Wir haben vor 3 Jahren ja gesucht. Kriterien waren 3-6 Jahre alt, kastrierter Rüde, verträglich mit Mensch und Hund, gerne ab 60 cm hoch, wenig bis kein jagdtrieb, in Deutschland bestenfalls Bayern kennenzulernen, kein angsthund, kein listenhund.
Ich hatte mit einigen Orgas und Tierheimen Kontakt und bekam praktisch nur Absagen. Von "als Alarmanlage vermitteln wir keinen Hund" bis " solche Kandidaten müsste man sich backen" bis zu "zu gleichgeschlechtlichen Hunden vermitteln wir prinzipiell nicht". Es ging weiter mit "an hundesportler vermitteln wir nicht" und dann die Frage " warum ein 5ter Hund, sie haben doch schon 4?"
Nach ein paar Monaten und nur ernüchternden aussagen, haben wir das abgebrochen und ich habe mir einen anderen Typus Hund, für mich passend beim Züchter gekauft, der sich freute, dass sein Hund in eine hundegruppe kam, der sich über den garten freute, der sich über den hundesport freute usw.
Sehr schade das ganze. Dabei war der Verstorbene Hund, dessen Platz der neue Hund einnehmen sollte, aus dem tierschutz.
Ich erkannte also, dass es das was wir suchen wohl nicht im Tierschutz gibt, dabei waren die Kriterien meiner Ansicht nach, doch gar nicht außergewöhnlich. Oder das wir dem Tierschutz nicht gut genug sind. Kurzfristig zog darum auch ein unpassender Hund von einem Züchter ein, bei dessen Kauf ich aber nicht involviert war und es dann auch nicht passte. Der Hund ging dann nach 7 Tagen zum Züchter zurück.
Ich fühle mich moralisch völlig ok, einen Hund vom Züchter zu kaufen und wenn ich sehe, wie das mit diesen direktimporten abläuft, schüttelt es mich. Es deklariert die Hunde so sehr zur formbaren ware. Hat was von "kaufe Frau, aus dem katalog."
Seit 20 Jahren wird gerettet, aus Spanien, Rumänien, Griechenland, Russland usw. und es werden nicht weniger Hunde. Irgendwas an diesem Systeme funktioniert nicht! In ca. 20 Jahren müsste man irgendeine Verbesserung, Veränderung bemerken.
Meine Eltern sind gerade in Griechenland, nicht in einer touristischen Hochburg und meine Mutter hat gestern vom ersten Tag schon Bilder mit strassenhunden ohne Ende geschickt. Ist es jetzt richtig loszugehen und zu schauen wo Hundefutter zu bekommen ist, oder lieber nicht noch das ganze fördern?
Wenn die Gesellschaft in den betroffenen Ländern sich nicht ändern kann, oder will, was will man dann machen? Allen seine moralvorstellungen aufs Auge drücken? Sie aus der EU schmeißen?
Uns deutsche beachtet man doch eh schon mit Argusaugen. Weltverbesserer, gutmenschen, kommen mit moralkeulen ums eck usw.
Wie sagte jemand, andere, ärmere Länder, sehen uns als laufende Geldscheine, mit und an uns kannst du gut Geld verdienen und wir retten alles und kaufen das ab, wenn es nur erbärmlich genug aussieht.
In 20 Jahren, hätten es weniger Hunde werden müssen, wenn das rettungssystem funktionieren würde. In 20 Jahren, sind es viele arme Tiere geblieben, weil das system, mit dem geldverdienen mit den Mitteleuropäern so fantastisch funktioniert.
Lg