Nur weil man auf Hilfsmittel verzichtet heißt es noch lange nicht, dass man mit Zwang arbeitet.
Meine Trainer hat letztens die Frage gestellt: Was mag euer Hund am liebsten? Dann wurden Dinge genannt, wie Futter, Spielzeug, rumrennen usw....
Die richtige Antwort auf die Frage ist aber: Mich!
Mich sollte mein Hund am liebsten mögen. Mich sollte er mehr mögen als Futter, Spielzeug und alles andere zusammen.
Wieso denkst du, dass deinem Hund ein Lob von dir nicht genügt? Wieso sollte er sich nicht mehr über eine Streicheleinheit oder liebe Worte von dir freuen, als über ein Stück Wurst?
Die soziale Kommunikation zwischen Mensch und Hund kann doch sehr viel variabler sein, als jedes Spieltzeug oder Futter.
Mein Hund freut sich, wenn ich mich ihm zuwende und ihn mich mit ihm freue über eine tolle Leistung.
Du hast zwei Hunde. Bei dem einen bräuchtest du keine Hilfsmittel und er tut alles für dich. Beim zweiten nutzt du sie und trotzdem klappt es nicht so richtig. Zeigt das allein nicht wie überflüssig viele Hilfsmittel sind?
Ich persönlich sehe die Leine nicht als Hilfsmittel, sondern eher als Gefahrenabsicherung. Man weiß nie was passiert, daher hat auch Numa in der Stadt die Leine dran. Aber ich nutze die Leine nicht als Hilfe, damit sie bei mir bleibt, dass würde sie auch so tun. Daher ist die Leine für mich kein klassisches Hilfsmittel. (Wobei man sie natürlich trotzdem so nutzen kann)
Ich glaube nicht, dass du noch von anderen Tips bekommen wirst, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass nur wenige Hunde zu solch einem Schnappen neigen. Schon gar nicht auf den Besitzer bezogen und die Leute die doch so einen Hund haben, verstehen das Verhalten oft falsch und dann heißt es, der Hund sei aggressiv und unberechenbar. :/
Bzw geben es viele auch einfach nicht zu, aus Angst andere könnten den Hund für aggressiv halten.
Auch ich wäge immer genau ab, wem ich Numas Verhalten schildere und wem nicht.