Beiträge von meike.s

    Christine, schöne Geschichte...schaaade, dass die Plätze bei dir schon besetzt sind, Jimmy würde sich sicher glücklich schätzen wenn er bei dir sein könnte...

    Noora und Karin, leider gibt es nichts neues. Ich muss sagen, ich habe ja letztes Mal an A. die Nr. von M. weitergegeben, damit sie sie vor ihrem Ex warnen kann. Sie hat Kontakt aufgenommen und war wohl sehr froh dass es M. gibt, sie sich so rührend für Jimmy engagiert.

    Ich habe M. noch nicht wieder angerufen, sie wollte sich melden sobald es neues gibt...ich werde aber bei Gelegenheit noch mal nachfragen...

    Ich denke auch oft an Jimmy. Manchmal würde ich ihn gerne besuchen, aber ich glaube das würde mir das Herz brechen!

    Danke Ihr Lieben...die Tränen müssen doch nicht rollen...man muss sich immer vor Augen halten (das musste ich auch immer, immer und immer wieder) :

    IN DER PERRERA BEGINNT DAS GLÜCK!!!

    Keine Qualen, keine Gefahr der Tötungen, keine Misshandlung, kein Missbrauch...die Perrera schützt. Schlimm sind die Tötungen, wie Son Reus. Vor Nicole, die immer wieder dort hingeht und Hunde rettet, oft die trächtigen, ziehe ich meinen Hut. Sie hat meinen vollsten Respekt. Das könnte ich nicht.
    Schlaf wäre ab diesem Moment mein Feind...*schluchz*

    Ich kann jedem nur raten, diesen Schritt mal zu gehen. Ich selbst bin Vegetarierin, rette jede Wespe ausm Colaglas und schalte schon bei Tiersendungen um, aus Angst, dass gleich eine Löwenrudel eine Antilope zerfetzt ;) :ops:

    Trotzdem konnte ich in die Perrera und helfen. Jeder, der dort auch nur einmal in seinem Urlaub einen Spaziergang macht, ein paar Hände voll Schmuseeinheiten für die Hunde übrig hat, ist ein guter Mensch. Ist ein Engel für die Hunde.

    Wenn jemand mal so helfen will wie ich, wendet euch vertrauensvoll an mich :lol:

    Ich werde wieder da sein.

    Ich mache weiter Vorkontrollen, telefoniere, wäge Interessierte ab. (Danke an Einsteins Mama Kirsten, an die tolle Familie Kaut, der ich jeden Hund gegeben hätte, an die Fam. die unseren Trastu adoptiert hat, an Fr. F., die dem geschundenen Border ein neues Leben beschert hat, VOR ALLEM AN UNSERE TOLLEN SELBSTLOSEN PFLEGESTELLEN; so wie Sandra (danke sagt Pancho!!!), an meine Freundinnen, die Hunde aus Mallorca adoptiert haben, so wie Kathi und Steffi, an die tolle Susann mit Tobi usw. usw- all diese Menschen durfte ich betreuen und kennenlernen...dafür bin ich sehr dankbar!!!)

    Ich habe festgestellt, dass die meisten Menschen, die sich für unsere Hunde interessieren, einfach nur tolle Menschen sind, die etwas tun wollen. Ich habe selten Interessenten ablehnen müssen, oft habe ich die perfekten Menschen gefunden.

    Wenn auch Ihr helfen wollt, schaut doch mal auf die HP. Dort gibt es eine Rubrik, in der man z.B. auch Werbung fürs Auto bestellen kann. Meine letzte tolle Pflegestelle hat so zu unserer Orga gefunden. Auch Aushänge über die Hunde helfen. Menschen informieren, jeder, der nach Mallorca fliegt, kann Flugpate sein.

    Jeder Hund, der von einer Pflegestelle einen Endplatz findet, schafft Platz für einen neuen.

