Beiträge von Gammur

    Beim Dackel überwiegen aber die gesunden, langlebigen Exemplare. Bei Mops und Co ist das genau anders herum.
    Beim Dackel gehen einzelne Exemplare, wenige Linien in Richtung Qualzucht, die restliche Population ist teils jagdtauglich, gesund, fröhlich, fit. Bei Mops und Co ist ein Großteil der Population absolute Qualzucht und ein verschwindend geringer Anteil der Population ist nicht ganz so extrem.
    Finde ich schon einen Unterschied. An einen gesunden, fröhlichen, nicht übertypisierten und dennoch typischen Dackel zu kommen vom Züchter ist noch relativ einfach, weil die meisten so sind. An eine gesunde, wirklich freiatmende, sportliche, nicht übertypisierte französische Bulldogge zu kommen, ist ja fast ein Ding der Unmöglichkeit.

    Lg

    Bis vor ganz kurzem hätte ich Dackel auch hier eingeordnet zu den qualzuchten und dann kam sie, Zwergdackel als dauerurlaubsgast seit Mitte Dezember bei uns.
    Gestern ist dieser Dackel problemlos übrigens mit einem ganzen Schwung Hütehunde 2 1/2 Stunden spazieren gegangen und von müde, keine Spur. Die hat getobt, ist mit den hütis (die ja nun wahrlich nicht langsam sind) mitgelaufen und tragen lassen, käme für sie im Leben nicht in frage. Sie ist alles, aber nicht gequält. Ja, sie ist klein, ja, sie kann natürlich nicht mit einem Windhund mithalten, aber sie kann ausdauernd laufen, ist ein sportlicher, freundlicher und überaus glücklicher, tougher kleiner Hund. Sie ist nicht übertypisiert. Bei uns hat es viel Schnee im Moment und sie läuft und läuft und läuft.
    Kein Mops und Co. würde eine solche gassistrecke so absolut easy schaffen, wie der Dackel.

    Übertypisierte Dackel, ja gehen Richtung Qualzucht, aber bei den Dackeln gibt es noch immer eine Vielzahl an Vertretern die moderat und jagdtauglich sind. Bei Mops und Co gibt es praktisch keinen mehr der zu irgendwas tauglich ist.
    Und mit meinen Hütehunden, wenn die richtig Gas geben, können viele rassen nicht mithalten, trotzdem sind das nicht alles qualzuchten. Und frustbellen muss man nun wirklich nicht überbewerten, gerade bei einer Rasse die im jagdeinsatz spurlaut angezüchtet bekommen hat.

    Lg

    Im Winter ist hier oft nicht viel los für die Hunde, außer gassi gehen. Die sind alle damit zufrieden, trotzdem sind alle vier happy, wenn es im Frühling wieder losgeht, mit hundeplatz und hüten.

    Hudson ist jetzt fast 10 Jahre alt und der flippt immer noch aus vor Freude.
    Beim gassi warten meine Hunde nur auf das Kommando um im vollspeed Gas zu geben und ich schaue ihnen dabei viel zu gerne zu, als das ich sie bremsen würde. Das sind junge, gesunde, fitte Hunde, die dürfen ruhig mal die sau rauslassen. Und Ruhetage sind auch ok. Heute ist einer, es ist eisig draußen und ich hab Halsschmerzen. Heute war gartentag für die Hunde.

    Lg

    Mir wäre jetzt der Dansk/svensk gardhund eingefallen.
    Da ist mit etwas jagtrieb zu rechnen, die Hunde sind aber deutlich kooperativer als Terrier, denen sie ähnlich sehen. Ich habe das Glück zwei von dieser seltenen Rasse kennen gelernt zu haben und beide sind perfekte, mittelaktive familienbegleiter mit kontrollierbarem jagdtrieb. Sie werden trotz der Ähnlichkeit, nicht zu den Terriern gezählt, sondern wohl bei den pinschern eingeordnet.

    Ich könnte mir die als recht passend vorstellen.

    Lg

    Nicht abgeschlossene Türen bekommt Hudson auch auf, aber sich von der Tür durch die er möchte zu entfernen um ganz woanders nach der Lösung der abgesperrten Tür zu suchen, darauf kommt er nicht. June schon eher, aber nicht in der Geschwindigkeit wie das kelpie.

    wobei ich am erstaunlichsten das korrekte öffnen von Dreh und riegelverschlüssen finde. Da ist dann kein Kratzer dran, kein zahnspur im Deckel und das kelpie überwindet sogar Dinge wie Kindersicherungen. Also runterdrücken und drehen. Führte zu echten Katastrophen, wie einer Überdosis rimadyl.
    Oder zu einer milchschlacht, weil sie die h-Milch öffnete und diese im ganzen Haus verteilte. Hier steht nichts essbares, trinkbares, oder auch nur entfernt fressbares mehr rum. Bei einer Freundin, die ich warnte, hat sie garnelenfutter und Klebstoff ganz oben vom Regal geholt, geöffnet und mit allen Hunden geteilt.

