Beiträge von Gammur

    Unser alter westi war zum Schluss genauso. Er erkannte nichts mehr, vergaß wo sein Bett war, vergaß wo sein Napf stand, traf täglich neue Menschen, nämlich uns, seine Familie.

    Aber er hatte keine Schmerzen, frass, ging gassi zum Schluss nur noch an der Leine zu seiner Sicherheit und ich dachte oft, jetzt ist genug, aber meine Mutter konnte sich nicht von ihm trennen. Er bekam medis und irgendwie lebte er auch noch.
    Und wieder schaffte er ein Jahr und der Frühling kam und da habe ich gesagt:" das ist jetzt sein letzter Sommer!" Einen weiteren Winter wird er nicht mehr schaffen. Er hat in der Sonne gelegen, bekam mehrmals die Woche Burger von fast Food Ketten und wir machten es ihm so schön wie es ging. Im Herbst, kurz vor seinem 18. Geburtstag und bevor der Schnee kam, ließen wir ihn gehen. Er hatte keine Schmerzen, alleine die Narkose Spritze reichte, unser kleiner terrierkämpfer war müde. Als sein Körper ging, war er schon Jahre nicht mehr wirklich da.

    Was will ich damit sagen? Vielleicht hilft euch das uns hat der letzte Sommer sehr geholfen. Wir konnten Abschied nehmen und für ihn war es so ok. Er bekam es eh nicht mehr mit. Ich glaube Demenz ist für die schlimmer, die dabei zuschauen müssen, sicher bin ich da natürlich nicht.
    Ich hoffe ihr trefft eine gute Entscheidung. Die nächtliche Unruhe, das bis zu einer Wand laufen und vergessen umzudrehen, Inkontinenz usw. hatten wir auch alles.
    Ich wünsche euch viel Kraft.

    Lg

    Meinst du?
    War sie von Anfang an "anders" oder hat sich das (nicht) entwickelt?

    sie war von Anfang an anders. Aber auch meine andere Hündin ist anders als mein rüde. Mein rüde ist Chef. Er nimmt Dinge gerne in die Pfote und ihm ist nicht leicht beizukommen. Er ist extrem selbstbewusst und seinen Respekt muss man sich verdienen.
    Meine Souveräne Hündin, ist ein sanftes, braves, sensibleres Geschöpf. Sie ist im Rudel hier der Omega Hund. Absolut nicht an stellungsgedöns usw. interessiert.

    Die dritte und jüngste Hündin, ist deutlich mehr auf ihren Platz in der Gruppe fokussiert, versucht ihren Platz in der Gruppe zu verbessern und akzeptiert nur meinen Rüden und die althündin meiner Vermieterin über sich, alle anderen Hunde versucht sie zu überflügeln. Sie ist aber nicht souverän, schießt übers Ziel hinaus und manchmal bzw. immer wieder muss sie dezent von den althunden auf ihren Platz verwiesen werden.

    Lg

    Hatte mein rüde ehrlich noch nie nötig. Meist reicht seine bloße Anwesenheit und niemand geht ihn an. Als ob er über all diesen Dingen steht. Mehr als ein strenger Blick von ihm war noch nie nötig. In seinen sieben Jahren, war er noch nie körperlich in eine Auseinandersetzung mit anderen Hunden verwickelt.

    Obwohl er oft und viel Kontakt hat und ja auch im Rudel lebt.

    Lg

    Sie ist ein andere Typ Hund. Andere Rasse, anderer Züchter, einfach ganz anders vom Wesen her.

    Jeder Hund ist anders und hat eine andere Rolle. Sie übernimmt hier eben andere Aufgaben innerhalb der Gruppe. Hätte man nur gleiche Typen in der Gruppe, würde es ja non Stopp Konflikte geben. Ich bin auch anders als mein Bruder, trotz gleicher Eltern und gleichem aufwachsen.

    Lg

    Mein sieben Jahre alter rüde ist extrem souverän. Nichts bringt ihn wirklich aus dem Konzept. Jede Situation hat er im Griff. Er musste da auch erst reinwachsen, umso älter er wurde umso souveräner wurde er auch.

