Beiträge von Gammur

    Ich mag außergewöhnliche/lustige zuchtnamen gerne. Was mir nicht gefällt, sind sprachen Mischmaschnamen. Und ich finde es immer schön, wenn der Name in der Sprache ist, aus dem Land aus dem die Rasse stammt.

    Ich habe selber einen Hund mit sprachen Mischmasch als zuchtname und der Name ging und geht gar nicht, für mich. Trotzdem würde ich bei der Züchterin immer wieder kaufen, der Hund ist nämlich Mega toll.

    Ich mag auch ungewöhnliche Rufnamen gerne. Für mich soll ein Name halt kein Sammelbegriff sein.

    In der pferdezucht bei den Warmblütern hat das ja auch sehr kuriose Namen hervorgebracht. Sowas wie Hirnschale usw.

    auch etwas schwierig meiner Meinung nach, der haflingerhengst namens "Stecher".

    Also in der pferdewelt gibt es fast noch ungewöhnlichere Namen.

    Lg

    Da ich doch einige DH kenne, kann ich sagen, ja, der Vergleich mit Waffen passt schon. Von diesen Hunden muss und soll man sich fernhalten. Sie sollen Eindruck verschaffen, abstand einfordern und die Beamten schützen. In der Öffentlichkeit haben sie oft Maulkörbe um, aber wenn die Situation brenzlig wird, werden die entfernt, damit der Hund im Notfall einsatzfähig ist. Die Waffe wird sozusagen entsichert.

    Normalerweise tragen DH im Einsatz Ketten, die sich zuziehen und ein rausschlüpfen unmöglich machen. Der DHF in dem Fall der drei Jugendliche, hat natürlich einen Fehler gemacht. Fehler passieren. Es gibt nicht wenige DH, die im privaten mehr als schwer zu händeln sind. Ihre Ausbildung steht dem eben ein Stück entgegen. Diese Hunde sind nicht immer mit unseren sehr netten, toleranten Haustieren zu vergleichen.

    Und mit Kommissar Rex oder ähnlichen heldenhunden haben sie auch nicht viel zu tun.

    Für dumme jungen streiche (dazu zähle ich allerdings Fahrerflucht und Verfolgungsjagd absolut nicht), haben diese Hunde selbstverständlich kein Verständnis.

    Der DHF ist hier bestraft worden und das finde ich auch ok. Ich hoffe die Jugendlichen werden ebenfalls, nach jugendstrafrecht hart bestraft. Wer sich mit 17 Jahren autoverfolgungsfahrten mit der Polizei leistet, der braucht eine ordentliche vor den Bug. Sorry, ein dummer jungen Streich, ist ein Deo und eine Packung kippen klauen, aber doch nicht mit einem Auto vor der Polizei fliehen und dabei unschuldige und unbeteiligte und dazu noch die Polizei selber, zu gefährden.

    Und ja, so ein DH kann sehr gefährlich sein und werden, dass ist unter anderem seine Ausbildung und sein Job.

    Lg

    Ich muss noch etwas schreiben, ich dachte immer, wenn sich die Situation der Menschen, ihr Lebensstandard verbessert, verbessert sich auch ihre Haltung den Tieren gegenüber. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr so sicher. Der Lebensstandard in vielen Ländern hat sich in den letzten 20 Jahren verbessert, die Einstellung zu Tieren irgendwie kaum merkbar.

    Selbst hier bei uns, wo der Lebensstandard extrem hoch ist, ist tierleid nicht ein längst vergangenes Thema.

    Warum ist das so? Wir müssen uns an die eigene Nase packen. Einen noch höheren Lebensstandard als in Mittel und Nordeuropa gibt es kaum bzw. nicht. Und doch gibt es hier tierleid.

    Tierschutz und Rettung muss man sich leisten können. Ja, sehe ich immer noch so. Aber Tierschutz hat nicht nur etwas mit Geld haben zu tun, sondern geht so tiefgreifend in sehr viele unterschiedliche Bereiche hinein. Politik, wirtschaft, Bildung, Tradition, Brauchtum, usw.

    Eigentlich befasst es sich ganz grundlegend damit, Mensch zu sein. Bei uns wacht jetzt die junge Generation auf, dass es etwas zu ändern gilt. Eigentlich hätten wir 25-45 jährige das schon extremer tun müssen. Jetzt ist die Hoffnung, dass die junge Generation und wir mittelalten, aus allen Ländern, Regionen, gemeinsam etwas ändern. Und das ändert dann auch etwas für den Tierschutz. Für den weltschutz. Hoffentlich.

    Ich denke, Tierschutz funktioniert nicht, wenn Land a (reich), Land b (arm) Hunde abkauft und so hofft, die Flut an Notleidenden Tieren zu verhindern.