    Wie gesagt, gibt bestimmt auch aussies die sich sowas abschauen, aber meine beiden, stellen einfach ihren Gehorsam und ihren hohen WTP und ihre trainierbarkeit über solche Auswüchse.
    Das kelpie interessiert sich nicht einen Hauch für meine Regeln. Die interessiert sich nur fürs hüten und das ausleben ihrer selbst. War schon immer so, wird immer so sein.
    Einfacher sind die aussies, denn denen ist es einfach wichtig, wie ich sie finde. Kelpie interessiert sich nur für ihr Ziel.

    Ich denke das ist der riesige Unterschied.

    Lg

    Würde mir auch völlig reichen. Die aussies und wie es aussieht auch der border, völlig ausreichend von der Intelligenz her, das kelpie bringt mich manchmal zum durchdrehen. Die hat für jedes ihrer Probleme eine für sie passende Lösung. Und ich darf dann hinter ihr aufräumen. Die ist nicht unerzogen, die ist einfach nur extrem schlau.
    Letztens war die Tür zum Haus der Vermieterin abgeschlossen, die aussies finden dafür dann keine Lösung, jammern ein bisschen und rollen sich irgendwann ergeben davor zusammen und warten. Das kelpie rannte um die Ecke, sprang dort auf den Gartentisch von dem aus sie in die Küche, genauer gesagt, direkt in die Spüle glotzte und machte so auf sich und die ausgesperrten aussies aufmerksam. Nach dem Motto:"hallo, kann uns mal endlich jemand reinlassen, wenn uns schon niemand hört?" Ist so eine typische kelpielösung. Hudson wäre nie darauf gekommen, um drei Ecken zu gehen, wenn er doch immer durch die Tür reingelassen wird. Da käm der gar nicht drauf. June würde irgendwann anfangen zu bellen und mit der holzhammermethode eingelassen zu werden.

    Die Vermieterin müsste doch sehr lachen, als sie beim kurzen spülen, dem kelpie ins Gesicht schaute. Methode funktionierte, seitdem nutzt das kelpie den Gartentisch immer, wenn sie die Haustüre nicht aufkriegt. Ich lache nur noch und hoffe, dass ich nicht irgendwann überall kelpiesicherungen anbringen muss. Das kelpie schafft es übrigens aus der aluautobox von Schmitt auszubrechen, das konnte sie schon als Welpe. Die aussies sehen gar nicht die Notwendigkeit daraus zu kommen. "Frauchen hat zu gemacht, wird schon seine Richtigkeit haben!" Das kelpie denkt eher "was für eine bodenlose Frechheit, auf dem Rücksitz steht der Einkauf für mich, da muss ich dran! Schnell hier öffnen und perfekt!" Das kelpie knackt übrigens auch in Perfektion Walnüsse. Habe ich vorher noch nie bei einem Hund gesehen. Aber ich habe vor dem kelpie so ein cleveres hundchen auch noch nie gehabt.

    Und ich habe nie gesagt, aussies sind dumm, oder einfältig.

    Lg

    Gibt noch tausend andere Beispiele. Das öffnen des Kühlschranks z.b. Reißverschlüsse öffnen kann das kelpie auch. Wissentlich habe ich ihr das nie beigebracht. Ihr ruffwearmantel hat einen Reißverschluss und wenn sie den loswerden möcht, macht sie den auf.

    Die aussies sind super trainierbar, lernen Dinge wie Tricks schnell, Hudson würde allerdings vor dem vollen Kühlschrank verhungern, oder sprang in seiner Jugend 20 Meter in die Tiefe hinter einem geworfenen Taschentuch nach, weil er dachte es wäre ein Ball.
    Ähm ja, nie würde dem kelpie sowas passieren. Dafür ist die nicht so im hohen Maße trainierbar, die lernt nämlich nur Dinge, die zu ihrem persönlichen Vorteil bzw. ihren nerdtrieb befriedigt und dazu gehören meine Wünsche, Ideen usw. in der Regel nicht.

    Lg

    Oh Gott, da hab ich ja was angefangen. |)

    Das ist doch nicht beleidigend gemeint und Intelligenz hat mit hoher trainierbarkeit ja nun auch nicht viel zu tun.

    Bei mir ist das kelpie einfach so viel schlauer als die aussies, dabei kann die nicht einen Trick. Sowas wie mir zuschauen, wie ich einen drehverschluss öffne und dass dann nachmachen und so einen Mist. Könnten die aussies im Leben nicht, dieses Lernverhalten, das kelpie lernt nur so. Schaut beim hüten zu, und setzt das danach um, wenn ich nicht zu blöd bin und im Weg stehe.

    Lg