Beiträge von Fantasmita

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    Habt ihr auch ein Hochgefühl, wenn ihr mit eurem Hund "normal" an Hunden vorbei geht, wenn ihr an anderen Pöblern vorbei geht?

    Ja definitiv. Ich war am Wochenende auf einem Canis Seminar (Thema problematische Hunde :D ) und war ganz mutig und habe Max mitgenommen. Das Endergebnis war, dass er wohl der unproblematischste Hund war den man sich vorstellen konnte :D war sehr sehr cool. Wir sind an allen Hunden die wir den Tag über getroffen haben ... und das waren wirklich wirklich viele ... ohne Probleme vorbei. Wenn ich bedenke, dass er vor einem Jahr geifernd und ausflippend, auf 2 Beinen stand ... wirkt irgendwie irreal.

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    er hat keinen eigenen, privaten Platz. Deshalb nimmt er die Hunde immer zu anderen Plaetzen mit, wie z.B. zum Meer, in den Stadtpark, auf die Hundewiese usw. Die Menschen schauen ihm dort faszieniert bei der Arbeit zu, machen Fotos, stellen diese ins Internet und holen sich Tipps von ihm. Er ist mittlerweile eine richtige Bekanntheit, wenn er mit seinen 20! Hunden, an 20 Leinen, die an seinen Oberkoerper festgebunden sind, durch die Stadt laeuft. Alle Rassen sind vertreten: Piitbull, Rotti, Dobi, Labrador, Mops, Schaeferhund uvm., was meiner Meinung nach nicht funktionieren koennte, wenn die Hunde nicht ausgeglichen waeren, oder sich unwohl fuehlen wuerden. Das er alles in der Oeffentlichkeit macht ist ausserdem sehr positiv zu bewerten.

    Hört sich für mich erstmal an wie der deutsche Cesar Milan ;) aber Spaß beiseite. Natürlich muss ein Rudel aus 20 Hunden funktionieren, grade wenn der Hundekindergarten keinen eigenen Platz hat. Hier möchte ich aber auch zu bedenken geben, dass ich 20 Hunde betreut durch einen Trainer keine gute Verhältnismäßigkeit finde. Da mag der Kindergärtner noch so toll sein aber das sind zuviele Hunde, um ein entspanntes Umfeld zu bieten.

    Ein Hund kann sich in einer so großen Gruppe nicht aussuchen, ob er lieber pennen möchte. Nimm die ausländischen Tierheime, wo zig Hunde in einem Auslauf sind .. diese Hunde haben auch unsäglichen Streß, weil einfach zuviele in einem Zwinger sind, sie laufen mit der Meute mit aber kommen nicht wirklich zur Ruhe.

    Mein Ersthund ist ein Dobermann-Mix, war früher auch sehr nervös. Hier mußte ich immer schauen das ich die Waage halte und ihn auch mal ausbremse, ob er wollte oder nicht. Das Ergebnis ist heute ein ruhiger und ausgeglichener Hund der keine Anzeichen von Nervosität mehr zeigt. Mein Neuzugang ist ein reiner Dobermann und der ist nicht klassisch-Dobermann-nervös sondern ungefähr das vierfache von der "normalen Nervosität eines Dobermanns". Aufgrund seiner Vorgeschichte ist das auch alle nachvollziehbar und logisch erklärbar. Wir haben ihn seit 2 Monaten und er ist in der Zeit schon enorm runtergefahren. Aber auch bei ihm ist es so, dass er von uns Zwangsruhe verordnet bekommt, weil er nicht selber runterkommt und immer mitmachen würde, würde man ihn lassen.

    Ich habe mir jetzt den Aggressionstest mal angeschaut. Das ist - in meinen Augen - total veraltet. Wobei altes nicht zwingend schlecht ist. Trotzdem wirst du damit kaum auffangen können, wenn sich wirklich eine Aggression entwickelt, was du von ganz alleine merkst, wenn du täglich mit deinem Hund umgehst. Ein souveräner, konsequenter, liebevoller und bindungsintensiver Umgang reicht meiner Empfindung nach vollkommen aus. Wie gesagt, dass ist dein Ding aber für mich ist dieser Aggressionstest komplett überflüssig.

    Rudolf1972
    Na du hast dir ja Zeit genommen, selbst auf die User einzugehen, die erstmal wilde Spekulationen und Behauptungen aufgestellt haben. Finde ich gut ... meinen Respekt :gut:

    Alles in allem hört sich das doch ganz gut an. Trotzdem würde ich den Hund nicht 4 Stunden in diesen Hundekindergarten schicken. Hibbelig ist zwar schon teilweise die Natur des Dobermanns aber man bekommt das auch gut in den Griff, wenn man ihm viel Ruhe und gezielte Auslastung (also nicht zielloses rumrennen im Hundekindergarten) gibt.
    Dein Ansinnen ist super, du möchtest, dass er mit anderen Hunden interagiert aber die Zeit ist zu lang - für meine Begriffe.