    Naja, wenn ihr mal schauen wollt...(bei Fragen zu dem ein oder anderen Hund, also KEINE VERMITTLUNG; DAFÜR IST HIER NICHT DER GEEIGNETE PLATZ!!!, sondern wie es ihm geht, wie er sich so macht, eben mehr Infos als im Internet stehen...fragt mich einfach)

    http://www.hunde-aus-mallorca.de

    Hey Ihr Lieben, bitte entschuldigt, es gab wieder viel zu tun ;)

    Nun versuche ich erstmal eure sehr mitfühlenden und schönen Beiträge zu beantworten: Ja, manchmal denke ich dran ein Buch darüber zu schreiben...aber dafür muss ich noch etliche Mal dagewesen sein und Elke wäre mir sicher eine grosse Hilfe bei ihrem Erfahrungsschatz...

    Ich bin im Juni nächstes Jahr wieder da. Diesmal mit 6 meiner lieben Freunde, die mir allesamt zur Hand gehen werden, darauf und darüber freue ich mich sehr.

    Den Namen der Orga bekommt ihr natürlich noch!!!

    Weiter gehts, alle Hunde hatte ich ja noch nicht aufgelöst...

    Als ich nach Hause flog, verabschiedete ich mich erstmal in der Perrera...es war einfach schlimm. Jeder der Hunde schien zu merken dass ich nun gehen würde, Candida, die Zarte kam und vergrub ihren Kopf in mir...ich versuchte ja, es mir nicht anmerken zu lassen, weil ich ja weiss, das die Hunde das spüren...aber es war kaum machbar.

    Hier noch ein paar glückliche Momente von mir und den dreckigen Perreraseelen:




    Als mein Flieger abhob, weinte ich bittere Tränen. Beim Blick von oben auf die Insel wusste ich, dass irgendwo da unten morgen die Hunde auf mich warten würden...und ich würde nicht kommen.

    Ich hatte selten im Leben das Gefühl sosehr gebraucht zu werden. Schrecklich schön.

    Das ist aus meinem Hermi geworden: (Bild Quelle Hunde aus Mallorca, Forum):

    Ohne Worte.

    Wichtig ist mir auch, was aus Luz geworden ist...Luz, die Zaubermaus, aus dem Verschlag der Zigeuner, die nach und nach ihre Kinder verlieren musste, die das erste Mal im Leben von Menschen Liebe erfahren durfte.

    Und diese tollen Menschen, die ihr das erste Mal im Leben Liebe zeigten, haben sie tatsächlich zu sich genommen. Danke Steffi und Andrea, für euren Mut, euer Vertrauen in uns und euch, danke dass Luz leben darf!!! Danke dass ich euch kennenlernen durfte. Das war alles Schicksal, aber das wisst ihr ja...

    Luz in der Perrera, nach einem knappen Jahr Elend...

    Und schaut, was Steffi, Andrea und all ihre Liebe (und auch meine Überredungskunst =) ) aus ihr gemacht haben:



    Und es gibt noch mehr zu berichten...nämlich wie es heute weitergeht...

    -Eins kann ich sagen: Diese Arbeit hat mich für immer verändert. Ich nehme es leichter, wenn meine Hunde Wehwehchen haben. Ich weiss, dass meine Art Hunde zu halten, nicht jedermanns Art sein muss....

    Hey Ihr Lieben, bitte entschuldigt, es gab wieder viel zu tun ;)

    Nun versuche ich erstmal eure sehr mitfühlenden und schönen Beiträge zu beantworten: Ja, manchmal denke ich dran ein Buch darüber zu schreiben...aber dafür muss ich noch etliche Mal dagewesen sein und Elke wäre mir sicher eine grosse Hilfe bei ihrem Erfahrungsschatz...

    Ich bin im Juni nächstes Jahr wieder da. Diesmal mit 6 meiner lieben Freunde, die mir allesamt zur Hand gehen werden, darauf und darüber freue ich mich sehr.

    Den Namen der Orga bekommt ihr natürlich noch!!!

    Weiter gehts, alle Hunde hatte ich ja noch nicht aufgelöst...

