Beiträge von tolleraussie

    Hallo Heike,
    ich wohne in Lorch und habe seit über einem Jahr auch eine Aussiehündin. Wir fahren zum Hüten nach 71093 Weil im Sch.. Ist gar nicht weit weg von Euch und dort wird in erster Linie mit Aussies gehütet. Wenn Du Interesse hast, können wir uns gerne per PN austauschen.

    Hallo Karlos,
    hier http://www.cats-country.de/TierfutteretikettenHund.pdf findest Du sehr viel zu dem Thema. Les Dir das am besten genau durch und entscheide dann, welches Futter für Deinen Hund in Frage kommt. Mir persönlich wäre wichtig, dass das Futter aus möglichst viel hochwertigem Fleisch hergestellt wird und keine gefährlichen Stoffe enthält. Leider ist es recht schwierig heraus zu bekommen, was tatsächlich in einem Fertigfutter steckt. 70% Getreide wären meiner Meinung nach für ein Schwein in Ordnung, nicht aber für einen Hund. Es gibt aber auch Fertigfutter, wo die Grundzutaten ganz in Ordnung sind.

    Ich finde es besser, wenn man von einem Hund im ersten Jahr nur die Ausführung solcher Kommandos verlangt, wie er dann auch sicher und richtig ausführen kann. Mir ist es lieber, ich hab einen Hund, der sich immer und jederzeit abrufen lässt und dafür noch nicht richtig Bei-Fuß gehen kann. Ich bilde meine Hunde über Clicker aus und natürlich lernten sie von klein auf alle möglichen Tricks und auch Sitz und Platz, aber von wirklich 'können' würde ich da nicht reden. Meiner Meinung nach beherrscht ein Hund ein Kommando erst dann, wenn er es unter den verschiedensten Situationen sicher ausführt, je nach Kommando auch beliebig lang, z.B. Bei-Fuß-Gehen so lange, bis er frei gegeben wird. Und das mute ich meinen Hunden erst dann zu, wenn sie sich entsprechend lange auf eine Aufgabe konzentrieren können. Viel wichtiger ist mir, dass ein junger Hund das Lernen lernt und begeistert ist, wenn er etwas mit mir zusammen tun darf.
    Mit 6 Monaten konnte ich meine Hunde sicher abrufen, sie reagierten auf ihren Namen, sie kannten die Regeln des Zusammenlebens (Beisshemmung, Stubenreinheit, Umgang mit Mensch und Hund) und ließen draußen Fressbares auf Kommando sofort fallen. Von Sitz, Platz, Steh, Bei-Fuß-Gehen, Apportieren, vielen Tricks etc. hatten sie zwar schon eine gewisse Ahnung, aber wirklich gekonnt haben sie es nicht.

    Ich nutze beim Training die Art von Belohnung, die der Hund auch als Belohnung empfindet und die am besten zur Übung und zum Hund passt.
    Also sowohl Lob und Begeisterung (meine Aussiehündin findet das ganz toll), als auch Futter, Spiel und Ball.
    Für meine Tollerhündin ist draußen Futter ziemlich uninteressant und ich belohn sie damit nur bei Übungen, die sie ruhiger und konzentrierter machen soll. Ansonsten verwende ich bei ihr meistens einen Ball als Belohnung, den ich werfe, oder einen Stock, weil sie nur damit Zergelspiele macht und ich sie so nah bei mir belohnen kann.
    Bei meinem Tollerrüden kommt es nur auf die Übung an, ob ich ihn mit Futter oder Ball belohne. Für Zerrspiele oder andere körpernahe Spiele hat er gar keinen Sinn und Lob allein motiviert ihn nicht ausreichend.
    Meine Aussiehündin kann ich eigentlich mit allem belohnen. Nur muss ich bei ihr sehr darauf achten, dass sie nicht zu sehr aufdreht. Deshalb setz ich bei ihr häufig Futter als Bleohnung ein, weil dadurch mehr Ruhe reinkommt.


