nur auf den Threadtitel bezogen: jain. 
Ich habe einen Hund vom Züchter, habe mir die Rasse gezielt ausgesucht, war also auf den Hund vorbereitet und wusste, was auf mich zukommt und konnte mir also vorher überlegen, ob so ein Hund meinen Anforderungen gerecht wird oder nicht. Theoretisch. Letztendlich muss ich sagen, er hat sich nicht ganz so entwickelt wie ich gehofft (vielleicht auch erwartet) hatte, aber ich bin trotzdem nicht überrascht vom Ergebnis.
Es ist doch so, dass man am Grundcharakter des Hundes nicht viel drehen kann. Ein Hund hat ja eine gewisse Persönlichkeit, wer will das abstreiten? Und bei meinem Hund ist es so, dass er zuweilen etwas schwer zugänglich ist (für Fremde, aber auch für mich), er ist eher ein Hund mit einer negativen Grundeinstellung, ein Pessimist. Das hätte ich mir anders gewünscht. Aber ich kann sehr gut damit leben und versuche nicht, meinen Hund umzupolen. Andererseits versuche ich natürlich, ihm sein Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, er wird also nichts machen müssen, was ihm absolut zuwider ist.
Dann gibt es aber schon Dinge, die ich von einem Hund verlange
- es wird nicht gejagt/gestöbert/selbständig die Gegend erkundet (Haken dran)
- es werden keine anderen Hunde attackiert (weitgehend Haken dran, er mag nicht jeden Rüden, aber er macht nichts kaputt, das langt mir schon)
- er soll immer aufmerksam sein, mir zuhören und er möge bitte meine Kommandos befolgen (Haken dran)
- ich möchte einen Hund, der sich mir zugehörig fühlt und dem man dies auch anmerkt (Haken dran)
- ein Hund soll nach Möglichkeit so begeisterungsfähig sein, dass er Dinge mit mir gemeinsam machen will und nicht überredet werden muss (Haken dran, wobei es auch Aktivitäten gibt, die meinem Hund nicht liegen, da bestehe ich dann auch nicht darauf)
Deshalb habe ich mich für die Rasse entschieden, auch wenn ich heute erkennen muss, dass es immer ein Risiko ist, einen Welpen aufzunehmen. Ich bin mir fast sicher, dass der nächste Hund ein erwachsener sein wird (ab 1 Jahr).