    Als ich nach Hause flog, verabschiedete ich mich erstmal in der Perrera...es war einfach schlimm. Jeder der Hunde schien zu merken dass ich nun gehen würde, Candida, die Zarte kam und vergrub ihren Kopf in mir...ich versuchte ja, es mir nicht anmerken zu lassen, weil ich ja weiss, das die Hunde das spüren...aber es war kaum machbar.

    Hier noch ein paar glückliche Momente von mir und den dreckigen Perreraseelen:




    Als mein Flieger abhob, weinte ich bittere Tränen. Beim Blick von oben auf die Insel wusste ich, dass irgendwo da unten morgen die Hunde auf mich warten würden...und ich würde nicht kommen.

    Ich hatte selten im Leben das Gefühl sosehr gebraucht zu werden. Schrecklich schön.

    Das ist aus meinem Hermi geworden: (Bild Quelle Hunde aus Mallorca, Forum):

    Ohne Worte.

    Wichtig ist mir auch, was aus Luz geworden ist...Luz, die Zaubermaus, aus dem Verschlag der Zigeuner, die nach und nach ihre Kinder verlieren musste, die das erste Mal im Leben von Menschen Liebe erfahren durfte.

    Und diese tollen Menschen, die ihr das erste Mal im Leben Liebe zeigten, haben sie tatsächlich zu sich genommen. Danke Steffi und Andrea, für euren Mut, euer Vertrauen in uns und euch, danke dass Luz leben darf!!! Danke dass ich euch kennenlernen durfte. Das war alles Schicksal, aber das wisst ihr ja...

    Luz in der Perrera, nach einem knappen Jahr Elend...

    Und schaut, was Steffi, Andrea und all ihre Liebe (und auch meine Überredungskunst =) ) aus ihr gemacht haben:



    Und es gibt noch mehr zu berichten...nämlich wie es heute weitergeht...

    -Eins kann ich sagen: Diese Arbeit hat mich für immer verändert. Ich nehme es leichter, wenn meine Hunde Wehwehchen haben. Ich weiss, dass meine Art Hunde zu halten, nicht jedermanns Art sein muss....

    Immer schön an mich denken Svenja :D hihi...

    So, wir fahren dann übermorgen direkt nach der Arbeit mal wieder ein langes Wochenende...gepackt wird dann morgen...

    und das Wochenende drauf fahr ich mit ner Freundin...jupppiiii...

    und die Hunde ahnen noch gar nichts :hust: :D

    @silvia...die Frau kenn ich, das war nicht Emma...

    Heute waren wieder Helfer unterwegs...momentan müssen wir wieder plakatieren um wieder ihr Gebiet einzugrenzen...es fängt seit 5 Monaten immer wieder von vorne an...arme Maus...

    @jackobär...danke, deine Worte sind echt süss!!!

    Aber auch die aller anderen...

    Es gibt noch weitere Schicksale...

    hier nun die anderen Hunde:

    Elsa, unser Flurhund, ungeliebt und voller Ängste, die sich in Agressionen äusserten. Elsa durfte nach Jahren auf der Insel jemanden kennenlernen, den ihre Verhaltensauffälligkeiten nicht abschreckten, sondern herausforderten.
    Nun lebt sie bei ihren Menschen auf der Finca, mit einem Hundeausbilder zusammen und darf ins Haus. Leishmaniose machte diesen Menschen auch nichts aus.

    Ich hatte kaum die Hoffnung dass Elsa ein Zuhause findet, dieses SChicksal zeigt mir aber, dass jeder Hund einen Deckel finden kann...

    Archie, dreckig, verhaltensauffällig, verlassen:

    Heute auf seiner tollen Pflegestelle (die ihn so erlebt hat wie er auf Mallorca war...und sich trotzdem niemanden eher als Pflegling vorstellen konnte...und ihn einfach direkt mitgenommen hat!!!):



    Und Posh, von der ich kein Foto gemacht habe, weil die Nase so brutal ausgesehen hat...
    sie war voller Flöhe und voller Panik...hat sich meterhoch an der Wand hochgezogen um der Gefangenschaft zu entkommen...
    jedes Streicheln war für sie eine Qual...

    das ist sie heute...auf ihrer tollen Pflegestelle an der Nordsee...


