Theoretisch könnte ich mich auch, entsprechend aufbereitet, von einem Stück Holz ernähren und durchaus eine funktionierende, wenn nicht gar vor Gesundheit sprühende, Physis aufweisen.
Aber hier sieht man sehr schön den Knackpunkt der veganen Geschichte.
Das Problem der Doppelmoral, der man sich nunmal nicht entziehen kann.
Man muss immer bedenken... Es geht dabei um eine Ideologie, um eine "reine Weste", es geht um etwas Abstraktes, denn man vermeidet damit kein Leid, das möchte ich nur kurz anmerken.
Es geht einzig und allein um die Psyche des Veganers, um die persönliche Freisprechung von "Sünde" durch das Nichtteilhaben an der schattigen Seite der Medaille.
Es ist ne Kopfsache, die jedem frei zusteht. Aber, und das bitte ich in Bezug auf die Verantwortung dem Hund gegenüber, zu bedenken: es ändert nichts.
Gerade Menschen, die sich mit "solchen Dingen" intensiver beschäftigen, sollten das wissen.
Das heißt, das Argument, Leid zu ersparen, fällt weg.
Das Argument, nicht an "der Maschinerie" beteiligt zu sein ist eine persönliche, wenn auch lückenhaft durchdachte, Entscheidung, diese Entscheidung einem anderen Lebewesen aufzuzwingen, ist meiner Meinung nach nicht richtig.
Denn hier gehts nur darum, seine abstrakte Absolution durch sich selber zu erhalten.
Wenn man nun realistisch ist, für einen Moment, und sich eingesteht, dass kein Tier speziell des Hundefutter- Fleisches wegen leiden muss, es sich lediglich um Ausschuss handelt, dann finde ich es auch aus veganer Sicht gar nicht dringend zu vermeiden, dieses Fleisch zu konsumieren.
