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So ich klinke mich auch mal ein. Dusty ist zwar kein Hibbelhund, aber aufgrund 8monatigen Lebens in der Pampa gibts natürlich bei ihm auch Situationen die ihm spanisch vorkommen.
Was ich halt doof finde, ist das Numa mit all diesen Sitautionen schon einmal souverän umgegangen ist. Erst seit der Pubertät wird es immer schlimmer...
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Am Anfang hatte ich immer den Futterdummy mit (wenn man ein Spielzeug IMMER mithat, dann hören die Hunde irgendwann auch auf nur noch danach zu gieren. Wenn man das Spielzeug bei 10 Spaziergängen 2mal nutzt lernen die Hunde meist nach einiger Zeit, das Spielzeug dabei haben nicht bedeutet das es auch benutzt wird). Mit dem Dummy hab ich ihn z.B. abgelenkt wenn wir einen Hund getroffen haben und Dusty wieder Zerr- und Fiepkonzert veranstalten wollte. Man sollte sowas aber nicht als Dauerlösung sehen. Ich habe es damals gemacht das sich dieses Fiepen nicht bei ihm einbrennt und es dann schwierig wird ihm das abzugewöhnen. Den Dummy habe ich schon lange nicht mehr benutzt.
Wenn ich Leckerlies dabei habe, dann giert numa immer. ob sie etwas bekommt oder nicht. sie spult ihr komplettes reportaire ab, in der hoffnung irgendwas funktioniert. dadurch wird sie dann immer gestresster. je länger der spaziergang dauert, um so schlimmer wird es. du kennst es doch wenn wir mit den hunden draußen sind und numa kommt immer und immer wieder in der hoffnung sie bekommt etwas. draußen knn ich sie dann mit einem "weiter" auch wegschicken. aber an der leine ist das schwierig.
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Jetzt benutze ich entweder die Stimme zum Aufmerksamkeit bekommen, oder bei extremeren Situationen mal ein Leckerlie zum ablenken, damit er sich nicht hochpuscht. Man muss halt lernen solche Situationen schon vor dem Hund zu sehen. Dann entweder vorher schon die Straßenseite wechseln, vorher schon Aufmerksamkeit einfordern. Natürlich kann man nicht jede Situation herbeisehen.
Ich würde von mir behaupten, dass ich nun schon eine ganz gute "Guckerin" geworden bin, aber viele Sachen sehe ich, aber ich weiß nicht, dass Numa Angst davor hat. Es ist einfach zu vielfältig. Den einen Tag sind es Kinder. Am nächsten Tag nur Kinder die einen Rucksack aufhaben, dann wieder ein Mann der einfach nur an uns vorbeiläuft. Dann eine Frau mit einem Einkaufswagen zum hinterherziehen. dann ein blatt papier was vorbeifliegt und komische geräusche macht. Dann eine Frau mit hohen schuhen, die auf dem Bordstein klackern. Dann ein junger Mann, der telefoniert. dann ein geräusch, wie zB eine autotür, die jemand zuschlägt. Dann ein mann auf einer Parkbank. dann ein Kinderwagen oder rollstuhl, oder ein gehbehinderter.
Aber sie hat nicht ständig vor all diesen angst. wir können an 4 leuten vorbeigehen ohne das auch nur irgendeine regung ihrerseits kommt und beim 5. flippt sie völlig aus.
daher habe ich ja auch geschrieben, dass ich den zusammenhang nicht erkenne.
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Was uns viel geholfen hat ist ein sicheres "Weiter". Damit bekomme ich ihn nun schon an 80% aller Vögel vorbei, auf die er sich sonst immer gestürzt hätte.
Bravo! Das mit den Vögeln bekomme ich auch langsam hin, denn bei den vögeln weiß ich, dass sie da jedesmal reagiert, aber vor den Vögeln hat sie ja auch keine Angst
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Dusty hat ja auch ein Hunde- und Kinderproblem in der Stadt. Große Hunde und laute Kinder behagen ihm gar nicht. Ich beobachte ihn (er wird z.B. langsamer, bleibt stehen, fixiert, versucht zur Seite zu laufen etc.), aber ich versuche einfach so zu bleiben wie ich sonst auch bin. Nicht direkt darauf eingehen. Wenn ich genügend Platz habe mache ich einen Bogen um Hund/Kind und gehe zwischen ihm und der "Gefahrenquelle". Letztens bei einer Horde schreiender Kinder hätte ein Bogen nicht gereicht, da habe ich die Straßenseite gewechselt. Und ich merke langsam das Dusty anfängt mir zu vertrauen das ich eben die Situation die ihm Unbehagen bescherrt schon löse und er sich raushalten kann.
Du gibst ihm Sicherhiet, wenn du ihn am Geschirr nimmst. Numa bekommt davon Angst. Ich weiß auch nicht wieso, aber sie fühlt sich dann komplett in die Ecke gedrängt und versucht auszubrechen. Am Geschirr nehmen kann ich sie wirklich nur, wenn sie keine Angst hat. Ich weiß einfach nicht, wie ich ihr vermitteln soll, dass sie keine Angst zu haben braucht.
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Bei dem rauchenden Mann hätte es im Endeffekt 2 Wege gegeben. Wenn sie nicht ansprechbar ist, nimmst du sie kurz am Geschirr (keine Leinenimpulse geben) und zeigst ihr damit das ihr jetzt die Straßenseite wechselt. Ihr geht auf die andere Straßenseite und sie hat den Typen hinter sich gelassen.
Oder du hättest sie mit "Weiter" an dem Mann vorbei"gezerrt" bzw. besser wäre auch da ein führen nur am Geschirr gewesen. Damit hättest du ihr gesagt ... es ist nix weshalb du dich so aufführen musst ... wir gehen einfach weiter.