    Leider will mein PC wieder keine Fotos mehr hochladen..deswegen geht es wieder morgen weiter... :ops: ;)

    Sari, immer gern!!! :roll:

    Ich kann verstehen dass ihr nicht mehr hören wollt davon. Dass ihr keine Welpenaugen zu dem Bericht wollt. Kann ich voll nachvollziehen. Würde ich auch nicht wollen.

    Aber ich bin sehr zartbesaitet und bin da durchgegangen. Und es hat mich stärker gemacht, etwas trauriger vielleicht, aber stärker. Noch mehr zu tun, jeden Tag mit meinen Hunden als Geschenk zu betrachten und noch mehr Hunden einen Start ins Leben zu ermöglichen...

    Heute werde ich meinen Bericht abschliessen...vllt danach noch was erzählen, aber euch auch das vermitteln, was mich weitermachen lässt. Das, wofür sich all das gelohnt hat!!!

    Also,

    KAPITEL 5 -TRAUER; MUT UND GEBRAUCHT WERDEN-

    Am nächsten Morgen erreichte uns die schreckliche Mitteilung, dass mittlerweile 3 der kleinen Kämpfer den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten hatten.
    Es war wie ein Schleier, durch den ich alles wahrnahm. Wir fuhren zu den Hunden in die Perrera, die brauchten uns. Die hatten keine Ahnung von all dem Leid.

    Hermes warf verzweifelt sein Bällchen im Kampf um meine Aufmerksamkeit, Tobi wedelte wie ein Hubschrauber, Archie lief wild um mich herum. Candida kam zu uns schmusen, weil sie unsere Traurigkeit spürte.
    Burschi frass mir aus der Hand. Sogar Posh sah mich aus ihrer Ecke mit ihrer verletzten Nase schief an, sie merkte dass etwas nicht stimmte.

    Wir kümmerten uns wie täglich um die Hunde, Hermes konnte nicht genug bekommen von mir und ich von ihm. Ich hatte ihm grosse Kartons vom Supermarkt mitgebracht, die wir herrlich für Zerr- und Reissspiele nutzen konnten, er war schliesslich noch ein Kind.

    Tobi genoss das Bürsten und Steffi klebte mit Andrea an Luz. Seit Tagen schon sagte ich Steffi dass sie Luz doch einfach mitnehmen solle. Die beiden bzw. drei waren wie füreinander gemacht, sie waren wie eine Einheit.
    Steffi schwankte bereits heftig. Sie würde noch eine Woche länger auf Mallorca sein, was mich sehr beruhigte, musste ich doch bald fliegen. So wusste ich ,dass die beiden Elke helfen konnten.

    Ich sagte zu Steffi, sie würde ihr Herz sowieso in der Perrera lassen. Es würde nicht mehr richtig schlagen, bis Luz wieder bei ihr wäre...

    hmhh, ob ich recht behalten sollte???

    - Um euch etwas Hoffnung und Freude zu vermitteln, möchte ich euch noch erzählen, was aus den Hunden geworden ist.
    Mein Bericht ist noch nicht zuende, weil er nie zuende geht. Das alles hat mich verändert, ich tue noch heute was ich kann. Darüber erzähle ich euch gerne noch mehr...

    Aber nun etwas Freude, nach all dem Leid....

    Als erstes die Welpen...

    es hat nur einer überlebt. Einer, und zwar der, mit dem ich gesprochen haben, als ich seine Geschwisterchen das letzte mal sah. David, der Kämpfer...

    Hier sieht man ihm den Kampf an...auf dem Weg zurück zu seiner Mama:

    Und das erste Mal alleine fressen...an seinen Hinterbeinen sieht man noch die Einstichstelle, den desinfizierten Boden...und seine glückliche Mama...

    Und das ist der kleine Mann heute... er durfte zusammen mit Mama Luz ca. 4 Wochen später ins Glück fliegen..zu Thanh, sie wohnt ganz nah bei mir ;) Und da war ich natürlich die erste die ihn wieder besucht hat...




