Beiträge von jennja

    Zitat

    Mmh... Vorsicht. Sollte jemand das mit der Brechstange lösen wollen, dann lass die Finger davon. Darauf sprechen solche Hunde gar nicht gut an.

    :gut:

    vor allem sowas wie "Du musst dem Hund zeigen, wer das Sagen hat, der Hund muss dies und das tun/erdulden..." sind Gift für unsichere Hunde.

    Ich finde es immer wichtig, dass man begreift, dass der Hund ein Problem hat, bei dem du ihm helfen musst. Der richtige Trainer erkennt sowas und zeigt dir, wie du deinem Hund hilfst.

    Ich habe einen Australian Shepherd (der 50/50 Arbeitslinie/Showlinie gezogen ist). Aussies sind ja AUCH Hunde, die zum Bewachen/Beschützen/Hofkontrollieren hergenommen werden, allerdings sind sie in ihrer eigenen Familie sehr anschmiegsam. Wenn sie ein ausgeglichenes Wesen haben, ist das alles kein Problem und gut zu steuern.

    Bei meinem Bela kann man sowas ähnliches wie bei deiner Hündin auch ganz gerne mal beobachten. Es gibt Menschen, bei denen ist er ganz zutraulich, lässt sich streicheln, füttern... Das sind dann meistens andere Hundehalter oder Erwachsene, die sich ihm NICHT plump nähern, sondern ihm die Zeit und den Raum geben, Kontakt aufzunehmen, wenn es ihm angenehm ist. Mein eigenes Empfinden spielt dabei eine sehr große Rolle. Rennende, kreischende, trampelnde Kinder empfindet er als eine Bedrohung, er knurrt und würde sie auch mit Bellen und Schnappen versuchen, fernzuhalten. Bei ihm ist es wirklich wichtig, dass er nicht bedrängt wird! Hier ist es meine Aufgabe, ihn abzuschirmen. Für mich ist das aber kein großes Problem, weil ich keine Kinder habe und auch keine haben werde.

    Auch wenn es viele Hunde gibt, die Unterschiede zwischen fremden und eigenen Kindern machen, ist das Problem trotzdem noch da. Ich würde mich da an einen Hütehund-erfahrenen Trainer wenden. Gerade wenn ein AH bei eurem mitgemischt hat, wäre ich sehr vorsichtig und würde zukünftig keine Situationen mehr entstehen lassen, in denen dein Hund von Kindern bedrängt wird.

    Sandra, lass gut sein, er ist der PackLeader, der weiß alles und kann alles und Probleme gibts sowieso nur da, wo man sich selber welche macht :lachtot:

    Mein Hund bekommt selten vor 19:00 Uhr abends seine Mahlzeit. Er bekommt Rohfutter, kacken muss der aber trotzdem 2 X am Tag, manchmal sogar 3 X. Und nu? :roll:

    Konsequenz hat doch nun gar nichts mit irgendeiner Rangfolge zu tun. :???:

    ganz ehrlich (und so leid es mir tut), Rangfolge ist für mich persönlich schon ein Unwort, ja. Ich assoziiere damit Menschen, die meinen, sie müssen ihren Hund "beherrschen" oder kleinhalten oder was auch immer. In gewissen Situationen muss sich mein Hund mir "unterordnen", ja. Aber es ist eben situationsabhängig und kein Dauerzustand. Allein deshalb ist sowas wie eine Rangfolge (=statisch) für mich nicht relevant.

    Und ja, bei uns klappts nicht immer 100%ig im Alltag, aber mir ist schleierhaft was das mit einer Rangfolge/Hierarchie zu tun haben sollte. Zum Beispiel mag mein Hund keine kleinen Kinder. NUR weil ich jetzt sage: "ab heute bist du mal ganz unten in der Rangfolge angesiedelt, mein Freund!" wird er deshalb nicht weniger Stress mit Kindern haben. Ich sehe es eher so: er benötigt in gewissen Situationen im Alltag meine HILFE. Und meine Aufgabe ist es, dies zu erkennen und entsprechend zu handeln. Ich gehe vorausschauend durch die Welt, weil ich für meinen Hund mitdenke. Aber deswegen bin ich doch nicht der BigBoss.