Beides ist irgendwo nicht möglich, weil ich sie eben am Geschirr nicht nehmen kann.
Daher habe ich es halt so versucht mit stehenbleiben, sie an mich heranziehen und dann die straßenseite wechseln.
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Auch kannst du ihr lernen auf Kommando Sichtkontakt zu dir aufzunehmen. Z.B. eben "gugg gugg", "Schau" etc. Und bei solchen Situationen eben so früh wie möglich mit diesem Kommando ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.
Das versuche ich ja damit, dass ich ihren namen sage. Sie hat auch verstanden, was es bedeutet. Das ist nicht das problem. das problem ist eher das rechtzeitige. Wie ich oben geschrieben habe, kann es alles und nichts sein, was ihr angst macht oder sie durchdrehen lässt. theoretisch müsste ich dauerhaft ihre aufmerksamkeit haben, damit ich immer rechtzeitig eingreifen kann. Ich mein, ich wohne mitten in der stadt, uns begegnen zu jeder tages- und nachtzeit menschen. dazu noch die grundschule, die direkt um die ecke ist und wo ständig kinder vorbeikommen. daher hatte ich ja die idee mit dem fußlaufen, denn dann habe ich ihre ständige aufmerksamkeit...
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Was das Geschäft angeht. Dusty macht meistens nur auf der Wiese wenn er frei läuft, oder an der langen Leine ist oder ich mit ihm ein wenig rumrenne. Hat den Vorteil er kackt nicht mitten auf den Fußweg. Vielleicht hast du irgendwo eine Wiese wo sie ohne Gefahren für einige Minuten freilaufen könnte. Vielleicht würde das ihren Stresspegel senken und sie verknüft irgendwann auch diese Wiese mit Geschäft machen. Wenn nicht freilauf, dann vielleicht mit einer Schlepp. Mit ihr rumrennen würde bei Numa eher das Gegenteil bewirken.
Numa ist es eigentlich egal wo sie hinmacht. hauptsache es riecht gut. freilaufen lassen kann ich sie hier in der gegend nicht. egal wo, die straße ist mir immer zu nah. besonders, wenn ich nicht weiß, wovor sie dann mal wieder schiß hat und nachher haut sie ab. das ist mir zu riskant.
sie hat mehrere ecken, wo sie sehr gern macht, und wenn wir dort sind, dann möchte sie auch gerne machen. ihr fällt hinten schon fast die wurst raus, aber wenn dann ein auto vorbeifährt oder ein mensch auch nur 100 m entfernt zu sehen ist, dann ist vorbei bei ihr. es rutscht alles wieder rein. und dann dauert es mindestens 10 minuten bis sie sich erneut traut.
das rumlaufen hilft num schon sehr, denn die bewegung regt ihren darm an und dann bleibt ihr nichts anderes übrig als irgendwann zu machen. wenn ich an einer stelle stehen bleiben würde, dann würde ich da ewig stehen. hab ich leider schon erlebt. also einmal hab ich fast 50 minuten gewartet. dann bin ich weitergelaufen und nach 20 metern hat sie gemacht...
wenn ich aus der haustür komme und rechts die straße reinbiege, dann ist da eine kleine straße. der gehweg ist ca 100 meter lang. es ist eine sackgasse, wo es sehr ruhig ist. diese 100 meter laufe ich runter. gehe auf die andere straßenseite und laufe wieder die 100 meter zurück. auf diesen 200 meter hat numa 8 stellen, wo sie gern hinmacht. trotzdem ist es so, dass ich zum teil diese straße 4-5 mal hoch- und runterlaufe, bis sie macht.
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Keine Ahnung ob das bei Numa hilft, aber ich hab das schon ein paarmal bei Dusty angewendet: Wenn er eine Katze vor uns sieht und ich würde in dem Moment einfach weiterlaufen, hätte ich nur einen zerrenden und bekloppten Hund an der Leine bis wir meilenweit weg sind von dem Platz wo er die Katze gesehen hat. Deshalb hab ich mir angewöhnt wenn er eine Katze oder anderes Jagdobjekt sieht wo er sich hochputscht, dass ich mich einfach hinsetze. Mitten auf den Fußweg (bis jetzt hatten wir solche Situationen gott sei dank nur Nachts *lach*). Und lasse ihn einfach schauen (an der Leine). Nach spätestens 5 Minuten kommt er zu mir, setzt sich daneben und man merkt das er wieder fast ruhig ist. Dann warte ich noch ein wenig und dann kann ich halbwegs gesittet mit ihm weiterlaufen. Natürlich schaut er dann noch nach der Katze aber er zerrt und fiepst nicht.
das ist eine gute idee, ich glaube sie würde auch bei numa helfen. die frage ist dann nur: gebe ich der situation, dann vielleicht nicht wieder zu viel aufmerksamkeit?
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Das mit dem Fußlaufen würd ich nicht tun. Also mit Dusty wäre das nichts. Und ich weiß nicht wie lang Numa diese Konzentration aufrechterhalten könnte. Da man ja oft bei Fußlaufen auch korrigieren muss, würde das unter Umständen ja noch mehr Stress verursachen. Aber ich habs nicht ausgetestet, kann also nicht aus Erfahrung sprechen.
Mal sehen was die anderen dazu sagen.
naja, so viel korrigieren würde ich das nicht, denn numa bietet es von sich aus schon perfekt an. manchmal neigt sie dazu etwas hochzuhüpfen beim laufen, aber wenn ich das ignoriere und dann die richtigen situationen lobe, dann klappt das ganz gut...
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Sorry für Roman.... 
Dito 