Beiträge von Lakasha

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    Für mich bedeutete Shar Pei Faltenhund mit Zuchtziel möglichst vielen Falten, weil wär ja sonst kein Faltenhund


    Siehste und genau daran liegt das Problem. Der Shar Pei wurde erst zu diesem bekannten Faltenhund gemacht (was er eigentlich nicht ist) und die Käufer schreien natürlich nach genau diesen Hunden. Welpen mit weniger Falten finden weniger Anklang, ausgenommen div. Rasseliebhaber.

    Wobei man von "möglichst vielen Falten" nicht immer sprechen kann. Wenn ich mir so die deutschen Züchter ansehe, dann haben die Zuchttiere oftmals keine so starken Falten. Dafür sind sie halt recht klein, pummelig und besitzen meist unmögliche Köpfe (Nilpferdschnauze) mit ordentlich Kehlwamme und z.T. extrem starken Falten im Gesicht.

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    Irgendwann keimt dann der Wunsch zu züchten und schon wächst die nächste Generation an Züchtern heran, die einen extremen Hund gut finden - und die wieder an Welpenkäufer mit dem gleichen Geschmack abgeben

    Das stimmt leider so. Da wird ein Hund angeschafft, man überlegt zu züchten und züchtet meist den gleichen Typ weiter und gibt seine Welpen dann auch an entsprechende Käufer ab.

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    und ich finde, hier drehen wir uns wieder im Kreis


    Man wird sich bei diesem Thema immer wieder im Kreis drehen. Zum einen gibt es Alternativen, nach denen man aber z.T. lange suchen muß. Zum anderen haben wir zig Züchter die ja genau diese bemängelten Hunde züchten und sich schönreden.

    Den alternativen Vertretern wird es meist recht schwer gemacht im Club und übertypisierte Hunde werden stark bevorzugt.

    Der Käufer interessiert sich aus Gründen X für diese Rasse und macht sich im Internet, evtl. im Club schlau, der besucht Züchter und wird sich mit großer Wahrscheinlichkeit genau solch einen übertypisierten Welpen anschaffen, weil er einfach den Aussagen der Züchter & Halter vertraut und er keinen eigenen, objektiven Blick für div. Fehler und Einschränkungen hat.

    So werden wir uns immer wieder im Kreis drehen, weil es unterschiedliche Ansichten und Meinungen gibt.

    Mein kleiner Lucky hat immer gern mit mir gesprochen und sonst auch viel alles und jeden kommentiert. Das ging von brummen, knurren, über div. Belllaute. Wenn ich z.B. im Büro ein Prob habe, hab ich Lucky immer zu seiner Meinung befragt, da kam dann irgendein Brumm-Knurr-Laut dabei raus. Natürlich mußte ich ihm Recht geben ;)

    Mir fehlt diese Art der Kommunikation so sehr :sad2:

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    das hat auch gut geklappt, aber ihn ängstigt das "rumgewackele" auch sehr, was ja nicht ausbleibt, wenn man radfährt.


    Mein Terrier war davon auch nicht besonders begeistert, aber ich bin dann trotzdem gefahren. Zwar immer nur kurze Strecke, Hund raus lassen und dann ein tolles Spiel machen. Nach ein paar Tagen störte ihn auch das Gewackel nicht mehr, weil die Aussicht auf neue Umgebung und Spiel war dann wichtiger.

    Sonst habe ich leider keinen Rat außer belohnen und ausprobieren.

    Wenn du ausreichend Zeit einplanst, deinen Junghund evtl. trägst, oder schiebst.... ja.
    Aber 3km in recht kurzer Zeit und dann noch neben dem Fahrrad laufen lassen... nein.

    Seine Gelenke, Knochen, Sehnen und Bänder sind noch nicht fest, du könntest ihm u.U. mehr schaden, als ihm Gutes tun.

    Warum trainierst du nicht den Anhänger richtig?? Das wäre eine gesunde Alternative, denn bevor der Hund mind. 12 Monate alt ist, sollte er nicht unbedingt neben dem Fahrrad laufen.

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    Windhunde rennen ja so gerne/viel


    Selbstverständlich renne die gerne und viel, aber noch nicht in diesem Alter. Zuerst sollte sich das Skelett und die Muskeln ausreichend entwickeln können, bevor man an große Belastungs übers Laufen nachdenkt. Sonst kann der Hund später früh an Arthrose erkranken und das ist wirklich eine Belastung.