    Mit seiner besten Freunden Liah.

    Tobi, der Wolf und Seelenhund-

    ist mittlerweile auf einer tollen Pflegestelle in der Eifel, die ich ihm mit der Hilfe einer lieben Freundin besorgt habe. Gestern ist er dort das erste Mal freigelaufen!!! Er ist ein wunderschöner Hund mit tollem Huskycharakter, verschmust und einfach unwiderstehlich. Er sucht noch ein festes Zuhause.

    Burschi ist in die Schweiz geflogen, wo er sein neues Zuhause unsicher macht und die Hündin , die er heiss und innig liebt, in den Wahnsinn treibt...wir dachten er müsste in der Perrera sterben, niemand wollte ihn, aber dann hat sich eine liebe Pflegestelle gefunden. DANKE!

    Candida, die katzenhafte Zaubermaus, sah früher so aus:

    Und heute?


    Auch Candida sucht noch ein Zuhause, sie lebt auf einer tollen Pflegestelle!!!

    An dieser Stelle möchte ich diesen Menschen danken, die den Hunden einen Start ins Leben ermöglichen. Ohne unsere Pflegestellen wären wir nichts.

    Ich habe bei Rückkehr aus Mallorca für jeden Hund ein neues Profil geschrieben, so wie ich die Hunde kennenlernen durfte. Sie wurden auch so ins Internet übernommen.
    Als ich abflog hatte ich das Gefühl, ich liesse meine eigenen Hunde zurück. Deswegen war es mir eine Herzensangelegenheit jedes einzelne Schicksal zu verfolgen und aktiv nachzuhelfen, erst dann würde ich wieder ruhig schlafen können....

    ---Morgen geht es weiter, was ist aus den anderen Hunden geworden, wie habe ich es erlebt? ----

    Ich habe mir lange überlegt ob ich euch die Welpen vorstellen soll...ich bin jetzt soweit. Ich kann mir die Bilder immer noch nicht ohne Tränen in den Augen anschauen. Ich erinnere mich noch genau an ihren Geruch, an ihre Nasen an meinem Ohr...

    Hier sind sie...die Welpen: Ein Mädchen ist nicht mit drauf...es waren alles Mädchen, bis auf den Fledermausmann

    Mit diesen Mäusen sass ich beim TA. Wie man sieht, ging es dem "Fledermausohr" noch am besten. Alle wurden positiv auf Parvo getestet, der Fledermausmann am wenigsten...

    KAPITEL 4 -ES MUSS JA WEITERGEHEN-

    Wir fuhren direkt am nächsten Morgen sehr früh in die Perrera. Frühstück gab es wieder nicht, ich habe ordentlich abgenommen auf Mallorca.

    Steffi und Andrea waren -selbstverständlich- mit von der Partie. Ich weiss nicht was ich ohne sie gemacht hätte....

    Ich kam in der Perrera an, hatte mittlerweile einen Schlüssel. Erstmal leichtes Training mit Elsa, dann raus mit ihr.

    Es wurde schon gewartet...

    Tja, und da stand ich nun und musste das erste Mal alles organisieren...Zwinger mussten gereinigt werden, Wasser und Futter aufgefüllt, Elsa brauchte ihre Medikamente...

    Los gings...

    gleichzeitig kamen ausgerechnet heute ca. 6 Touristen an, die alle Fragen hatten und helfen wollten. Also konnte ich die Hunde verteilen, drückte jedem auch Futter in die Hand und verpflichtete sie zu langen Spaziergängen.
    Dann machte ich die Zwinger sauber, Steffi und Andrea blieben bei Luz, die hatte nämlich Zwingerpflicht.

    Posh, die HÜndin, der gestern Blut abgezapft worden war, hockte völlig panisch in einem Verschlag in der 1. Sie sah schrecklich aus.
    In der Nacht hatte sie wohl versucht aus dem Zwinger zu entkommen und hatte sich die halbe Schnauze angerissen.

