Hallo liebe Foris...
hab mich zu später Stund doch noch durchgerungen das hier zu schreiben.
Seit letzter Woche Mittwoch bekomme ich Numa nicht mehr richtig ausgelastet.
Sie ist momentan läufig und ich bin am Mittwoch auf der Treppe gestürzt und habe seitdem Rückenschmerzen. Ich kann nur im Schritttempo gehen, alles andere ist ziemlich schmerzhaft. Auch sind Bewegungen wo ich mich anders als gerade halten muss ziemlich unangenehm.
Numa läuft die ganze Zeit an der Schleppleine. Aber es geht halt nur im Schritttempo voran. Keine Rennspiele, kein Joggen, keine Zerrspiele. Eigentlich können wir so gut wie nichts machen von dem was wir vorher gemacht haben.
Ich habe mir jetzt einen Futterdummy geholt und habe auch wieder das Clickern angefangen, aber das alles ersetzt nicht die körperlichen Auslastung. Denn den Dummy kann ich auch nur maximal 15 meter weit werfen, denn dann ist die Leine zu ende...
Zu oft will ich das auch nicht machen, denn diese abrupten Stops sind garantiert nicht gut für ihre noch wachsenden Gelenke...
Auch das Clickern hilft nur geistig.
Seit dem das so ist, hat ihr Gehorsam richtig gelitten. Es gibt mal Spaziergänge wo es besser läuft und ich mir schon fast Hoffnung mache, aber kurze Zeit später ist alles weg.
Ist das nur bei meinem Hund so schlimm, oder geht es auch anderen so?
Was macht ihr, wenn ihr den Hund nicht so auslasten könnt wie ihr wollt? Und nehmt ihr es dann in Kauf, dass der Hund nicht so gut hört, oder erwartet ihr, dass er auch dann hört?
Richtig schlimm war es am Mittwoch. Ich war mit aneken spazieren und der Spaziergang an sich war sehr schön, aber ein weites Stück unseres Weges ging am Wasser entlang. Dort waren viele Enten und Vögel.
Wenn Numa im Freilauf ist, dann interessiert sie kein Wild, wenn sie aber an der Leine ist schon. Bislang waren das hauptsächlich Tauben. Sie fixiert diese dann, aber stürmt mittlerweile nicht mehr drauf los und ist noch ansprechbar. Aber diesmal war es echt über sie hat sich die ganze Zeit in die Leine gehängt und wollte zu den Mistviechern hin. Ich dachte schon, die springt mir gleich in die Spree...
Ich hatte sie natürlich fest an der Leine, aber nervig war es trotzdem. Sie war auch nur sehr schwer zu erreichen. Meist erst nach mehrmaligen auffordern und wenn 2 meter weiter die nächste ente saß, dann ist sie gleich wieder zu der hin.
Und dabei hatte ich gehofft, dass es besser sein würde nach dem Spaziergang, denn schließlich waren wir 2 Stunden durch den Wald gelaufen und ich dachte das hilft. Es war zwar nicht in ihrem Tempo, aber immerhin dafür 2 Stunden...
Ich könnte gerade echt nur heulen, denn auch die ganzen Angewohnheiten, die ich ihr in den letzten Monaten mühsam abtrainiert habe, kommen wieder zum Vorschein, wie das Leineziehen, das Anspringen in der Wohnung beim Nachhausekommen, und das ewige Freuen bei wildfremden auf der Straße.
Ich hab einfach Bammel, dass die ganzen Erfolge die wir erzielt haben jetzt innerhalb kürzester Zeit zunichte gemacht werden.
Was kann ich noch machen? Ich weiß nicht wie lange mir mein Rücken noch wehtun wird. (Ist ne Nervenreizung) Ihre Läufigkeit wird zwar bald vorbei sein, aber das heißt ja auch nur, dass sie wieder freilaufen darf. Joggen und Renn- und Zerrspiele, die so wichtig geworden sind für unsere Bindung gehen dann immer noch nicht...
Ist es normal, dass ein Hund so schnell "am Rad dreht"?
EDIT: Suchspiele machen wir auch ganz viel, aber auch das bringt hilft nur bedingt...