Beiträge von Lakasha

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    jetzt stellt mal den Pudel nicht immer so hin, als ob er "selbst erziehend" ist... da komm ich mir ja vor, als ob ich mit meinem garnix geleistet hätte und der einfach so ist, wie er ist, ohne mein Zutun.


    ;) naja, aber im Gegensatz zu einem Mali, einem Rigeback oder einem Cane Corso ist ein Pudel relativ einfach und das ein Pudel weniger durch Aggression gegenüber Menschen und Artgenossen, durch Wach- und Schutztrieb usw. auffällt, ist auch allgemein bekannt.

    Man muß einfach irgend eine Hunderasse nehmen ;) Und immerhin ist ja nicht jeder Shar Pei eine Qualzucht :p

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    Dennoch ist es subjektiv was für den einen ein Riesenproblem ist, kann für andere völlig entspannt sein

    Das Problem ist einfach der Mensch, der oft nur die Optik seines Hundes im Sinn hat, aber nicht ob der Hund aufgrund seiner Eigenschaften in sein Leben paßt.

    Zuerst einmal ist der Hund gerade mal 2 Wochen bei euch. Für ihn ist alles neu: Haus, Menschen, Alltag, Umgebung, dann noch Kastration & Narkose.

    Gebt dem Hund erstmal Zeit sich bei euch einzuleben, sucht schon mal nach einer guten Hundeschulen und laßt vorerst die Begegnung mit fremden Hunden, vor allem Rüden bleiben. Versucht solchen Begegnungen soweit wie möglich aus dem Weg zu gehen.
    Das Rüden sich untereinander nicht unbedingt lieben sollte kein Geheimniss sein, aber man kann das mit Erziehung in Griff bekommen. Die Wirkung der Kastration wird erst in ca. 6 Monaten zu erkennen sein, durchaus auch später. Die Kastration kann in diesem Fall allerdings auch gar nichts helfen, es gibt darauf keine Garantie.

    Vielleicht sind die beiden Links ein erster Anhaltspunkt für euch:
    https://www.dogforum.de/leinenfuhrigkeit-t61549.html
    https://www.dogforum.de/leinenaggression-t61551.html

    Diese Literatur könnte euch evtl. auch weiterhelfen:



    Ihr solltet immer Ruhe bewahren und nicht versuchen körperlich auf den Hund einzuwirken, oder zu schimpfen. Ihr spornt sein Verhalten nur an, weil ihr ihn mit Schimpfen in seinem Tun bestätigt

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    Wir werden uns natürlich auch einen Profi zur Hilfe holen, nur sind das natürlich auch Kosten, die wir uns eigentlich nicht wirklich auf Dauer leisten können


    Ein bißchen Geld muß man schon investieren, wenn man mit seinem Hund glücklich und problemfrei zusammen leben will. Aber auf Dauer muß das nicht sein. Ein vernünftiger Trainer wird euch zeigen wie man mit dem Hund richtig umgeht und was ihr trainieren müßt, damit sich der Hund an euch orientiert und nicht jedes mal Krawall macht.

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    als wir auf ihren Rüden getroffen sind und meinte, er wäre wohl wirklich sehr aggresives Verhalten und kein Angstverhalten.


    Nur als kleiner Hinweis: ängstliche Hunde müssen sich nicht unbedingt auch sichtbar ängstlich verhalten. Viele Hunde reagieren in ihrer Angst durchaus sehr aggressiv. Du kannst hier im Forum dazu viele Beiträge durchlesen, einfach im Suchfenster Angstaggression eingeben.

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    Das Wort schwierig hat irgendwie einen negativen Einschlag, so empfinde ich es zumindestens. Da klingt immer solche Sachen wie unberechenbar, komisch oder durchgeknallt mit, auch wenns es nicht direkt gesagt wird. Außerdem denke ich das viele Hundebesitzer bei Problemen gerne mal schnell sagen der Hund ist schwierig anstatt zu sagen ich bin überfordert. Da Zweites sich nach versagen anhört, und wer will schon sagen ich hab versagt, wird dann lieber gesagt der Hund ist schwierig


    Finde ich nicht. Es gibt durchaus Hunderassen die schwieriger sind, oder anders gesagt die andere Anforderungen an ihre Menschen stellen. Das muß nicht negativ sein, daß heißt einfach nur das man bestimmte Haltungsbedingungen erfüllen, daß man sich mehr und evtl. in einer anderen Art und Weise mit dem Hund befassen muß. Für mich alles Punkte die ich nicht als negativ empfinde. Würde so manchem Rassehund gut tun

    Wenn ich meine beiden Hunde vergleiche, dann ist Akasha definitiv der Schwierigere von beiden. Deswegen ist sie aber nicht unberechenbar, naja komisch vielleicht und durchgeknallt ist sie auch nicht. Sie ist von ihrer Art, von ihrem Charakter her nur anders und nicht gleich das Herzchen was jeder haben will. Sie hat Eigenheiten mit denen nicht jeder zurecht kommen würde. Lucky toleriert z.B. eher ein Fehlverhalten von mir als Akasha. Während er sich fast selbst korrigiert, nutzt Akasha das komplett aus.

