Ich treffe hier oft tagelang keine anderen Hunde bzw. fremdhunde. Super für uns. Somit stellt sich für mich diese Situation gar nicht. An der Leine pöbeln meine auch nicht, wenn der abstand gewahrt bleibt. Die können alle, still schweigend einen Meter an fremdhunden vorbei gehen, still, ignorant und relativ gelassen. Sollte nun der fremdhund dann Kontakt aufnehmen wollen, flippt das kelpie relativ schnell aus, was dazu führt, das meine aussiehündin ihr sofort beispringt und daraufhin schaut Hudson dann nach dem rechten und hilft seinen Mädels. Sehr unangenehm dann für den fremdhund und mit Leinen total doof, völlig unnötig und vom händling her, echt bescheiden.
Ich habe null Panik, meinen Hunden passiert zum Großteil nichts. Aber den fremdhunden evtl. und sei es nur, dass meine Hündin June sie verjagt und sie dann "verloren" gehen. War vor einem halben Jahr so. Labrador schoss auf mich und meine 3 Hunde plus die 3 Hunde einer Freundin zu, die ich gerade in Pflege hatte zu. Ich hatte 5 Hunde an der Leine, June im Fuß. Labrador kam näher im vollspeed. Weder Herrchen noch Frauchen zu sehen, ich schickte June los, zum abfangen und blocken. June fand den Hund so doof, sie hat ihn abgefangen, auf den Rücken befördert und dann ist sie ihm quer durch den Wald nach und hat ihn mit kneifen in den hintern vor sich her getrieben.
Ich pfiff, June kam sofort zurück, der labi blieb verschwunden. Ich setzte meinen Weg fort und fand 200 Meter später Frauchen völlig relaxt hinter einer Kurve im schleichgang gassi stehen.
Ich meinte kurz zu ihr, ihr Hund hatte gerade einen Zusammenstoß mit meiner June und ist in den Wald geflohen. Antwort war, der tut nix, aber macht nix, der muss das lernen. Aha!
Ich setzte meine gassirunde weiter fort. 2 Stunden später war ich wieder am Parkplatz völlig relaxt, die sechs Hunde ins Auto, waren brav. Da seh ich das mittlerweile panische Frauchen von "der tut nix, aber macht nix, der muss das lernen" immer noch ihren Hund suchen. Sie sah mich und war völlig aufgelöst, ob ich Ihren Hund gesehen habe. Nachdem meine Hündin den in der Mangel hatte, ist er nicht wieder aufgetaucht. Nö hatte ich nicht. Ich habe mich unsozial wie ich bin nicht weiter an der Suche beteiligt, ihr viel Glück gewünscht und bin gefahren. Für fremdhunde fühle ich mich nur dann verantwortlich, wenn ich denn auch eingreifen kann. Meine oberste Priorität ist es, dass meinen Hunden eine blöde Begegnung erspart bleibt und meine Hunde waren alle da. Entspannt, gelassen und ruhig.
Ob sie ihren Hund wieder gefunden hat, keine Ahnung. Ich habe das Waldgebiet dann aus meinem gassiplan gestrichen, wegen unkontrolliert laufenden fremdhunden, das konnte ich mit sechs Hunden wirklich nicht gebrauchen.
Und nein, ich habe nirgends gelesen, dass fremdhundekontakt böse ist, sondern meine Hunde sind sich wohl einfach selbst genug und ich bin einfach ein rücksichtsvoller, höflicher Mensch und dränge weder meinen Hunden, noch anderen Hunden, oder gar Menschen meine Hunde auf.
Hätte ich nur einen goldi, der damit kein Problem hat, würde ich den zwar nicht zu angeleinten, anderen Hunden lassen, würde aber keinen Stress damit haben, wenn ein tut nix in uns reinplatzt. Weil passiert ja nichts. Bei den Hunden die ich jetzt habe, passiert aber evtl. was. Also wird das verhindert.
Und unhöflich fände ich das auch, wenn ich nur einen lieben, netten goldi hätte. Und das mein Hund zu fremdhunden an der Leine geht und den tut nix spielt, ähm nö, würde ich nicht erlauben. Einfach weil ich es von der anderen Seite aus kenne, mit Hunden die da einfach nicht drauf stehen und deren Zündschnur manchmal sehr kurz sein kann.
Lg