Beiträge von Trillian

    Zitat

    Fotoserie dazu? :hilfe:

    Würde ich gerne, bin aber noch eine Woche im Exil und damit ohne Digicam... :sad2:

    Werde es aber nachholen, wenn ich wieder daheim bin und einen Fotographen finde. Kann ja nicht gleichzeitig als Hauptdarstellerin fungieren und die Camera bedienen...

    Ich habe sie mit der (linken) Hand (und einem Leckerchen drin) gelotst. Schritt für Schritt. Zunächst habe ich meine Hand so vor der Hundenase nach links außen geführt. Und wenn Lotte in der Richtigen Position war, nach hinten geschoben. Den Ramen gaben ja meine Beide vor. Am Anfang habe ich schon den kleinsten schritt in die richtige Richtung belohnt. (Anfangs wollte sie sich immer hinsetzen, wenn ich zu schnell vorgegangen bin.) Und meine Beine so gestellt, dass sie sich nur ein wenig drehen mußte. Als bei ihr der Groschen gefallen war, habe ich begonnen, sie nur noch vor mir (mit der rechten Hand) zu belohnen.
    Dann habe ich die Beine immer mehr nebeneinander statt in Schrittstellung gestellt.

    Hmmm, ist immer ziemlich schwer, das so schriftlich zu erklären. Ich hoffe, es ist trotzdem klar geworden, was ich meine.

    Huhu!

    Zunächst mal hoffe ich, dass es Deiner Tochter besser geht.

    Aus meiner Sicht, habt ihr keinen Grund, Eurem Hund zu mißtrauen. Denn immerhin besaß er den "Anstand" deutlich vorzuwarnen. Ich denke, Knurren ist in erster Linie ein Mittel der Kommunikation. Es heißt einzig und allein: Ich mag das nicht.

    Wenn Du sorge um die Sicherheit Deiner Kinder hast, sage ihnen, dass sie - zunächst!! - das Knurren respektieren sollen, grade, wenn sie in der Situation alleine sind. Ich denke da besonders an Deine kleine Tochter.

    Dann übe mit Deinem Hund ein Kommando ("Aus"?!) woraufhin er von Mauseloch oder Futternapf abläßt. Dafür wird der Hund ausgiebig belohnt. Am Anfang wird das vermutlich nur über ein Tauschgeschäft funktionieren.

    Notiert Euch alle Situationen, in denen er knurrt und trainiert sie sorgfältig in beschriebener Weise.

    Ich lebe mit zwei, im Moment sogar mit vier Hunden zusammen. Und selbst der Rangniedrigste, verteidigt sein Futter mit knurren. Lotte verteidigt auch ihr Spielzeug. Da ich das weiß, habe ich in diesem Bereich das Ausgeben besonders intensiv mit ihr geübt. Trotzdem ist es noch manchmal so, dass sie knurrt, wenn ich unvermittelt danach greifen will. Dann reicht ein bestimmtes "Aus!" und sie läßt es los.

    Sorry, noch ein kleinen OT:

    Zitat

    .hätte ihm erst mal garnix mehr gegeben .zur strafe !

    Das ist Vermenschlichung in seiner schlechtesten Form, weil es dem Hund unmöglich ist, Ursache und wirkung zu verknüpfen...

    Ich kann die Verwirrung gut verstehen. Ich selbst halte es so, dass ich die Tendenzen im Auge behalte. Also, unsere Beiden bleiben schlecht alleine. Und auch wenn ich es nicht artgerecht finde, müssen sie das manchmal. Daher dürfen sie mir nicht in jeden Raum folgen, nicht auf "meine" Couch,...

    Bei meinem letzten Hund (Fynn) war das kein Problem. Daher durfte er all das. Aber er fand Besuch doof. Und auch wenn ich sein Bedürfniss unsere gemeinsame Höle zu schützen verstehen konnte, konnte ich es nicht tolerieren. Also mußte er in seine Bos (Tür konnte offen bleiben) und dort warten, bis der Besuch wieder ging. Sicher auch nicht artgerecht, aber anders wäre ein Zusammenleben nicht möglich gewesen. Unsere beiden jetzigen Hunde haben kein Problem mit Besuch. Daher dürfen sie die Tür kontrollieren und die Besucher begrüßen.

    Die "schlimme" Vermenschlichung in dem von Dir gewählten Beispiel finde ich die Unterteilung in gut und böse. Denn das sind Hunde nie. Wir unterscheiden (von uns) erwünschtes und unerwünschtes Verhalten. Die Frage, ob das Suchen von Nähe "gut" oder "schlecht" ist, ist ja selbst im Zwischenmenschlichen zusammensein schwer zu beurteilen. Wenn ich mein 5jähriges Kind abends im Dunkeln allein draußen rumlaufen lasse, bin ich die böse, desinteressierte, vernachlässigende Mutter, wenn ich von meinem 15jährigen Kind verlange, im Winter Abends vor 17 Uhr zu Hause zu sein, klammere ich und kann nicht loslassen; bin die klammernde überfürsorgliche Mutter....

