Beiträge von Gammur

    Hudson spielt gerne vor allem zergelt er viel. So habe ich den Schnuller dann auch aufgebaut. In Ruhe mit ihm gezergelt, er fand das toll was im Maul zu haben. Irgendwann war er wieder drüber und hat sich dann selber seine beisswurst genommen und sich runter gefahren. Von da an, sobald er hoch fährt bekommt er oder nimmt er sich etwas (kann spielzeug, kauknochen, Stock) sein, trägt den Gegenstand herum und entspannt sich.

    Mittlerweile nur noch bei Besuch nötig, alles andere hat sich gegeben. Lustig ist, es klingelt und Hudson läuft los und holt sich einen Schnuller. Um dann relativ gelassen den Besuch zu begrüßen. Findet er keinen Schnuller, muss entweder ich Druck machen, oder es geht schief bzw. er fährt hoch.

    Hier liegt also oft Spielzeug rum. Aber damit kann ich leben und er auch. Die Krücke lasse ich ihm und gedenke nicht sie ihm abzutrainieren.

    Lg

    Vielleicht das auch weiter ausbauen? Wenn sie auf dem Arm entspannt, könntet ihr das doch nutzen. Und sozusagen als Ritual einführen. Nach dem Motto: "bevor du drüber bist, komm auf den Arm".

    Hudson fand Berührungen draußen schon immer ätzend, das ging bei uns z.b. gar nicht. Ich denke da muss man herausfinden was zum eigenen Hund und zu einem selber am besten passt.

    Lg

    Ich habe mir auch einige Male überlegt ein entspannungssignal aufzubauen. Gescheitert ist das bei mir an zwei Dingen, meiner Ungeduld und meiner eigenen inneren Anspannung.
    Also musste es so gehen. Ich bin nicht der Typ für millimeterarbeit.

    Ich habe lieber und besser mit einem " Schnuller" gearbeitet und das hat dann auch zu uns beiden gepasst. Ich denke die Methode muss zu Hund und Mensch passen, sonst bringt das nichts. Egal wie toll sich eine Idee/Methode anhört.

    Lg

    Hier gehören meine Wuffs auch rein.

    Hudson wird im März 9 Jahre alt, june ist 4 1/2 und Reeba wird im März 3 Jahre.

    Sie sind alle drei mittlerweile oder von Anfang an, sehr unkompliziert. Für jeden Mist zu haben und ein eingespieltes Team.

    Sie haben jeder so seine Eigenarten, aber insgesamt ist es eine tolle Truppe.
    Dann gehört noch die 4 Jahre alte cavalier King Charles Hündin der Vermieterin dazu.
    Zwischen den Hunde klappt es richtig gut und sie haben viel Spaß zusammen.

    Die beiden aussies haben die BH und mit allen drei longiere ich. Mit meinen beiden Hündinnen will ich nach Beendigung meiner Fortbildung auch wieder ins hüten einsteigen. mit Hudson mache ich agility bzw. habe ich gemacht. Letztes Jahr konnte ich aufgrund der Fortbildung nicht dran teilnehmen, ob ich jetzt nochmal mit ihm trainiere weiß ich noch nicht.

    Alle drei sind top fit und sind in meinem Alltag absolut easy going.

    Lg

    Nur schnell zu dem wurfgeschwister sind immer gleich/ähnlich.
    Jennja und ich haben zwei Schwestern aus dem gleichen Wurf, sehr ähnlich aufgewachsen, sehr viel gemeinsam, unterschiedlich wie Tag und Nacht. Einzig die Nerven aus Stahl haben beide, ansonsten charakterlich, vom Aussehen her und auch vom Wesen total verschieden. Beide toll, nur nicht zu vergleichen.
    Beides aber keine hibbelhunde, darum passen die hier eigentlich nicht rein.

