Beiträge von Trillian

    Zitat

    Das ist aber teuer! Ist bei denen was anders?

    Ich könnte mir vorstellen, dass das Sonderanfertigungen sind. Ich habe eine Schwimmweste für Lotte. Sie ist ca 32 cm hoch und 6 kg schwer (Damit warscheinlich doch noch ein Stück größer als ein Chiuahua) und brauchte die kleinste Größe. Eine Firma hat erst gar keine Westen für so kleine Hunde im Sortiment gehabt.

    @ Elischaa:

    Ich verstehe Deine Sorge. Ein Hund, der an der Leine ausflippt, ist sicher nicht schön und unter umständen auch eine Gefahr, keine Frage.

    Aber: Wenn Du Dir schon vorher nicht sicher bist, zu welchem Zeitpunk Du belohnen sollst, dann denke ich, es sind noch nicht alle anderen Möglichkeiten ausgereizt. Daher würde ich nochmal versuchen, das Training nur über positive Bestärkung aufzubauen. Denn wenn Dir mit Halti das richtige Timing misslingt, dann hast Du eine weitere Chance vertan.

    Durch die Berichte hier im Forum (nicht nur in diesem Thread) habe ich meine total negative Meinung dem Halti gegenüber aufgegeben. Aber ich halte es nach wie vor für ein massives Hilfsmittel, das man nicht unterschätzen darf.

    Yvonne&Bobby habe ich schon persönlich kennengelernt und gesehen, wie sie mit Hunden arbeitet. Sie hat ein umfassendes Wissen über Hunde und ihr Verhalten. Außerdem gelingt ihr das richtige Timing. Und ich hatte den Eindruck, dass sie nicht mehr groß darüber nachdenken muß, wann sie ihrem Hund die Belohnung gibt. Das sind aus meiner Sicht ganz wichtige Voraussetzungen für den Einsatz eines solchen Hilfsmittels.

    Desweiteren sind es zwei paar Schuhe, den richtigen Einsatz zu kennen und zu können. Ich habe es selbst erlebt, als ich begonnen habe, mit der Schleppleine zu trainieren. Da mußte ich mich plötzlich nicht nur auf den Hund und den Zeitpunkt der Belohnung und die Umwelt achten, sondern auch auf die doofe Leine, die sich permanent verheddert hat.

    Gut, mit der Schleppleine hätte höchstens ich einen Schaden davongetragen. Und ich hatte Glück, es ist nichts passiert. Aber im Falle eines Falles einen tobenden Hund an der Leine zu haben und dann noch in der Lage zu sein, das Halti sicher zu bedienen und mich nicht zwischen den zwei Leinen zu verfangen, das traue ich mir nicht zu.

    Zudem habe ich viele Hunde erlebt, die mit Halti noch aggressiver reagiert haben als ohne. Ich kann das auch verstehen, denn es schränkt den Hund noch mehr ein und gibt ihm ein noch hilfloseres Gefühl als vorher schon.

    Das solltest Du dringend bedenken.

    Mein Tip: Arbeite erst nochmal auf anderem Weg an dem Problem, vielleicht ist der Einsatz des Haltis dann doch noch unnötig. Wenn Du es doch ausprobieren willst, such Dir einen guten (!) Trainer, der Dir hilft.

    Hm, also es gibt ja mindestens zwei Möglichkeiten, beide kann ich deutlich bei unseren Hunden - untereinander! - beobachten.

    1. der Hund hat Angst, dass er jetzt prügel bezieht und knurrt defensiv

    2. der Hund ist wüntend über den mangelnden Abstand und knurrt offensiv.

    Ich würde (gälte das knurren mir) nicht beides in gleicher Weise händeln.

    Bei Deiner Vorgehensweise ist mir nicht so richtig klar, wie Du genau vorgehst.

    Nimmst Du dann wirklich einem knurrenden Hund den Futternapf weg? Das wäre mir ehrlich gesagt schlicht zu riskant. (Selbst wenn es Dir gelingt, halte ich diesen Tip in einem Forum für gewagt.)

    Lotte macht das auch, wenn ich sie vom flachen ins tiefe Wasser locke.

    Wenn sie vom Steg fällt, schwimmt sie normal.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es Euch helfen würde, wenn Dein Hund mit hoher Geschwindigkeit und einem Ziel ins Wasser startet.

