Beiträge von meike.s

    Schneck, ich finde die Ratschläge hier schon im grossen und ganzen ziemlich gut.
    Man darf sich nur nicht ständig rechtfertigen und auch nicht alles sofort ausprobieren wollen...einfach mal ne Nacht drüber schlafen. ;)
    Oft bekommt man hier viele und oft auch viele gute Tipps gleichzeitig. Da ist es schwer die für sich passenden zu selektieren.

    Das Thema lange Leine hatten wir ja diskutiert. Da ging es aber darum, dass sie im Kontakt mit anderen Hunden eher an die lange Leine gehört (sie grummelt ja jetzt manchmal im Kontakt mit anderen Hunden), und du ihr so einen Rückzugsraum bieten kannst, den sie selber wählen kann, dich aber dann langsam vom angegrummelten Hund entfernen kannst. Vor allem für den Freilauf wäre das gut. Dort kann sie ja auch nicht abhauen.
    Das nur zum Kontakt mit anderen Hunden. Damit an der kurzen Leine die Situation mit anderen Hunden nicht weiter eskaliert, sie signalisiert durch ihr Knurren ja ganz klar "Halt Abstand".


    Zitat


    Das trifft den Nagel auf den Kopf.

    Umdrehen und gemütlich die Distanz zum Angstauslöser vergrößern ist grad am Anfang völlig in Ordnung.
    Halt nicht in der "WAAAH ein Fußgänger-Stimmung", sondern mehr in Form eines geregelten Rückzuges.
    Aber Du hast ja auch noch andere Optionen.
    Den Weg seitlich zu verlassen - dann halt an kurzer Leine, wegen der Verhedderei und den Fußgänger "beobachtend" in größerer Entfernung passieren lassen.

    Die Schleppi in ihrer vollen Länge als Rückzugs-Möglichkeit anzubieten, halte ich für ungünstig, die Variante, mit Dir ZUSAMMEN die Distanz zu vergrößern erscheint mir für Eure Bindungs-Bildung besser. Von den Dornen mal ganz abgesehen.
    Außerdem hätte sie dann nicht die Möglichkeit, sich obwohl die Situation schon überstanden ist, noch weiter zurückzuziehen.

    Wenn sich Dir mal per Zufall auf einem Spaziergang die Möglichkeit bietet, nutz die Chance, wenn mal ein Spaziergänger vor Euch auf den Weg einbiegt und folgt ihm in einem für Eure Hündin erträglichen Abstand (und wenns 100 Meter beim ersten Mal sind).

    Hinterher zu gehen und den Angstauslöser eine ganze Weile beobachtend vor der Nase zu haben, ist oft hilfreicher, als die Konfrontation mit einem immer näher kommenden Angstauslöser

    .

    Diesen Tipp finde ich sehr gut. Genau das habe ich auch gemeint. Nicht sofort bei ängstlichem Verhalten umdrehen, (damit überträgt es sich automatisch auch auf dich und man wird hektisch) sondern wie geplant umschwenken oder einen grossen Bogen gehen- oder eben in Abstand stehen bleiben, Aufmerksamkeit auf dich lenken. Da du da aber unsicher bist, geh den weiten Bogen oder schwenke langsam um.
    Hinterherlaufen finde ich noch besser. So kann sie aus Sicherheitsabstand beobachten und du kannst ihr Verhalten analysieren.

    Aber...nicht gleich morgen versuchen. Morgen ist ja Ruhetag ;)

    Ich möchte auch mal für Anne eine Lanze brechen. Sie hat sich sosehr einen Hund gewünscht, es ist ihr Erster.
    Sie hat sich auf den Griechenland Hund eingelassen, der als nur lieb, Traumhund usw. beschrieben war. Sie nimmt aber einfach hin, dass Martzy so ängstlich ist und lässt sich auf sehr kleinschrittiges Arbeiten ein, überdenkt ständig ihre Handlungen und beherzigt wirklich alle Tipps.
    Auch ihr Dilemma kann ich verstehen, habe Martzy ja auch schon erlebt. Der Hund macht nicht mehr in den Garten, wird sogar schon ein wenig aufmüpfig und scheint sich zu langweilen. Mit allem was Anne tut, möchte sie nur das Beste für ihren Hund- ihr auch etwas bieten. Immer im Hintergrund die Herzwürmer und sie keinesfalls zu überfordern.
    Sie beweist dabei eine Engelsgeduld.

