ZitatMmmh, hast Du da mit Frank schonmal drüber geredet? Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehne, dafür hab ich selber zu wenig Ahnung, aber dass Numa sich selbst in einer rel. ablenkungsarmen Situation nicht von Dir korrigieren lässt, gibt mir zu denken.
Ablenkungsarm ist ein relatives Wort. Jeder Hund reagiert ja auf andere Reize. Bei Numa sind es in erster Linie Hunde und Menschen.
Du könntest von Numa verlangen neben einer Herde Rehe Sitz zu machen und es wäre kein Problem. Ich denke mal mit Meggie wär das etwas schwieriger ![]()
Numa ist sehr, sehr triebig. Sie reagiert auf alles. Nur hat sie GsD keinen Jagd- oder Hütetrieb.
Diese Situation in der Hundeschule ist so ähnlich für uns, wie wenn man euch in den Wildpark stellen würde und von euch dort Grundgehorsam verlangen würde.
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Du musst es selber wissen, aber für mich wäre ein fast ständig ziehender Hund ein absolutes NoGo. Damit, dass sie in den meisten Fällen an der SL läuft, umgehst Du das Problem ja nur.
Ich will auch keinen ziehenden Hund, aber was soll ich machen?
Dass ich mit der SL gehen soll, das hat Frank mir vorgeschlagen. Mein ziel ist es ja irgendwann auch in der Stadt ohne Leine laufen zu können und das kann ich am besten mit der SL üben.
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Ich lauf mir Meggie auch in erster Linie an der Flexi (auch wenn´s dafür jetzt Haue gibt, aber da ich die SL in den meisten Fällen noch nicht schleifen lasse, ist die Flexi für mich bequemer), damit sie Bewegungsspielraum hat. Genauso gibt´s aber auch Spaziergänge und Übungseinheiten an der kurzen Leine und an unübersichtlichen Stellen führ ich Meggie nur noch dual.
Flexi habe ich mit Numa ausprobiert. Sie läuft die kompletten 10 m vor und zieht dann
Jegliches Korrigieren/zurückrufen war genauso erfolgreich, wie an der kurzen Leine. Daher habe ich das Thema Flexi für mich abgehakt, da es für mich zuviele Gefahren sind, wie dass zB der Mechanismus nicht hält, bzw, dass wir jemanden einwickeln oder so.
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Was meinst Du mit : "Nur damit es mit dem Longieren klappt ..."?
Weil ich zuhause ja nun kaum noch die kurze Leine benötige. Die kurze Leine benutze ich momentan nur in der Huschu und beim Longieren. und nur dafür ihr ein Halti umzumachen... so habe ich das gemeint
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Sollst Du Numa beim Longieren dual führen?
So habe ich Frank zumindest verstanden. Sicherlich meinte er aber nicht nur das Longieren damit, sondern auch das normale an der kurzen Leine gehen.
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Ich habe übrigens das Gefühl, dass Meggie sich mit Halti mittlerweile grade bei Hundebegegnungen sicherer fühlt. Ist also nichts mit: "Der arme Hund, das will ich ihr nicht antun" (ich kann hier nur für mich sprechen, kann bei euch ganz anders sein).
Ich halte das Halti auch nicht grundsätzlich für schlecht. Solange man es richtig anwendet ist es sicherlich ein gutes Hilfsmittel. Ich habe auch schon oft von anderen Leuten gehört, die über genau das gleiche wie du berichten, dass der Hund sich dann sicherer fühlt.
Ich meinte mit dem "Antun" lediglich, dass ich Numa nicht in diese Streßsituationen versetzen will.
Wenn ich von Ausrastern spreche, dann ist es für die meisten sehr schwer zu verstehen, denn meistens verstehen sie es falsch.
Wenn Numa durch irgendwas Streß bekommt und ich sie nicht rechtzeitig dort heraushole (was ich leider auch nicht immer schaffe), dann dreht sie so hoch, dass nichts mehr geht. Das einzige was in dem Fall funktioniert ist ihre Beißhemmung. Man kommt aber weder mit Schimpfen, noch mit Ignorieren, noch mit Ablenkung weiter. Meist habe ich das Glück, dass sich ihr Ausrasten auf mich beschränkt (bzw wenn es sich gegen jemand anderes richtete, konnte ich mich immer dazwischen drängen und konnnte ihr Verhalten auf mich umlenken). Du musst es dir so vorstellen, dass sie an mir hochspringt, generell wie ein Flummi durch die Gegend springt und immer wieder nach meinen Armen fasst. Sie beißt wie gesagt nicht zu, man hat danach nichtmal kleine Kratzer, geschweige denn, dass es wehtut, sondern man ist einfach nur von oben bis unten dann vollgesabbert.
