Die Studie, dass "Kampfhunde" stärker zubeißen als Golden Retriever würde mich interessieren...
Ich habe die letzten Tage wieder was festgestellt... mir weichen viele Leute aus, wenn ich mit Jack unterwegs bin, was vollkommen in Ordnung ist. Mich pöbeln auch viele Leute an, was alles andere als ok ist... aber das, was mich wirklich bewegt sind die Leute, denen mein Jack, der böse "Kampfhund", selbst ein Schisser vor dem Herrn, die Angst vor Hunden genommen hat. Leute, die selbst nem Yorkie ausm Weg gehen, Leute die beim Gedanken an BILD-Kampfhunde Schweißausbrüche bekommen haben, rennen mir heute hinterher um Jack mal eben kurz hallo zu sagen.
Mich rührt es zu Tränen, wenn ich über 10 Ecken erfahre, dass unsere Nachbarn uns aufs Blut verteidigen, wenn es gegen Jack geht, dass sie Aufklärungsarbeit leisten. Mich rührt es zu Tränen, dass mein Dad stolz jedem den es interessiert (oder auch nicht), selbst (oder gerade) hochrangigen Politikern erzählt, was sie für Schei*e produzieren und wie toll doch der "gefährliche Kampfhund" ist.
Ich habe einen tollen Hund zu Hause, der in seinem ersten Jahr unglaublich versaut wurde und der jetzt einfach nur ein Goldstück (mit Macken) ist. Ich möchte nie mehr eine andere Rasse wie Bullis (oder Mixe), oder woanders, wo es möglich ist, eben auch nen Staff oder Pit.
Ich habe einen Sauhaufen Geld hingeblättert, dafür, dass ich meinen Hund halten darf. Klar ist es unfair, aber ich werde nicht zu denen gehören, die sich dem Politikerwillen unterwerfen und genau das tun, was die sich vorstellen - aufgeben.
Was kümmern mich die Menschen, die nichts mit mir zu tun haben möchten, weil ich eine Bestie zu Hause habe... nicht jeder muss wissen, was er für ein Kuschelmonster ist. Ich habe einiges gelernt in der Zeit, seitdem Jack da ist - Menschen glauben, was in der Zeitung steht... nicht viele lassen sich vom Gegenteil überzeugen - aber die die das tun, die sich einfach öffnen, das sind für mich die liebsten Zeitgenossen.
Ich bin früher auch "seltsam" aussehenden Menschen mit "Kampfhunden" aus dem Weg gegangen, dank Jack durfte ich aber so viele kennen lernen, die ich zu den nettesten und herzlichsten Zeitgenossen zähle. Ich merke, wie sehr ich selbst mit Vorurteilen gespickt war und vermutlich immer noch bin. Dabei dachte ich immer, ich wäre tolerant. So viele der Menschen, um die ich einen riesigen Bogen gelaufen bin, sind die tollsten Hundebesitzer, die Menschen, mit denen ich zu tun haben möchte.
Ich sehe stinknormal aus, jeder der mich kennt, würde sagen ich bin ein junges, nettes, hübsches, stinknormales, braves Mädel... ich werde Lehrerin, ich passe nicht zu den "Klischeekampfhundehaltern" - und doch verstehe ich mich mit diesen supergut... und doch werde ich gemieden wie die Pest, selbst von Leuten, die mich und meinen ersten Hund, den Opi kennen. Auf diese Leute kann ich gut und gerne verzichten....