    Neben ihm kann eine Bombe explodieren, er behält die Übersicht, Ruhe und Gelassenheit die Situation im Griff zu haben.
    Er reagiert mit Hunden nie über, bleibt freundlich, gelassen, deeskalierend. Auch mit Menschen bleibt er freundlich und friedlich. Verzeiht Fehler und grobes Verhalten und er ist nicht agressionslos, aber erstmal ist er positiv und souverän. Zudem ist er sehr von sich überzeugt und sich seiner selbst und seiner Position, Kraft und Stärke voll bewusst. Das muss er nicht nach außen künstlich darstellen, das hat er nicht nötig.

    Meine drei jährige Hündin wird auch immer souveräner. Sie wächst da rein und umso älter sie wird, umso mehr weiß sie wer und was sie ist und das ruhe, Gelassenheit und Souveränität mehr bewegt, als Krawall und zickiges Getue. Ich denke in ein paar Jahren wird sie eine sehr souveräne Hündin sein.

    Meine dritte Hündin, ist alles nur nicht souverän. Unsicher, zickig und eher auf Krawall gebürstet, ist sie auch noch sehr jung. Bei ihr bin ich mir ziemlich sicher, das sie nie so souverän werden wird, wie die anderen beiden. Vom Typ her ganz anders, wird sie wahrscheinlich nie, diese Gelassenheit und Souveränität wie die anderen beiden haben.

    Ich habe festgestellt das vor allem ältere, intakte Hunde besonders souverän, gefestigt und sich selbst sehr sicher sind. Ob das Zufall ist, oder wirklich so ist, kann ich nicht sagen. Ist nur meine persönliche Beobachtung.

    Lg

    Dafür war der Text gedacht. Es dauert seine Zeit, aber ja, es ist machbar und ein gesunder rüde ist lernfähig und lernt sich zu kontrollieren. Er wächst in seine Hormone hinein und ist nicht hilflos seinen trieben ausgeliefert.

    Nicht aufgeben und wenn man nicht immer den einfachsten Weg geht, kann sich das auszahlen. Es braucht Zeit!

    Lg

    Mein rüde wird jetzt 7 Jahre alt, er ist intakt und lebt mit zwei intakten Hündinnen zusammen und zwei kastrierten Hündinnen. Die ersten drei Jahre mit ihm waren Training, Training, training. Verbote, anleinen und wieder Training. Er musste reifen, lernen mit seinen Hormonen klar zu kommen, das abbruchkommando wurde immer wieder und wieder und wieder geübt. Ich war teilweise mit Wasserflasche unterwegs und ja, es war stressig, für ihn und für mich. Aber er hat es gelernt, er wurde erwachsen, mittlerweile ist er sogar in den stehtagen easy zu händeln. Er kann sich kontrollieren und ist kaum noch gestresst. Für uns gibt es keine Einschränkung, sagt jemand "aber meine Hündin ist läufig" sage ich " das macht nichts."

    Er hört, besteigt nichts und niemanden, belästigt nichts und niemanden und kann immer ohne Leine laufen. Komplett verträglich, hoch sozialkompetent weiß er was und wer er ist.
    Er erzieht junghunde, ist kompetent mit Welpen, bringt jungrüden Respekt bei und ist ein verlässlicher altrüde, der jede Situation im Griff hat. So ein Hund ist Gold wert!

    Ich habe mit ihm gearbeitet wie blöd um so weit zu kommen und bin so froh, dass er souverän und intakt jede Situation meistert.

    Im Moment ist meine eine Hündin läufig und würde sie sich nicht mehr putzen als sonst, würde ich das nicht mal mitbekommen. Mein rüde ignoriert das völlig, im Moment noch. Und er ist ganz sicher kein triebarmer Hund bzw. irgendwie besonders, sondern einfach nur ein rüde der erwachsen werden durfte und die Chance hatte zu lernen. Nie habe ich ihn von läufigen Hündinnen abgeschirmt um uns das Leben zu erleichtern, sondern ganz im Gegenteil, jede Chance genutzt, damit er lernen konnte.

