Beiträge von Gammur

    Ich würde, so hart es sich anhört, Emil an der Leine lassen. Keinen Gehorsam abfragen, keine Arbeit anbieten, normal lange, ruhige nur Leinen Spaziergänge. Ihn nicht rufen, ihm keine Kommandos geben, ihm keine Möglichkeit für verhaltensketten geben. Keine Belohnung für irgendwas gezeigtes. Und das für mindestens 4-6 Wochen.

    Ich arbeite mit dem border nicht mehr auf Spaziergängen, weil er sonst nicht mehr normal spazieren gehen kann. Seitdem sind Kommandos beim gassi auf einem Minimum. Ich belohne sehr wenig beim gassi. Diese verfluchten verhaltensketten erschweren bzw. belasten uns sonst längerfristig und ich bin genervt und er weiß nicht wohin mit sich und bemüht sich dann noch mehr, was mich noch mehr nervt und wir befinden uns schon im Strudel abwärts.

    Bei einem so gelagerten Hund, musst du erst die verhaltensketten aufbrechen, ohne dabei neue zu installieren und das geht nur, wenn du absolut nichts vom Hund verlangst. Was wiederum nur geht, wenn du eine Leine am Hund dran hast, denn jeder Rückruf, jedes kehrt, jedes verfluchte Kommando ist für diesen Typ Hund ein Signal um verhaltensketten zu bauen und sich und dich zu stressen und hochzufahren.

    Auch wenn es nicht leicht ist, aber ein sauber aufgebauter Abbruch kann diesen Hunden unglaubliche Last von den Schultern nehmen und ihr Leben klarer machen.

    Lg

    Ich kann es mir bei einem braven Welpen durchaus ohne Box nachts vorstellen gar keine Frage, nur waren bei mir irgendwie von den momentan bei mir lebenden Hunden 3 von 4 Hunden nachts nicht von Anfang an friedlich. Mein Hudson hat mir als Welpe nachts immer ins Gesicht gebissen, darum durfte der dann in die Box ziehen (eine gelochte Augenbraue hat mir gereicht).
    Reeba hat alles angekaut, geöffnet, was nicht Niet und nagelfest war. Unter anderem mein Bett, ihr Bett, meine Zudecke, Topfpflanzen,sofakissen, Teppiche, badezimmermatten, Schuhe, Kleidung usw.
    Nevis ist ständig ausgelaufen und hat zudem noch, die althunde genervt.
    June war nett und war glaube ich nur zwei Nächte als Welpe in der Box. Aber die war und ist auch einfach ein Herzchen und Mega brav.

    Mittlerweile steht die Box hier noch offen rum, weil die Hunde so gerne drin schlafen und ich das hässliche Ding ihnen nicht nehmen mag.
    Ich finde es toll, wenn es ohne Box geht. Klasse, super, Mega. Nur ich kann es einfach auch verstehen, wenn es nicht geht aus unterschiedlichen Gründen, die hier nun mehrmals genannt wurden. (Sicherheit, stubenreinheit, althunde, Familie, wohnsituation, lebensumfeld, usw.)

    Ich scheuche jetzt zum Pipi machen dir Hunde nochmal raus und Reeba und june muss ich aus der Box rausrufen, die haben sich nämlich schon da drinnen zu ihrem Nachtschlaf verkrochen.

    Lg

    Ich sperre doch nicht mein ganzes Haus einmal quer mit Gittern ab, wegen einem Welpen. Und eine zweite Etage habe ich gar nicht. Es geht hier um die zeitweise Unterbringung in einer Box nachts. Nur bei dauerhafter Nutzung steht einem Hund unter 50 cm mindestens 6 qm zwingergrösse zu.
    Keiner meiner Welpen war je dauerhaft in der Box, somit verstößt eine Box, ein Karton, so wie viele andere und ich ihn nutzen, nicht gegen das Tierschutzgesetz.

    Mir ist es völlig latte, wenn du in einer rosa roten, plüschigen und total finanziell und emotional sicheren Umgebung lebst, bei vielen anderen und mir selber ist das halt nicht so. Ich muss für mein Geld arbeiten und meine 4 Hunde leben mit mir auf 75 Quadratmetern. Da gibt es nicht viel Platz um irgendwas abzusperren und das geht auch gar nicht. Außerdem möchte ich meine althunde nicht wegsperren, nur damit ein Dreikäsehoch Welpe nachts irgendwelche Zimmer für sich hat. Mein Bett ist 2x2 Meter und ich bin größer als ein Welpe, trotzdem reicht mir der Platz nachts.

    Irgendwie habe ich das Gefühl in einer völlig abgedrehten anderen Sphäre zu sein.

    Nevis hat 2-3 Wochen nachts in der geschlossenen Box geschlafen, danach war nur noch die schlafzimmertür für 2 Monate zu, bis er nun nachts im ganzen Haus schlafen darf. Übrigens haben die zwei Monate drei erwachsene Hunde, ein Welpe und ich auf ca 8 Quadratmetern mit verschlossener Tür geschlafen. Nun müssten wir alle ein Trauma haben, oder ein Fall für den Tierschutz sein.

