Aussies reagieren gerne mal auf viel "Action" (was meist als Spiel gedeutet aber mitnichten solches ist) und unübersichtliche Situationen so, dass sie "aus der Haut fahren". Meine Hündin (20 Monate alt) ist auch so.
Generell mag ich diese Hundeansammlungen in den typischen Auslaufgebieten nicht, ich habe mit meinen beiden Aussies die Erfahrung gemacht, dass Situationen dort eher mal eskalieren als wenn man nur einzelne Hunde trifft, wo die Begegnungen ruhiger und geordneter ablaufen. Daher gehe ich auch nie in solche Auslaufgebiete, aber ich kann darauf auch gut verzichten, denn ich habe Ausweichmöglichkeiten. Auch gehe ich nicht auf diese riesigen "Aussiegassis", wo ein Dutzend und mehr Hunde wild durcheinander laufen. Da "shepperds" nämlich auch gerne mal, weil keiner so richtig im Auge behalten kann, was grad zwischen den Hunden abläuft.
Was ich außerdem nicht mache, wenn ich doch mal irgendwo gehe, wo man häufig auf freilaufende Hunde trifft, ist Spiel&Unterordnung mit meinem Hund. Meine Hunde arbeiten sehr gerne mit mir und konzentrieren sich voll auf mich, aber wenn da ständig ein fremder Hund dazwischenfunkt, sind die schnell genervt und das entlädt sich dann gerne mal... Daher lasse ich sie einfach ihren hündischen Interessen nachgehen und behalte sie gut im Auge, um wenn's ist eingreifen zu können, aber fordere nicht permanent ihre Aufmerksamkeit. Dadurch sind sie entspannter (und ich bin's auch).
Ein Stichwort beim Aussie ist auch ganz klar Ressourcenverteidigung. Ob das aber beim Verhalten deiner Hündin hier eine Rolle spielt, kann man aus der Ferne nicht sagen. Aber ich würde auch das mal im Hinterkopf behalten und bei der Trainerin ansprechen...
Es wäre nicht der erste Aussie, der für die typische Großstadt-Hundewiese nicht unbedingt gemacht ist. ;-)