Beiträge von Leela

    Hallo Verena...

    Ich kann mit dir fühlen... das ist immer fies, wenn jemand Sachen sagt, die so gar nicht stimmen...

    Ich kenne ja nun Meggi und kann mir die Situation gut vorstellen.
    Sag mal war es die Ridgeback-Hündin die damals auch da war, wo ich und Pia da waren?

    Ich an deiner Stelle würde Meggi nicht mehr mit der Hündin zusammenspielen lassen. Erstens ist die Hündin noch jung und selbst in einigen Dingen sehr unsicher und zweitens finde ich dass auf Grund dieser Tatasache ihr Sozialverhalten noch nicht so gut ausgeprägt ist.

    Ich finde ein gutes Spiel unter Hunden ist dann, wenn die Hunde sich immer wieder gegenseitig unterwerfen, also ein gleichgewicht besteht zwischen den Hunden.
    Auch wenn einer von beiden körperlich uberlegen ist, untergibt er sich im Spiel auch mal, damit der andere auch ein Erfolgserlebnis hat.

    Bei der ridgeback-hündin habe ich aber gemerkt, dass sie genau in dem Moment wo der andere Hund sie unterwerfen will lieber flüchtet. Wenn der andere Hund dann hinterher geht, dann wird sie sogar ganz leicht panisch.
    Für sie ist das nicht gut und der andere Hund pusht sich auch immer mehr, weil er die Hündin ja nun auch mal endlich umwerfen will.

    Das waren zumindest meine Beobachtungen.

    Ich finde, dass Meggi sich sehr gut in einer Gruppe macht wo sie alle kennt und die Rangordnung geklärt ist. Das hat man ja das letzte Mal sehr gut gesehen. Es gab keinerlei Gekeife oder Gemobbe, dass von meggi ausging.
    Ich glaube es wäre für Meggi besser, wenn du dich mehr mit Hunden treffen würdest die sie schon kennt, anstatt auf dem Hundeplatz wo sie ständig neue Hunde trifft, bzw einige nur sehr unregelmäßig und das ganze Theater von vorne losgeht...

    Aber ich finds toll für dich, dass sie sich vom welpi hat abrufen lassen :) Das macht doch Hoffnung!

    Genau das meinte ich. In dem Moment, wo es eben nicht klappt, nützt alles nichts mehr.

    Egal für welche Lösung du dich entscheidest, es schadet trotzdem nicht an der Impulskontrolle zu arbeiten.

    Zitat

    Hm,

    wenn sie von selbst aufsteht, sich vor Anspannung nicht setzen kann solange der andere Hund in Sicht ist, während wir warten bis er weg ist wie gehabt (weil warum sollte sich das ändern?) in seine Richtung zieht und zerrt und sie sich dann erst setzt wenn er außer Sichtweite ist ... was ja dauern kann ... wer hat dann entschieden, mein Hund oder ich?

    Ich würde eher dazu tendieren die Impulskontrolle separat aufzubauen um mir nicht mein sitz zu versauen.
    Oder denke ich falsch?

    LG
    Tina

    Prinzipiell hast du recht. Dazu muss ich sagen, dass diese Situation insgesamt vielleicht 3 mal während der ganzen Trainingszeit passiert ist. Von daher habe ich mir das Sitz da nicht kaputt gemacht, denn unter Ablenkung sass das vorher eh noch nicht, sonst wäre die Situation ja auch so nicht zustande gekommen. Und in der Situation habe ich eher über die Konsequenz gesprochen, als über die Impulskontrolle. Der Hund muss ja auch erstmal lernen, dass er jetzt zu den anderen Hunden nicht mehr hindarf.
    Ich denke mal, dass der Hund von Congi auch noch kein zuverlässiges Sitz kann, sonst wäre sie sicherlich schon von allein auf die Idee gekommen.
    Von daher sehe ich da nichts was man versauen könnte, eher im gegenteil man hat eine weitere Möglichkeit das Sitz zu üben.
    Ich hab ja auch gesagt, dass ich die Impulskontrolle separat dazu geübt habe. (zB mit der Leckerchen neben den Hund schmeißen)
    Und meine "Methode" gibt mir ja auch recht. Schließlich können wir jetzt nach 3 Monaten Training entspannt an anderen Hunden vorbeigehen. Sie guckt zwar, aber es ist kein nervöses, gestreßtes gucken mehr und sie ist jederzeit ansprechbar.

