Beiträge von Trillian

    Ich habe es einstmals mit meinem Welpen so gemacht, dass ich ihn nachts in einen oben offenen Pappkarton gesetzt habe. Den Karton habe ich neben mein Bett gestellt, damit ich nachts die Hand rein halten konnte. Hat super geklappt.

    Ich erzähl mal, wie mein Vater das bei unserem ersten Hund gemacht hat:

    Felix war eigentlich ein sehr selbstbewußter Hund, aber er hatte vor allem was knallt/donnert große Angst. (Und vor Fliegenklatschen, etc, wer weiß, was er in seinem Vorleben erleben mußte...)

    Mein Vater hat dann, sobald es begann zu donnern, sie ganz selbstverständlich angezogen, den Hund an die Leine genommen und ist mit ihm raus gegangen. Zum Schutz vor dem Regen hat er sich dann in so ein Bushaltestellen-Häuschen gesetzt und dort ganz entspannt eine Zigarrette geraucht und Blitze geguckt. Alles so, als hätte er den ganzen Tag darauf gewartet, endlich bei Gewitter draußen sein zu können.

    Und es hat gewirkt. Nach kurzer Zeit war die Gewitterangst vorbei. (Und ich habe übrigens auch keine, sondern im Gegenteil liebe ich Gewitter)

    Hach, Susanne,

    Ich mußte schon ein wenig schmunzeln, als ich Deinen Beitrag gelesen habe.

    Mir ist schon klar, wie schlecht es Dir deswegen im Moment geht, aber ich fühle mich trotzdem getröstet, denn die Aktion hätte von mir sein können. (Sobald die erste Träne kullert, muß man noch mehr heulen, weil man sich plötzlich nicht nur für den aktuellen Vorfall, sondern auch für die blöde Heulerei schämt.)

    Der beschriebene Vorfall ließt sich allerdings von außen gar nicht so schlimm. Das ist halt blöd gelaufen, weil Deine Hündin auf andere Hunde steht und der andere Hund eher ängstlich ist. Natürlich hätten das alle Beteiligten in einer besseren Welt vorausgesehen, aber wir leben nun mal in unserer Welt. Und in der bleibt nix, als zu ünben. Du übst mit Deiner Maus, sich zu beherrschen, wenn andere Hunde in Sicht sind, die andere Hundehalterin übt mit ihrer Maus, nicht so viel Angst zu haben und der Trainer übt, Hund/Hund-Kombinationen besser zusammenzustellen.

    Und sieh mal das positive: Sie hat sich abrufen lassen. Ich finde das ist super viel wert.

    Also lass den Kopf nicht hängen und übe ruhiger zu werden. Wir bekommen selten den Hund, den wir wollen, aber meistens den Hund, den wir brauchen.

    EDIT: Wenn Dich der Gedanke ohne Leine zu trainieren nicht schlafen lässt, dann trainiere nicht ohne Leine. Sag dem Trainer, dass ihr das im Moment nicht schafft und nimm die Leine.

    Das bedeutet für mich eine wahrhaft gute Partnerschaft (egal, ob Mensch/Mensch oder Mensch/Hund) Zu wissen, wo die Stärken und Schwächen liegen.

    @ SheltiePower: Wir sind ja im Moment in der Villa, da ist es ja nicht so weit bis zu Dir... Und ich muß nur nächste Woche Donnerstag und Freitag Abends arbeiten. Sonst habe ich Zeit, sag einfach, wann es passt.

    Bei Gewitterangst kann man zwei Typen unterscheiden:

    1. Hunde die Angst vor der elektrischen Aufladung haben, sie sind auch bei Autofahrten sehr gestreßt und versuchen sich zu erden, indem sie in die Dusche o.ä. flüchten.

    2. Hunde, die Angst vor lauten Geräuschen haben und sich daher vor dem Donnern fürchten.

    Bei beiden würde ich die Angst nicht beachten, aber dem Hund die Möglichkeit geben, die Nähe zum Halter zu suchen. Hunden der ersten Kathegorie kann man helfen, indem man ihnen eine Metallkette umhängt und sie auf einen leitenden Boden bringt.

    Hunden der zweiten Kathegorie kann man helfen, indem man sie an einen möglichst ruhigen Ort bringt.

    Mehr fällt mir auch nicht ein, aber ich drücke Euch die Daumen, dass es besser wird. Schreib mal, wie es läuft.

    Ich bin auch froh, hier wieder lesen und schreiben zu können.

    Ich habe schon eine "Notfall-Choreo" aus Elementen, die Lotte auf jeden Fall sehr, sehr gut beherrscht, auch unter großer Ablenkung. Und jetzt wo das Schlimmste geschafft ist, üben wir wieder fleißig abends, wenn Tues mit Trudi Rad fährt.