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    Meine Lieblingszüchterin drückt es anders aus: "Ich züchte Hunde mit hoher Lebensqualität - das ist mir das Wichtigste


    Ne sehr gute und treffende Aussage und auch zum Rest stimme ich zu. Wieviele Hunde werden heute noch zur Arbeit gebraucht? Sind ja eher doch Ausnahmen bzw. Spezialisten.
    Meine Hunde dürfen das Grundstück bewachen und unterwegs mit Anwesenheit glänzen. Eine richtig ausfüllende Aufgabe ist das aber nicht.

    Und der Hund soll ja immerhin zu den Anforderungen, zum Leben passen. Mit dem Malinois von meinem Onkel... wir wären auf Dauer beide nicht glücklich miteinander und es würde wohl in einer Katastrophe enden.

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    Es wird aber wohl ein frommer Wunsch bleiben, dass bei Hundezuchten die Extreme wegfallen - immer größer, immer kleiner, immer massiger, kürzer Nase, mehr Falten und was weiß ich nicht alles......


    Leider :sad2: Und die wenigen noch gesunden und robusten Rassen sind oft aufgrund ihrer Eigenschaften für die normale Haltung stellenweise bedenklich und auch nicht für jedermann

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    Meine erste Frage ist, warum? Hat das was mit "seinem" Revier zu tun


    Könnte eine Kombination aus Territorium und Dunkelheit sein. Wenn er sich sonst nicht so verhält - durchaus denkbar.

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    Wie arbeite ich da am besten dran? Abrufbar ist er in dem Moment natürlich nicht mehr, ich bin dann immer hin gegangen und habe ihn eingesammelt und mich natürlich entschuldigt. Ihn dauerhaft auf dieser Runde an die Leine zu nehmen wäre natürlich einfach, aber entspricht nicht meinem Ziel.


    Du könntest z.B. an seiner Aufmerksamkeit trainieren und ggf. einen eigenen Verhaltensabbruch für speziell diese Situation verwenden, und dann natürlich mit der Schleppleine arbeiten, damit du ihn zuverlässig an weiteren Erfolgen hindern kannst.

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    Bei den Pudeln kenne ich virtuell niemanden, der so offen über die Problematiken spricht wie Du bei den Peis

    Bei den Peis ist virtuell auch niemand so offen. Da eckt man schnell an, da werden einem dann Lügen, Verleumdung & Co. unterstellt, von dem Kleinkrieg per PN ganz zu schweigen. Die wenigen die dann mit dir sind... schreiben dir das auch wieder nur per PN, würden dir aber offiziell nie zustimmen.Zumindest abgemildert

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    Es ist super schwer, da durchzusteigen (wegen Fachkenntnis und Verschweigen) und ich habe noch nicht 10 Jahre Erfahrung wie Du.


    Auch ich tue mir sehr schwer dabei. In Sachen Genetik und Medizin bin ich ne Pfeiffe und muß auf das vertrauen was mir Fachkundige und Tierärzte sagen. Ob das alles so stimmt....

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    Von welchem Käufer kann man das erwarten beim Ersthundkauf?


    Das ist ja das Fatale an der ganzen Hundezucht Geschichte. Wenn ich mir heute eine bestimmte Rasse einbilde, dann suche ich nach nen Züchter, fahr da hin und kuck mir das an. Der erzählt mir etwas, ich lese vielleicht noch darüber und sag dann - bei dem kauf ich.
    Ob der Züchter wirklich so ehrlich und so gut ist, stellt sich ja erst später raus.

    Wer sich länger und intensiver mit seiner Rasse befasst kommt dann auch erst nach und nach zu den gewünschten oder unerwünschten Informationen. Allein über einen Züchter erhält man 5 verschiedene Aussagen zu diesem. Wem glaubt man?? Woher kommen die Informationen, es wird ja nirgends vermerkt an was der Hund leidet, oder gestorben ist.

    Brazzi
    Da muß ich dir zustimmen, auch wenn einige was anderes behaupten. Aber bei einigen Rassen kann man wirklich Wetten abschließen, welcher Hund welche Bewertung erhalten wird und das sind leider nicht die, die keine Einschränkungen besitzen. Da muß ich mich oft fragen wie objektiv der jeweilige Richter dann wirklich ist.