    Mein Gott, das tut mir so leid!!! Was für ein Glück, dass es noch glimpflich ausgegangen ist.

    Sagt mal, wie habt ihr den Befehl denn Trainiert? Denn ich bin mir sicher, Trudi hätte ich nicht am Schlucken hindern können. Die hat in ihrer Gier und aus Angst, jemand könnte es ihr wegnehmen schon ein halbst Schweineohr am Stück runtergewürgt, bevor ich es verhindern konnte, dabei war sie an der Leine. (nachher hat sie es natürlich wieder erbrochen.)

    Bei Lotte habe ich laut und energisch "Aus!" gerufen und sie hat das Brötchen vor Schreck fallengelassen und natürlcih sofort ein Lecker bekommen. (Inzwischen weiß sie auch, dass "Aus!" heißt, dass man es nach dem Ausspucken liegen lassen soll, statt es wieder und wieder vor Frauchens Füße zu werfen.) Lottes Vorgänger war Fressen egal.

    Das Problem hast Du leider nicht nur bei Hundetrainern, sondern oft auch bei Ärtzen und Patienten (Oder Tierärzten)

    Seltsamer Weise sind die Deutschen oft so kritisch, wenn es um die Qualität von (Sach)waren geht, aber bei Dienstleistungen werden sie schlagartig extrem gläubig und vergessen das mitdenken.

    (Damit meine ich jetzt nicht speziell Dich, mit 16 darf man solche Fehler noch machen und Du scheinst ja auch dadurch gelernt zu heben. Aber wenn Leute mit dreißig oder vierzig sich noch Vom Hundetrainer erzählen lassen sie müßten den Hund nur mal ordentlich verprügeln und dann nicht nach Alternativen suchen, dann habe ich da kein Verständnis für. Zumal es noch nie so leicht war wie heute, an Informationen zu kommen.)

    Hier bei uns in der Ecke gibt es ein Tierheim, dass mit dem schönen Namen: "Tierheim ohne Gitter" wirbt.

    Ich will das gar nicht schlecht reden, aber ich sehe da ganz klar auch die Nachteile großer Hundegruppen. Vielen Hunden geht der Kontakt zu Menschen verloren und es kommt vor, dass einzelne Hunde vom rest der Gruppe gemobbt werden. Denn auch wenn gerne der Begriff Rudelhaltung benutzt wird, so handelt es sich dort doch nicht um ein Rudel, sondern um eine zusammmengrewürfelte Gruppe von Hunden.

    Und ich finde extrem wichtig, dass Tierheime "schön" sind. Natürlich sind den Hunden dort hübsch bepflanzte Blumenkübel und Tische, an denen man einen Kaffee trinken und plaudern kann, völlig egal.

    Aber ich habe hier im direkten Umfeld zwei Tierheime, die sich in dieser Hinsicht unterscheiden, wie Tag und Nacht. In dem einen Tierheim war ich genau zwei Mal. Beide Male dachte ich, ich bekomme jeden Moment depressionen und konnte mich gar nicht auf die Tiere konzentrieren, weil ich immer nur dachte: "Ich will hier wieder weg!"

    In dem anderen Tierheim haben wir dann unsere Trudi gefunden und schauen dort auch jetzt noch regelmäßig und gerne vorbei. Keine Frage, wohin unsere Spenden gehen und welches Tierheim wir weiterempfehlen.

    Das mag unfair sein, aber letztendlich sind Menschen, die sich einen Hund aus dem Tierheim holen auch nur Kunden. Und in einer Zeit, in der es "Rassewelpen" vom Vermehrer um die Ecke gibt, die nur unwesentlich mehr kosten, als ein Tierheimhund, aber viel leichter zu bekommen sind, müssen Tierheime auch etwas für ihre "Kunden" tun. Denn damit ist doch letztendlich auch den Hunden geholfen.

    Ich verstehe Dein Problem. Andersrum geben die vielen Methoden einem ja auch die Möglichkeit auszuwählen, welche am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.

    Ich arbeite zum Beispiel gerne und viel über Leckerchen, strafe aber auch (in seltenen Fällen) schon mal. Wenn es jetzt nur Trainer gäbe, die Leckerchen total ablehnen, oder nur welche, die Clickern, könnte ich nirgendwo trainieren. Zumindest nicht so, dass es meinen Hunden UND mir dabei gut geht.