Beiträge von Gammur

    Das ist z.b. etwas das meine Hunde im mehrhundehaushalt echt so gar nicht haben, den Drang oder Zug zu anderen fremden Hunden. Null Komma null.

    Snow kann umringt von vielen Hunde, ohne Leine relaxt mit mir arbeiten. Das kennt sie einfach und ist täglich Brot.

    Auch fremde Menschen, das Interesse ist gering.

    Und was sie halt noch kann, durch die mehrhundehaltung entspannen, schlafen, relaxen, auch wenn überall Hunde sind.

    Ich mag das sehr. Und egal wie groß die gassigruppe wird, Snow konzentriert sich auf mich und hat überhaupt keinen Stress mit größeren hundegruppen.

    Darum macht uns das jetzt auch nicht so viel aus, dass der Hundeverein noch zu ist.

    Ich hoffe im April/Mai dürfen wir dann evtl wieder hundetraining machen und dann freue ich mich schon auf die junghundestunde. Wobei Snow bis dahin, wahrscheinlich schon recht weit sein wird.

    Lg

    Ein Update von meinem frechvieh.

    Snow ist wirklich brav. Kommandos lernt sie rasend schnell und gestern habe ich etwas mit leinenführigkeit angefangen.

    Mittlerweile hat sie 8 kg und ist fast 20 Wochen alt.

    In der Gruppe läuft es je nach tagesform.

    Es wird besser. Gerade ist meine Hündin Reeba läufig, damit sinkt ihre eh kaum vorhandene Toleranz Snow gegenüber in den minus Bereich. Muss Snow jetzt lernen, dass Reeba absolut Keinen Nerv für sie hat.

    Nevis, June und auch Opa Hudson kommen gut mit dem frechvieh zurecht. Reeba haut ihr halt regelmäßig eine runter und dann verschwindet Snow schreiend in irgendeine Richtung. Reeba mag Hunde, bis auf June, einfach nicht so wirklich.

    Snow fordert es allerdings auch heraus und ungerechtfertigt sind die Maßregelungen nie.

    Mit 20 Wochen sind jetzt die Schneidezähne schon neu, die fangzähne sind noch die Milchzähne und sitzen noch bombenfest.

    Ansonsten bleibt sie problemlos mit der Gruppe 6-7 Stunden alleine. Ist komplett stubenrein, kann die Kommandos hier, nein, Sitz und down, steh und Pfote haben wir jetzt als neue Tricks angefangen.

    Sie kann bereits grundstellung und schau auch.

    Bin zufrieden mit dem frechvieh.

    Lg

    Übrigens ist es völlig egal für Jerry ob ihr ihn gekauft oder gerettet habt. Für einen Hund ist dass das gleiche. Der weiß nur, er ist jetzt bei euch, Dankbarkeit und Empathie sind Hunden fremd. Dass übersteigt einfach ihre Fähigkeiten. Hunde sind uns mit ihren Sinnesleistungen oft überlegen, aber Hunde sind uns im kognitiven unterlegen.

    Vermenschlichen ist einer der Fehler bei der Hundehaltung.

    Lg

    Bissige bzw. gefährliche Hunde sind leider tatsächlich oft eine Lebensaufgabe. Vieles im eigenen Leben muss man bei solchen Hunde, zur Sicherung umstrukturieren.

    Vieles geht mit dauerhaftem managment einher und vieles mit geschlossenen Türen, Gittern, Maulkörben, Boxen und Zwingern.

    Ein Hund der zum beissen neigt, wird diese Möglichkeit nie wieder ganz wegpacken, vergesst es. Der wird immer wieder, in manchen Situationen dazu neigen, die Zähne zu benutzen, weil es eben mindestens schon 5 mal für ihn funktioniert hat.

    Ich bin mit einem als sehr gefährlich eingestuften Hund aufgewachsen, der auch mehrmals seine Zähne einsetzte gegen Menschen und dabei schlussendlich seine ersten Besitzer ins Krankenhaus beförderte, einen Tierpfleger übel biss und einen kleinen Pudel tötete.

    Bei uns kam kein Biss vor, aber das Leben war nur auf die Haltung, Unterbringung und Sicherung dieses sehr gefährlichen Hundes ausgelegt.

    Ich will nicht sagen, dass Jerry auf dem Weg in diesen Strudel ist, aber ihr geht gerade zielstrebig in diese Richtung und schön ist das nicht.

    Ich kann verstehen, warum das für euch schwer ist, total sogar. Ihr wolltet etwas Gutes tun. Ihr wolltet einem Hund in Not ein Zuhause geben. Was ihr dabei übersehen habt, dass ein Hund seine Vergangenheit, seine gemachten Erfahrungen, seine Sozialisierung, sein Päckchen mitbringt und keine Dankbarkeit empfinden kann.

    Jerry ist ein beschriebenes Blatt, alles was auf diesem Blatt steht, gehört zu ihm, macht ihn zu genau diesem Hund, nichts davon kann man jemals wieder komplett löschen. Man kann es verstehen, managen, ein Stück weit in den Griff bekommen, aber dieses beschriebene Blatt bekommt man nie wieder ganz weiß.

