Beiträge von Lupus Caput

    Hallo babydeluxe,
    Du hast ja jetzt schon einige gute Tips bekommen. Ich möchte dir aber doch noch mal etwas Mut machen.
    Als wir unsere Hundedame Kyra, eine Mix aus Leonberger und Bernhardiner, mit ca. 3-4 Monaten aus dem Tierheim holten, entpuppte sie sich als ein wahrer Teufel. Sie biss unsere Enkelkinder (damals 4 und 7 Jahre) regelmäßig und unmotiviert von hinten in die Waden oser die Fersen. Sie ließ sich nicht anfassen geschweige denn festhalten zum Untersuchen. Dann biss sie wie ein Berserker um sich. Aber das schlimmste war, dasss sie aufgrund ihrer Größe überall dran kam und zudem noch Schränke öffnen konnte. So hat sie denn das Mehl mit dem Zucker und dem Reis gemischt und zusammen mit dem Salz gleichmäßig über den Küchenboden verteilt. Und das nur aus Langeweile. Am 3. Tag wollten wir den Hund wieder zurück ins Tierheim bringen. Dort schlug man uns dann vor, die Kosten für einen Tiertrainer zu übernehmen, wenn wir uns die Arbeit machen wollten. Das war zwar eine Menge Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Dank dieses Hundetrainers haben wir heute einen super sozialisierten Hund.
    Ich möchte dir empfehlen, doch mal beim ortsansässigen Tierschutzverein nachzufragen. Auch die Jägerschaft bietet oft Hundetraining an, aber deren Methoden sind oft rech rabiat. Da solltestet du genau hinschauen. Und noch ein Tipp: beim ersten Termin geh OHNE deinen Wauzi hin und konzentrier dich auf das, was dort gemacht wird.
    Übrigens ist ein Hund etwa bis zum 2. Lebensjahr verstärkt aufmüpfig. Verlier also nicht den Mut und schon garnicht die Geduld. Es lohnt sich!

    Hallo Katinka,
    Toll! Das heißt doch, dass du offensichtlich auf dem richtigen Weg bist! Mach weiter so! Wahrscheinlich wirst du in einigen Tagen oder Wochen nochmal einen "Rückfall" in alte Gewonheiten erleben. Laß dich davon nicht beirren und bleib konsequent. Es liegt in der Natur der Hunde, seine Grenzen auszutesten.
    Übrigens meinte ich nicht unbedingt einen getrennten Raum sondern nur ein eigenes Eckchen. Unsere beiden haben jeder eine eigene Ecke im Wohnzimmer - der eine rechts und der andere links von der Couch. So kann sich jeder unbehelligt vom anderen zurückziehen. Und wenn wir
    sie auf ihren Platz schicken, weil sie z.B. mal wieder den Eingang blockieren, weiss jeder, wohin er zu gehen hat. Das aber nur zur Anregung. Wenn das mit deinem Teppich funktioniert - klasse. :gut:

    Zitat von "Katinka"


    Die Sache mit dem Körbchen ist im Prinzip gut, aber alle 3 zusammen gehen dort nicht rein, meistens liegt dort nur unser Goldie.


    Hallo Katinka,
    also aus diesem Satz schließe ich, dass die Hunde nicht jeder einen eigenen Schlaf- und Rückzugsplatz haben, richtig? Also ein Teppich im Flur, wo ich sie hinschicke, wäre mir zu wenig. Ich finde, du solltest erst einmal damit anfangen, jedem Hund seinen eigenen Platz zuzuweisen. Das kann einfach nur eine Decke in einer Ecke sein. Wichtig ist, dass kein anderer Hund dort etwas zu suchen hat (wohl aber die Menschen). Vielleicht auch so getrennt, dass sie sich nicht sehen können. Verbunden mit den übrigen Maßnahmen kann ich mir vorstellen, dass dann auch ein wenig mehr Ruhe in die Bande kommt.

    Hallo zusammen.
    Ich habe jetzt wieder was Neues gelernt :licht: , nämlich dass das, was wir oft unter "Sturheit" beim Hund einordnen, oft gar keine ist, sondern als Beschwichtigungssignale, sog. "Calming Signals" zu verstehen ist.
    Nachzulesen unter http://www.bordermix.de/calmingmain.html
    :augenauf:
    Man muß aber schon genau hinsehen, um den (nicht unwichtigen) Unterschied zu erkennen :!:

    Hallöchen.
    Ja mit der Uhrzeit ist das so eine Problem, wenn man nervöse Nachbarn hat. Hierzu aber noch zwei Ideen von mir:
    - Beobachte genau, wann dein Wuffel anfängt mit der Bellerei und versuche diese Situationen zu einer "genehmeren" Tageszeit zu provozieren. Trainiere den Hund darauf, nicht zu bellen. Eine Möglichkeit ist z.B. das Bellen mit einem Kommando zu verknüpfen (z.B. >Laut<). Wenn er das kann übst du das Gegenteil ein - also nicht bellen - und verknüpfst das z.B. mit >Still<. Jedesmal wenn er die Kommandos befolgt gibt's reichlich Leckerchen.
    - Rede mit deinen Nachbarn über dein Hundeproblem. :flehan: Erkläre ihnen, dass du daran arbeitest und es vorübergehend noch zu abendlichen Störungen kommen kann. Vielleicht erweisen sie sich als einsichtig.


