Beiträge von Trillian

    Na, das klingt doch schon mal nach einem guten Anfang.

    Das mit der festen Uhrzeit würde ich allerdings nicht machen, weil Du dann Schwierigkeiten bekommst, wenn Du mal zu einer anderen Zeit aus dem Haus willst.

    Und mach Deinem Freund Feuer unterm Hintern. Es ist gaaaanz wichtig, dass er da konsequent ist, weil der Hund sonst lernt, dass er durch Beharrlichkeit doch ans Ziel kommt.

    Was die Leckerche angeht... vielleicht kannst Du die verstecken oder in irgendetwas einpacken. Also quasi ihm das Gefühl geben, dass er etwas "verbotenes" suchen und finden kann. Möglicher Weise braucht er die Herrausforderung.

    Ich finde grundsätzlich auch, dass Hunde vieles selbst regeln können und es durch das eingreifen/bremsen der Halter schlimmer statt besser wird.

    Aber, wenn mich ein anderer Hundehalter bittet, dass ich meinen Hund ranrufe, dann kann ich in dem Moment nicht beurteilen, warum er da keinen Kontakt möchte. Wenn ich meinen Hund dann erst laufen lasse und danach frage, kann es schon zu spät sein. Deshalb würde ich den Hund erst ranrufen und dann fragen/diskutieren.

    Keine Frage, wenn ich mit unseren Zicken schon mal irgendwo bin, wo ich beide laufen lassen kann, dann ärger ich mich auch, wenn ich sie ständig bremsen muß, weil andere Hundehalter ein Problem haben. Aber ich finde es ist eine Frage der Höflichkeit, das trotzdem zu tun. (Ich würde den anderen Hundehalter allerdings unter Umständen darauf hinweisen, dass es eine doofe Idee ist, mit einem Hund im Freilaufgebiet zu sein, der nicht frei laufen kann)

    Und mal ehrlich, ich ärgerer mich auch über die vielen unverschämten Karnickel und Rehe im Wald, die verhindern, dass ich da meine Wauzen laufen lassen kann. Trotzdem müssen die elenden Viecher das nicht mit dem Leben bezahlen. ;)

    @ Schnaudel: Dem kann ich mich nur anschließen.

    Hier bei uns ist es so, dass das Auslaufgebiet an das "normale" Naherholungsgebiet grenzt. Es gibt keine Notwendigkeit, als Nicht-Hundehalter durchzulaufen, aber anscheinend ist nicht jedem so richtig klar, dass es sich um ein Hundeauslaufgebiet handelt, weil es eben nur durch zwei/drei Schilder gekennzeichnet ist.

    Kürzlich waren wir da und anscheinend hat die Fußballjugend beschlossen, dass es der beste Ort zum Grillen/Feiern ist. Wir haben die Hunde natürlcih trotzdem laufen lassen, weil wir dachten, die Jungs werden schon wissen, was sie tun. Ich war grad im Gespräch mit einem anderen Hundehalter, als ich hinter mir jemanden schreien hörte: "Ey! Unser Fleisch...!"

    Als ich mich umdrehte, sah ich grad noch das schwarz-weiße Hinterteil von Lotte aus einer der Taschen ragen. Glücklicher Weise ist es ihr nicht gelungen die Verpackung kaputt zu machen.

    Allerdings waren die anderen Hundehalter und ich uns einig, dass wir die Hunde ranrufen um den Jungs einen "sicheren Rückzug" zu ermöglichen, zu mehr waren wir aber nicht bereit.

    Hm, ich finde sowas immer eine schwierige Frage....

    Mal weg von der von Dir geschilderten Situation:

    Wenn mich im Auslaufgebiet jemand freundlich auffordern würde, meinen Hund von seinem fern zu halten, würde ich das prinzipiell auch tun. Ich kenne die Situation aber aus der anderen Warte, meine Hündin riecht für viele Rüden ausgesprochen verführerisch. Wir gehen trotzdem ins Auslaufgebiet, weil ich weder Lotte (dem Duftwunder) noch Trudi (die ich nur dort ableinen kann) das Erlabnis vorenthalten will.

    Meistens läuft alles ganz entspannt. Lotte sagt sehr aufdringlichen Hunden kurz Bescheid, wo die Grenze ist und alles ist ok.

    Manchmal läßt sich ein Rüde aber von Lottes ansage nicht beeindrucken. Wenn der Rüde dann womöglich noch sehr groß ist, oder mehr als ein Rüde um Lotte rum sind, greife ich ein. Dann bitte ich die anderen Besitzer auch, ihre Rüden von Lotte fern zu halten, allerdings verlasse ich dann das Auslaufgebiet auch, damit die anderen Hunde wieder frei spielen können.

    Denn wenn ich mir vorstelle, dass sowas öfter hintereinander passiert, dann endet es irgendwann damit, dass man im Auslaufgebiet seinen Hund öfter Ranrufen muß als auf einem normalen Spaziergang.

    Es ist eben immer eine Frage des Maßes.

    Wie gesagt, ich würde ganz in Ruhe mit den Freunden reden und Grenzen abstecken und Regeln aufstellen.

    Und ich finde es nicht grundsätzlich verantwortungslos, seinen Hund kurz bei Freunden zu lassen. Wenn aber der Hund in der Zeit Quatsch macht, besteht Redebedarf. Entweder Du besprichst mit Deinen Freunden wie sie in solch einem Fall mit dem Hund umgehen sollen, oder Du läßt den Hund nicht mehr da.

    Und gräm Dich wegen dem Thema nicht so. Das ist sicher blöd gelaufen. Aber es ist auch keine Katastrophe. Redet einfach nochmal in Ruhe, ich bin sicher, ihr werdet einen Weg finden, bei dem es allen gut geht.

    Und laß die Gefühle ein wenig raus. Ich kann verstehen, dass Du an Dir zweifelst. Ich kann auch verstehen, dass Du durch die Reaktionen Deiner Freunde verletzt bist und das Bedürfnis hast "Deinen Hund zu verteidigen". Doch das bringt Euch nicht weiter.

    Also überleg Dir, was Deine Bedingungen sind (besprich das auch mit Deinem Partner) und such dann das Gespräch mit Euren Freunden.