Beiträge von Gammur

    Hier stehen sehr viele Namen auf der Liste. Favoriten für Hündinnen: Alegria, Serenity, Mackenzie, River, Reef, Bay, Promise, Primrose, Busy, Melody,

    Rüden: Cubone, Quantico, Roots, Lex, Knox, Leland, Dax, Miami, Harlem

    Ändert sich hin und wieder. Kommt auch noch auf die Rasse an. Manche fallen weg, andere kommen dazu.

    Lg

    Evtl. liegt es an meinen Hunden, aber die schreien nach Grenzen. Sind regelrecht erleichtert, wenn ich angebe was ok ist, und was nicht.
    Zielloses rumgeeiere macht die größenwahnsinnig und schwieriger händelbar. Fehlverhalten ignorieren funktioniert hier z.b. so überhaupt gar nicht. Überall wo nicht mein Veto kommt, machen die einfach ungerührt weiter. Nach dem Motto "wenn die da nix sagt, dann machen wir alles richtig und sind ja eh, die allergrößten hier." Evtl. liegt das daran, dass meine Hunde alles sind, nur nicht unsicher oder ängstlich.
    Trotzdem brauchen alle vier die Grenzen unterschiedlich.
    Hudson fühlt sich nieeeeeemals angesprochen! Das Nein! galt bestimmt nicht ihm. Er geht davon aus, dass alle Fehler machen, nur er nicht. Ein Hund der niemals Unsicherheiten zeigt. Er ignoriert Grenzen auch gerne mal und findet mein bestehen aufs akzeptieren von Grenzen sehr, sehr unnötig. Bei ihm kann eine Grenze durchaus mal körperlich sein, ein Knuff, ein rempler, ein zupfen am Fell.

    June akzeptiert gesetzte Grenzen deutlich besser. Sie ist im Grunde nicht auf Konfrontation aus und ein strenges "Nein!" reichte bei ihr bis jetzt immer.

    Reeba ist was Grenzen angeht nicht auf Konfrontationskurs, sie hält sich an die paar Grenzen die für sie gelten, alles andere sind Kompromisse mit ihr. Sie akzeptiert, einiges was ich vorgebe und ich akzeptiere, dass es Dinge gibt die ihr wichtig sind und die darf sie auch. Sie weitet die Grenzen nie aus, somit passt das. Körperlich werden bei ihr ist ein no go. Bei der musst du happy sein, wenn du sie streicheln oder füttern darfst.

    Nevis ist eine weichflöte. Der braucht praktisch keine Grenzen, denn sobald er nur merkt, dass irgendwas missfällt, unterlässt er das für immer. Schlimmste Strafe für ihn ist, wenn du zu ihm sagst "aber ohweiha, das wollten wir doch nicht!" Das ist für ihn, der absolut deutlichste Abbruch! Er ist dann völlig fertig.
    Würde Hudson nicht mal ein hochschauen abringen übrigens.

    Hudson ist auch schonmal der Himmel auf den Kopf gefallen und mittlerweile weiß ich auch, wie ich zu dem durchdringe.

    Ich halte Grenzen setzen für absolut elementar in der Hundehaltung und denke nicht, dass man immer mit allternativverhalten, ignorieren und umleiten oder lenken arbeiten muss. Je nach Hund, Rasse, vorerfahrung, kann auch eine körperliche Grenze angemessen und hilfreich sein. Ein Hund der selber sehr körperlich ist, versteht eine körperliche Grenze oft besser, meiner Erfahrung nach.

    Und nein, ich rede hier nicht von verdreschen, oder körperlich misshandeln.

    Lg

    Das es bescheuerte Menschen gibt, macht mich schon lange nicht mehr fassungslos. aber nur weil es solche gibt, ist nicht jeder, der seinem Hund, eine körperliche Grenze setzt, sofort jemand, der seinen Hund körperlich misshandelt.

    Jeder Hund braucht Grenzen, selbst die weichflöten unter den Hunden.
    Sinnlos auf Lebewesen einprügeln, davon war und ist hier nirgends die Rede.

    Und hat mit dem Thema auch nichts zu tun.

