Naja, aber wenn das jedem Menschen mit jedem Hund so gut gelingen würde, dann gäbe es Threads wie diesen ja gar nicht.
Aber hier geht es um einen Fall in dem das eben nicht funktioniert.
Ich glaube auch nicht, dass jemand seinem Hund 24 Stunden am Tag Aufmerksamkeit schenkt. Aber meine Lotte ist zum Beispiel ein Hund, der ganz extrem auf Aufmerksamkeit aus ist. Und im Zweifelsfall nimmt sie da auch negative Aufmerksamkeit. (Um sie auf ihren Platz zu schicken, muß ich sie ja zumindest ansprechen, für gewöhnlich sehe ich sie dabei auch an. Ihr reicht das um es als "Sieg" zu verbuchen.) Wenn ich es so machen würde, wie Du es beschreibst, könnte sie sich wann immer sie will ihre Portion Aufmerksamkeit holen. Kein Wunder, dass sie frustriert ist, wenn das plötzlich nicht mehr geht.
Unsere Trudi ist da anders. Wenn die kommt, dann will sie Körperkontakt oder einen bequemen Platz auf der Couch. Bei ihr klappt das mit dem Wegschicken super.
Trotzdem mußten beide - jede nach ihren bedürfnissen - lernen, dass unsere Aufmerksamkeit (egal in welcher Form) nicht permanent zur verfügung steht.
Und wenn man bei diesem Thema schon ein Problem hat, dann müssen die Maßnahmen sicher "krasser" sein, als bei einem Hund, mit dem alles gut klappt.
(Unsere beiden stellen mich zum ersten Mal vor ein Alleinbleiben-Problem. Alle anderen Hunde habe ich immer an der Tür begrüßt und die durften auch alle mal im Laufe des Tages vorbei kommen und fragen, ob ich Lust habe ein wenig Zeit mit ihnen zu verbringen, trotzdem hatte kein anderer Hund von mir ein Problem, wenn ich gegangen bin.)
Und natürlich gibt es viele Graustufen zwischen den beiden Extremen.