Beiträge von Trillian

    Das mit der Nasenarbeit ist so eine Sache... Ich lese mich da grade ein und habe hier auch schon viele wervolle Tips bekommen, aber bei dem Thema habe ich echt ein Brett vorm Kopp s.o.

    Ich hoffe, meine bessere Hälfte hat da mehr Durchblick... denn Mantrailing fände ich schon irre spannend.

    Besonders aufmerksam, wenn ich mit Lotte trainiere:

    Bisher war es immer so, dass die beiden schon ein wenig eifersüchtig aufeinander waren. Also wenn Lotte etwas machen durfte (Sitz, Platz, ...) war Trudi sofort da und hat es auch gemacht, in der Hoffnung dass sie auch ein Lecker bekommt. Ganz extrem (im positiven Sinne) war es beim Ranrufen, da haben sich beide fast überschlagen, um zuerst da zu sein.

    Sie müßte jetzt so zwischen 2 und 3 sein. Genau wissen wir es ja nicht. Und sie ist genau ein Jahr bei uns. Das war auch unsere Überlegung. Lotte hatte diese Phase ja nach einem halben Jahr. (Also, dass sie einfach mal gucken wollte, wie weit sie gehen kann und so, da fing das bei Lotte ja auch mit dem Jagen an)

    Was mich so frustriert (hat) ist, dass es so plötzlich kam. Anfang des Jahres war noch alles super. Sie hat schön geschaut, wo wir sind, ich konnte sie ohne Leine laufen lassen, sie hat freudig mitgearbeitet...

    Zuhause werden beide Hunde eigentlich gar nicht beachtet. (Das stammt noch aus der Zeit, in der sie nicht allein bleiben wollten) Da schlafen die Zwei aber auch fast die gesamte Zeit.

    Wir haben jetzt entschieden, Trudi nur noch draußen zu füttern. Bzw. ihr draußen die Möglichkeit zu geben, sich ihr Futter zu erarbeiten.

    Hat hier es mal jemand mit der "Schade"-Übung aus dem AJT-Buch versucht? Was haltet ihr davon? Ich habe es gestern nochmal gelesen und fand, es ist wie für uns gemacht. Allerdings frage ich mich, was man macht, wenn der Hund trotzdem nicht reagiert...

    So, das war's für's erste, wie gesagt, am WE wird es einen familieninternen Kriesengipfel geben, in dem wir das Vorgehen für die nächste(n) Woche(n) besprechen.

    Ach ja, gestern sind wir nur "sichere" Wege gegangen. Da war es o.k. Schlechter als früher auf diesen Wegen, aber viel besser als Mitwoch...

    Erstmal an Aura:

    Respekt!!!

    Und zu Trudi:

    Nun uns war schon vor einigen Wochen (6? 8?) aufgefallen, dass Trudi an manchen stellen relativ guckig ist.

    Wir haben dann vermehrt Rückblicke gecklickt. Das hat auch super geklappt, sie ist von allein in relativ kurzen Abständen stehengeblieben und hat sich nach uns umgeschaut.

    So Distanzkontrollsachen funktionierten auch super. Also ich konnte sie auf 10/15 m Entfernung in unterschiedliche Positionen rufen (Sitz/Platz/Hier/Turn/...)

    Ganz besonders Aufmerksam war sie natürlich immer dann, wenn ich mit Lotte geübt habe.

    Impulskontrolle habe ich vorrangig mit Lotte geübt, denn Trudi hatte das ganz gut drauf.

    Nja, nach diesem Drama vor vier Wochen kam Trudi an die Schlepp (bis vor einer Woche, jetzt pausieren wir wegen dem Ausschlag unter der Achsel) An der Schlepp haben wir wieder Rückblicke geclickt und Distanzkontrollübungen gemacht und geübt, dass Büsche,... Tabu sind.

    Ich hatte zwischendurch schon das Gefühl, dass es eher schlechter als besser wird und dann war es ja gestern gaaanz schlimm.

    Drinnen ist alles wie immer.

    Bewegung bekommt sie, wir lassen sie regelmäßig im Auslaufgebiet laufen. Da hört sie auch und achtet auf uns (Was aber auch daran liegen könnte, dass ihr immernoch die anderen Hunde ein wenig unheimlich sind)

    Meine einzigen Ideen waren bisher:

    1. Es geht ihr inzwischen das erste Mal körperlich richtig gut. Vielleicht hatte sie, als wir sie bekamen einfach nicht genug Energie um zu jagen.