    Um ehrlich zu sein finde ich es normal, dass ein Hund sich für unser Essen interessiert. Untereinander ist das bei unseren nicht anders.

    Allerdings betteln unsere Hunde nicht und bekommen auch nichts vom Tisch, weil ICH das nicht will und weil MICH das stört. Genausowenig dürfen sie ins Bett. Aber dass sie wollen, halte ich für normal. Sie liegen ja auch geren gemeinsam auf der selben Decke, obwohl zwei da sind. Wollen halt Kontakt zum (Pseudo-)Rudel.

    Huhu!

    Wenn Ihr ziemlich weit zurück blättert (S.4), könnt ihr ein Bild von Wauzihunds Dackel sehen. Das passt irgendwie grade zumThema.

    Lotte kann jetzt "Zirkel!" Dabei soll sie aus der "Fuß!"-Position rückwärts um mein linkes Bein/durch beide Beine laufen, so dass sie am Ende grade vor mir steht. Das war unsere Wochenendaufgabe.

    Heute haben wir erstmals den Sprung durch den Armkreis versucht und es hat sofort funktioniert.

    Wie läuft es bei Euch?

    Aber das schlimme daran ist doch die unkenntnis, von Hundesprache, Lernverhalten, etc.
    Und nur weil ein Hundehalter aufhört, seinen Hund zu vermenschlichen, fliegt ihm nicht automatisch die nötige Sachkenntnis zu.

    Ich denke, vermenschlichung in einem gesunden Maße ist nicht schlimm und nur menschlich.

    Ich finde es gut, zunächst Rat bei den Trainern aus dem Tierheim zu holen.

    Aber wenn die Euch nicht helfen können, werdet ihr um einen guten Trainer nicht drum rumkommen.

    Allerdings gebe ich Terry recht, Ihr müßt ja jetzt nicht ein halbes Jahr lang, einmal die Woche Einzelstunden nehmen.

    Bei mir und Fynn haben zwei Stunden gereicht. Dann nochmal eine, als meine Frau dazu kam. Allerdings hat es eine Menge Einsatz, Konsequenz und Engagement gefordert.

    Huhu!

    Ich frage mich, warum es frundsätzlich schlimm sein muß, seinen Hund zu vermenschlichen... Solange die Grenze da gezogen wird, wo das Wohl des Hundes gefährdet wird, sehe ich da kein Problem.

    Ich nenne meine Hunde auch "Schatz" oder "Maus". Meine Frau und ich finden es abendfüllend lustig, das Verhalten, die Gestik und Mimik unserer Hunde nach menschlichen Maßstäben zu interpretieren. (Wobei wir beide genau wissen, was das Verhalten tatsächlich bedeutet.)

    Und es macht mich glücklich (und befriedigt vermutlich meinen Brutpflegetrieb) für unsere Hunde Plätzchen zu backen und ihnen neue Spielzeuge und Decken etc zu kaufen.

    Das hat aber nur zum Teil etwas mit Vermenschlichung zu tun.

    Denn wenn es nach meinen Hunden ginge, währen ihre Spielzeuge erster Wahl meine getragenen Unterhosen und Socken. Aber mir wäre es peinlich, wenn die überall rumliegen, wenn Besuch kommt. Außerdem habe ich gerne warme füsse und so ohne alles in einer Jeans ist auch nicht schön. Also kriegen sie Hundespielzeug. Und zwar welches, dass mir gefällt, es liegt ja auch in meinem Wohnzimmer rum.
    Ebenso wie die Decken. Unseren Hunden ist vermutlich egal, dass die neue Decke ein "Giraffen"-Muster hat. Ich finde super, dass es zum Sessel passt.
    Und natürlich könnte ich die Wauzen auch an einem ollen strick Gassi führen. Aber Halsband und Leine sollen ja mehr mich, als meinen Hund schmücken. Ich geh ja auch nicht im Blaumann raus.

    Worauf ich hinaus will: Bei all diesen Entscheidungen spielen meine menschlichen Interessen eine wichtige Rolle, aber das Wohl der Hunde wird nich aus den Augen verloren. Und das ist mir wichtig.

    Hingegen ist die Vorstellung, Hunde würden die Nacht gerne getrennt von ihrem Rudel verbringen und es wäre ohne Schwierigkeiten für sie möglich mehrere Stunden allein zu bleiben, vielleicht keine Vermenschlichung, so aber doch eine Verkennung der Bedürfnisse des Hundes.

    liebe Grüße