    Das system dahinter ist so tiefgreifend, so gigantisch, so in viele Bereiche verwoben, dass das nur am Symptom doktorn ist, aber am Problem rein gar nichts, verändert.

    Sorry, dass das jetzt sehr politisch und evtl. auch zu weitschweifend war, und vielleicht liege ich auch ganz falsch, ich weiß nur, dass einfache Lösungen, meist keine Lösungen sind, sondern alles nur verschieben, teils verschlimmern.

    Lg

    Wir haben vor 3 Jahren ja gesucht. Kriterien waren 3-6 Jahre alt, kastrierter Rüde, verträglich mit Mensch und Hund, gerne ab 60 cm hoch, wenig bis kein jagdtrieb, in Deutschland bestenfalls Bayern kennenzulernen, kein angsthund, kein listenhund.

    Ich hatte mit einigen Orgas und Tierheimen Kontakt und bekam praktisch nur Absagen. Von "als Alarmanlage vermitteln wir keinen Hund" bis " solche Kandidaten müsste man sich backen" bis zu "zu gleichgeschlechtlichen Hunden vermitteln wir prinzipiell nicht". Es ging weiter mit "an hundesportler vermitteln wir nicht" und dann die Frage " warum ein 5ter Hund, sie haben doch schon 4?"

    Nach ein paar Monaten und nur ernüchternden aussagen, haben wir das abgebrochen und ich habe mir einen anderen Typus Hund, für mich passend beim Züchter gekauft, der sich freute, dass sein Hund in eine hundegruppe kam, der sich über den garten freute, der sich über den hundesport freute usw.

    Sehr schade das ganze. Dabei war der Verstorbene Hund, dessen Platz der neue Hund einnehmen sollte, aus dem tierschutz.

    Ich erkannte also, dass es das was wir suchen wohl nicht im Tierschutz gibt, dabei waren die Kriterien meiner Ansicht nach, doch gar nicht außergewöhnlich. Oder das wir dem Tierschutz nicht gut genug sind. Kurzfristig zog darum auch ein unpassender Hund von einem Züchter ein, bei dessen Kauf ich aber nicht involviert war und es dann auch nicht passte. Der Hund ging dann nach 7 Tagen zum Züchter zurück.

    Ich fühle mich moralisch völlig ok, einen Hund vom Züchter zu kaufen und wenn ich sehe, wie das mit diesen direktimporten abläuft, schüttelt es mich. Es deklariert die Hunde so sehr zur formbaren ware. Hat was von "kaufe Frau, aus dem katalog."

    Seit 20 Jahren wird gerettet, aus Spanien, Rumänien, Griechenland, Russland usw. und es werden nicht weniger Hunde. Irgendwas an diesem Systeme funktioniert nicht! In ca. 20 Jahren müsste man irgendeine Verbesserung, Veränderung bemerken.

    Meine Eltern sind gerade in Griechenland, nicht in einer touristischen Hochburg und meine Mutter hat gestern vom ersten Tag schon Bilder mit strassenhunden ohne Ende geschickt. Ist es jetzt richtig loszugehen und zu schauen wo Hundefutter zu bekommen ist, oder lieber nicht noch das ganze fördern?

    Wenn die Gesellschaft in den betroffenen Ländern sich nicht ändern kann, oder will, was will man dann machen? Allen seine moralvorstellungen aufs Auge drücken? Sie aus der EU schmeißen?

    Uns deutsche beachtet man doch eh schon mit Argusaugen. Weltverbesserer, gutmenschen, kommen mit moralkeulen ums eck usw.

    Wie sagte jemand, andere, ärmere Länder, sehen uns als laufende Geldscheine, mit und an uns kannst du gut Geld verdienen und wir retten alles und kaufen das ab, wenn es nur erbärmlich genug aussieht.

    In 20 Jahren, hätten es weniger Hunde werden müssen, wenn das rettungssystem funktionieren würde. In 20 Jahren, sind es viele arme Tiere geblieben, weil das system, mit dem geldverdienen mit den Mitteleuropäern so fantastisch funktioniert.

    Lg

    Wir haben damals einem sehr aggressiven Hund seine dritte Chance gegeben. Seinen ersten Besitzer hat er ins Krankenhaus befördert im Tierheim einen Pfleger verletzt und einen Hund getötet. Als er bei uns ankam war er noch keine 2 Jahre alt. Und im großen und ganzen, war diese dritte Chance ein riesiger Fehler.

    Der Hund hat 10 Jahre unser Leben bestimmt, Sicherungsverwahrung, Stromzäune, Zwinger mit Schieber, 2,80 hohe Zäune, oben nach innen gebogen, Maulkörbe, Zwinger im Haus, Leinen mit Schlinge, usw.