    2. Sie hat inzwischen viel mehr Selbstvertrauen. Vielleicht hat sie sich anfänglich nur nicht getraut.

    3. Es liegt doch am BARF und das ganze rohe Fleisch hat sie scharf gemacht. :lol:

    Nichts von alledem klingt überzeugend :???:

    So, ich bin frustriert!!! :sad2:

    Eigentlich war ja Lotte die mit dem Jagdproblem. Trudi hat schon mal aus Langeweile geschaut, was Gebüsche so hergeben. Aber sie ließ sich über Leckerchen gut kriegen, wir haben Rückblicke geclickt und Distanzkontrolle klappte auch hervorragend.

    Impulskontrolle geht/ging super. Sie ließ sich, wenn sie auf dem Weg zum Futterdummy war ins Platz rufen und ähnliches.

    Vor etwas vier Wochen ist sie dann im Wald ohne Vorwarnung Abgeprescht. Kein Schnuppern, kein aufmerksames umherschauen, einfach los und weg. Seit dem wird es immer schlechter.

    Gestern war es so schlimm, dass ich kurzzeitig versucht war, sie im Wald anzubinden und allein nach hause zu gehen.

    Ich hatte bei einer Stunde laufen, nicht einen (!) Moment ihre Aufmerksamkeit. Sobald wir draußen waren, hing sie schnuppernd und umherschauend in der Leine. Leinenführigkeit ade. Als hätten wir das noch nie geübt. (Auch das konnte Trudi deutlich besser als Lotte, die draußen sehr guckig ist)

    Ich habe es mit stehenbleiben versucht. Nach ca 7 Minuten (ja, ich habe auf die Uhr geguckt) habe ich aufgegeben. Die Leine wurde nicht einmal lange genug locker um zu loben. (Eigentlich wurde sie nur Locker in den kurzen Momenten in denen Trudi mit vollem Tempo von rechts nach links geschossen ist.)

    Als wir dann weiter gegangen sind und irgendwann die Leine doch mal locker war (Ich glaub, sie konnte sich nur nicht entscheiden, in welche Richung sie jetzt ziehen will) habe ich geclickt. Sie hat zwar kurz geguckt, aber nicht lange genug gewartet, bis ich ihr das Lecker geben konnte. (Dabei ist Trudi der gierigste Hund den ich kenne)

    Wir haben so viel gearbeitet und es lief so gut. Und jetzt ist es schlimmer denn jeh... Vielleicht hat hier ja jemand eine gute Idee, ansonsten war es auch schön, einfach mal jammern zu können.

    Unsere gehen übrigens auch auf den Tisch, wenn wir nicht da sind. Ich habe dazu zwei Theorien entweder hoffen sie, dass sie uns von einem erhöhten Punkt aus eher sehen, wenn wir aus dem Haus sind, oder sie wollen in unserer Abwesenheit auch mal ausprobieren, warum der Platz so toll ist, dass wir ihn für uns allein beanspruchen.

    Hallo Krümel!!

    Blöde Nachbarn. Ich kann da ein Liedchen von singen. Aber sei beruhigt, so schnell geht das mit Polizei und Tierschutz nicht. ("Den Tierschutz rufen" ist eh eine völlig blödsinnige Aussage.)

    Zum Thema "Anfängerhund": Ich habe die Erfahrung gemacht, dass grade Anfänger häufig sehr große Erfolge im Umgang mit schwierigen Hunden haben. Natürlich nicht von Anfang an. Aber Anfängern fällt es viel leichter Hilfe und Ratschläge anzunehmen, als hundeerfahrenen Haltern, die oft erst ihren Stolz überwinden müssen. Zudem stellen Anfänger mehr in Frage, weil für sie vieles noch nicht selbstverständlich ist. Und - das ist nicht zu unterschätzen - sie können problematisches Verhalten nicht mal eben händeln, daher sind sie gezwungen an der Ursache des Problems zu arbeiten. Hundeerfahrene Halter sind oft bereit vieles an Fehlverhalten zu tolerieren, weil sie in der Lage sind damit umzugehen. (Ich kann zum Beispiel auch relativ große Hunde mit Leinenaggression sicher halten und führen. Da treibt mich nur der Ehrgeiz, mit solchen Hunden auch zu arbeiten. Leichter wäre für mich, Situationen zu meiden und da wo es nicht geht, es einfach hinter mich zu bringen)

    Deshalb laß Dich nicht von dieser "Anfängerhund oder nicht"-Frage runter ziehen. Wir sind alle bei jedem neuen Hund irgendwie wieder Anfänger. Und Du bist eine intelligente junge Frau, Du kannst das sicher schaffen, wenn Du willst.

    (Sag mal, hast Du nicht eh nach einer neuen Wohnung gesucht? Oder habe ich das jetzt falsch im Kopf.)