Ich für mich habe herausgefunden, dass ich ihr dann nur noch helfen kann, in dem ich mich zu ihr hinhocke und sie an meiner Hand knabbern/saugen lasse. Dann dauert es meist noch ein paar Minuten und sie kommt dann wieder runter. Dieses Verhalten zeigt sie schon seit sie ca 10 Wochen alt ist.
(Wobei es damals viel schlimmer war, denn eine richtige Beißhemmung musste sie ja erst noch erlernen und Welpenzähne sind ja wesentlich spitzer, als die jetzigen)
Diese Ausraster sind sowohl für sie wie auch für mich jedesmal sehr nervenaufreibend und wenn ich mir vorstelle, dass ich das in der ersten Zeit womöglich mehrmals am Tag durchmachen muss, weil sie eben durch die Korrektur so gestresst wird, dann kann und will ich mir und ihr das nicht "antun".
Wenn ich wüsste, dass das duale Führen ohne diese Ausraster ablaufen würde, dann würde ich ihr sofort ein Halsband, bzw ein Halti, nach entsprechender Erklärung, ummachen.
Zudem ist Numa ja nicht unsicher. Sie will einfach mit jedem Hund spielen, bzw ihn wenigstens mal beschnüffeln. Und wenn sie das auf dem hundeplatz nicht darf, dann wird sie unruhig. Zuhause ist das wiederum kein Problem. Wenn ich entsprechenden Abstand (ca 1,5-2 Meter) zum anderen Hund habe, dann möchte Numa an der kurzen leine gar nicht hin (dreht vielleicht mal den kopf zur Seite) und an der Schleppleine läuft sie an den anderen Hunden auch einfach vorbei, bzw bleibt sitzen, wenn ich es ihr sage. Da kann der andere Hund auch mörderisch keifend oder superfreundlich sein, es interessiert sie nicht. Meist sieht sie andere Hunde ja noch vor mir und dann bleibt sie stehen und schaut ob der uns entgegenkommt, wenn ja dann guckt sie mich kurz an. Ich sage ihr dann, ob sie spielen darf oder nicht und diese Entscheidung wird hingenommen. Ohne Murren oder sonstiges.
Sorry für den superlangen Text ![]()
EDIT (mensch jetzt wirds noch länger...
)
Habs grad nochmal durchgelesen und verstehe jetzt erst, dass du mit "ablenkungsarmer Umgebung" die Nacht meinst :kopfklatsch:
Ich dachte du meinst die Huschu.
Ja, das habe ich frank auch gesagt, wie es passiert ist. Er konnte da nicht direkt drauf eingehen, weil es mitten in der Longierstunde war.
Ich glaube halt, dass Numa generell ein Problem hat, wenn man ihr am Hals/kopf rumfummelt.
So lässt sie sich überall anfassen und genießt es meist auch, wenn ich ihr die Schnute saubermache oder ihr Augenschleim wegmacht, also ein generelles Problem beim Anfassen des kopfes hat sie nicht. Ich denke halt sie mag es einfach da nicht. Ich führe sie ja nun auch seit klein auf am geschirr. Erst weil es für einen Welpen natürlich besser ist und später bin ich aufs halsband nicht umgestiegen, weil sie ja zog und mit dem Halsband wurde es nur schlimmer, weil sie dann röchelte und sich immer mehr hineinsteigerte.
Ich weiß von ihr aber auch, dass wenn sie zB einen Maulkorb umhat und ich greife hinten ins Band rein, damit sie ihren Kopf zB nicht nach irgendwelchen Sachen recken kann, dass sie dann sehr ähnlich reagiert.
Obwohl sie sonst absolut keine Probleme mit dem Maulkorb hat. Sie legt sich im Bus sogar damit hin und schläft, also daran kann es nicht liegen...