    Lg

    Ich habe ein shiny menki bekommen. Und ich spiele jeden Tag. Taubsi und die Ratte auch nicht. Eigentlich fange ich shinys auch nur noch bei Community days. Ansonsten puh, kaum

    Lg

    Spaß? Das macht doch keinen Spaß, sich auf einen solchen Machtkampf einlassen zu müssen.

    Spaß macht gassi gehen, mit den Hunden spielen, sie mit dem Wind um die Wette rennen sehen, große Runden drehen, im Sport oder Arbeitsbereich mit ihnen zu arbeiten, zu schmusen, zu kraulen usw.

    Ich bin echt fassungslos, dass irgendjemand denkt, dass das Spaß macht, seinen Hund körperlich anzupacken.

    Ehrlich jedes leckerlie geben, jedes zergeln macht mehr Spaß.

    Ich denke, Hunde mit solchem Verhalten sind selten und das ist gut so, deshalb können sich manche da nicht reinversetzen. Und das ist auch ok.

    Lg

    Wir wussten nicht, bevor der Hund bei uns war, wie gefährlich er war. Wurde bei der Vermittlung, ähm sehr beschönigt. :muede:
    Und bei der Rückgabe, wollten sie den Hund gar nicht mehr aus dem Auto lassen, sondern ihn sofort im Kofferraum einschläfern. Und das wollte mein Vater dann nicht sofort, bevor er nicht alles versucht hatte.

    Wie gesagt, das ist kein trainingskonzept, das ist kein Vorschlag, das ist eine Geschichte eines, der Gott sei dank, sehr wenigen Hunden, der gefährlich, unberechenbar und schwierig war. Ich habe nach diesem Hund, nie wieder einen Hund getroffen, oder gehabt, der ähnlich war, Gott sei dank. Aber es gibt sie eben. Nicht oft, aber es gibt sie. Es geht hier nicht um eine Anleitung zum vermöbeln seines Hundes, es geht um Geschichten und Erlebnisse mit sehr, sehr schwierigen/gefährlichen Hunden.

    Für mich bleibt, das ich einen solchen Hund, hoffentlich nie wieder besitzen werde und ich selber, trainiere auch keine Menschen mit ihren Hunden, bei denen die Probleme in diese Richtung gehen.

    Lg

    Beim Hund im Tierheim hinter Gittern geht das, klar. Aber nicht wenn du den Hund zuhause hast und mit ihm zusammen leben willst bzw. keine zwingeranlage hast, die dir diese Möglichkeit erstmal bietet. Bei uns kam überraschend dieser problemhund und dann wurde im Tierpark hellerbrunn in München sich informiert, wie dort die raubtiergehege aufgebaut sind und nach deren Vorbild wurde dann eine Anlage für diesen Hund gebaut. Und bis dahin musste es irgendwie gehen, ohne Katastrophe. Ein normaler Zwinger (den es gab) ging nicht, weil fehlende Schieber und unser Hund, unsere beiden anderen Hunde im nebenzwinger töten wollte.

    Lg

    Diese Schritte sind bei uns alle danach passiert und bei der Auseinandersetzung trug unser DSH Maulkorb, sonst wäre mein Vater wohl nicht mehr. Die Wunden waren eine Platzwunde am Kopf und ein Finger war aufgerissen, durchs hängen bleiben vom Maulkorb.

    Wenn das anziehen eines Maulkorbs lebensgefährlich wird, dann macht man kein Tür Training. Wenn das bloße anwesend sein, den Hund rasend macht, dann schmeiße ich keine Kekse, interessieren den Hund dann eh nicht mehr.
    Du musst einen solchen Hund, erstmal dazu bringen, auf einem Level anzukommen, bei dem er bereit ist, dir überhaupt zuzuhören. Wir reden hier von Hunden, die Menschen und deren managen und führen nicht (mehr) dulden. Und in unserem Fall damals, nicht mehr wahrnehmbar, gewarnt hat. Unser Hund hatte gelernt, dass er mit Angriff sich alles vom Leib halten kann und um so heftiger er sofort loslegte, umso schneller verschwand der Mensch, der Hund, das Tier wieder.

