Beiträge von dasaennchen

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    Gestern dann sehe ich das erste mal seine Frau mit dem Hund.. auf einmal schreit die Frau mich an ich soll meinen Scheiß Köter da weg nehmen diese Bestie gehört eingeschläfert... meiner hätte ihren halb tot gebissen und mein Kind (ich habe gar keins) hätte ihn sogar noch extra los gemacht

    Sag mal, kanns sein, dass die Frau deinen Hund einfach verwechselt hat?? Dann wäre das alles ein verdammt dummes Missverständnis, das aber leicht geklärt werden könnte... ich würde zudem immer versuchen, mich möglichst gut mit meinen Nachbarn zu verstehen, weil ans Bein pinkeln können dir gerade mit großem Hund so einige, ohne dass was passiert sein muss...

    Augsburg:

    1. Hund: 75,-€
    2. Hund: 110,-€
    Kampfhund (ohne Wesenstest): 600€

    Es ist zwar mehr als in den Dörfern rundum, allerdings im Vergleich zu anderen Städten recht billig... und um meine neue Wohnung rum sind einige Robidogs... na ja, toll find ichs net, aber es ist vertretbar (Hunde können zum Beispiel auch kostenlos in den Öffentliche mitgenommen werden)

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    Hallo!
    Habe mir gestern die DVD Beschwichtigungssignale der Hunde angeschaut. Da wurde das "einfrieren" auch als Beschwichtigungssignal gezeigt. Ich habe das hier noch dazu im Netz z. B. gefunden:

    • Das Erstarren / Einfrieren
    Ihr Hund wird manchmal in stehender, sitzender oder liegender Haltung "einfrieren" und sich vollkommen passiv verhalten, um sein Gegenüber zu beschwichtigen. Zwei Rüden, die sich treffen, werden sich sehr vorsichtig und abwägend verhalten, um keinen Konflikt heraufzubeschwören. Sie werden sich oftmals langsam bewegen und plötzlich in eingefrorener Stellung verharren, bis sich einer von ihnen langsam entfernt. Wenn Sie Ihrem Hund voller Zorn oder Aggression ein Kommando geben, werden sie nicht selten sehen, dass der Hund wie festgefroren in seiner Position erstarrt und so aussieht als hätte er überhaupt nichts gehört. Auch Sie können dieses Signal einsetzen indem sie stocksteif stehen und blinzeln, dann Kopf abwenden und sich langsam entfernen.

    Quelle:
    http://www.pon-club-vdh.de/calming_signal…ng_signals.html
    .

    Ne, das ist schon klar. Nur reagiert er dann nicht mehr auf Rufen und nur eine Sekunde später gehts in "Angriff" über... dieses Erstarren dauert nicht lange und da die meisten Hunde das nicht deuten können und weitermachen mit was auch immer, gibts dann Stress... also Getöse und Aufmucken (kein Gebeisse)

    Mein Hund muss nicht jeden anderen Hund mögen, erst recht soll er durch den MK nicht lernen, dass er nicht mehr auf mich schauen muss. Jack hört an sich super, jedoch bringt mir das alles nichts, wenn er Panik bekommt, weil ein TutNix um die Ecke geschossen kommt und er vor Panik erstarrt und sich nicht mehr bewegt und erst recht nicht reagiert. Ohne Maulkorb bin ich dann selbst in Panik verfallen, vermittelt jetzt nicht unbedingt Sicherheit... hatte zur Folge, dass Jack wirklich nur noch auf 100% übersichtlichen Flächen laufen durfte und das gibts hier bei mir in der neuen Wohngegend kaum. Irgendwann habe ich bemerkt, dass ich schon nervös war, bevor Jack es war. Ein großer Grund bei ihm ist auch, dass er nunmal als Listi IMMER die A***karte hat, wenn iwas ist, egal wie der Hergang war. Bzgl. Verteidigen: Klar bin ich grundsätzlich der Meinung, dass mein Hund sich verteidigen können muss, aber er darf es vom Gesetz her nunmal nicht. Also habe ich für mich selbst beschlossen, dass mien Hund im Fall der Fälle lieber keine Chance zur Verteidigung hat und ich das übernehme (und ich mache hier keine Witze, ich mache das wirklich, habe ich auch schon mehrmals)... ich möchte ihm ein Leben an der Leine mit Dauermaulkorb ersparen.

    So, jetzt wieder zurück zum Mauli.. ich habe also gemerkt, dass ich nervös wurde und so gut ich das verbergen kann, ganz geht es nicht. Ich habe es dann einmal mit Maulkorb versucht und siehe da, ich war vollkommen entspannt, Jack war entspannt, verfiel bei mehreren auf ihn zuschießenden Hunden nicht in Panik, kam wieder zurück zu mir (ohne Schreckstarre) und ließ mich alles regeln. Mit anderen Hunden hatten wir bzgl. des Maulkorbs übrigens noch nie Probleme.
    Ach ja, wir hatten ein einziges Mal eine richtige Keilerei, bei der allerdings nur Jack Wunden davontrug. Aber das war eine super dämliche Situation zwischen zwei Hunden, die sich spinnefeind sind (der andere hat sich von Beginn an auf Jack gestürzt). Allerdings hat Jack nicht gebissen, er hat in die Luft geschnappt. Aber so etwas reicht schon aus bei nem Listi hier..
    Der Maulkorb soll nicht für immer bleiben, ehrlich gesagt nur genau so lange, bis ich wieder meine alte Souveränität zurückbekommen habe.
    Ich muss sagen, es ist die Hölle, wenn man die nicht wegen des Verhalten seines Hundes verliert, sondern aufgrund der Konsequenzen.

