Beiträge von dasaennchen

    Zitat


    Zum Thema.... ich denke, mit Hund knüpft man schon eine Menge Kontakte, aber für mich waren es immer die falschen... Ältere Herrschaften, Pärchen mit Familie etc. Dann doch lieber klassisch in der Kneipe, ob mit oder ohne Hunde... wurscht.

    Meine Meinung :).. ich habe nur wenige HH in meinem Alter getroffen, noch weniger männliche, eine meiner jetzt besten Freundinnen habe ich beim Spazierengehen getroffen, der Rest der Leute waren immer irgendwie Hausfrauen... wobei ich eine sehr interessante Bekanntschaft gemacht habe, ein netter Mann, sehr interessiert an damals noch beiden Hunden, man kann mit ihm super Gespräche führen.. nur leider ist er einfach 60 Jahre zu alt für mich :lol:

    Man sollte auch die, die nichts mit Hunden anfangen können nicht gleich abschreiben, wenn sie ansonsten interessant genug sind, dann würde ich es auch immer wieder probieren... die meisten lassen sich von unseren Schneckchen doch ohnehin einlullen ;)

    Da fällt mir grad noch ein Ort ein, wo ich immer wieder Männerbekanntschaften hätte machen können - in der Stadt mit Jack... da sind wir nicht so oft, aber ganz viele sind vollkommen aus dem Häuschen, wenn ich da mit nem Bullterrier-Mix anspaziert komme. Erst mal etwas skeptisch, ob ich den überhaupt halten kann, dann aber vollends begeistert :D ... hach, auch wenn da sicherlich viel dabei war, was sicherlich grundsätzlich schon mal durchs Raster fiel, dennoch bin ich der Meinung, dass einem Hund vielleicht manchmal eine Türe schließt, dafür aber zig andere öffnet :)

    Bei mir war das immer durchweg positiv. Wobei... es gab da schon so ein paar, die mir klar ins Gesicht gesagt haben, dass sie das mit dem Hund nicht nachvollziehen können... mit einigen bin ich immer noch befreundet, allerdings sind die dann seltsamerweise nicht mehr interessant gewesen/geworden - warum nur ;)

    Mein Ex hatte kein Problem mit Jack, hat sich allerdings auch nicht gekümmert, war nicht mit uns Gassi oder sonst etwas. Lange dachte ich, dass mir das nichts ausmacht, aber es ist ein Teil meines Lebens, der nunmal immer präsent ist und ein bisschen teilen wäre schon schön. Muss ja nicht immer und jeden Tag sein, aber nun ja, schwierige Kiste ;)..

    Als ich meinen Freund kennen gelernt habe, war mir ganz klar, was für Anforderungen ich an einen Mann stelle. Das habe ich auch von Anfang an klar gemacht (sind nur wenige Punkte neben Hund)... dementsprechend lief unser Kennenlernen ab... wir haben uns beim Weggehen getroffen und dementsprechend war es laut und Alkohol war sicherlich auch im Spiel... meine ersten Fragen:

    1. Heiß hier, oder?
    2. Wie heißt du?
    3. Magst du Hunde?
    4. Ich habe einen Bullterrier namens Jack, der einen großen Teil meines Lebens einnimmt. Jedes Jahr im August feiern eine Freundin und ich mit unseren beiden ihren Geburtstag, backen dafür Kuchen und Hundekekse und setzen allen Beteiligten Hüte auf. Was hältst du davon?

    Keine Angst, das Letzte ist das vermutlich unhandlichste, was ich so mache ;)... tja, laut Aussage meines Freundes habe ich ihn mir damit gekrallt :) ... und was habe ich heute? Einen Freund, mit dem Jack und ich zusammenleben, der keine Gassirunde verpassen möchte, wenn er daheim ist, der als Lehrer bei seinen Kids Aufklärung über Hunde betreibt und im Moment überlegt, ob Jack nicht vielleicht doch noch Korb Nr. 3 in der Küche bekommen sollte, weil das doch viel bequemer ist als der Teppich, den er ihm extra gekauft hat... Meine beiden Männer sind ein absolutes Dreamteam, besser hätte es nicht kommen können (hallo, was gibt es Schöneres als wenn Männe sich beim Heimkommen auf den Boden zum Hund wirft und beide um die Wette fiepen - komplett irre!). Ich bin nach wie vor Frauchen, die beiden machen halt ihr Ding, das ist vollkommen ok.