    Couch + Bett - ja, sehr gerne :D
    er trollt sich aber, wenns verlangt wird. Und er akzeptiert ein Nein (wenn er nass oder schmutzig ist).
    Auf den Sofas haben wir Decken, die werden regelmäßig gewaschen.
    Die Haare stören mich nicht. Die kommen halt aus dem Hund raus, na und? :rollsmilie3:

    ich will das jetzt nicht auch noch mal zitieren. Aber das, was Murmel und wooni geschrieben haben, war das, was ich weiter vorher schon meinte. Wen juckt denn das, wie ich mich nenne? Meinen Hund sicher nicht. Und ich habs irgendwie auch nicht nötig, mir irgendwelche Namen/Bezeichnungen/Titel zu geben. Wenns zwischen mir und Hund klappt, bestens, wenn nicht, dann mach ich mir Gedanken, was der praktische (nicht der abstrakte) Grund dafür ist und wie ich das abstellen kann.

    Zitat

    Ich such mir "meinen" Hund erstmal möglichst(!) rational aus, nach dem, was paßt und geht - aber sobald er dann da ist, ist er bedingungslos "meiner", und wir nehmen gemeinsam, was auch immer kommt.

    das finde ich in der Kürze total klasse formuliert und würde das mal so unterschreiben. :smile:

    das mit dem Zaun... hm. Also wir waren ja nun im März in DK und da war es noch nicht so warm, als dass man sich da hätte stundenlang im Garten aufhalten wollen. Ich habe aber ab und zu den Hund gebürstet oder ein bisschen was trainiert, außerdem ging er morgens zum ersten und spät abends zum letzten Mal pieseln im Garten. Es war überhaupt kein Problem, dass wir keinen Zaun hatten. Bela hat zwar ab und zu was gemeldet, aber das macht er auch, wenn ein Zaun da ist. Durchbrennen tut der nicht, der hätte nur sämtliches Getier, das sich auf "sein" Grundstück verirrt, vertrieben. Bei uns sind auch die Rehe, Kaninchen, Katzen usw. durchs Grundstück marschiert, aber irgendwie immer nur dann, wenn wir grad nicht draußen waren (habens durch die Fenster boebachtet). Deshalb hab ich kein Problem mit einem freien Grundstück. Allerdings schätze ich es sehr, wenn eine bepflanzte "in Etwa"-Begrenzung drumrum ist, also Gebüsche/Bäume...

    nur auf den Threadtitel bezogen: jain. ;)

    Ich habe einen Hund vom Züchter, habe mir die Rasse gezielt ausgesucht, war also auf den Hund vorbereitet und wusste, was auf mich zukommt und konnte mir also vorher überlegen, ob so ein Hund meinen Anforderungen gerecht wird oder nicht. Theoretisch. Letztendlich muss ich sagen, er hat sich nicht ganz so entwickelt wie ich gehofft (vielleicht auch erwartet) hatte, aber ich bin trotzdem nicht überrascht vom Ergebnis.

    Es ist doch so, dass man am Grundcharakter des Hundes nicht viel drehen kann. Ein Hund hat ja eine gewisse Persönlichkeit, wer will das abstreiten? Und bei meinem Hund ist es so, dass er zuweilen etwas schwer zugänglich ist (für Fremde, aber auch für mich), er ist eher ein Hund mit einer negativen Grundeinstellung, ein Pessimist. Das hätte ich mir anders gewünscht. Aber ich kann sehr gut damit leben und versuche nicht, meinen Hund umzupolen. Andererseits versuche ich natürlich, ihm sein Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, er wird also nichts machen müssen, was ihm absolut zuwider ist.

    Dann gibt es aber schon Dinge, die ich von einem Hund verlange
    - es wird nicht gejagt/gestöbert/selbständig die Gegend erkundet (Haken dran)
    - es werden keine anderen Hunde attackiert (weitgehend Haken dran, er mag nicht jeden Rüden, aber er macht nichts kaputt, das langt mir schon)
    - er soll immer aufmerksam sein, mir zuhören und er möge bitte meine Kommandos befolgen (Haken dran)
    - ich möchte einen Hund, der sich mir zugehörig fühlt und dem man dies auch anmerkt (Haken dran)
    - ein Hund soll nach Möglichkeit so begeisterungsfähig sein, dass er Dinge mit mir gemeinsam machen will und nicht überredet werden muss (Haken dran, wobei es auch Aktivitäten gibt, die meinem Hund nicht liegen, da bestehe ich dann auch nicht darauf)

    Deshalb habe ich mich für die Rasse entschieden, auch wenn ich heute erkennen muss, dass es immer ein Risiko ist, einen Welpen aufzunehmen. Ich bin mir fast sicher, dass der nächste Hund ein erwachsener sein wird (ab 1 Jahr).