Beiträge von Gammur

    Wie gesagt, ich kenne 7 Toller und davon machen 4 agi und 3 Obi. Und alle begeistert und schön. Im Alltag sehr easy, weil grundsätzlich freundliche Hunde und Obi kommt ihnen sehr entgegen. Da ist apportierarbeit mit drin, da ist nasenarbeit mit drin, voll ihr Ding.

    Und wie gesagt, alle die ich kenne haben in etwa so den jagdtrieb von meinen aussies bzw. meinen bordern. Gut zu kontrollieren und recht easy in den Griff zu bekommen. Laufen alle ohne Leine und sind super führer bezogen. Ich finde sie freundlich, aktiv, motiviert und so nett dabei.

    Und irgendwie im Alltag doch ganz easy und nicht so mega problematisch wie andere arbeitshunderassen.

    Lg

    Warum haben deine Eltern den Hund damals behalten? Sorry für OT.

    Bei der Übernahme wurde die Vorgeschichte nicht erzählt, erst als der Hund postwendend zurück ins Tierheim gehen sollte, (verbiss sich beim ankommen zuhause im fahrradreifen) wurde die Geschichte offen gelegt und mit einem "holen Sie den Hund erst gar nicht aus dem Auto, wir Schläfern den gleich im Auto ein. Hat eh keinen Zweck!"

    Daraufhin wurde er dann behalten. War allerdings im Nachhinein nicht die richtige Entscheidung. Es wäre besser gewesen, den Hund gehen zu lassen. Aber ist halt hart einen 18 Monate alten, gesunden, bildhübschen Hund, einzuschläfern.

    Lg

    Ich bin mit einem von Gutachtern als sehr gefährlich eingestuftem Hund aufgewachsen und habe mir neulich, dass Gutachten von damals nochmal angeschaut.

    Wir wussten, dass unser Hund als er 1 jährig aus dem Tierheim kam, bereits seinen ersten Besitzer krankenhausreif gebissen hatte und einen Pudel getötet hatte.

    Der Vorbesitzer wollte ähnlich wie du, den Hund als bodyguard und schutzhund. Ende vom Lied war, dass der Hund aus lauter unverstandenem Frust, falscher Haltung, falscher Ausbildung, Stress, Genetik, falscher Haltung völlig eskalierte mit 18 Monaten. Und seinen Besitzer und dessen Freundin ins Krankenhaus beförderte. Er verbiss sich in der Freundin, brach ihr dabei den Arm und als sein Besitzer Eingriff, stürzte der Hund sich auf ihn und richtete ihn übel zu.

    Der Hund wurde bei uns dann einem Gutachter vorgestellt, damals hieß das noch anders, es wurde einfach geschaut, was ihn austicken ließ.

    Es handelte sich übrigens um einen über 40 kg wiegenden Deutschen Schäferhund.

    Sein leichtester trigger konnte übrigens eine veränderte atemfrequenz sein, oder lachen. Fremde Menschen gingen grundsätzlich nicht, er ging immer vorwärts. Mit guter Führung und einem sehr strukturierten Umfeld und relativ reizarmer Umgebung, war er später beim Spaziergang gut zu händeln. Allerdings nichts für eine Großstadt. 3-5 Begegnungen beim gassi konnte er gut aushalten, dann wurde der Stress für ihn zu groß. Auch rückgerichtete Aggression kam dazu.

    Und der Hund bekam ein Ventil für seine Aggressionen und seinen Frust, in Form von Unterordnung, Fährten und sehr viel später, ordentlich aufgebautem schutzdienst.

    Viele, viele Jahre war der Hund, außerhalb seines Auslaufs/Zwingers nicht ohne Maulkorb unterwegs. Das vordere Ende, mit den 42 Zähnen musste unter Kontrolle gebracht werden und bis zum Schluss, war der Hund mit absoluter Vorsicht zu genießen.

