Beiträge von Trillian

    Naja, aber wenn das jedem Menschen mit jedem Hund so gut gelingen würde, dann gäbe es Threads wie diesen ja gar nicht.

    Aber hier geht es um einen Fall in dem das eben nicht funktioniert.

    Ich glaube auch nicht, dass jemand seinem Hund 24 Stunden am Tag Aufmerksamkeit schenkt. Aber meine Lotte ist zum Beispiel ein Hund, der ganz extrem auf Aufmerksamkeit aus ist. Und im Zweifelsfall nimmt sie da auch negative Aufmerksamkeit. (Um sie auf ihren Platz zu schicken, muß ich sie ja zumindest ansprechen, für gewöhnlich sehe ich sie dabei auch an. Ihr reicht das um es als "Sieg" zu verbuchen.) Wenn ich es so machen würde, wie Du es beschreibst, könnte sie sich wann immer sie will ihre Portion Aufmerksamkeit holen. Kein Wunder, dass sie frustriert ist, wenn das plötzlich nicht mehr geht.

    Unsere Trudi ist da anders. Wenn die kommt, dann will sie Körperkontakt oder einen bequemen Platz auf der Couch. Bei ihr klappt das mit dem Wegschicken super.

    Trotzdem mußten beide - jede nach ihren bedürfnissen - lernen, dass unsere Aufmerksamkeit (egal in welcher Form) nicht permanent zur verfügung steht.

    Und wenn man bei diesem Thema schon ein Problem hat, dann müssen die Maßnahmen sicher "krasser" sein, als bei einem Hund, mit dem alles gut klappt.

    (Unsere beiden stellen mich zum ersten Mal vor ein Alleinbleiben-Problem. Alle anderen Hunde habe ich immer an der Tür begrüßt und die durften auch alle mal im Laufe des Tages vorbei kommen und fragen, ob ich Lust habe ein wenig Zeit mit ihnen zu verbringen, trotzdem hatte kein anderer Hund von mir ein Problem, wenn ich gegangen bin.)

    Und natürlich gibt es viele Graustufen zwischen den beiden Extremen.

    Huhu Regine!

    Ich finde im Prinzip ist egal, warum ein Hund Theater macht, wenn er allein ist. Stress hat er in jedem Fall. Keine Frage.

    Es ist aber für die meisten Halter - mich eingschlossen - leichter, sich in so einen "Ich lass mich doch von meinem Hund nicht Kontrollieren"-Modus zu steigern, als immer wieder gegen den "Ach mein armes Hundchen, du hast ja solche Angst" - Impuls wehren zu müssen.

    Und wenn ein Hund während ich zuhause bin, jeder Zeit seine Beachtung bekommen kann, wird es ihm noch schwerer fallen, allein zu sein, als wenn er schon im normalen Zusammenleben Phasen kennt, in denen er einfach nicht beachtet wird.

    Bei uns war das ganz extrem. Durch verschiedene Umstände haben wir das Alleinbleiben mit unseren Hunden um Weihnachten rum total versemmelt. Das ging so weit, dass sie versucht haben, permanent Körperkontakt zu uns zu halten und jedesmal, wenn ich mich auf der Couch bewegt habe, aufgesprungen sind.

    Ein Hund, der so viel Kontakt gewohnt ist, wird logischer Weise in ein tiefes Loch fallen, wenn er dann allein gelassen wird. Für einen Hund, der schon Phasen ohne Kontakt aber mit Anwesendheit der Halter gewohnt ist, wird da weniger frustriert sein. Denn genau das wird in dem Fall trainiert: die Frustrationstoleranz.

    Und es ist ja nicht so, dass der Hund der TS wenn er allein ist gar nicht fressen kann. Er frißt ja, was er findet/stielt. Und ich kann mir nicht helfen, bei einem Hund der die Zeit/Ruhe hat, in der Wohnung Futter zu suchen, kann ich mir nicht vorstellen, dass er Todesängste aussteht. (Was nicht heißt, dass er gar keinen Streß hat)

    Das Begrüßen haben wir auch komplett runter gefahren. Zum einen weil es bei 20 - 30 Mal die Wohnung verlassen und wiederkommen einfach zu aufwändig gewesen wäre, zum anderen, weil dadurch unser Heimkommen noch toller für die Hunde wurde. Es war dann automatisch das emotionale Tageshoch für die Beiden. Kein Wunder, dass die Wartezeit auf dieses Highlight sie frustriert hat.

    Jep. Die Brille ist auch schon mehrfach abgestürzt..... Allerdings hauen sich unsere Mädels beim spielen/kuscheln auch gegenseitig immer die Pfoten auf den Kopf.

    Am schlimmsten war jedoch, als ein Hund mal beim Toben mit seinem Eckzahn in meinem Nasenloch hängen geblieben ist. War nicht seine Schuld, was hab ich meine Nase auch im Weg.... Weh tat es trotzdem.

    Inzwischen bin ich dazu übergagangen nur mit einer Hand zu streicheln und mit der anderen die Pfoten abzuwehren. Außerdem versuche ich mein Gesicht - so gut es geht - außerhalb der Gefahrenzone zu halten.

    Ich habe nochmal drüber nachgedacht.

    Eigene Kinder habe ich ja nicht, bin aber von Beruf Erzieherin. Und ich muß gestehen, dass ich - unbewußt - eine ganze Menge aus der Hundeausbildung in die Kindererziehung übertragen habe. (Alle Kinder mit denen ich zu tun hatte, haben innerhalb kürzester Zeit gelernt auf Pfiff zumindest Blickkontakt herzustellen. Sehr praktisch, wenn man einfach keine ausreichend laute Stimme hat.)

    ich konnte mit 4 oder 5 Jahren bereits schwimmen. Mit 7 mußte ich dann nochmal einen Schwimmkurs machen, weil ich mit dem Paddelstil von unserem Hund in der Schule nicht durchkam.

    Waren wir mit der Töle am See, bin ich noch jahrelang so mit ihm geschwommen, wie ich es von ihm gelernt hatte.

    Sagt mal, können Hamster und Frettchen die Nähe der anderen ertragen?

    Ich will gar nicht rumkritisieren und habe wirklich überhaupt keine Ahnung. Aber ich könnte mir vorstellen, dass die Hamster durch die Anwesenheit der Frettchen - die ja Raubtiere sind - gestresst werden. Zumal die Frettchen, die ich kennengelernt habe, recht erfinderisch waren. Die haben sich im Freilauf durch nichts aufhalten lassen. Schon gar nicht durch eine geschlossene Käfigtür.

    Huhu Jenny!

    Ich finde, es ist eine gute und richtige Idee, Flocke nicht zu behalten.

    Und ich drücke Euch die Daumen, dass ihr bald ein gutes Zuhause findet.