Das Problem ist doch, dass der Hund seine natürlichen Bedürfnisse nicht ausleben kann.
Der unkastierte Rüde meiner Eltern beginnt jedesmal, wenn ich mit Lotte zu Besuch bin (die trotz Kastration riecht wie eine läufige Hündin) aus dem Penis zu Bluten, weil sich in der Prostata durch die permanente Reizung (durch die anderen unkastrierten Hündinnen in der Umgebung) Zysten gebildet haben, die dann (durch noch mehr Reizung) aufgehen...
Jetzt muß ich Lotte zuhause lassen und der arme Bernhard Hormone gespritzt bekommen.
Wenn ich für natürlichkeit plädiere und Kastrationsbeführwortern vorwerfe, sie hätten keinen Bock sich damit auseinander zu setzten, muß ich doch auch den Hund seine Natur ausleben lassen. (Und wer will das schon?!)
Versteht mich nicht falsch, ich habe bisher noch keine Position zu dem Thema, weil sich für mich noch nie die Frage gestellt hat, alle meine Hunde waren bereits Kastriert, als sie zu mir kamen.
Allerdings ist die Liste von Tanja in meinen Augen unvollständig/fehlerhaft, denn sie enthält weder die Zeit, die der Hund unter umständen leidet (entweder, weil er nicht von der Leine darf, oder weil er "Liebeskummer hat) noch das Risiko von Unfallwürfen, noch weist sie darauf hin, dass die einzigen, die das Risiko zum Übergewicht erhöhen Besitzer sind, die das Futtermaß nicht kontrollieren können. Ich kenne keinen Hund, der nach der Kastra dicker oder fauler geworden ist. Meine Hunde (wie gesagt, alle Kastriert) sind/waren alle schlank und lebhaft.
Ich kenne aber eine Menge fette Hunden (kastriert und unkastriert), deren Besitzer sie permanent mit Leckerchen voll stopfen...