    Mich hat er als Kind einmal gestellt in der Küche, weil ich nachts Durst hatte. Das war nachdem der Hund bereits 8 Jahre bei uns lebte und nachts im Erdgeschoss frei schlafen durfte, weil das Vertrauen über die Jahre halt wuchs. Ich hatte mehr als Glück, dass ich mit blauen Flecken und einem netten Trauma davon gekommen bin, denn der Hund hatte einen in der Familie, dem er absolut gehorchte und dem er sich unterordnete.

    Noch heute kann ich nicht schlafen, wenn neben dem Bett keine gefüllte Wasserflasche steht, damit ich nachts nicht in eine Küche muss. (Traumatas sind was nettes :ugly:)

    Ich will bei Gott nicht sagen, dass es bei dir und Zeus auch so weit kommen muss, aber was ich lese geht in eine ähnliche Richtung.

    Alleine wenn du deinen Hund liebst, nicht willst, dass er irgendwann im Tierheim landet, nicht willst, dass er andere Menschen/Tiere gefährdet, ändere was. Du bist nicht nur für Zeus verantwortlich, sondern auch dafür was Zeus in deiner Umwelt fabriziert.

    Pöbeln an der Leine kann gerade bei einer solchen Rasse, sehr negativ ausgelegt werden, vor allem wenn der mensch, der an der Leine hängt, so gar keinen Einfluss auf seinen Hund hat.

    Du bist verantwortlich. Deine Ausbildung, dein händling vom Hund sollte jetzt beginnen Früchte zu tragen. Das tut es auch, zeigt somit, dass du es nicht richtig mit deinem jungen Hund gemacht hast.

    Ich habe selber mittlerweile 5 Hunde hier rumlaufen. Keine gebrauchshunderasse, weil passt gerade nicht in mein Leben, und ich mache Fehler in der Ausbildung, bei jedem Hund. Meist immer andere und oft immer dieselben. meist kleinigkeiten, die nur erfahrenen hundesportlern oder Haltern auffallen und das ist menschlich. Niemand ist perfekt. Allerdings sind bei diesen ausbildungsfehlern keine dabei, die andere Menschen gefährden, oder anderen Menschen Angst machen.

    Ich habe zwei Hunde, die sehr ernsthaft wachen und eine Hündin die sehr ernsthaft verteidigt. Die Hündin ist 8 Jahre alt und ist absolut unauffällig im Alltag. Pöbelt nicht, würde nie vorgehen usw. Wenn ich allerdings entweder nicht da bin, oder angegriffen werde, ist sie wie ausgewechselt.

    Hier werden alle Hunde an Maulkörbe gewöhnt, gehört dazu wie Halsband, Geschirr und Leine.

    Ich habe gerade wieder einen 12 Wochen alten Welpen hier rumspringen und diese Woche fiel mir auf, dass ich mal wieder vergessen habe, dass an der Leine ordentlich laufen, grundsteinmässig aufzubauen. Das passiert mir jedes Mal! Mit 4-8 Monaten fällt mir dann normalerweise auf, dass ich Leine laufen, leinenführigkeit mal wieder verpennt habe und im hauruckverfahren, dass dem Hund dann schnell bei bringen muss, weil ich irgendwohin muss, wo leinenpflicht ist.

    Nur als Beispiel, dass niemand perfekt ist.

    Ich bitte dich einfach, zum Wohle deines Hundes, deines Umfelds und deiner Mitmenschen, dass du die Problematik deines Hundes ernst nimmst und ihn sicherst und dir Hilfe holst. Niemand von uns will in ein paar Monaten "problemhund Zeus" im Berliner Tierheim sehen.

    Lg

    Ähm, wenn die Hündin so lange überträgt, stimmt da was absolut nicht. Also normalerweise wirft eine Hündin zwischen dem 58 und dem 63 trächtigkeitstag, alles was darüber mehr als 1-2 Tage hinaus ist, würde mich extrem stutzig machen, gerade bei einer Rasse, die eher 8+ Welpen werfen im Regelfall.

    Hoffe, dass da nichts schlimmes passiert ist. Aber fast eine Woche übertragen, bedeutet beim Hund nichts positives.

    Lg