Dann versuche ich es einfach mal, also Hudson als unkastrierter rüde, hat natürlich starkes Interesse an läufigen Hündinnen. Ich wollte ihn nicht kastrieren lassen (evtl. Einsatz deckrüde) und arbeitete daran. Viele Freunde hatten und haben intakte Hündinnen und so konnte ich üben mit ihm. Am Anfang jedes abwenden von der läufigen Hündin mit Click und Keks, das brachte auch nach Monaten genau keine Veränderung. Er nahm die Kekse irgendwann nicht mal mehr.
Ich stieg nach viel Frust und Durchfall bei ihm vor lauter Stress, auf eine wasserspritzflasche um. Jede Annäherung an die läufige Hündin brach ich damit sofort ab. Nach kurzer Zeit, wurde es entspannter, er konnte wieder zuhören und konnte wieder Kekse nehmen, wenn er sich auf mein "lass es!" Abwande. Anspritzen musste ich ihn bald nicht mehr, alleine das zeigen der Flasche reichte. Es dauerte Ca. 1/2 Jahr, dann war die Flasche gar nicht mehr nötig. Er entspannte immer mehr. Mittlerweile ist er 7 Jahre alt und völlig entspannt, wenn eine Hündin läufig ist. In den stehtagen etwas angespannt, aber absolut kontrollierbar, jammert nicht, kein Durchfall, frisst, trinkt und lässt sich abrufen, selbst wenn die Hündin sich anbietet.
Wenn er nun auf mein "lass es" zu mir kommt, die Läufigkeit ignoriert, gibt es Kekse, ich spiele mit ihm, powere ihn aus und loben ihn viel. Und das wichtigste, er kann weiter frei laufen, stellt keine Gefahr da, weil er ausbüchst um einer läufigen Hündin zu folgen und er hat kaum noch Stress damit.
Lg