    Lg

    Ich bin kein Kopfmensch, habe die Situationen mit Hudson nie totanalysiert. Ich achte und höre seit ihm noch besser auf mein Bauchgefühl.
    Mir wurde geraten Hudson runter zu fahren und ganz wenig mit ihm zu machen. War entgegen meinem Bauchgefühl, habe ich trotzdem fast 12 Wochen durchgezogen. Er wurde immer schlimmer in der Zeit, ohne Ventil, ohne sich auspowern zu können, nicht bis zur Erschöpfung, war er kaum noch Händelbar.
    Schon anleinen brachte ihn dazu die Wände hochzugehen und das war vorher nie ein Problem gewesen. Somit kamen durch den Versuch mehr Probleme dazu und seine hibbeligkeit steigerte sich. Er zog an der Leine und kniff den der ihn an der Leine hatte bei jedem zweiten Schritt ins Bein, blieb man stehen, attackierte er einen geradezu. Das war vorher alles nicht.

    Somit brach ich dieses ruheprogramm ab, gab ihm seine Ventile und sofort verschwanden die "neuen" Probleme. Seine grundhibbeligkeit und seine geringe Frustrationstoleranz war noch da, aber eben mit managment ok.

    Jahre später und mit Blick zurück kann ich sagen, ich war einfach zu wischi waschi. Er brauchte und braucht ganz glasklare Grenzen, einen festen vorgegebenen Rahmen an dem er sich orientieren konnte und liebevolle, deutliche strenge.
    Damit kommt er besser klar, als mit z.b. dem klicker.
    Bei Hudson geht viel über Respekt und Führungsstärke, dann wird er ruhiger und er kann sich etwas zurück nehmen. Zudem ein allternativverhalten.

    Bis heute ist sein aufreger Besuch, unkontrolliert hibbelt er, springt mit Wucht hoch und belästigt den Besuch massiv.
    Es gibt zwei Lösungen wie das nicht auftritt.
    Lösung 1: man gibt ihm ein Spielzeug ins Maul. Er läuft dann kurz zum Besuch, hibbelt kaum noch, springt nicht und beruhigt sich innerhalb von 1 Minute wieder. Schnuller!

    Lösung 2: ich kontrolliere ihn, halte ihn im Kommando oder an der Leine bei mir. Er bekommt Druck von mir und ich stehe praktisch auf der Bremse. Das dauert evtl. 1-5 Minuten, dann ist das vorbei, er kann gehen, begrüßt recht beherrscht und legt sich dann auch hin und sein gehibbel ist vorbei.

    Nur und alleine an mir kann sein Verhalten nicht liegen, denn ich habe noch zwei Hunde, absolute powerpakete, die gar keine hibbelhunde sind. So gar nicht. Motiviert, ja, hibbelig nein.
    Sie sind beide reaktionsschnell, aber total kritikfähig und haben mit Frust aushalten gar kein Problem. Der Hund bringt die Anlagen zu hibbeln schon auch mit. Und mein Hund ist nun alles, aber kein junghund mehr.

    Ich schreibe hier ja vor allem auch von früher. Mittlerweile ist er außer der Situation mit Besuch, kein hibbelhund mehr.

    Lg

    Und wenn du Hexe deiner Mutter erstmal mitgibst bis bei euch wieder Land in Sicht ist?
    Du gibst sie ja nicht wirklich weg. Deine Mutter gehört doch zur nahen Familie. Wie weit wohnt deine Mutter den weg von euch? Evtl könnte man auch eine Art dogsharing machen, wenn Hexe damit klar kommt. Unter der Woche, wenn bei euch Stress ist bei deiner Mutter und am Wochenende bei euch?
    Und rede dir bloß nicht ein versagt zu haben, du willst das beste für deinen Hund und das ist was zählt.

    Lg

    Ich stimme da auch zu. Natürlich ist es zum Teil meine Schuld, das Hudson so war, wie er ist/war. Aber er hatte eben auch Anlagen die diese Richtung begünstigt haben.
    Ich habe das hier im Forum schonmal geschrieben, Hudson und ich passen nicht wirklich zusammen. Aber so habe ich viel gelernt. Nicht jeder Hund passt zu jedem Menschen und in jedes Umfeld.
    Hudson war immer eher schlank und fit. Futter jahrelang getreidefrei, seit mindestens 4 -5 Jahren allerdings nicht mehr.