    Ich habs von Anfang an klar gesagt, hätte aber auch bei anderen Männern keine Probleme beim Kennenlernen gehabt.

    Aber ich merke, was für eine Erleichterung es ist, wenn man jemanden an der Seite hat, der nicht genervt aufseufzt, wenn man Abends zum Notdienst fahren muss, sondern sich auch ernsthaft Sorgen macht... wie gesagt, ich habe nie erwartet, dass jemand kommen soll, der jetzt vollwertiger Zweitbesitzer meines Hundes ist. Mein Freund hat keinerlei Verpflichtungen dem Hund gegenüber, er darf, muss aber gar nichts, ist ja mein Irrer.

    Ich glaube, man darf sich nur nicht darauf versteifen, dass der Mann von Anfang an zu 100% zum Hund stehen muss.. viele können doch damit gar nichts anfangen. Aber er muss Verständnis dafür aufbringen, dann ist auch ein Partner, der eben Hund nicht als Hobby hat (ihn aber im Leben akzeptiert) ein toller Partner :) ... Kategorisch ausschließen sollte man erstmal niemanden!

    Zitat

    Ich gehe in Gedanken auch lieber immer direkt vom Schlimmsten aus :D mein zukünftiger Begleiter wird also ein dauerkläffender, chronisch kranker Leinenpöbler, der nicht allein bleibt und dann aus Protest auf den Teppich pieselt, Jagdtrieb hoch 1000 hat, alle Menschen hasst und nicht auf mich hören will hahaha

    Vernünftige Einstellung :lol: .. aber vergiss die Artgenossenaggression nicht, durch diese musst du immer eine Einzelbetreuung finden ;) ... mein Dicker ist auch nicht einfach und ich bin wie gesagt die Einzige direkt hier, die mit ihm gehen kann... ist schon anstrengend, aber es geht alles :)

    Zitat

    Mal wieder Uni Kiel...ich hab gerade keinen Internetlink, aber es ist in ihren Büchern nachzulesen:
    Feddersen-Petersen (ich hoffe ich hab den Namen aus dem Kopf jetzt richtig hingekriegt) hat schon in den Neunziger Jahren vergleichende Beobachtungen an verschiedenen Rassehundwelpen durchgeführt (Schäferhunde, Golden Retriever, Siberian Huskies und Bullterrier) und kam zu dem Schluss, dass die innerartliche Kommunikation bei den Bullterrier-Welpen (im Vergleich zu allen anderen Rassen) sehr vergröbert und vereinfacht auftrat und aggressive Verhaltensweisen unter den Wurfgeschwistern viel früher auftraten und vehementer durchgesetzt wurden.