    Mein rüde ist ein gesunder normaler rüde, weder hypersexuell, noch triebarm, er hat es einfach nur gelernt, ohne Chip und mit sehr viel Training, sehr viel Frust und nochmehr Geduld und Zeit! Wie gesagt fast 3 Jahre Arbeit stecken darin und selbst heute mit 7 Jahren wird er immer noch cooler und gelassener.

    Es war nicht immer einfach, aber aufgeben war keine Option! Und ich bin sicher kein geborener hundetrainer, oder irgendwie besonders toll, ich wollte es einfach schaffen, ohne op und ohne Chip, weil ich mir sicher war, mein Hund wird es mir danken und mir dann das Leben einfach machen und genauso ist es heute.
    Man kann ihn von Hündinnen in den stehtagen, die sich ihm anbieten abrufen, ohne Stress. Er ist einfach nur cool dabei und behält einen klaren Kopf. Das kommt nicht über Nacht und dafür muss man arbeiten und trainieren.

    Und ich bin kein kastragegner, ich bin nur dagegen erziehungsdefizite durch eine op zu beseitigen.
    Mein rüde ist übrigens kein deckrüde und wird niemals dürfen, nur ist ihm das so gar nicht bewusst, weil er ein Tier ist und kein Mensch.

    Lg

    Wir haben ein Schild an der Tür "Vorsicht freilaufende Hunde!" Ende vom Lied war ein Zeuge Jehovas der sich auf die Mülltonne flüchten musste, weil er a) ungefragt und das Schild ignorierend, aufs Grundstück latschte und b) vier von fünf Hunden darüber sehr erbost waren.

    Ich konnte ihn vor einem Biss bewahren und er meinte zu mir, dass Schild hätte er schon gesehen, dachte aber es wäre nicht ernst gemeint gewesen.

    Meine Antwort: " wie groß und wie rot sollen wir das Schild bitte machen, damit es ernst genommen wird?"
    Darauf kam als Antwort " er wäre ja eh mit Gott unterwegs und ihm würde nichts passieren"
    Ich muss geschaut haben wie ein Auto, denn außer " den Hunden ist Gott kack egal! " fiel mir nichts mehr ein. :ka:

    Lg

    Meine kleine ree ist das erste Mal läufig. Seit letzten Donnerstag oder Mittwoch. Sie ist total sauber, benimmt sich wie immer und mein rüde Hudson findet sie noch reichlich unspannend.
    Alles super easy. Mal schauen, ob ree sich an meiner anderen Hündin June ein Beispiel nimmt und aus der Läufigkeit auch eher kein Drama macht. Bis jetzt sieht es ganz so aus.

    Lg

    Bei mir reiner Egoismus. Ich mag Hunde, Tiere! Umgebe mich gerne mit ihnen. Sie sind mein Hobby, meine Freude, Teil meines Lebens. Ich mag ihre Freude an völlig alltäglichen Dingen, ihre arbeitsbereitschaft, ihr zufriedenes schnaufen, wenn sie ausgepowert und zufrieden schlafen. Ihre Lebensfreude und ihre Motivation aus allem das beste zu machen, Situationen auch einfach mal zu akzeptieren und im hier und jetzt zu leben, ist immer wieder bereichernd.

    Meine Hunde sind ein wichtiger Teil meines Lebens, aber sie sind nicht mein ganzes Leben. Sie gehören dazu, aber ich bin auch immer noch ich, auch mal ohne sie.

    Ein Leben ohne Hunde? Keine Ahnung ob ich das könnte, muss ich Gott sei Dank auch nicht im Moment.

    Aber am Ende des Tages ist es reiner Egoismus warum ich Tiere besitze. Egoismus und ein Stück weit auch Luxus. Neben meinem Auto, der einzige Luxus den ich mir gönne.

    Lg