    Es gibt nunmal Hunderassen die (wie z.B. dein Kangal) die tolerieren menschliches Fehlverhalten weniger als andere und solche Hunde definiere ich durchaus als schwierig, weil damit nicht jeder 0815-Mensch umgehen kann.
    Meistens muß es der einfache, nette und liebenswerte Familienhund sein und das funktioniert eben nicht mit jeder Rasse, zumindest nicht so nebenbei ohne Arbeit in den Hund zu stecken.

    Ob die betreffenden Halter ihren Hund dann als schwierig empfinden, ob die das fragwürdige Verhalten ihrer Hunde bzw. ihr Eigenes überhaupt realisieren ist dabei wieder eine andere Frage. Es gibt ja Hundehalter die wachsen mit ihrer Aufgabe Hund und entwickeln sich stetig weiter, oder behalten zumindest einen gewissen Standard.

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    Schwierig heißt ja nicht gleich problematisch und bedeutet auch nicht, dass der Halter gleich überfordert sein muss. Schwierig heißt für mich einfach nur, dass man es sich mit einer anderen Rasse in einigen Bereichen leichter gemacht hätte. Ob man aber damit glücklich geworden wäre, ist dann wieder eine andere Sache


    Das ist sehr treffend formuliert.

    Das sind aber für mich keine schwierigen Hunde, sondern eher schwierige und teilweise fragwürdige Halter.
    Die können/wollen sich hier offensichtlich nicht bemühen, oder finden das Verhalten ihres Hundes ok und haben keine Ahnung von ihrer Rasse.

    Wenn ich rein gar nichts weiß und auch nichts wissen will, dann ist sogar ein Pudel schwierig. An Informationsmangel zum Thema Hund sollte es dank Internet und Fachliteratur eigentlich nicht kommen.

    1. Lucky = wenn er schläft, dann schläft er, wenn er irgendwo rumsteht, bleibt er stehen und wartet bis ich ihn befreie, oder aber (wenn´s ihm zu lange dauert) dann befreit er sich selbst, neigt aber dazu die Decke zu legen
    Akasha = gleiche Reaktion, nur Akasha wartet so lange bis sie wieder abgedeckt wird

    2. Lucky = würde es beobachten, aber sich nicht weiter dafür interessieren
    Akasha = würde das Kind mißtrauisch beobachten und nach einer gewissen Zeit nervös in Richtung Kind knurren

    3. Lucky = aus dem Fenster glotzen und die Scheibe einsauen
    Akasha = wie Lucky

    4. Lucky = kennt da nichts böses und reagiert gar nicht
    Akasha = wird aufmerksam und läßt die Person nicht mehr aus den Augen, dreht sich mehrmals um, wenn die Person an uns vorbei ist

    5. Lucky = würde das Ufer erkunden und zu 90% versuchen baden zu gehen
    Akasha = würde Lucky nachlaufen, aber das Wasser eher meiden

    6. Lucky = würde umgehend zu mir kommen, mich beschnuppern und bei mir warten
    Akasha = würde in etwa wie Lucky reagieren, nur dürfte sich mir dann keine fremde Person nähern

    7. Lucky = bleibt erstmal ruhig, würde sich aber verteidigen
    Akasha = macht in aller Regel nichts Gutes damit

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    Aufgrund seiner Kooperationsbereitschaft hat dieser Hund die maximale Freiheit die man einem Hund zugestehen kann. Und ich auch. Spaziergänge mit ihm sind tausend Mal entspannter als mit anderen Hunden. Ich muss ihn nicht einschränken, er schränkt mich nicht ein. Ich muss nicht ständig mit Argusaugen die Umgebung scannen, ich muss ihn aber genauso wenig ständig beschäftigen. Wir können einfach zusammen durch die Gegend ziehen.


    Ich bleibe jetzt einfach mal bei Akasha, weil sie eher mein Typ Hund ist. Akasha kooperiert mit mir auch, aber auf eine andere Art und Weise. Obwohl sie nicht so der leichtführige, personenbezogene Hund ist, sondern eher ihr eigenes Ding durchzieht und auf den Spaziergängen oftmals kaum den Kopf vom Boden hebt, so ist sie mit einem Ohr/Auge immer bei mir. Sind wir unterwegs, dann gibt es nur an den Straßen, oder bei Hundebegegnungen eine kurze Anweisung, ansonsten schweigen wir uns an und verstehen uns auch so recht gut. Bleibe ich stehen, weil ich z.B. iin meiner Tasche kram, tut sie es innerhalb des Radius auch, ohne das ich ein Wort verloren habe.
    Wechsel ich kommentarlos die Richtung, dann tut sie es auch, obwohl sie 15 Meter vor mir läuft. Wenn sie einen Hund, oder eine Katze entdeckt, dann bleibt sie stehen und wartet auf mich.