    Gleichzeitig fand sie aber in einer Studie etwas später heraus (habe leider gerade auch keinen Internetlink zur Hand), dass Golden Retriever und Bullterrier im ausgewachsenen Zustand einen vergleichbaren Grad an Aggression aufweisen. Die genauen Hintergründe des Tests weiß ich nicht mehr, ist schon einige Zeit her, dass ich das gelesen habe. Insgesamt finde ich das aber ziemlich interessant. Fraglich wäre auch, ob die Ergebnisse der beiden Studien aufgrund des zeitlichen Verhältnisses eine Diskrepanz aufweisen (also ob sich in der Genetik, etc. etwas verändert hat) oder ob sich die Stadien einfach erheblich unterscheiden... Was mir auffällt, ist, dass, betrachtet man die Nothilfeseiten, bei den Rassen Pitbull, AmStaff und Bullterrier, mehr Artgenossenaggression ausgeschrieben ist, als bei anderen Rassen. Dieser Eindruck ist rein subjektiv, habe keinerlei Studien dazu durchgeführt. Außerdem stellt sich natürlich die Frage, woran das liegen könnte, oftmals kommen Pit&Co ja auch aus Beschlagnahmungen in diversen Milieus... Vermutlich auch deutlich häufiger, als andere Rassen..
    Ich finde es einfach unglaublich schwierig, da gerade durch die Verbote vernünftige Zucht unmöglich gemacht wird und alles über einen Kamm geschert... mein Dicker hatte als Bullterrier-Dogo Argentino Mix ja auch ein katastrophales erstes Jahr, war zu dem Zeitpunkt aber schlichtweg ein unerzogener Rüpel mit großen Unsicherheiten. Im Wandel der Zeit wurde dies durch mehrmalige Artgenossenangriffe auf ihn zu einer Angstaggression. Ist aber keine generelle Unverträglichkeit und er ist auch gar kein Prügelknabe. Wie gesagt, mein Einzelfall hier zuhause, aber auch die sind ja interessant.
    Also Artgenossenaggression kommt mir tatsächlich erhöht vor (aus welchen Gründen auch immer, "Zucht", Vermehrerei, schlechte Behandlung...), Menschen gegenüber habe ich aber alle Pits/Staffs/Bullterrier als sehr freundlich (überfreundlich) erlebt, egal woher, das ist ein interessanter Gegensatz.

    So, kurz Gedanken niedergeschrieben, wissenschaftlich nicht haltbar, aber vllt. dennoch interessant.

    Darf sich auch ne Nürnbergerin melden? ;)...

    Also, falls du keine Angst vor "Kampfhunden" hast (hier sitzt ein gemeingefährlicher Bullterrier-Mix), dann würden wir euch gerne mal kennen lernen! Jack braucht nur zu Beginn etwas Zeit um zu sehen, dass er nicht aufgefressen wird ;)... "Lautes" Spielen macht uns auch gar nichts aus, Jack kann auch mal laut werden, wenn er sich zu sehr bedrängt fühlt, aber ist halt einfach Getöse. Ich habe gesehen, dass man in Stadeln ja relativ gut gehen kann, gibt's da schöne übersichtliche Stellen ohne großen Hundeverkehr? Jack hat wie gesagt Angst vor fremden Hunden, die er nicht in Ruhe kennen lernen darf.

    Würden uns freuen, mal was von euch zu hören,
    lg, Anna

    Hey,

    wie wäre es denn mit einem wirklich älteren Hund (ca. 8, hattest du ja bereits angesprochen), dann ist die Zeit überschaubar (halte mich bitte nicht für grausam, ich habe mir auch eine Grauschnauze aus dem Tierheim geholt und hatte die schönsten 2 Jahre mit ihm, er ist mit 14 Jahren 2010 gestorben :(..), was besonders wichtig ist für die Zeit nach dem Studium, die du ja nicht abschätzen kannst (ich studiere auch geisteswissenschaftliche Fächer, zwar auf Lehramt, aber ich weiß wie es beruflich aussehen kann ;)). Ich denke, das wäre vielleicht wirklich eine gute Entscheidung. Ein ruhigerer, älterer, fiter Hund.

    Ich denke, dass es immer schwierig ist, wenn man allein mit Hund ist. Ich wohne zwar nicht alleine, bin aber die Einzige, die mit meinem Hund rausgehen kann (er ist zwar ein totales Herzchen, hat aber panische Angst vor fremden Hunden). Das ist schon oft stressig, aber es geht. Ich frage auch nicht gerne, ob die Handvoll Menschen, die mit ihm gehen können, ihn über einen gewissen Zeitraum aufnehmen.. da muss man durch, ich revanchiere mich einfach gerne mal. Dennoch solltest du einen Plan B haben, was die Betreuung angeht, denn allzu oft ist das Angebot schnell gemacht, die Tat ist dann allerdings das Problem.. aber ernsthaft: Wie oft brichst du dir das Bein im Schnitt? Klar kann immer was passieren und dann braucht man auch einen sicheren Plan A, aber ob das der Hauptgrund sein sollte, sich keinen Hund zu holen? Im Notfall muss eben eine Hundepension herhalten. Ist aber schon richtig, dass du das erstmal geklärt haben möchtest.