    Die arme Maus sass zitternd in der Ecke (sie ist eine Podenca, leider habe ich keine Fotos, wollte ihr nicht noch mehr zumuten). Also wurde sie erst mal mit äusserster Behutsamkeit verarztet. Dann sass ich ganz lange auf dem Boden, bis sie mir aus der Hand frass.

    Sie wurde dann, in Absprache mit Elke, in die 4 gebracht, damit sie erst mal zur Ruhe kommen konnte.

    Steffi und Andrea waren unterdessen ganz hingerissen von Luz, dieser kleinen Zaubermaus...

    Hermes hatte ich den Urlaubern nicht mitgeben wollen, er sprang mit seinem BAll um mich rum, also ging ich erst mal mit ihm raus, während Steffi und Andrea Luz Gesellschaft leisteten und Burschi ein paar Leckerchen rüberbrachten.

    Hermes und ich übten wieder wie wild, er machte das wirklich toll!!!

    Wieder zurück kam Elke auf den Hof gefahren um Tobi zu holen, er sollte auch Antikörper spenden...

    Ein Welpe war in der Nacht gestorben. ... :sad2: Ich kann gar nicht sagen was in mir vorging...warum hatten diese kleinen Wesen keine Chance auf ein Leben? Warum tollten sie nicht auf der Wiese herum, so wie es ein muss??? Warum warum warum??? Warum müssen sie ohne ihre Mutter sein??? Warum?

    Tobi ging völllig brav mit ins Auto, er wusste ja nicht was ihm blühte...

    Wir drei sassen noch ganz lange in der Perrera im Dreck und scheuten uns vor dem Moment zum TA rüberzufahren...aber natürlich wollten wir nach den Welpen sehen...

    da waren es schon nur noch 3. Sie sassen ganz aphatisch in ihren Gitterboxen, schauten so hoffnungsvoll nach uns. Doch wir kamen ohne ihre Mutter, ohne eine Chance ihnen zu helfen ,der TA tat alles was in seiner Macht stand.
    Untendrunter lag Tobi in seiner Box, noch in Narkose, mit rasiertem Hals. Armer, starker Tobi.

    Ich werde nie vergessen was wir gesprochen haben...Steffi sagte: "Wenn jemand Starkes den Welpen helfen kann, dann unser Tobi!"

    Ich musste plötzlich so weinen, ich konnte damit einfach nicht umgehen...

    wie die kleinen Wesen wackelig dasassen und nicht zur Ruhe kamen, schrecklich. Miguel gab ihnen schliesslich ein SChlafmittel, damit sie endlich mal friedlich schlummern konnten.

    Bevor ich ging, sah ich noch ganz verschwommen den kleinen Mann mit den Fledermausohren an, den wir "David- den Kämpfer" genannt hatten. Ich mochte die anderen Welpen eigentlich lieber, sie sahen so hilflos aus mit ihren Schlappöhrchen..aber sie schliefen schon. Deswegen sagte ich zu David, ganz leise: "David, du bist der Kämpfer, du schaffst es gegen Goliath Parvo...du musst kämpfen..."

    Dann rannte ich aus der Praxis, setzte mich draussen auf den staubigen Bordstein und schwor mir, diese Praxis, die für mich mit so viel Leid verbunden war, obwohl sie der einzige Platz war, der den Babys jetzt noch helfen konnte, nie mehr zu betreten...

    Steffi und Andrea sassen neben mir und wir sassen ewig nur da...

    dann gingen wir wieder in die Perrera und trösteten uns bei den Hunden, drückten unsere Gesichter in ihr Fell und konnten es nicht fassen, wie die Welt so grausam sein kann. Wir weinten um diese kleine Seele, die den Kampf verloren hatte und die keine Chance auf ein Leben bekommen hatte...

    Abends gingen wir wieder an den Strand, dort dachte ich viel nach...viel darüber, wie wohlbehütet meine eigenen und die deutschen Hunde sind, wie man sie selber überbehütet und sich um Kleinigkeiten einen Riesenkopf macht.
    Wie diese Hunde auf Mallorca nur darauf angewiesen sind, dass es Menschen wie Elke gibt, der ihr Leben nicht einfach nur egal ist...