Beiträge von Trillian

    Es ist doch mit Hunden wie mit Menschen. Man schiebt sowas - wie Björn schön beschrieb - immer wieder vor sich her. Hier bei uns ist es so, dass von Zeit zu Zeit die Stadt kontrolliert, wie viele Hunde in einer Wohnung leben und ob die auch angemeldet sind. Daher trauen sich nur Leute mit "krimineller Energie" ;) ihre Hunde nicht anzumelden. Aber, wer seinen Hund anmeldet, muß ihn nicht versichern, solange der Hund kleiner als 40 cm und leichter als 20 cm ist. Ich hab ganz schön dumm geschaut, als ich Lotte angemeldet habe und die meinen Versicherungsnachweis gar nicht sehen wollten.

    Also: laßt Eure Hunde versichern, und versichert Euch selbst!!!

    (Ich habe Ende letzten Jahres das Wasser in der Küche laufen lassen, es mußte eine Firma kommen und mit so riesen Geräten das ganze Haus trocknen, die Keller der Nachbarn waren überschwemmt und in der Wohnung unter uns mußte komplet neu gefließt werden. Wenn ich nicht privat haftpflicht versichert gewesen wäre, müßte ich daran noch jahre lang zahlen.)

    Könnte es nicht sein, dass der Hund das Baby beschützen will und daher versucht für "Ruhe und Ordnung" zu sorgen? (Dazu würde unter Umständen auch passen, dass er vor drei Monaten aggressiv auf das fremde Kind reagiert hat. Viele Frauen sind ja zu dem Zeitpunkt der Schwangerschaft schon ein wenig "gehandikapt" und unter Umständen aus Sicht des Hundes "schutzbedürftig")

    Wichtig finde ich, dass Hunde sehr genau zwischen "eigenen" Kindern und "rudelfremden" Kindern unterscheiden. Und man muß wissen, dass sich Kinder aus Hundesicht oft unverschämt oder bedrohlich benehmen. Selbst wenn ein Hund mit Kindern aufgewachsen ist, dann muß das nicht heißen, dass er dieses Verhalten auch bei fremden Kindern toleriert.

    Wie immer würde ich in solchen Fällen zweigleisig fahren.

    Auf der einen Seite würde ich so früh wie möglich beginnen nach einem neuen Zuhause zu suchen, denn wenn irgendwann die Zeit drängt, dann kann der Hund nur verlieren.

    Auf der anderen Seite würde ich einen Trainer suchen, denn ich denke, dass es eine Menge Missverständnisse zwischen Euch und dem Hund gibt. Allerdings ist Euer Hund erst vier Jahre alt. Da kann er noch viel lernen.

    Und dann solltet Ihr Euch Maßnahmen überlegen, kritische Situationen zu vermeiden. Wenn es zum Beispiel nicht möglich ist, Hund und Kind räumlich zu trennen, wenn Ihr mal ins Bad müßt, dann müßt Ihr den Hund daran gewöhnen, für diese Momente angeleint oder in einer Box zu sein. Oder ihr nehmt ihn mit ins Bad. Das ist alles nicht so toll, kann aber erstmal deeskalierend wirken.

    Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr eine gute Lösung für alle Beteiligten findet.

    Zitat

    Ich finde es zwar grausam Tiere zu verfüttern, aber wenn es nicht anders geht, kann man doch auch in Zoohandlungen Futtermäuse kaufen. Die haben die doch meistens im Überfluss, da die sich vermehren wie Sau.

    Naja, so weit muß man ja nicht gleich gehen... man kann ja zunächst mal die Jagd imitieren, bevor man so weit geht, lebende Tiere zu verfüttern.

    Wir haben unsere Katzen an Hühnerherzen und Co herangeführt, indem wir die Dinger in die Badewanne geworfen haben. Das hat den Jagdtrieb gefördert. Nachdem sie einmal hineingebissen haben haben sie es auch meist gefressen.

    Sonst waren glaube ich 4 Tage das längst, was eine Katze durchgehalten hat. Allerdings bin ich mir sicher, dass die Mietzen wissen, wann wir es ernst meinen. Wir hatten auch nie Alternativfutter im Haus.

    An sonsten wird es bei jedem Nachgeben von Deiner Seite schwerer, weil das Katerle dann jedesmal ein Erfolgserlebnis hat.

    So weit ich weiß, wird hier in NRW das Ordnungsamt automatisch nach dem zweiten Beißvorfall informiert.

    Keine Ahnung, wo Du herkommst und wie das da so geregelt ist.

    Wenn der Hund ganz sicher ins Tierheim kommt, würde ich die Sache nicht offiziell machen, sondern das Tierheim informieren. (Wenn ich so darüber nachdenke, würde ich mich an Deiner Stelle so wie so zuerst mit denen auseinandersetzten, vielleicht haben die noch eine gute Idee)

    Ich wünsche Deiner Kisha auf jeden Fall gute Besserung.

    Vielleicht kannst Du ihm Trockenfutter zum Fressen geben und das Wasser mit Nassfutter "verleckern". Allerdings habe ich meine Katzen immer hungern lassen, bis sie gefressen haben, was es gab. (und keine ist verhungert)

    Huhu Marisa!

    Sorry, ich hab Deine Antwort gar nicht gesehen. #

    Natürlich merkt ein Hund die Angst seines Halters. Und das kann auch seine Angst verstärken. Sowas ist dann echt blöd und im Grunde hilft es nur, wenn Du an Deiner Angst arbeitest.

    Das Dein Hund nicht raus will, finde ich schon sehr seltsam. Wenn das angstbedingt ist, dann solltet ihr doch mal einen Trainer zurate ziehen, denn das wäre schon sehr extrem. (Wie gesagt, ihr braucht den Trainer ja nicht jede Woche einmal, sondern vielleicht ein oder zwei Mal, damit ihr wißt, wie ihr mit ihm trainieren müßt.)

    Oder es ist vielleicht doch was organisches, dann würde ich nochmal den Tierarzt dazu befragen. Ohne einen Hinweis hat er unter Umständen etwas schmerzhaftes übersehen. Bei einem normalen TA-Besuch wird auf soetwas hin ja nicht untersucht.

    Huhu!

    Ich finde, das was Du schreibst, klingt super. Ich persönlich halte es für völlig wurscht, ob ein Hund vor oder hinter mir durch die Tür geht. Unsere dürfen auch auf die Couch und morgens mit ins Bett. Wichtig ist, dass immer die gleichen Regeln gelten und dass der Halter hinter den Regeln steht. (Ich liebe es zum Beispiel mit den Hunden auf dem Sofa zu kuscheln. Wenn ich jetzt entscheiden würde, dass sie nicht mit rauf dürfen, dann müsste ich nicht nur die Hunde, sondern auch mich kontrollieren.)

    Unsere Hunde fressen auch vor mir. Das ist in unserem Alltag einfach praktischer. Aber sie fressen erst nachdem sie die Erlaubnis dazu bekommen haben. Auch das hat zu einem großen Teil praktische Gründe. Erstens ist es eine prima gelegenheit täglich an der Impulskontrolle zu arbeiten, zum anderen möchte ich nicht, dass die Hunde an mir hochspringen oder schon mit der Nase im Napf hängen, wenn ich ihn abstelle. Das ist mir einfach zu unpraktisch.

    Ansonsten freue ich mich vor allem, dass Du jetzt viel positiver und hoffnungsvoller klingst als in Deinem ersten Post. Ich wünsche Dir weiterhin viel Glück und Erfolg. (und dass sich alle anderen Streßfaktoren in Deiner momentanen Situation auch in etwas positives verwandeln)

    weiter so