    Denk einfach mal drüber nach, ich weiß nicht wie deine Arbeitseinstellung ist, bei mir läuft es kurz vor Abgabe der Hausarbeiten immer auf einige Nachschichten raus, da tut es zwar gut, mal rauszukommen, ab und an braucht man aber auch einfach nur jede Sekunde Zeit und das ist dann schwierig..

    Wenn irgendwelche Fragen sind, dann frage einfach :) .. ich kenn deine Situation ja recht gut ;)

    Das kommt ganz aufs Bundesland an, woher kommt ihr denn?


    Bei uns in Bayern ist der Wesenstest der Test an sich, das Negativzeugnis ist dann die Bescheinigung der Gemeinde, die aufgrund eines erfolgreich bestandenen Wesenstests ausgestellt wird.

    Hey,

    auch hier ist jemand mit Mastzelltumorerfahrung... leider... aber auch ich kann dich beruhigen: Jacks Tumor wurde vor 1,5 Jahren rausgeschnitten, eingeschickt, nachgeschnitten, bzw. die Zehe amputiert (aber das war absolut notwendig, da man ja an der Pfote nicht einfach wild drauflos schneiden kann)... unsere Naht ist auch einmal wieder aufgegangen, das kann einfach passieren.

    Anfangs habe ich auch überall Knubbel gesehen und bin fast ausgeflippt. Jack wurde nochmal operiert, weil drei Knoten auftauchten und wir keine Zeit verlieren wollten. Es waren keine Mastzelltumore mehr. Dann tauchte wieder etwas auf und ich habe endlich abgewartet und erstmal eine FNA machen lassen - Knötchen verschwand, FNA o.B. . Ich verstehe also deine Panik, bin da selbst durch, aber man darf sich da selber nicht fertig machen. Wenn wieder etwas auftaucht, dann kann man weiterschauen, aber jetzt gehts erstmal darum, dass alles abheilt und ihr wieder Spaß habt. Absuchen ist für uns zu einem Kuschelritual geworden, dass ich nicht missen möchte. Wir hatten bis jetzt Glück, es sieht gut aus. Grad I-II war auch unser Glück und dass unsere Tierärzte schnell reagiert haben.

    Dass der Tumor nicht eingeschickt wurde, das empfinde ich persönlich schon als etwas seltsam, so viel kostet eine Patho nicht und man ist auf der sicheren Seite. Bei uns wurde z.B. auch erst von einem agressiveren Grad ausgegangen, zwei Monate später las die Pathologin allerdings von einem neuen Färbeverfahren und hat dann unsere Probe noch einmal rausgeholt, angesehen und runter gestuft. Wir standen kurz vor einer Chemo. Für uns war das wirklich gut. Aber gräm dich nicht, man muss auch mal auf den TA vertrauen können und sie hat sehr weitläufig geschnitten, das hört sich doch wirklich gut an, das war bei uns schließlich nicht möglich. Du hast nichts falsch gemacht!

    Kopf hoch, unternehmt viel, kuschelt viel und wenn die Panik durchkommt, dann überleg dir etwas, was dir gute Laune verschafft! Ich habe mir immer sofort eine bestimmte CD aufgelegt, die Lieder ließen gar keine schlechte Laune zu :) ... das hat mir wirklich geholfen.

    Ich habe sehr, sehr viel im Internet gelesen und recherchiert und kannte mich auch ordentlich aus, wusste von sämtlichen Erfolgen und Horrorgeschichten, tu dir das nicht an!! Nur eines kann ich dir sagen: Es gibt unfassbar viele Erfolge, besonders wenn schnell reagiert wurde, gerade im Bereich der Grad I und II MCTe. Du hast also allen Grund nach vorne zu blicken und dich zu freuen, dass ihr so schnell reagiert habt!!