotionen darf man da nicht rangehen. Höcht interessant.

    Ist genau so bei uns. Ich finde es in unserem Fall auch gut nachvollziehbar. Bei mir gibts Fressen, ich bin diejenige, die am meisten Zeit mit dem Hund verbringt, trainiere mit ihr, spiele viel mehr mit ihr, mit der Zeit hat sich da natürlich eine stärkere Bindung an mich ergeben, was ich aber auch völlig ok finde.

    Mein Freund fand das anfangs auch etwas schade, aber inzwischen verbringt er eben die Zeit, die er mit dem Hund allein hat, intensiver mit ihr. Nutzt es aus, dass ich nicht da bin und inzwischen hat er ihr sogar einen Trick beigebracht^^

    Ich würde da nicht eifersüchtig sein. Wenn ihr mal Kinder habt, wird das ähnlich sein. Da gibt es auch phasenweise immer mal ne Stärkere Bindung zu einem Elternteil.

    Wenn man zu zweit gassi geht, finde ich es sogar sehr sinnvoll, dass sich der Hund nicht an zwei Leuten orientiert, sondern nur an einer Person. Ich kann mir vorstellen, dass es sonst wirklich stressig werden kann.

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    Ein kantiger, lauter, selbstbewusster Herr, gerne mit militäischer Vor-
    bildung.

    Und wenn Hasso oder Asta nicht parierten, gab's eine.
    Mipm Stock. Oder mipm Fuß.
    Die haben dann aber auch gehorcht.


    :lachtot: Asta hahaha

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    Du sollst keinen anderen Hundetrainer haben neben mir!
    Amen!


    :lachtot: du bist so gut^^

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    Nicht nur dass das Gelernte geradezu sklawisch verinnerlicht und ange-
    wendet wird. Nein genau so wichtig, wie an den Erfolg seines Trainers zu
    glauben ist, alle anderen Trainer und deren Methoden als 'Pfui' zu em-
    pfinden.


    Erste Erfahung mit Trainer und ich durfte genau das feststellen. Hätt ich in dem Maße echt nicht gedacht...

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    Und wenn derjenige nicht gerade nach der Methode des berüchtigten
    Hundepsychologen Dr. Adolf Prügelpeitsch arbeitet, bin ich auch gerne
    bereit mir die Methoden des erfolgreichen Hundelehrers anzueignen.

    :lachtot: :lachtot:

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    Wichtig ist doch der Erfolg und nicht der, der einem das Mittel zum Er-
    folg vermittelt.

    Sofern der Weg zum Erfolg sich mit meinen "Vorstellungen" darüber deckt, also nichts gemacht wird, wo ich den Rückzug starten oder auch nur die Nase rümpfen würde, stimme ich dir da zu.

    Es ist schnurz piep egal, wer mir den Schlüssel zum Erflog überreicht. Und wenn es das Gespräch mit Nachbarin Frieda (fiktiv) ist, das mir den nötigen Denkanstoß liefert oder aber eben ein teuer bezahlter, rennomierter Trainer.

    Ich kann das auch überhaupt nicht nachvollziehen, wie man sich gerade bei solch komplexen Wesen und vorallem solch komplexen Beziehungen so sehr in Doktrinen versteifen kann. Man beschneidet sich doch selber um eine Vilefalt an Möglichkeiten.

    Sehr schön geschrieben, ich musste mehrfach laut lachen^^ Ein schöner Start in den Tag.