Huhu!
Ich frage mich, warum es frundsätzlich schlimm sein muß, seinen Hund zu vermenschlichen... Solange die Grenze da gezogen wird, wo das Wohl des Hundes gefährdet wird, sehe ich da kein Problem.
Ich nenne meine Hunde auch "Schatz" oder "Maus". Meine Frau und ich finden es abendfüllend lustig, das Verhalten, die Gestik und Mimik unserer Hunde nach menschlichen Maßstäben zu interpretieren. (Wobei wir beide genau wissen, was das Verhalten tatsächlich bedeutet.)
Und es macht mich glücklich (und befriedigt vermutlich meinen Brutpflegetrieb) für unsere Hunde Plätzchen zu backen und ihnen neue Spielzeuge und Decken etc zu kaufen.
Das hat aber nur zum Teil etwas mit Vermenschlichung zu tun.
Denn wenn es nach meinen Hunden ginge, währen ihre Spielzeuge erster Wahl meine getragenen Unterhosen und Socken. Aber mir wäre es peinlich, wenn die überall rumliegen, wenn Besuch kommt. Außerdem habe ich gerne warme füsse und so ohne alles in einer Jeans ist auch nicht schön. Also kriegen sie Hundespielzeug. Und zwar welches, dass mir gefällt, es liegt ja auch in meinem Wohnzimmer rum.
Ebenso wie die Decken. Unseren Hunden ist vermutlich egal, dass die neue Decke ein "Giraffen"-Muster hat. Ich finde super, dass es zum Sessel passt.
Und natürlich könnte ich die Wauzen auch an einem ollen strick Gassi führen. Aber Halsband und Leine sollen ja mehr mich, als meinen Hund schmücken. Ich geh ja auch nicht im Blaumann raus.
Worauf ich hinaus will: Bei all diesen Entscheidungen spielen meine menschlichen Interessen eine wichtige Rolle, aber das Wohl der Hunde wird nich aus den Augen verloren. Und das ist mir wichtig.
Hingegen ist die Vorstellung, Hunde würden die Nacht gerne getrennt von ihrem Rudel verbringen und es wäre ohne Schwierigkeiten für sie möglich mehrere Stunden allein zu bleiben, vielleicht keine Vermenschlichung, so aber doch eine Verkennung der Bedürfnisse des Hundes.
liebe Grüße