Ja.... das Problem kenne ich. Seitdem wir mehrmals von Hunden angegriffen wurden, hat Jack eine absolute Panik, die sich in sagen wir mal sehr lautem Getöse und ala "Angriff ist die beste Verteidigung" präsentiert hat... Hunde die er kennt sind kein Problem, Hunde die er nicht kennt auch solange nicht, bis sie auf ihn zuschießen. Gerade wenn auch kein Halter weit und breit zu erkennen ist oder dieser brüllend Panik schiebt. Er hat niemals gebissen oder ähnliches, sich aber zu aufdringliche Hunde umgerempelt und gedroht, dann war es wieder gut... all dies natürlich mit lautem Getöse, sodass ich mehrere Besitzer (so sie denn keuchend bei uns ankamen) hatte, die mich aufs übelste beschimpft haben, dass der böse Kampfhund ja gefährlich ist, etc...
Es war zum Kotzen (sorry), Leine, Freilauf, alles Katastrophe, dabei war er vorher trotz seiner Unsicherheit sehr entspannt.
An der Leine ist er mittlerweile vollkommen entspannt, er hat mittlerweile begriffen, dass Leine bedeutet, dass es keinen Kontakt mit Fremdhunden gibt. Nach wie vor ist es allerdings problematisch, wenn andere Hunde auf ihn zuschießen. Leine fallen lassen kann ich nicht, dann ist Jack (als Listenhund) egal was ist dran. Also haben wir mittlerweile eine tolle Methode entwickelt... wenn ich einen anderen Hund sehe, der auf uns zurennt und merke, dass der Besitzer mal wieder keine Chance hat, nehme ich Jack zwischen die Beine, seinen Kopf in meine Ellenbeuge, mit der Hand des gleichen Armes halte ich ihm das Maul zu. Dann verscheuche ich den Hunde, habe eine Hand und einen FUß dazu frei. Anfangs war es einfach nur, weil ich nicht wollte, dass Jack Probleme bekommt, weil ein anderer Hund einen Kratzer abbekommen hat, mittlerweile merke ich sichtlich, wie Jack ruhig wird, sobald ich ihn so im "Schwitzkasten" habe und er somit alle Verantwortung abgeben darf. Sein Herz schlägt langsamer, teils geht sogar der Kamm zurück.
Im Freilaúf läuft er jetzt mit Maulkorb, aber hauptsächlich deshalb, weil ich mir eben so einen Stress gemacht habe, was wäre wenn, dass ich vollkommen Panik geschoben habe. Jetzt trägt Jack den Mauli und ich bin total entspannt, er auch und seitdem klappt auch alles wieder viel viel besser. Wir sind auf einem guten Weg, natürlich wird nie alles vollkommen entspannt werden, aber mir ist es einfach wichtig, seinen Stresspegel (und auch meinen) so gering wie möglich zu halten. Merke ich, dass etwas nicht passt, gehe ich dem aus dem Weg, bzw "Schwitzkasten"... hört sich jetzt vermutlich komisch an, aber es funktioniert alles. Ich habe kein konkretes Ziel, würde es allerdings gerne sehen, wenn Jack andere Hunde ignorieren würde, aber ob das je klappt, weiß ich nicht... solange ist es mir einfach wichtig, dass er lernt, dass ich immer auf ihn aufpasse und er nichts zu tun hat. Es wird auch immer besser, aber es ist noch ein langer langer Weg...