    Und wer meine vier geliebten Monster persönlich kennt, der weiß genau, dass diese Hunde einem nicht leid tun müssen und auch kein Fall für den Tierschutz sind. Und sorry, aber ich lasse mich nicht als tierquäler bezeichnen, denn das bin ich nicht mal in Ansätzen.

    Lg

    Alles was du hier so knallhart als Tatsachen behauptest, fanden meine Welpen irgendwie nicht wirklich richtig. Mein letzter Welpe hat ständig ins Bett, in die kudde gepullert und sich dann auch noch freiwillig teils rein, teils knapp daneben gelegt. Spielzeug brauchte der nicht, notfalls ist er nachts im Wassernapf schwimmen, Baden und plantschen gegangen, um danach eine Spur der Verwüstung durchs Haus zu ziehen. Wie gesagt, ich habe es eine Woche bei ihm ohne Box versucht, aber wenn dir ein Hund pro Nacht 2-4 mal in dein eigenes Bett, auf deine Matratze pieselt, dann ist das nicht mehr lustig.

    Ich finde deine Argumentation teils wirklich schwierig. Ich schrönke den Hund von Anfang an ein, irgendwelche Freiheiten ausleben, geht nur in sehr engen Rahmen und das bitte tagsüber und nicht nachts. Welpen schlafen nachts, da gibt es keine Diskussion. Das ist ihr Lebensrhythmus und einfach die stinknormale, nicht Pinke oder plüschige Realität. Welpen werden sogar schon mit bewegungseinschränkungen geboren.beim züchter in der wurfbox. Zudem sind Welpen Nesthocker und somit darauf gepolt nah bzw. in ihrer vertrauten Umgebung, vor allem nachts, zu bleiben und nicht irgendwie, irgendwohin durch die Gegend zu wandern. Man beginnt mit einem engen Rahmen und umso älter der Hund wird, umso besser, Bindung, gehorsam, Beziehung wird, umso weiter steckt man den Rahmen. Und das alles, weil man den Hund liebt, weil man ihn in Sicherheit wissen will, weil man ihm irgendwann größtmögliche freiräume zugestehen möchte.

    Das ist alles nicht neu, oder irgendwie schädlich für den Welpen und es beraubt ihn auch nicht seiner würde. Man könnte den Welpen auch nachts mit der Leine am Heizkörper festbinden. Nur da ist die Gefahr der Strangulation einfach nicht von der Hand zu weisen. Oder der Welpe kommt in einen gesicherten Zwinger. Und niemand redet hier von einer minibox. In meiner Box stapeln sich teilweise 3 Hunde gleichzeitig drin und das freiwillig.

    Ich finde es ziemlich unfein, hier mit emotionaler Erpressung zu kommen a La "Wie grauenvoll! Ihr beraubt dem Hund seiner würde! Ihr solltet gar keine Hunde/Welpen haben, wenn ihr nicht dies, das oder jenes genauso macht wie ich!" Und das bei Menschen hier im Forum die sich mehr Gedanken um ihre Viecher machen, als der durchschnittseuropäer.

    Ich könnte ja auch überall sobald jemand etwas anders macht als ich, sofort die moralische Keule auspacken.

    Wenn in einer Nacht deine Küche schwimmt, der Welpe dir 3 mal auf deine Matratze pieselt, zweimal mit dem Teppich kämpft, zweimal den Staubsauger erlegt, dein Bett annagt, deine sofakissen zerfetzt und zum krönenden Abschluss, noch ins hundekörbchen scheisst und das so oder so ähnlich jede Nacht aussieht, ja, wer das über Wochen aushält, bitte. Meine Hundehaltung sieht so nicht aus, aber wem es Spaß macht?

    Lg

    Wenn ich bei mir, in meinem Leben, meinen Umständen eine pro und contra Liste aufstelle, kommt ganz klar pro Box bei raus.
    Einzige Alternative wäre tatsächlich den Welpen entweder ins Badezimmer zu stecken nachts (alleine) oder ihn raus setzen und draußen schlafen lassen. Möchte ich für die Welpen nicht.
    Frei rumlaufen lassen geht aufgrund von althunden, Kabeln, und offenen Türen auch nicht, zudem höre ich dann nicht, wann der Welpe muss. Ich habe einen Mega tiefen Schlaf und höre nachts nicht mal die piependen Feuermelder.
    Auf dem Boden schlafen geht hier wieder wegen der althunde nicht. Die würden den Welpen nachts von mir weghalten bzw. ihn in eine Ecke drängen und dort festnageln, weit entfernt von mir.

    Somit kommen hier Welpen weiterhin guten Gewissens in die Box, bis sie dicht sind und in der Gruppe angekommen und akzeptiert.
    Die Toleranz meiner althunde Welpen gegenüber ist eher im Minus Bereich anzusiedeln.

    Ich hatte neulich erst eine Weiterbildung zum Paragraph 11. mit dem Vet Amt und die haben zur Boxennutzung bei Welpen geraten. (Wenn ordentliche Gewöhnung an die Box gemacht wird. Was bei meinen Hunden die züchter schön gemacht haben.)

    Lg