Hey,
Ich habe mir zunächst auch lange vor der Trennung überlegt, wie es mit den Hunden weitergehen soll, schon bevor die Trennung ausgesprochen war.
Wir hatten uns die Hunde gemeinsam angeschafft, gemeinsam mit ihnen gearbeitet, sie beide geliebt. Ich hatte die Zeit, er hat ganztags gearbeitet. Wir haben beschlossen, dass ich die Hunde unter der Woche nehme, er sie am Wochenende. Benji ist ja zwischenzeitlich gestorben und Jack ist krank, mein Ex geht wieder zur Schule... Jetzt hat ihn jeder eine Woche, bzw nach Absprache.
Es klappt super. Man darf nicht immer vom Schlechtesten ausgehen, man war ja eine ganze Zeit zusammen und kann die andere Person doch meistens einschätzen.
Es ist natürlich auch Typsache des Hundes. Jack hat kein Problem damit. Sogar jetzt wo er krank ist und vieles kompliziert, können wir uns aufeinander verlassen (ich muss allerdings das Loslassen noch üben und das Aufgabenübergeben ), wir haben uns einfach zusammengerissen. Haben uns aber auch im Guten getrennt.
Anfangs war es schwer, da man kein konkretes Ende hatte, man musste sich ja immer wieder sehen. Heute, über ein Jahr nach der Trennung, quatschen wir oft noch ein bis zwei Stündchen, wenn wir Hundetausch machen.
Viele können sich das vielleicht nicht vorstellen, aber denen möchte ich mal ans Herz legen, darüber nachzudenken, was sie sagen würden, wenn sie den Hund nicht mehr nehmen dürften, weil der Partner bessere Arbeitszeiten hat.
Wenn sich beide um den Hund kümmern, den Hund lieben und der Hund kein Problem mit dem Hin- und Her hat, finde ich das durchaus akzeptabel.