    Zitat

    naja, man kann nicht sagen dass sie jeden Tag ganz genau 4 Näpfe (= 2 l) leer trinkt. Bin mir aber sicher, sie würde es, wenn ich ihr die Menge geben würde. Dann noch der ganze Schnee...
    Ich fragte mich einfach nur, ob es normal ist, so oft am Wassernapf zu hängen. Andererseits ist es vielleicht auch lobenswert und sehr gesund für sie - wie gesagt, sie macht einen piep gesunden Eindruck.

    Eben z.B.: Hundi und ich gehen ne halbe Stunde spazieren. Hundi pieselt ein mal kurz und ist fertig. Kaum 10 Minuten daheim pieselt Hundi nochmal und holt sich gleich mal Nachschub am Napf. :hust:

    Gib deiner Hündin soviel zu trinken wie sie möchte und geh schnell mit ihr zum TA! Das ist nicht normal! Wenn du sagst, dass sie locker 2 Liter trinken würde und sogar anfängt schnee zu fressen, damit sie flüssigkeit aufnimmt, dann ist das nicht normal!
    Und 2 Liter ist nicht gesund! Man sagt zwar, dass viel Trinken gesund ist, aber alles hat eine Grenze! Beim Menschen sind zB 9 Liter am Tag lebensgefährlich. Dass heißt etwas über der 4-fachen empfohlenen menge. Dein Hund trinkt gerade das 4 fache seiner empfohlenen Menge. Das kann man natürlich nicht vergleichen, aber nur, damit du verstehst, wieviel dein Hund da zu sich nimmt!

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    Und was nutzt es wenn ich absitzen lasse, der Hund aber nach 3 Sekunden wieder aufspringt weil ihm eben genau diese Impulskontrolle noch fehlt.

    Die kann man ja gleichzeitig erarbeiten und wenn das sitzt von Plan A (Action) auf Plan B (Ruhe) umschwenken.

    Man erarbeitet beides gleichzeitig. Ich lasse den hund absitzen und wenn er wieder aufsteht, dann gibt es wieder das Kommando. Klar am Anfang hab ich auch dagestanden und meine Hündin hat dem anderen Hund hinterhergechelt und wollte sich nicht wieder hinsetzen, aber ich bin nicht weitergegangen, auch wenn der andere Hund schon längst weg war und hab sie sitzen lassen. wenn sie das dann gemacht hat, dann hab ich natürlich auch gelobt und leckerlie gabs auch.

    zusätzlich hab ich auch noch mit ihr geübt auf spielenden Hunde zuzugehen.

    Führt zu eurer Huschu vielleicht ein weg hin, von dem aus man die hunde gut beobachten kann?
    (such dir auf jeden fall einen spielenden Hund, der sich nicht für euch interessiert oder eine gruppe)
    dann nimmst du mit deinem Hund einen so großen abstand zum hund ein, dass es deinen Hund nicht stört, dass die anderen Hund da sind (am besten in gerade linie zu den anderen Hunden. Dann merkst du dir den Punkt wo du stehst und gehst auf die anderen Hunde zu. Laufe ganz normal ohne etwas zu sagen. ich habe mich nicht für den Hund interessiert, aber dennoch genau beobachtet was er tut. in dem moment wo ich gemerkt habe, dass er auch nur ein kleines bißchen unruhig wird, bin ich zu meinem vorher gemerkten Punkt zurückgegangen.
    Ohne meckern, ohne schimpfen ohne etwas zu sagen, einfach umdrehen. und am besten das ganze gewicht in die leine legen, damit der hund auch mitkommt ;)
    Dann bin ich wieder losgelaufen. Beim ersten mal kam ich nur ca 10 m weit. beim zweiten mal schon 12 Meter, denn der Reiz war ja nicht neu, den hatte er eben ja schon gesehen. insgesamt bin ich am anfang ca fast 10 mal hin und her gelaufen, aber dann hatte ich den hund in ruhe erreicht und als belohnung durfte sie dann spielen. Das habe ich ca alle 3 Tage mit ihr geübt. Nach 3 Wochen habe ich einen wesentlich unterschied gemerkt.