    Hudson und ich haben uns zusammen gerauft. Und der Weg den wir gegangen sind war lang und steinig. Mittlerweile ist er eine coole Socke und sehr gelassen.
    Er hat mir viel beigebracht und wir sind zusammen einige Irrwege, Einbahnstraßen und Kreisverkehre erwandert.

    Lg

    Hier passt mein Bub auch rein. Hudson ist mittlerweile 9 Jahre alt und nach vielen Versuchen, einigen Aussetzern von ihm und mir (habe zwei ordentliche Narben, viele blaue flecke und öfter ein angekratztes ego davon getragen), haben wir einen Weg gefunden.

    Ich habe akzeptiert, dass er sein Wesen, seinen Charakter nicht ändern kann und er hat gelernt sich mit meiner Hilfe abzuregen, bzw. zu kontrollieren.
    Als er jung war, konnte man praktisch kaum mit ihm arbeiten, jedes ansprechen, jedes ihm zuwenden, jedes Lob fuhr ihn hoch. Egal ob drinnen oder draußen. Händelbar nur durch managment. Belohnen konnte man ihn nicht und auch auf Strafen fuhr er hoch. Bei wenig körperlicher Auslastung (versucht um ihn ruhiger zu bekommen) ging er die Wände hoch, bei viel körperlicher Auslastung war er im Haus mit nur einer Person relativ ruhig. Umso weniger wir machten, umso ätzender wurde er bis er völlig durchdrehte, wenn man irgendeinen Gegenstand in der Hand hatte.

    Irgendwann war klar, alleine positiv werde ich dem nicht her. Tierärztlich war alles io.
    Er bekam ein abbruchgeräusch bzw. Gegenstand mit dem er gehemmt wurde und endlich runter kam bzw. zuhören konnte, wenn sein Hirn rausflog. Zudem verschwanden leckerlies aus dem Alltag und er bekam öfter einen Schnuller. (etwas zum tragen und kauen ins Maul). Auf dem hundeplatz gab es kein futtertreiben mehr und Spielzeug nur noch sehr dosiert.

    Mit zwei Jahren konnte er dann die BH laufen und seitdem er Ca.4-5 Jahre alt ist, geht es deutlich besser mit ihm. Er ist immer noch sehr motiviert, aber händelbar, er ist mittlerweile im Haus sehr ruhig, nur Begrüßungen und Besuch lassen ihn hoch fahren. Er kann warten und quietschen, jammern und bellen spielt kaum noch eine Rolle. Er kann Verbote annehmen, ohne wie ein Pulverfass zu explodieren. Spielen mit ihm ist schwierig, nach wie vor, aber es geht. Mit Futter arbeiten ist nur für geübte möglich.

    Ich kann ihn händeln, in der Stadt, unterwegs beim gassi usw. gibt es keine Probleme mehr.
    Alle paar Jahre mittlerweile rücken wir aneinander. Aber so selten. Früher alle paar Stunden, dann alle paar Tage, dann alle paar Wochen und von irgendwann 1-2 mal im Jahr, zu mittlerweile alle 2 Jahre mal.
    Er ist nicht die hellste Kerze auf der Torte, aber sehr gut trainierbar, nur absolut nicht kritikfähig. Mit einem Hang nach vorne zu gehen und mit Wucht und Körpereinsatz seine Idee durchzusetzen.

    Ich stehe bei ihm immer auf der Bremse, bis heute, Selbstregulation schafft er besser, aber nicht zu 100%.
    Gott sei dank ist er im hohen Maße gehorsam und von Grund auf nicht aggressiv.

    Ich hab ihn sehr lieb meinen Buben, aber er ist und war auch sehr anstrengend und nochmal kommt mir sowas nicht ins Haus.
    Gegen ihn sind meine beiden anderen Hunde aus arbeitslinie ruhig, gelassen und mit einer Selbstbeherrschung die beneidenswert ist. Die können Vollgas geben und knallen nie durch. Absolut klar im Kopf und selbstregulierend, ohne das ich was tun muss.

    Lese gespannt mit, wie ihr eure stresskekse so händelt. Medikamente waren bei uns z.b. nie Thema. Heute wäre ich dem nicht abgeneigt, aber wir haben es auch so geschafft.

    Lg