Beiträge von Gammur

    Ach was, wir haben zwar unterschiedliche Ansichten in ein paar Punkten, aber du hast meine, dir völlig unbekannten Hunde, doch nicht als gestört und therapiewürdig deklariert. Und unterschiedliche Standpunkte halten eine Diskussion doch erst am Leben.

    Und jetzt besser weiter mit den rassevorschlägen.

    Lg

    Meine hütis sind Meilen von der erlernten Hilflosigkeit weg. Das ist ein lustiger, etwas durchgeknallter Haufen, der mir mehr Freude als alles andere bringt. Das kelpie, dass sogar Dosen selber öffnen kann, dessen Laune öfter mal schlecht ist und die sich selber und ihre Befindlichkeiten für den Nabel der Welt hält. Der aussierüde, der eher Model grobian ist und sich ständig in unpraktische Situationen bringt und dann etwas wie Steve Urkel agiert "war ich das etwa?" |)

    Meine aussiehündin, ist eine Fräulein rottenmeier. Die moniert alles, was nicht "regelkonform" abläuft. Sie ist nie weit entfernt von mir und sieht sich als mein verlängerter Arm.

    Und dann der border. Er benimmt sich wie ein Baby und wird genauso von den Hunden behandelt. Eine absolute weichflöte, verpäppeln die anderen Hunde ihn, putzen ihn, kuscheln mit ihm und bei Ansagen fällt er entsetzt in Ohnmacht und kommt zu mir um sich bei mir über die unfaire Welt zu beklagen. Ein Beispiel, ihn hat beim Baden eine Bremse hinten innen im Oberschenkel gestochen. Der Tag war gelaufen. Bis zum Auto hat er gehumpelt, geweint, ist an mir hochgekrabbelt, usw. der Stich war nicht mal geschwollen. Er hat sich jedem der Hunde hier vor die Füße geworfen und jedem den wirklich tragischen bremsenstich gezeigt. Und die anderen Hunde haben hektisch seine schlimme Verletzung gesucht und ihn versucht zu beruhigen. :hust:Am nächsten morgen war es dann Gott sei dank wieder gut. Er hat den bremsenstich ganz knapp überlebt.:roll:

    So liebenswert meine Wuffs! hier zu lesen, dass meine Hunde wohl auch therapiebedürftig sind und erlernt hilflos sind, oder neurotisch, gestresst, usw. finde ich eine ziemliche Frechheit. Meine Hunde sind lustig, unperfekt, mit eigenen Charaktereigenschaften und durch und durch hütis, mit ihren Vorteilen und ihren Nachteilen.

    Lg

    Ach je, da hab ich ja was losgetreten. Sorry. Natürlich war es überspitzt dargestellt. Ich habe halt immer wieder die Vergleiche zu anderen rassen. Und was ich so im Hundeverein erlebe. Wenn man ein Händchen für Hütehunde hat und einem deren Art liegt, man dies gewohnt ist, man das wieder anstrebt, dann sollte man meiner Erfahrung nach, bei diesem hundetyp bleiben. Ausser die eigenen Wünsche ändern sich komplett.

    Ich kenne sehr viele halter die unterschiedliche hütis in Gruppen halten und denen nichts anderes mehr ins Haus kommt. Meine Hunde schenken mir halt vieles, was sich andere mit ihren Hunden hart erarbeiten müssen. Dieses Potential muss man managen, anleiten und betreuen, aber dieses Potential, wenn man ein Händchen für hütis hat, macht einem auch vieles einfacher. Der jagdtrieb meiner hütis ist unzweifelhaft da, auf Sicht. Und wenn das Reh vor ihnen hoch geht, säusel ich "aber, nein! Wir wollten doch nicht jagen!" Und vier Hütehunde stehen auf dem Weg, legen sich ins down ab, schauen dem Reh hinterher und eilen an meine Seite denn "genau Frauchen, wir wollten doch nicht jagen!" eine Leine brauche ich so gut wie nie. Ich gehe mit vier Hunden gassi und vergesse die Leinen zuhause oder im Auto und das fällt mir erst auf, wenn ich wieder zuhause oder am Auto bin und die Leinen dort liegen sehen.