    In den 10 Jahren bei uns, hatte dieser Hund, das bestmögliche Leben. Er ging gassi, durfte sogar an der Flexi laufen, er bekam ein Ventil geboten, er verletzte niemanden mehr, er wurde mit zwei Hunden vergesellschaftet, er lebte neben und mit einer Familie und er hat sein Leben nicht eingesperrt verbracht. Er vertraute wenigen Menschen wieder und in seinem letzten Lebensjahr (er war da fast 13 Jahre alt) durfte er, ohne Sicherung im Wohnzimmer liegen beim fernseh schauen und mein Vater kraulte ihn.

    Man muss mit solchen Hunden bei einer Basis anfangen und diese Basis geben einige wenige Hunde, nicht einfach so her.

    Nach der Konfrontation hat mein Vater Jahre an triggern, Problemen mit dem Hund trainiert. Mit beutebelohnung, mit Futter Belohnung, mit Geduld, Zeit und Ruhe. Aber erstmal musste er einen Fuß in die Tür bekommen.

    Lg

    Mein Vater hatte vor Jahren mit dem DSH aus dem tierschutz, einmal eine körperliche Auseinandersetzung. Dieser DSH hatte bereits Menschen verletzt und einen Hund getötet. Der Hund wusste wie er sich durchsetzen kann und nutzte dazu seine Zähne und zwar immer, wenn ihm was nicht passte. Und ihm passte eigentlich wirklich gar nichts.

    Diese eine körperliche Auseinandersetzung war der Punkt null ihrer Beziehung. Der Hund hatte einen Menschen gefunden, der stark war, der Schutz gewährte, den er anerkannte. Mein Vater musste danach genäht werden, der Hund und er waren danach Jahre ein Herz und eine Seele. Kam mein Vater um die Ecke fiel der Stress, die Anspannung von diesem Hund, er hatte seinen Menschen gefunden, den einzigen, den er wirklich mochte.

    Der Hund folgte nicht aus Angst oder Verzweiflung, er hing an meinem Vater und er vertraute meinem Vater. Jahre später, durfte auch ich manchmal mit diesem Hund arbeiten, aber im Grunde seines Herzens, war klar, er ist der Hund meines Vaters.
    War mein Vater da, wich der Hund ihm kaum von der Seite.
    Die Auseinandersetzung war ein Kampf und klar war, gibt mein Vater nach, muss der Hund eingeschläfert werden. Er stand ja eh schon mit 3 3/4 Pfoten in der Spritze.

    Ich hätte diese Auseinandersetzung mit dem Hund nicht gewonnen und wohl auch nicht gewagt, aber sie war die absolute Basis um überhaupt mit diesem sehr aggressiven, sehr schwierigen Hund arbeiten zu können. Dieser Hund suchte die Konfrontation, er wollte bei jedem Menschen wissen, wo er stand und durch miese Grundlagen, war eben schon fast alles versaut und es kam eben zu einer körperlichen Auseinandersetzung.

    Ist sowas bei einem "normalen" Hund nötig? nein um Gottes Willen. Ist das ein hervorragender trainingstipp? Himmel, nein.
    Soll jetzt jeder seinen Hund vertrimmen? NEIN, natürlich nicht.

    Es gibt Hunde, die suchen ihren Meister und wenn sie den gefunden haben, dann sind das die Hunde, die sich von diesem einen Menschen führen lassen und diesem Menschen vertrauen und ihn "vergöttern".

    Das sind absolute Einzelfälle und oft ist bei diesen Hunden wirklich alles schief gelaufen vorher. Meist sind es Hunde aus der Gebrauchshundeecke, die die Konfrontation so suchen, wenn da einiges, wenn nicht alles schief gelaufen ist.

    Wenn ich jetzt bei meinen Hunden körperliche Grenzen setze, dann ist das mal ein Knuff oder ein zupfen am Fell. Mit dem von mir oben beschriebenen null vergleichbar. Allerdings sind meine Hunde auch nicht mit unserem DSH von früher zu vergleichen. Meine Hunde sind einfach nett und haben es nie gebraucht oder probiert, sich mit Zähnen gegenüber Menschen durchzusetzen.

    Lg