    Bebase: Was hast du gegen den Dominanzansatz? Oft ist das genau der richtige Schlüssel zum Erfolg :!:

    Hallöchen!
    Ich glaube, deine Probleme sind nur ein einziges - ein Dominanzproblem! Dein Hund benimmt sich so, weil er für die Familie und insbesondere für dich die Verantwortung übernommen hat. Das ist jetzt eine begründete Vermutung. Letztendlich kann man das nur mit Bestimmtheit sagen, wenn man die Situaton mal als ganze betrachtet hat. Wenn das aber der Fall ist, hätte ich auch schon ein paar Maßnahmen anzubieten:
    - Ab sofort wird der Hund nicht mehr als erster begrüßt, wenn jemand zur Tür herein kommt, sondern erst mal ignoriert. Erst wenn sich alle Menschen (intensiv) begrüßt haben, kommt auch der Hund dran. Instruiere deine Besucher!
    - Der Hund bekommt sein Fressen erst, wenn alle Menschen aufgegessen haben. Selbstverständlich bekommt er sein Fressen nicht am Tisch.
    - Wird die Wohnung betreten oder verlassen geht der Hund immer als letzter durch die Tür.
    - Bett und Couch sind tabu. (ich weiss - ist schwer aber hilft!)
    - In Situationen, in denen er meint, dich mit Gebell vertedigen zu müssen, sieh zu, dass du dich zwischen ihn und die "Gefahrenquelle" schiebst. So machst du ihm deutlich, dass DU für die Verteidigung zuständig bist. Wenn er dann aufhört zu bellen - kräftig loben, Leckerchen rein. Wenn nicht, ignoriere ihn.
    Wenn alles nicht hilft kann ich dir nur raten, möglichst zeitig einen erfahrenen Hundetrainer aufzusuchen. Lass es erst nicht soweit kommen, dass der Hund in eurer Familie das Kommando übernimmt! Die ersten Anzeichen dafür sind schon da, dass er's versuchen wird.

    Hi, murmel.
    Ja, sicher, ich hätte auch die Scheibe eingeschlagen und hinterher über die Konsequenzen nachgedacht. Nur die von dir zitierten Paragraphen beziehen sich meines Wissens nach auf Notstand von Personen! Da Hunde in der gängigen Rechtssprechung zum Teil immer noch als Sache gewertet werden bin ich mir da gar nicht so sicher, ob sie das hätte machen dürfen.
    :juggle:
    Ich denke aber auch, dass der Halter eine entsprechende Anzeige bekommen hat (und ich hoffe, dass die Strafe ziemlich saftig ausgefallen ist!).

    Hallo zusammen,
    Also ich habe mal versucht, die gesetzliche Grundlagen zu recherchieren. Bei einer (ausschließlichen) Zwingerhaltung stehen dem mittelgroßen Hund (ab 20 kg) 6qm ohne Schutzhütte zu. Der Zwinger muß ausreichend mit Licht und Luftzufuhr versehen sein.
    Wie gesagt - das gilt für Zwingerhaltung, die hier aber nicht vorliegt! Bei Wohnungshaltung schweigt sich das Gesetz aus (zumindest habe ich nichts gefunden). So sehe ich zumindest rechtlich kein Problem für diese Art von Haltung. Ich würde aber mal versuchen, die Ursachen für das Zerlegen der Wohnung zu bekämpfen. Denn keiner kann mir erzählen, dass der Hund sich in seinen 3qm wohl fühlt, obwohl er sonst soviel "Unsinn" macht. :shock:

    Hallo zusammen.
    Ich möchte hier mal eine grundsätzliche Frage aufwerfen und hoffe (natürlich) auf Antwort :help:
    Eine Bekannte hat vor einigen Jahren am Straßenrand ein liegengebliebenes Fahrzeug vorgefunden. Darin befand sich ein Hund, der aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen und der entsprechenden Innentemperatur offensichtlich kurz vor dem Kreislaufkollaps stand. Ein Fenster war nicht geöffnet und das bereitgestellte Wasser war längst aufgebraucht. :wall:
    Sie hat unverzüglich die Polizei gerufen und diese hat den Hund aus seiner Notlage befreit.
    Jetzt zu meiner Frage:
    Hätte sie in dieser Situation zur Selbsthilfe greifen und z.B. mit einem Stein die Scheibe einschlagen dürfen um den Hund zu befreien? Rein menschlich gesehen - OK. Aber rechtlich?? Oder darf das nur die Polizei?