    Natürlich sind meine Hunde nicht gottgleich und die bauen Mist und haben doofe Ideen und die machen auch mal ärger. Aber wer diese Art Hunde mag, der wird von einem Dalmatiner evtl. enttäuscht sein. Außer er hat die Gabe sich auf einen völlig anderen Typus Hund, ohne Erwartungen einzulassen. Und ja, mich haben die Hüte und schäferhundrassen, für andere rassen verdorben. Und es gibt doch kaum was schlimmeres, als vom eigenen Hund etwas zu verlangen, was dieser einfach nicht leisten kann, ohne ihn völlig zu verbiegen versuchen.

    Hoffe konnte ausdrücken, was ich meinte. Ich kenne Fullani schon viele Jahre, fast 10 Jahre glaube ich und darum habe ich ihr explizit geraten bei den hütis zu bleiben. Sie lebt für einen Hütehund ideal, hat Erfahrung mit unterschiedlichen hundesportarten, hat ein Händchen für die hütis und schätzt viele Eigenschaften dieser Hunde.

    Lg

    Ich finde es schön, dass meine Hunde immer mit einem Ohr bei mir sind. Ermöglicht ihnen die größtmögliche Freiheit. Und ja, das genieße ich und ja, das strebe ich an. Warum soll ich mich für diesen Wunsch schlecht fühlen?

    Meine Hunde sind keine Wracks oder irgendwie therapiebedürftig, sie sind auch nicht gottgleich. Ich meinte damit nur, wer Hütehunde gewohnt ist und diese Hunde mag, der wird evtl. von einem Dalmatiner eher enttäuscht sein. Und da ich Chrissi eben kenne, wir den gleichen Typus Hund schätzen, rate ich ihr dabei auch zu bleiben.

    Lg

    Mal rein interessehalber würde mich auch gern mal wissen, was bei mir noch passen könnte :D Sollte sich an meiner Arbeitssituation langfristig etwas ändern (homeoffice), würde Oona sich im Alter sicher über einen Zweithund freuen. Daher mal wieder ein Hirngespinst. Da Oona niemals als souverän gelten wird, müsste der Hund das ausgleichen können bzw. sich nicht mitreißen lassen, wenn sie sich reinsteigert. Oona mag keine aufdringlichen, unhöflichen Hunde und kann Plattnasen nicht wirklich einschätzen.

    Ich habe kein Problem mit (Sicht)Jägern oder händelbarem Jagdtrieb. Womit ich nicht kann sind Hibbelhunde die mir ständig freudestrahlend im Gesicht hängen und schwer zur Ruhe zu bringen sind, ich brauche einen Hund der drinnen gut entspannt (Oona auch). Etwas WTP wäre schön, Gleichgültig bis nett zu Fremden.

    Größe ist mir relativ egal, nur mehr als 25kg kann ich nicht halten. Fell ist mir auch recht egal, ich mag nur Stockhaar nicht sooo gerne. Optisch bin ich langbeinigeren Hunden verfallen :D

    Worauf ich Lust mit dem Hund hätte: Agility, Mantrailing, Dummytraining, Wandern.

    Ein Collie.

    Lg

    Ehrlich, es tut mir so leid. Aber deine Freunde/Verwandten brauchen ihre Ressourcen für sich und ihre beiden noch gesunden Hunde. Der englische Begriff Lost cause fällt mir da ein. Lasst die beiden jetzt einschläfern, bevor sich die anderen Hunde mit was auch immer anstecken. Und dann verliert die Familie noch mehr.

    Ganz ehrlich, so wie du es beschrieben hast, gab es von Anfang an, kaum Hoffnung. Das Schicksal ist manchmal ein mieser verräter.

    Lg