    Für mich sind all meine Spaziergänge genauso entspannt, weil ich genauso wie du ohne Worte agieren kann. Wir bewegen uns größtenteils frei. Wir leben allerdings auch in der Stadt, da hat Freilauf nunmal auch Grenzen.
    Aber, wenn ich drei Stunden unterwegs bin (vorausgesetzt die Umwelt spielt mit) dann kann ich auch 3 Stunden völlig meinen Gedanken nachhängen.

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    Ich kann mir nicht vorstellen warum andere Hundehalter diesen Zustand nicht ebenfalls erreichen wollen. Deswegen hat mich dein Statement irritiert. Was ist lästig an einem Hund, der einfach nur zu dir gehören und mit dir kooperieren will?


    Das ist eher ein persönliches empfinden. Lucky gehört auch zur Sorte "ich starr dir ein Loch in die Backe" - gut das mag nicht schlimm sein, aber einfach mal laufen ohne von ihm "belästigt" zu werden, geht bei ihm fast nicht.
    Das vieles daran Erziehungssache ist, klar - aber bei einigen Hunderassen fällt mir das besonders auf. Und das entspricht einfach nicht meiner Art, meinem Wunsch, meinem inneren Seelenfrieden

    Diese selbstständigen, eigenbrödlerischen und unnahbaren Hunde wie z.B. auch Akasha, das ist einfach rein vom Gefühl her, eher meine Welt. Ich kann das mit Worten schlecht beschreiben.

    So wie du dich zu deinem Ewok hingezogen fühlst, so geht es mir eben auch. Nur das du den Schäferhund mit seinem Charakter bevorzugst und ich eben meine Thais, oder Shar Peis mit ihren Charakteren.

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    oder das Bestreben Herrchen / Frauchen alles nur Recht zu machen Euch fast abartig vorkommt??


    schon eher :roll: wenn ich da an meinen Bekanntenkreis denke, da fällt mir automatisch Merlin ein, ein Aussie. Der klebt meiner Freundin förmlich am Bein, hält fast immer Blickkontakt, ist für alles und zu jeder Zeit offen, macht Salot rückwärts, hauptsache er kann etwas für sie tun, kann mit sich selbst kaum was anfangen usw. Gleiches beim Labbi meiner Freundin, der ist zwar etwas selbständiger, aber für mich wäre das ein absoluter Horror

    Ich kann einfach mit Hunden die einen ständig anhimmeln, die ständig nach Beschäftigung und Aufmerksamkeit heischen nichts anfangen. Ich finde das lästig und entspricht einfach nicht meiner Einstellung von Hund. Dann lieber nen Dackel ;)

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    Selbst wenn er sich zwischen meine Beine stellt um Schutz zu suchen, hört die Hündin nicht auf ihn zu bedrängen.
    Was soll ich eurer Meinung nach tun?


    Wenn dein Hund bei dir Schutz sucht, dann laß auch nicht zu, daß die Hündin das Ganze bei dir weiter durchzieht.

    Vertreib sie, dräng sie von dir und deinem Hund ab

    Außerhalb deines Radius würde ich so nicht groß einschreiten. Außer es sollte ausufern und zwar so, daß sich dein kleiner überhaupt nicht mehr frei bewegen kann. Dann würde ich die Hündin auch hier wieder wegschicken

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    Er schaltet direkt auf Durchzug und man kommt überhaupt nicht mehr an ihn ran.
    Er hört dann auf nichts mehr und mit i.was anderem kann man ihn auch nicht ablenken.
    Danach ist er immer total aufgekratzt, bis er sich nach 2 Minuten oder so wieder beruhigt hat und normal weiterläuft.

    Was du hier beschreibst ist oft typisch für Shar Peis. Die sind dann so in ihrem Feldzug, daß die auf nichts mehr reagieren. Die sind völlig in ihrer Welt, sehen und hören nichts mehr anderes als den Feind. Selbst meine Hündin, die für Futter sterben würde, läßt sich mit keinem Leckerli der Welt ablenken.

    An einem Trainer wirst du wohl nicht vorbeikommen. Es muß erstmal ein Weg gefunden werden um den Hund wieder ansprechbar zu machen. Ein Ritual muß eingeführt werden damit er erst gar nicht so hoch fährt und sich bremsen läßt. Hat man einen Weg gefunden, dann muß man diesen unbedingt konsequent beibehalten, denn Shar Peis laßen oftmals keine Unachtsamkeit ihrer Besitzer aus. Sie stellen Gelerntes gerne in Frage und gerade wenn es um Artgenossen geht sind sie gerne mal taub

    In der Zwischenzeit solltest du Begegnungen mit Hunden meiden. Großzügiges Ausweichen, Sichtschutz suchen, notfalls auch Kehrtwende und Straßenseite wechseln. Mit dem richtigen Training kann das Problem allerdings gut in den Griff gebracht werden. Aber stellt euch darauf ein, daß es ein langer und schwieriger Weg werden wird.


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    Das wusste ich gar nicht. Dachte immer die wären so treu doof wie sie ausschauen

    Einer von mehreren Gründen warum so viele Shar Peis wieder abgegeben werden. Das Innere ist oft nicht ganz so lahmarschig, wie die Verpackung verspricht