    Leckerlies setze ich nur ganz selten als Lockmittel ein, weil man dadurch später Schwierigkeiten hat, das wieder abzubauen. In der Regel hab ich die Leckerlie in der rechten Jackentasche und hol sie erst nach dem Click oder Feiiin! raus. Wenn möglich sollte der Hund nicht wissen, welche Art der Belohnung folgt.


    Wenn man zu viel mit Leckerlies als Lockmittel gearbeitet hat, kann man das abbauen, indem man zuerst das Leckerlie in der Hand verschwinden lässt, so dass der Hund es nicht mehr sieht, aber weiß, dass da eines ist. Wenn das klappt, nimmt man in beide Hände Leckerlies, so dass der Hund das in der linken Hand zwar riecht, aber nur das aus der rechten Hand fressen darf. Nach einer Weile kann man dann das Leckerlie mit der rechten Hand aus der Tasche holen, sobald der Hund die Übung beendet hat. Wenn das auch klappt, dann kann man das Leckerlie zwar mit der linken Hand kurz anfassen, so dass der Hund es noch riecht, dann aber wieder in die Tasche stecken.


    Bei den Übungen ist natürlich auch wichtig, dass der Schwierigkeitsgrad oder die Dauer einer Übung schrittweise gesteigert wird. Ich kann nicht erwarten, dass ein Hund heute 2-3 Schritte schön bei Fuß geht und dann am nächsten Tag schon 20 Schritte. Ebenso wenig kann ein Hund, der gerade verstanden hat, was Sitz heißt, innerhalb von 1-2 Tagen 2 Minuten lang sitzen bleiben. Wenn man dann denkt, mit Leckerlie vor der Nase klappt das schneller, dann wird man irgendwann feststellen müssen, dass es ohne Leckerlie gar nicht geht und der Hund so reagiert, als wüsste er nicht, was von ihm erwartet wird.

    Wenn Du das seit 1 Jahr so mitmachst, dann hat Dein Hund dich sehr gut erzogen. Von selbst wird das nicht besser.


    Ich würde an Deiner Stelle den Hund nur dann ableinen, wenn es egal ist, ob er irgendwann kommt oder nicht und Du ihn auch nicht rufen musst. Jedes Mal, wenn Du ihn rufst und er kommt nicht, lernt er Dein Kommando zu ignorieren. Und das ist das Gegenteil von dem, was Du möchtest. Ich würde an Deiner Stelle mit einer langen Leine bzw. Schleppleine üben. Das ist zwar umständlich, aber durch die Leine kann Dein Hund Dein Kommando nicht ignorieren.


    Insgesamt würde ich Dir dringend zum Besuch einer guten Hundeschule raten. Dort zeigt man Dir, wie Du auch unter Ablenkung mit dem Hund arbeitest. Bei Euch haben sich so grundsätliche Probleme eingeschlichen, dass man das sicher nicht übers Internet klären kann.

    Hallo Chrissi,
    deine Frage ist so allgemein gestellt, dass man darauf schwer antworten kann. Was genau kann Dein Hund unter Ablenkung nicht? Was genau ist das Problem?
    Grundsätzlich ist es normal, dass man mit einem Hund alles, was er sonst ohne Ablenkung gut kann, noch einmal mit Ablenkung üben muss. Und dann auch in verschiedenen Situationen. Geh einfach davon aus, dass Dein Hund in Anwesenheit von anderen Hunden gar nichts kann. Und übe dann alles noch einmal neu. Es erfordert einfach sehr viel Üben, bis ein Hund in allen Situationen gut hört.

    Hallo Henner,
    unser Aussiemädel ist auch sehr aufgeweckt und durch Bewegung nicht auszulasten. Mit 9-10 Monaten hatte sie allmählich gelernt, dass nicht bei der kleinsten Bewegung von uns action angesagt ist. Vor allem an Anfang mussten wir sie stundenweise im Zimmer bei meiner erwachsenen Tochter unterbringen, weil sie sonst nicht zur Ruhe gekommen wäre. Am deutlichsten war das immer nach dem Wochenende. Freitag und Sonntag war Welpenstunde, am Wochenende unsere jüngeren Kinder den ganzen Tag daheim und Klein-Aussie immer mittendrin. Montag war dann Ruhetag angesagt, weil sie sonst immer hibbeliger wurde.


