Unser alter westi war zum Schluss genauso. Er erkannte nichts mehr, vergaß wo sein Bett war, vergaß wo sein Napf stand, traf täglich neue Menschen, nämlich uns, seine Familie.
Aber er hatte keine Schmerzen, frass, ging gassi zum Schluss nur noch an der Leine zu seiner Sicherheit und ich dachte oft, jetzt ist genug, aber meine Mutter konnte sich nicht von ihm trennen. Er bekam medis und irgendwie lebte er auch noch.
Und wieder schaffte er ein Jahr und der Frühling kam und da habe ich gesagt:" das ist jetzt sein letzter Sommer!" Einen weiteren Winter wird er nicht mehr schaffen. Er hat in der Sonne gelegen, bekam mehrmals die Woche Burger von fast Food Ketten und wir machten es ihm so schön wie es ging. Im Herbst, kurz vor seinem 18. Geburtstag und bevor der Schnee kam, ließen wir ihn gehen. Er hatte keine Schmerzen, alleine die Narkose Spritze reichte, unser kleiner terrierkämpfer war müde. Als sein Körper ging, war er schon Jahre nicht mehr wirklich da.
Was will ich damit sagen? Vielleicht hilft euch das uns hat der letzte Sommer sehr geholfen. Wir konnten Abschied nehmen und für ihn war es so ok. Er bekam es eh nicht mehr mit. Ich glaube Demenz ist für die schlimmer, die dabei zuschauen müssen, sicher bin ich da natürlich nicht.
Ich hoffe ihr trefft eine gute Entscheidung. Die nächtliche Unruhe, das bis zu einer Wand laufen und vergessen umzudrehen, Inkontinenz usw. hatten wir auch alles.
Ich wünsche euch viel Kraft.
Lg