    Zitat

    Den Hund auf mich fixieren, evt das anschauen clickern, Faxen machen, anfangen megaspannend zu sein sobald ein Artgenosse auftaucht.

    Ich finde das mit dem Ablenken immer sehr kritisch. Denn man bringt dem Hund ja nur bei: Entscheide dich für das Interessantere. Bzw. ist es ja nicht mal eine Entscheide sondern Instinkt.

    Zudem bringt man durch die eigene rumhibbelei den hund erst recht auf seinem adrenalin-level weiter nachoben und wenn er dann ausbricht, hat man erst recht schwierigkeiten wieder seine aufmerksamkeit zu erlangen.

    Ich möchte aber, dass mein Hund sich entscheidet sitzenzubleiben (bzw das zu tun was ich möchte) obwohl er den anderen Hund sieht.

    Ich habe meinen Hunde von Anfang an erlaubt den anderen Hund anzuschauen. er darf ihm hinterherschaune, hinterhersabber, ist mir egal. Hauptsache sie bleibt sitzen!

    Und das erreicht man nur über Impulskontrolle.
    Was passiert, wenn du deinen Hund sitz machen lässt udn dann ein leckerlie neben ihm herkullerst? Springt er dann hinterher?
    Das ist im Prinzip das gleiche. Der Hund bemerkt einen reiz und will diesem nachgehen und genau das muss man ihm beibringen, dass er da für einen sekundenbruchteil anfängt zu denken, statt zu handeln.

    Congi: Verstehe ich das richtig? Er freut sich wenn er andere Hund sieht? Und will dann hin zum Spielen?

    Wenn ja, dann habe ich vielleicht einen Tip für euch. ICh habe nämlich den gleichen Fehler gemacht und habe meine Hündin fast bis zum 5. Monat zu jedem Hund hingelassen und dachte, dass es eine Phase sei. :/

    Dann hab ich alles umgestellt. Wenn wir einen Hund gesehen haben, dann habe ich sie absitzen lassen. Wenn ich den Hund rechtzeitig gesehen habe, was ja zu 99% der Fall ist, dann hat sie Sitz gemacht, bevor sie den anderen Hund gesehen hat und ich habe halt mit ihr gearbeitet, dass das Sitz wirklich gut sitzt.
    Dann habe ich mit ihr an der Impulskontrolle gearbeitet. Das hat sehr, sehr geholfen, denn wenn ich sie jetzt absitzen lasse, dann möchte sie zwar immer noch am liebsten hin, das wird sich wahrscheinlich auch nie ändern, weil sie einfach gerne spielt, aber sie kann sich dann beherrschen und bleibt sitzen. Da training hat lediglich 3 Monate gebraucht. Mittlerweile muss ich sie auch nicht mehr absitzen lassen, ich mache es meist nur noch um es nochmal zu festigen oder andern HH klar zu machen, dass ich keinen Kontakt wünsche.
    Das Impulskontrolltraining hat uns auch in allen anderen Streßsituationen geholfen. Ich kann meinen Hund mittlerweile in so gut wie jeder Situation absitzen lassen. Letztens sogar in einem kleinen gläsernen Fahrstuhl, da hatte sie richtig Schiss, aber sie hat mir vertraut und es gemacht :)

    Meine wiegt zwar keine 38kg, sondern nur 25, aber auch die können ganz schön in die Arme gehen ;)

    Ich dachte mir einfach ich greife zu bekannten Maßnahmen, bevor ich was falsch mache und ein zuverlässiges Sitz, das hilft immer :D