    Euer Aussie hat im Moment enormen Stress. Sie ist schließlich erst 7 Tage in einer völlig neuen Umgebung. Sie kennt nichts und hat keine Ahnung, was von ihr erwartet wird. Ich würde an Eurer Stelle erst einmal Ruhe einkehren lassen. Und Ruhe heißt wirklich Ruhe. Euer Wirbelwind sollte als erstes lernen, dass es auch Zeiten gibt, zu denen ihre Aktivität nicht gefragt ist. Mit 10 Monaten würde ich nicht versuchen, sie körperlich auszupowern, weil das auf die Gelenke gehen kann und unter Umständen die Unruhe steigert. Von Ballwerfen oder schnellem Radfahren würde ich auch abraten, mal abgesehen davon, dass das in diesem Alter nicht gesund ist. Ich denke, kurze Unterordnungübungen reichen erst einmal zur geistigen Beschäftigung aus. Wenn sie mal 2-3 Monate bei Euch ist und insgesamt deutlich ruhiger geworden ist, dann kannst Du anfangen, sie geistig und körperlich zu fördern.


    Viele Leute lesen immer nur davon, dass Aussies so anspruchsvolle Hunde sind, die geistig und körperlich gefördert werden müssen. Das ist auch irgendwie richtig, aber zuerst sollte auch ein Aussie lernen, sich dem Leben seiner Menschen anzupassen. Für körperliche und geistige Höchstleistungen ist noch Zeit, wenn der Hund ganz ausgewachsen ist.

    Hallo Henner,
    zum einen ist es nicht ungewöhnlich, dass Hunde in diesem Alter plötzlich komische Ängste entwickeln. Da können ganz alltägliche Gegenstände oder Begegnungen sehr furchterregend auf den Hund wirken. Bei meiner Aussiehündin war es in der Dämmerung mal der Mülleimer, den sie dort noch nicht gesehen hatte und den sie dann ganz schrecklich fand. Ich würde das, so weit es geht, ignorieren und, falls der Hund ein sicheres Wesen hat, geht das auch vorbei.


    Zum anderen setzt bei entsprechend veranlagten Aussies etwa in diesem Alter der Schutztrieb ein und sie werden gegenüber Fremden zurückhaltend. Viele Aussies lassen sich als erwachsene Hunde nicht gern von Fremden anfassen und gehen weg.


    Die Mischung aus beidem führt wahrscheinlich zu dem von Dir beschriebenen Verhalten. Ist also alles andere als ungewöhnlich. Ich fänd's wichtig, den Hund von Fremden nicht bedrängen zu lassen, weil sich sonst die unangenehmen Erfahrungen und die Reaktion de Rüden darauf festsetzen könnten.

    Kalbsknochen sind natürlich in Ordnung, allerdings nicht gekocht. Dadurch wird der Knochenleim rausgekocht und die Knochen werden spröde und beim Kauen können sehr scharfe Splitter abbrechen. Also wenn, dann roh.

    Ich hab meine Aussiehündin mit 8 Wochen mit kleingeschnittenen Hühnerhälsen gefüttert. Relativ schnell kamen Hühnerflügel dazu und mit 12 Wochen hat sie dann wie die Großen Hühnerklein gefressen.


    Wenn Du getreidefrei barfst, solltest Du etwas 60% fleischige Knochen (50/50 = Fleisch/Knochen) und 40% Fleisch+Co. füttern. Mit Getreide würde ich es an Deiner Stelle ausrechnen, weil Getreide teilweise viel Phosphor enthält, so dass man mehr Kalzium braucht. Tabellen findest Du bei http://www.barfers.de