    Ich glaub jetzt hab ich alles gesagt und beantwortet, oder?

    Ja.... das Problem kenne ich. Seitdem wir mehrmals von Hunden angegriffen wurden, hat Jack eine absolute Panik, die sich in sagen wir mal sehr lautem Getöse und ala "Angriff ist die beste Verteidigung" präsentiert hat... Hunde die er kennt sind kein Problem, Hunde die er nicht kennt auch solange nicht, bis sie auf ihn zuschießen. Gerade wenn auch kein Halter weit und breit zu erkennen ist oder dieser brüllend Panik schiebt. Er hat niemals gebissen oder ähnliches, sich aber zu aufdringliche Hunde umgerempelt und gedroht, dann war es wieder gut... all dies natürlich mit lautem Getöse, sodass ich mehrere Besitzer (so sie denn keuchend bei uns ankamen) hatte, die mich aufs übelste beschimpft haben, dass der böse Kampfhund ja gefährlich ist, etc...

    Es war zum Kotzen (sorry), Leine, Freilauf, alles Katastrophe, dabei war er vorher trotz seiner Unsicherheit sehr entspannt.

    An der Leine ist er mittlerweile vollkommen entspannt, er hat mittlerweile begriffen, dass Leine bedeutet, dass es keinen Kontakt mit Fremdhunden gibt. Nach wie vor ist es allerdings problematisch, wenn andere Hunde auf ihn zuschießen. Leine fallen lassen kann ich nicht, dann ist Jack (als Listenhund) egal was ist dran. Also haben wir mittlerweile eine tolle Methode entwickelt... wenn ich einen anderen Hund sehe, der auf uns zurennt und merke, dass der Besitzer mal wieder keine Chance hat, nehme ich Jack zwischen die Beine, seinen Kopf in meine Ellenbeuge, mit der Hand des gleichen Armes halte ich ihm das Maul zu. Dann verscheuche ich den Hunde, habe eine Hand und einen FUß dazu frei. Anfangs war es einfach nur, weil ich nicht wollte, dass Jack Probleme bekommt, weil ein anderer Hund einen Kratzer abbekommen hat, mittlerweile merke ich sichtlich, wie Jack ruhig wird, sobald ich ihn so im "Schwitzkasten" habe und er somit alle Verantwortung abgeben darf. Sein Herz schlägt langsamer, teils geht sogar der Kamm zurück.

    Im Freilaúf läuft er jetzt mit Maulkorb, aber hauptsächlich deshalb, weil ich mir eben so einen Stress gemacht habe, was wäre wenn, dass ich vollkommen Panik geschoben habe. Jetzt trägt Jack den Mauli und ich bin total entspannt, er auch und seitdem klappt auch alles wieder viel viel besser. Wir sind auf einem guten Weg, natürlich wird nie alles vollkommen entspannt werden, aber mir ist es einfach wichtig, seinen Stresspegel (und auch meinen) so gering wie möglich zu halten. Merke ich, dass etwas nicht passt, gehe ich dem aus dem Weg, bzw "Schwitzkasten"... hört sich jetzt vermutlich komisch an, aber es funktioniert alles. Ich habe kein konkretes Ziel, würde es allerdings gerne sehen, wenn Jack andere Hunde ignorieren würde, aber ob das je klappt, weiß ich nicht... solange ist es mir einfach wichtig, dass er lernt, dass ich immer auf ihn aufpasse und er nichts zu tun hat. Es wird auch immer besser, aber es ist noch ein langer langer Weg...

    Um mal kurz auf die ganz ursprüngliche Frage zurückzukommen (auch wenn die schon alt ist)...

    wir haben in Bayern Wesenstest gemacht. Hier gibt es ja eine ganze Zahl anerkannter Gutachter, jeder von ihnen hat eine andere Art den Test zu machen. Man muss sich also umhören, es gibt einige, die ich meinem Hund nicht antun würde, aber da man die freie Wahl hat, kann man auch einfach mit anderen sprechen und findet dann sicherlich jemanden, der da eine gute Einstellung hat..

    unserer Gutachterin war wichtig zu sehen, dass Jack kein grundaggressiver Hund ist, dass wir ihn handeln und mit seinen "Macken" umgehen können. Sie wusste, dass es extrem unsicher ist aufgrund seiner Vergangenheit, also hat sie das auch beachtet. Natürlich hat sie ihn auch in verschiedene Situationen gebracht, die nicht schön sind, aber sie waren alle vertretbar (und insbesondere auch die Haltung der Gutachterin Jack gegenüber). Der Test war natürlich trotz Allem extrem stressig für uns und ich glaube auch, dass ein Großteil der Hunde die ich hier kenne, diesen nicht bestanden hätte. Aber ehrlich gesagt, es war einfach nur ein Test mit vielen Alltagssituationen, teilweise real, teilweise heraufbeschworen...

    Die freie Gutachterwahl ist in Bayern einfach etwas sehr positives.


    Was schreibe ich eigtl.?? Was du hier schreibst trifft 100%ig auf Jack zu :D