    Umso mehr der Mensch an einem Lebewesen herumpfuscht, umso mehr Schaden richtet er an. Diesen Schaden aber wieder zu beheben.. dazu sind sie dann größtenteils nicht in der Lage, oder wollen nicht, weil div. Dinge einfach Normalität erreicht haben.
    Und die wenigen die ihr Bestes geben, die werden dann noch beschimpft, gemobbt und verleumdet. Kein Wunder, das so mancher wirklicher gute Züchter das Handtuch wirft

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    Aber wie kann ein Züchter der wirklich an seinen Tieren hängt und die Rasse weiterbringen will (was ja im Verband das Hauptziel sein sollte) darauf eingehen wenn jemand expliziet einen Hund haben will der krank ist aufgrund seines Körpers. Ich verstehe nicht wie sowas zustande kommen kann


    Wer sagt das solche Züchter auch solche Hunde produzieren? Ein solcher Züchter wird nur keine riesigen Ausstellungserfolge verzeichnen können und wird seine Welpen nicht wie warme Semmeln abgeben.

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    Muss ein Züchter solche Wünsche bedienen um überleben zu können?


    Nein

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    Sowas kann doch nicht das Ziel ein jeden Hundehalters sein und insbesondere nicht die der Züchter, Richter etc. Wenn ein Hund der körperlich in irgendeiner Weise eingeschränkt wäre (oder deren Nachkommen davon betroffen sein könnten) nicht auf Ausstellungen bzw zur Zucht zugelassen würde3n (was für mich das selbstverständlichste wäre) würde das nicht die Leute zwingen wieder gesündere Hunde zu züchten?


    Ich hoffe das wir mal soweit sind, das gewisse Hunde disqualifiziert werden. Aber solange alle blind durch die Gegend laufen....

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    Was aber nun, wenn ihm die OP vom besonders findigen Züchter verschwiegen wird und dem Käufer erzählt wird, das das ganz normal und gesund ist und blubb blabla


    Solche Züchter gibt es und die verschweigen dann noch weitaus schlimmere Dinge. Aber das ist nicht einzig und allein Problem dieser Rasse. Gegen solche Züchter kann man auch nur dann vorgehen, wenn man Beweise hat und diese auch offen legt. Aber gerade hier wird nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Da kann ich aber nichts daran ändern. Und wenn ein Käufer glaubt, daß das eben normal ist, dann ist doch mehr Aufklärung super.

    Vielleicht werde ich mal zusammen mit einer Züchterin eine eigene SP Seite erstellen, wo man auf solche Dinge aufmerksam gemacht wird.

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    Selbst wir hier haben 30 Seiten gebraucht um rauszukriegen, dass Welpen oft gleich nach der Geburt getackert werden


    Kein Welpe muß gleich nach der Geburt getackert werden. Schon allein aus dem Grund, weil die Falten sich erst Tage später bilden und frühestens im Alter von 4 Wochen zum Problem werden könnten.

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    Das Verschweigen ist ja nichts Neues. Sogar erfahrene Züchter haben damit zu kämpfen und kommen durch Zufall (jetzt allgemein gesprochen) auf ein gesundheitliches Problem und erfahren dann nochmal durch Zufall, dass das gleiche Problem der und der und der Züchter auch noch haben, obwohl es nirgends nachzulesen ist, nicht bekannt ist. Zu der Zeit ist es aber schon so verbreitet, dass die ganze Rasse "durchseucht" ist.


    Und genau dieses Verschweigen und nicht öffentlich machen, dieses schön und weg reden, ist doch überhaupt der Grund warum es kranke Hunde gibt. Leider ist nicht jeder Züchter mit Herz und Verantwortungsgefühl bei der Sache. Und ja, man muß u.U. sehr lange recherchieren und sich mit anderen austauschen, dann wird man per Zufall auf gewisse Umstände aufmerksam.

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    Es liegt leider einzig und alleine in der Verantwortung der Züchter


    Der Züchter und der zuständige Club tragen natürlich die Hauptverantwortung. Diesen beiden sollte in erster Linie gesunde Hunde am Herzen liegen. Aber auch der Käufer entscheidet. Wenn die Kundschaft nach faltig und ungesund schreit, wird die Kundschaft damit beliefert.

