Man kann mit einem Appi Hundesport machen. Ich würde halt schauen zu welchem Hundesport der Hund lust hat. Agility würde ich persönlich nicht machen. Das liegt aber nicht an der Rasse sondern am Agility selber. Das geht mir zu sehr auf die Gelenke. Bzw. würde ich nur Tunnel, Slalom, über eine Brücke ( oder wie das Hinderniss heißt) laufen machen.
Unsere damalige Hundetrainerin ist auch vom Agility weg und bietet jetzt Treibball an.
Treibball ist gerade für Appis hervorragend. Da es Treibhunde sind und sie so ihrer Veranlagung nachgehen können. Unsere Hündin liebt Treibball und könnte das den ganzen Tag machen.
Appis brauchen viel Bewegung und Auslastung. Unsere Hündin würde nach 30 Kilometern mit dem Rad ein mal was trinken und fragen ob wir nochmal 30 Kilometer fahren. Wir waren mit ihr im Urlaub mal 6 Stunden unterwegs mit Ball aus dem Wasser holen, schwimmen usw. Wir kommen zum Ferienhaus und unsere Hündin läuft rein. Wir dachten oh schön sie ist müde. Pustekuchen sie ist nur reingelaufen um ihre Frisbee zu holen und wollte mit uns weiter spielen.
Sie sind sehr lauffreudig und finden aber stumpfes spazierengehen, meistens, blöd.
Ich finde der Appi ist kein Stadthund. Er mag normalerweise keine Menschengruppen, volle Städte, Stadtbummel usw. Da fühlt er sich normalerweise sehr unwohl.
Fremden Menschen gegenüber ist er sehr reserviert und zurückhaltend. Er zeigt auch deutlich das er keine fremden Menschen mag/braucht. Es gibt, vor allem bei den Rüden, auch Appis die nach vorne gehen. Normalerweise hüpfen sie meistens nur bellend im Abstand um die Leute rum und verfolgen die Leute oder versperren den Weg.
Sie sind sehr territorial was bei Rüden meistens zu einem Problem führen kann. Bei Hündinnen ist es nicht ganz so schlimm. Sie sind zwar auch sehr territorial aber mit denen ist es meist einfacher.
Jagdtrieb ist vorhanden. Mit dem kann man normalerweise aber sehr gut umgehen. Unsere brauchen wir normalerweise noch nicht mal abrufen. Bei ihr kann der Hase, das Reh usw. einfach vor der Nase auftauchen oder losrennen. Da brauch ich, wenn überhaupt, nur ein normales Nein sagen.
Die " Sturheit" und die " Eigenwilligkeit" ist normalerweise nicht so ausgeprägt wie bei einem Husky. Sie haben schon will-to-please. Aber halt anders wie man es von den Labbis usw. kennt.
Appis haben auch oft keinen Lust die gleichen Sachen 1000 mal zu machen. Oder wenn sie keine Lust haben z.B. den Ball zu holen dann machen sie es nicht oder man muss sie 10 mal auffordern. Das gleiche bei Sitz, Platz, bleib usw. Wenn sie keine Lust haben stehen/sitzten/liegen zu bleiben dann gehen sie einfach weiter. Normalerweise bleiben sie zwar stehen, wenn man es ihnen wieder sagt aber man muss es dann evtl auch immer wieder sagen oder 10 mal hintereinander.
Sie haben ein sehr hohes Energielevel.
Beschäftigt man den Appi nicht dann sucht er sich selber eine Beschäftigung. Z.B. ist es dem Appi zu langweilig einfach im Garten zu liegen. Der sucht sich dann im Garten eine Beschäftigung.
Wenn der Appi meint er muss beschützen und bewachen weil der Halter es nicht kann oder macht, dann wird es sehr schwer.
Man sollte einen Appi nicht in die Ecke drängen oder zu etwas zwingen ( z.B. sich von Fremden anfassen zu lassen). Dann gehen sie meistens nach vorne weil sie keinen anderen Ausweg sehen.
Für uns ist der Appenzeller die Traumrasse und wir lieben alle Eigenschaften an den Hunden. Wir hatten auch keine Problem beim händeln oder der Erziehung. Kann sein das uns die Art der Rasse einfach liegt. Viele Leute die wir kennen und getroffen haben meinten das wäre kein Hund für sie. Sie kämen damit überhaupt nicht klar.
Für uns lief die Erziehung irgendwie ganz normal im Alltag. Wir haben nicht extra mit ihr irgendwas geübt. Also das man sagt so wir trainieren jetzt z.B. dies oder das 10 Minuten. Wir haben das immer im normalen Alltag gemacht.
Appis spielen anders als einige andere Hunde. Sie sind beim spielen sehr laut, bellen und brummeln ( kein knurren. Aber hört sich für Leute die es nicht kennen so ähnlich an) und spielen sehr Köperbetont.
Wir hatten in der Hundeschule, wir hätten nicht in eine gemusst wir wollten nur mal sehen was man in so einem Welpenkurs macht, noch 2 weiter Appis. Einen Rüden und eine Hündin. Unsere Hündin hat immer mit dem Rüden gespielt. Die Leute von den nicht Appis schauten nach kurzer Zeit schon etwas komisch und fragten dann die Hundetrainerin ob sie da nicht zwischen gehen möchte. Die Hundetrainerin meinte bei jedem anderen Hund würde sie da zwischengehen aber bei den Appis nicht die spielen so ganz normal.
Wir haben uns aber auch immer auf den Spaziergängen mit ihr beschäftigt. Wir haben mit ihr gespielt, sie mal rangerufen ( nach dem sie mal endlich angefangen hat mehr als einen Meter von unserer Seite zu weichen), sitz machen lassen, platz und bleib oder im Wald mal über Baumstämme laufen lassen, auf Baumstümpfe springen und sitzen lassen, slalom laufen, zusammen Sachen entdeckt usw.
Wenn man den Appi einfach nur stumpf laufen lässt und man einfach so nur mitläuft ohne den Hund zu beachten, dann sucht er sich selber seine Beschäftigung. Das kann dann jagen sein, Leute "anpöbeln" usw. Also nicht wie bei einem anderen Hund der dann mal hier und mal da schnuffelt und dann weiter läuft.
Unsere Hündin hat sich mit 5 Monaten einen Sehnenriss zugezogen und durfte dann 3 Monate nicht mit anderen Hunden spielen, durfte kaum raus usw. Kann sein das es dazu beigetragen hat.
LG
Sacco
LG
Sacco