    Diese ganzen Maßnahmen führten dazu, dass er keinen Hund und keinen Menschen mehr ernsthaft verletzte und er lebte auch nicht komplett in isolationshaft. Aber jedes händling mit ihm war nur kompliziert. Im Haus frei schlafen, durfte er glaube ich das erste mal nach 5 Jahren. Er war ständig doppelt und dreifach gesichert. Fuhren wir in den Urlaub, hatte der Hund dann 2-3 Wochen keine gassigänge und keinen menschlichen direkten Kontakt. Und auch mit den beiden anderen Hunden hatte er dann keinen Kontakt.

    Chancen geben hört sich immer gut an, aber Plätze für solche Hunde und endplätze für solche Hunde, die gewährleisten können, dass diese Hunde, in der Gesellschaft eigentlich nicht mehr auftauchen, sind mehr als rar gesät. Und die meisten dieser Plätze sind übervoll und die Wartelisten lang und länger. Trigger können alles sein, das aufheben eines Kopfkissens, die Zeitungen raus bringen, einfach nur vom Sofa aufstehen. Unser Hund damals tickte z.b. aus, wenn du die Geschirrspülmaschine geöffnet hast. Er dürfte wohl im vorigen Zuhause die Essensreste dadrin ablutschen und hat diese Ressource verteidigt.

    43 kg DSH der den Geschirrspüler mit seinem Leben verteidigt in einer 10 Quadratmeter großen Küche, ist wirklich ein Traum. Und er war da schon einige Jahre bei uns und sollte halt langsam, mit sicherungsvorkehrungen wie Maulkorb, hausleine, Würger im Alltag langsam mitlaufen. Das haben wir übrigens nie wirklich geschafft. Als er dann krank und vom Krebs zerfressen war, die Kraft nachließ, da gab es dann ein paar Alltagsmomente mit ihm, vorher gab es einfach zu viele mögliche und unmögliche trigger. Wer stellt sich so ein Leben mit Hund vor? Manchmal ist es besser, bevor noch mehr passiert, ein schnelles Ende zu machen. Ja, das tut mir auch immer leid, aber leid kann sich auch scheinbar endlos ziehen. Ich rede nicht davon, wenn ein Hund mal tackert, den gleich einzuschläfern, aber wenn Menschen schwerst verletzt, oder sogar vom Hund getötet werden, dann ist da kein Platz mehr, für mehr Chancen. Die Gefahr eines solchen Hundes ist einfach zu groß und die paar wenigen Stellen, die solche Kandidaten noch sicher aufnehmen und führen könnten, sind übervoll. Und auch wenn sich das jetzt schlimm anhört, dann lieber die ressourcenin Hunde stecken, die noch zu retten sind.

    Lg

    Den Exoten halte ich selber, nämlich eine working kelpie Hündin.

    Ansonsten gibt es in der Nachbarschaft nur zwei Labradore und zwei Mixe.

    Im Hundeverein tummelt sich aber so einiges. Beaucerons, Pudel, Collies, Shelties, Elo, svenske gardhund, Islandhunde hat ein islandpferdehof in der Nähe, Herder (hatten wir im Verein) usw.

    Lg

    Hudson bezeichne ich auch als Arsch, oder auch Riesen arsch. Ist nunmal so. Er ist einfach oft ein arsch.

    Ist mir egal, wie andere das finden, spätestens wenn ihnen Hudson im Gesicht hängt und sie eine blutige Nase haben, verstehen sie meine Ausdrucksweise.

    Lg

    Im eingangspost wird doch gefragt warum man das ganze pflegegedöns nicht macht, oder? Darauf habe ich versucht zu antworten.

    ich kaufe mir tatsächlich nur praktische Hunde, nichts was getrimmt, geschoren, frisiert werden muss, nichts zu kleines, nichts mit irgendwie kompliziertem Fell, nichts ohne unterwolle.

    Das sind bei mir mit Kaufentscheidungen. Ich frage die Züchter danach und weiß selber was unkompliziert und praktisch ist.

    Lg

    Ich habe zwei Hunde die Arbeiten, ja. Einer ist in hundesportrente und der andere wird gerade im hundesport aufgebaut.

    Und meine Hunde sind Begleiter und Wächter des Grundstücks. Sie sind oft bei Wind und Wetter lange draußen, sie schlafen nachts teilweise draussen, sie haben verschiedene unterschlüpfe auf dem Grundstück, teilweise selbst gegrabene kuhlen unter Bäumen und im Gebüsch.

    Ich denke ich halte meine Hunde nicht viel anders, als viele andere Menschen auch.

    Lg