    Ich persönlich finde es nicht sooo katastrophal, dass Anne in den Auslauf gefahren ist. Martzy hat eigentl. nur beobachtend am Rand gesessen und war nicht sooo unsicher oder ängstlich, wie in anderen Situationen zuvor. Anne hat gewartet bis sich die Situation so weit entspannt hatte, dass sie in Ruhe zum Auto zurück konnten.
    Zuhause selbe Entspannung wie immer...läuft mit Anne s Schuh rum, geniesst Krauleinheiten, schläft tief und fest, versucht aufs Sofa zu kommen, wufft den Nachbarn an usw.
    Solche "Katastrophen" wie die Dornengeschichte beim Spazieren werfen natürlich die Maus, aber auch Anne, wieder zurück. Das sollte nicht passieren. Deswegen finde ich es toll, wenn hier sehr hilfreiche Beiträge kommen.

    Meine Spanierin war auch sehr schwierig am Anfang...aber eher Angst agressiv. Und sicher habe ich auch anfangs den ein oder anderen Fehler gemacht, letztendlich hat sich bei uns aber alles perfekt entwickelt. Das wirkliche Vertrauen eines Kettenhundes durfte ich erst nach 8-10 Monaten erfahren.

    Ich glaube nicht dass Anne zuviel will. Sie möchte nur alles richtig machen. Sie möchte dass ihr Hund glücklich ist. Sie möchte nicht auf Teufel komm raus schnell einen perfekten Hund. Martzy ist eine wirkliche Aufgabe- auch für uns "Hundekenner". Anne fragt hier nach, weil sie Antworten möchte. Nicht weil sie schnell schnell weiter will, sondern weil sie Sicherheit braucht.

    Wie gesagt, Martzy langweilt sich langsam zuhause.
    Deswegen wäre mein Vorschlag:
    Morgen Ruhetag (Alleinbleibtraining, das ist Stress genug).
    Übermorgen dann ein 20 min Spaziergang in der Pampa. Wenn jemand kommt, wie oben beschrieben vorgehen. WEnn nicht, gut.
    Freitag: Ruhetag.
    Samstag: Wieder in die Pampa.
    Sonntag: Ruhetag.

    Ach ja, und das allerallerwichtigste finde ich, wurde in diesem Statement hier auf den Kopf getroffen (das ist nämlich der eigentliche Lernprozess. Im Grunde lernt nicht der Hund- je schneller der Mensch das beherzigt, umso schneller lernt der Hund...habe dir ja geschrieben dass es bei mir genauso war! Und das abzustellen erfordert wirklich Eigenbeobachtung, nicht nur Beobachtung meines Hundes: )


    Zitat

    Bei mir - und damit auch für den Hund - war ein Durchbruch, als ich gelernt habe, mich nicht von ihrer Angst anstecken zu lassen. Es ist wie ein Band, was man durchschneiden muss - sonst fährt einem die Panik des Hundes mit ins eigene Blut. Und dann ist man aber nicht mehr der souveräne Führer, an dem sich der Angsthund aufbauen kann. Insofern muss ein Zuviel an Mitgefühl WEG, das muss man sich abtrainieren.
    Auch das braucht Zeit, also Hund und HH brauchen Zeit und wachsen mit den Situationen, die sie erleben und durchleben