    Und leider sind wir bei einigen (auch langjährigen) Shar Pei Züchtern dort angekommen, daß es selbst für die normal geworden ist.

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    Insofern sehe ich die Verantwortung nur zum Teil beim Käufer


    Machen wir 50:50 daraus

    Ich verstehe schon worauf du hinaus willst, aber ich habe keinen Plan um solchen Züchtern das Handwerk zu legen. Ich für meinen Teil kann nur versuchen aufzuklären und Interessenten auf gewisse Dinge hinzuweisen. Ich kann Züchtern, Clubs und Haltern nicht ins Gewissen reden und die ändern sich ohh Wunder.

    Ich kann nur für mich eine Entscheidung treffen und die fällt gänzlich anders aus.

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    Was ich mich wirklich frage - warum neigen wir dazu Hunderassen immer mehr extrem zu verformen?
    Wer gibt so ein Bild vor? Der Züchter? Die Richter? Der Käufer


    Sagen wir mal so:
    da kommt also eine Hunderasse und die wird verstärkt gezüchtet, weil die Nachfrage entsprechend groß ist. Irgendwann gibt es ein paar Besonderheiten und das finden irgendwelche Leute super und legen verstärkt darauf ihr züchterisches Augenmerk.
    Umso mehr auf ein bestimmten Kriterium hingezüchtet wird, umso mehr verändert man den Hund und umso mehr Krankheiten können auftreten.

    Wenn jetzt viele Exemplare von dieser neuen Rasse gezeigt werden und man ordentlich die Werbetrommel rührt, dann spricht man damit immer ein bestimmts Klientel an. Und beim Shar Pei wurde in den USA ordentlich Werbung gemacht vom seltenen, exotischen und fast ausgestorbenen Hund.

    Der Züchter macht zwar den Hund, aber wenn die Züchter auf ihren Hunden sitzen bleiben, dann stellen sie die Zucht wieder ein oder rudern zurück. Der Käufer widerrum kauft ja nur das was er kennenlernt bzw. was man ihn vor Augen führt und die Richter und Clubs... dazu halte ich die Klappe.
    Besonders schlimm wird es dann, wenn der Rassestandard so verändert wird, das die ganzen Untypschen auch ne Nische für sich haben und wie beim Shar Pei des Urtyp abschießen.

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    Sagt mir doch bitte, fern ab von aller Hundeliebe, wie soll ein Mensch das mit gesundem Menschenverstand noch nachvollziehen können???


    Und du glaubst wirklich das Menschen die genau solch ein Extrem wollen, daß die sich über so etwas Gedanken machen :???: Naja

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    Wurden die einfach aus normalen Shar Peis rausgezüchtet? Oder wurden andere Rassen eingekreuzt?
    Habe mir mal im Internet Fotos angesehen und die haben mich total an Basenji oder Ridgebacks erinnert. Jedenfalls finde ich nicht, dass sie unbedingt als Shar Pei erkennbar sind.


    Der bone mouth ist der ursprüngliche Shar Pei und daraus wurden die ganzen meath mouth gezüchtet.

    Mit dem Basenji sind sie nicht verwandt und da gibt es auch keine Gemeinsamkeiten. Es mag wohl einen gemeinsamen Vorfahren geben aus dem dann Thai Ridgeback und Shar Pei entstanden sind.

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    Jedenfalls finde ich nicht, dass sie unbedingt als Shar Pei erkennbar sind.


    Da können wir uns bei div. Züchtern der letzten 30 Jahre bedanken.

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    Dass man über solch elementare Dinge wie normale Atmung, normal aus den Augen gucken können etc. überhaupt reden muss ist doch schon abgefahren genug, dass aber Hunde gezüchtet werden, die erst auf den Tisch müssen um elementare Dinge tun zu können schlägt doch nun wirklich dem Fass den Boden aus...


    Wer genau redet hier davon... der einzige der offenbar nicht lesen kann, bist ja wohl du.
    Hier wird auf zig Seiten darüber gesprochen, daß es nicht normal ist, wenn Hunde mit Augen- Ohren, Atemproblemen & Co. zu kämpfen haben und das bereits als Welpe.

    Gott sei Dank muß man an Käufer nicht alles kaufen. Man sollte sich vorher vielleicht man anständig informieren und kann dann wählen. Aber es ist natürlich ein Leichtes immer drauf zu hauen :lepra: