Ich sehe das so, alles was dem Tier auf Dauer hilft, es heilt oder sein Leben wirklich lebenswert macht (einzelfallentscheidung) versuche ich möglich zu machen.
Aber es gibt bei mir da durchaus Grenzen. Einschläfern und gehen lassen, kann auch eine Erlösung sein und ich möchte mir nie vorwerfen lassen müssen, aus Egoismus zu lange gewartet zu haben.
Ich habe eine Familie und Freunde die mich im absoluten Notfall unterstützen und habe selber ein paar Ersparnisse. Trotzdem werde ich nicht alles an Behandlungen machen, was irgendwie geht, nur weil es geht, sondern immer abwägen. Hilft es meinem Tier wirklich? Wie sieht sein Leben dann damit, oder hinterher aus? Wie groß ist die Chance auf ein artgerechtes Leben nach der Behandlung? Schmerzen? Usw. usw.
Ich bin dankbar, dass wir unseren Tieren die Gnade des einschläferns gewähren dürfen, wenn das Leben, keines mehr ist. Und ich bin dankbar, dass es Behandlungen, OPs und Medikamente gibt für Tiere, die diesen ein lebenswertes Leben ermöglichen können.
Für mich ist es immer eine einzelfallentscheidung, hängt von dem Tier, der Situation, der Erkrankung oder Verletzung ab, den Heilungschancen, der Besserung, der schmerzfreiheit und ganz individuell von meiner Einschätzung und der des Tierarztes, oder von vertrauten Freunden und Familie, die mich beraten und mir beistehen und mich stoppen sollte ich zu weit gehen.
Ich liebe meine Tiere und würde alles für sie tun, sei es die sehr teure op, die dem tier wirklich ein gutes Leben ermöglicht, oder die einschläferung, die das Tier erlöst.
Lg