    Also beobachte dich...wie schnell geht dein Herzschlag in brenzligen Situationen mit Martzy? Wie ist deine Atmung? Deine Körperhaltung? Dein Puls? Benimmst du dich vllt hektisch? Kann das sein? Ziehst du an der Leine? Verändert sich deine Stimme? Oder wird sie aufgesetzt ruhig?
    Genau das nimmt Martzy nämlich wahr. Und das zu kontrollieren, wird euch den Durchbruch bringen. Und das braucht genauso lange, wie Martzy an alle Umweltreize zu gewöhnen =)

    @Emmibaby...also die Qualität ist kaum zu fassen. Sie sehen in Echt noch etwas klobiger aus, sind wirklich sehr weich und biegsam und toll vernäht. Super finde ich einfach, dass man selber zusammenstellen kann, was Polsterrung (was man kaum braucht, weil Leder schön dick und Ecken rund umgenäht), Leder, Aufschriften und co angeht. Sehr zu empfehlen!

    Ich hätte einen super Tipp für dich. Es ist keine Tierklinik sondern ein Tierarzt, der aber in seiner Praxis alle chirugischen Möglichkeiten hat. Er hat seeehr viel Erfahrung mit Schäfis, spezialisiert ist er auf Knochenerkrankungen, Erbkrankheiten (ED, HD), Gelenke, Sehen, usw. Eben alles was mit dem Bewegungsapperat zu tun hat.

    Er hat bei uns schon sehr erfolgreich OCD operiert und letztens einen Hund von Bekannten mit Kauda (Wirbelsäule).
    Er ist chirugisch ein Meister, man kann ihm wirklich vertrauen.
    Ausserdem kann er einem viel Mut machen, oder eine neue realistische Einschätzung geben.
    Wie gesagt, ich würde dir auf jeden Fall ganz doll raten, ihn mal aufzusuchen. Am besten Röntgenbilder mitnehmen, die muss dir dein jetztiger TA aushändigen. Dann sparst du dir das Röntgen und musst ihn nur draufschauen lassen.
    Ich setze all mein Vertrauen in ihn, er wird dir sicher mit Rat und Tat zur Seite stehen.
    Wenn du magst, schreib mir ne E Mail: XXXXXXXX

    Ach ja, er sitzt in Wesseling, bei Köln.

    Liebe GRüsse, fühl dich gedrückt, Meike


    Edit: Emai-Adresse steht doch im Profil - da wo sie hin gehört. bitte keine Mail-Addys im Thread austauschen

    Da muss ich dir leider Recht geben... :sad2:
    Da fällt mir jetzt spontan auch nichts mehr ein...
    Obwohl, moment...die vermieten erst seit diesem Jahr, deswegen könnte hier noch was möglich sein...
    Ist in Burgh Haamstede, liegt direkt am Naturschutzgebiet mit Hundeauslauf, wirklich, die Lage ist sensationell...

    Aber nur mit einem Hund erlaubt...

    Bis zum 15 Juli ist noch was frei...

    http://www.vakantiehuiswestenschouwen.nl

    Ich schätze Tagas Rat auch sehr.
    Aber der TA hat uns auch sehr gut beraten, wie gesagt, ich vertraue seinem Rat.
    Bibi, nun mach dir mal keine Sorgen, Martzy rennt nicht, sie ist nur im Haus und im Garten. Sie macht keine Zerrspiele, keine Apportierspiele, nichts. Der TA hat uns vor Sprints gewarnt und die wird es nicht geben! GEnausowenig Überanstrengung oder massiver Stress in irgendeiner Form. Wie gesagt, mach dir bitte keine Sorgen!!!!
    Anne macht das schon :gut: Sie erzählt mir täglich wieviel Ruhe sie Martzy gönnt.
    Während der Folgebehandlung ist sie sowieso unter ständiger tierärztlicher Aufsicht.

    In Griechenland hat Martzy die Herzwurmspritzen bekommen und war dann weiter mit etlichen anderen Hunden im Auslauf. :sad2: Das sollte man vermeiden.