    Niemand meint es hier böse mit euch. Viele machen sich sogar sorgen um euch, dass ihr Jerry nicht richtig einschätzt und er euch, einen eurer Gäste, oder draußen jemanden schlimmer verletzt.

    Und viele machen sich Sorgen um Jerry. Denn ein bissiger Hund ist schwierig zu vermitteln bzw. überhaupt irgendwo unter zu bekommen, falls ihr ihn doch abgeben wollt, müsst.

    5 Bisse, sind 4 zu viel. Es liegt in eurer Verantwortung, dass euer Hund keinem anderen Lebewesen Schaden zufügen kann.

    Auch einen bissigen, schwierigen, gefährlichen Hund kann man sehr lieb haben, aber darum geht es halt grundlegend nicht.

    Hundehaltung hat ganz viel mit Verantwortung zu tun und dem Bewusstsein, dass man da ein tier mit 42 durchschlagenden Argumenten an der Leine hat und ab einer gewissen Größe/Gewicht geht einfach ein nicht zu unterschätzendes gefahren Potential vom eigenen Hund aus. Und das muss man im Kopf haben und die Umwelt/Gesellschaft davor nach bestem Wissen und Gewissen schützen. Das ist eine der hauptaufgaben als Hundehalter.

    Bitte kommt in der Realität an. Euer Hund hat es verdient, dass ihr ihn mit klaren Augen seht, dass ihr ihn als der wahrnehmt der er ist.

    Bitte passt gut auf euch und andere auf. Es darf unter keinen Umständen zu einem weiteren Biss/einer weiteren Verletzung eines anderen Lebewesens, durch Jerry kommen.

    Lg

    Ihr habt Jerry nicht gerettet. Ihr habt ihn gekauft. Hunde haben kein Verständnis von retten, Dankbarkeit, menschlichen moralvorstellungen. Das liegt nicht in ihrem Wesen, ihrer Art. Hunde sind zumeist ziemliche Opportunisten.

    Hunde haben einen auch nicht "lieb", auch mit "treu sein" können sie nichts anfangen.

    Romantische Vorstellungen der Hundehaltung gehen meistens schief.

    Hunde sind domestizierte Raubtiere, die mit uns Menschen eng zusammen arbeiten und leben können. Aber es sind und bleiben (Raub)Tiere, keine plüschtiere, keine engelsgleichen Wesen.

    Bitte, beschäftigt euch mit der Realität und nicht mit romantischen traumvorstellungen. Lassie und Kommissar Rex sind NICHT echt, nicht die Realität.

    Lg

    Viele, viele Hunde sind sehr geduldig mit uns Menschen. Wenn Sie richtig sozialisiert und aufgewachsen sind, verzeihen uns viele Hunde unsere Primaten Angewohnheiten.

    Aber nicht, wenn sie Angst/Panik haben, nicht wenn sie uns nicht vertrauen, nicht wenn sie nicht entsprechend mit Menschen sozialisiert wurden, nicht wenn sie starke Schmerzen haben usw.

    Und gerade bei einem Hund aus dem Ausland braucht man viel Fingerspitzengefühl, viel Erfahrung und ein gutes Gespür für das Tier.

    Wir Menschen möchten bei starker Panik oder schmerzen übrigens auch nicht unbedingt umarmt werden. Da greifen dann auch bei uns Instinkte die unser handeln bestimmen.

    Ihr wisst ja nun, dass euer Hund Konflikte/Situationen nach vorne löst, bitte bedrängt ihn nicht, umarmt ihn nicht. Das ist Primaten Art, für caniden ist das bedrohlich und eine Art Angriff. Hunde, die immer von Welpe an, mit Menschen leben, eng leben, innig leben, die lernen, dass wir so unsere Zuneigung ausdrücken durch umarmen, die können damit umgehen. Manche tolerieren es, manche mögen es sogar. Hunde sind oft sehr tolerant uns gegenüber, aber eben auch nur, wenn sie uns vertrauen, wenn sie mit Menschen richtig sozialisiert worden sind.

    Allerdings denke ich auch, dass dieser Hund für euch ein paar Nummern zu groß, zu schwierig, zu trainingsintensiv ist.

    Überlegt euch gut, ob ihr die Verantwortung für diesen potentiell gefährlichen Hund, übernehmen könnt und dieser Verantwortung auch gerecht werden könnt. Ein Hund der bissig ist, muss gesichert sein. Er darf nie wieder jemanden anderen verletzen, ihr müsst immer aufpassen. Der Maulkorb wird euer dauerbegleiter usw.

    Ich will euch jetzt nicht komplett von einem Hund abraten, aber ich würde der tierschutzorga diesen Hund zurück geben und mich mit Züchtern von begleithunderassen wie bichon, Havaneser, Malteser usw. in Verbindung setzen und mir da einen netten, kleinen, gut sozialisierten Hund kaufen. Die wartelistenzeit würde ich für gutes informieren über Hunde nutzen (theoretisch, wie praktisch) und dann würde ich meine Hundehalterkarriere mit einem Hund, ohne große Baustellen und passend für euer Leben, beginnen.

    Viel Glück und gute Besserung