    Das Schnappen halte ich für eine Frusthandlung. Im Endeffekt kann man es schwierig beurteilen, da ich es ja ich die Situation nur deiner Schilderung entnehme und auch ihr den Auslöser nicht wirklich gesehen habt. Vielleicht hat dein Dobi signalisiert, dass er nicht mehr gestreichelt werden möchte und weil keiner reagiert hat, hat er reagiert. Wenn er auch sonst gerne mal schnappt, dann ist das wohl aus Frust (reine Vermutung). Das würde ich unterbinden ... paßt halt zur Pubertät und auch zum Grenzen austesten.

    Zu dem Aggressionstest sage ich momentan mal nichts, ich habe grade keine Zeit mir das in Ruhe durchzulesen, so wie du das beschreibst und machst wirkt es aber nicht sonderlich bedrohlich. Es wäre jetzt nicht mein Weg aber ich respektiere andere Vorgehensweisen in der Hundeerziehung und verurteile auch nicht pauschal dieses "auf den Rücken drehen" vor allem wenn du so schöne Kuschel- Streicheleinheiten anschließt.

    Ich denke nicht, dass da akute Aggressionsgefahr in Verzug ist. Zusammengefasst denke ich, dass dein Dobi momentan etwas frecher ist, weil er in der Pubertät ist und das ihr beim quatschen vielleicht Signale übersehen habt und er dies entsprechend quittiert hat. Trotzdem würde ich in den nächsten Tagen etwas mehr ein Auge drauf haben, an seiner Frusttoleranz arbeiten und ggf. die Zeit im Kindergarten verringern, da ich denke, dass das zuviel Streß für ihn ist. Lieber kürzer aber aktive und sinnvolle Beschäftigungszeit. Insgesamt reichen da 2-3 Stunden.

    Ich würde auch gerne ein Bild sehen :D


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    Lade das Bild z.B. bei http://img1.imageshack.us/ hoch und dann nimmst du den Einbettungslink für Foren und fügst ihn hier ein ... oder du hast eine andere Internetadresse wo du die Bilder ablegst und nimmst diese direkte Adresse zum Bild, fügst den Link hier ein, markierst diesen und klickst hier oben am oberen Schreibfeld auf IMG.

    Hast du mal offen mit deiner Trainerin über deine Bedenken und Sorgen gesprochen? Das ist immer hilfreicher als in Foren zu gehen (meine persönliche Meinung), weil da gibt es eh nur 2 Fraktionen, die die das toll finden und die die dagegen sind und zu anderen Trainern raten. Das führt erfahrungsgemäß dazu, dass man am Ende gar nicht mehr weiß was man machen soll.

    Hast du ein gutes Gefühl bei der Trainerin ... kannst du mit ihr? Das ist ja auch ein wichtiger Punkt. Dann ist Canis noch lange kein grundsätzliches Qualitätsmerkmal ... denn es geht ja darum, wie gut setzt der einzelne Schüler um, was Canis vermitteln will und was noch wichtiger ist, wieviel Einfühlungsvermögen hat der Trainer in Hund und Halter.

    Von daher würde ich, wenn ich ein gutes Gefühl bei der Trainerin habe, dass Gespräch mit ihr suchen. Ich würde auch ansprechen, dass es schwierig ist zu trainieren, wenn man sich immer darauf konzentrieren muss, dass einen der eigene Hund nicht tackert. Du mußt ja in der Arbeit mit deinem Hund entspannter werden.

    Ich war grade am Wochenende auf einem Canis-Seminar und finde es immer sehr sehr wichtig, dass man alles, egal von wem es kommt, hinterfragt ... ob die Vorgehensweise auf einen selber paßt, ob sie auf den Hund paßt und ob man sich dabei wohlfühlt.

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    Dass kupierte Ohren & Ruten einem Aggressionen assoziieren (sollen), ist schlicht ein Vorurteil, ein lächerliches dazu.

    Das mag so sein aber man kann nicht wegdiskutieren, dass für Otto Normalverbraucher ein Dobi mit spitzen Ohren und abgehackten Schwanz beängstigender aussieht als einer mit Schlappohren.

    Ansonsten finde ich das Aussehen - trotz das ich Dobifan bin - eines kupierten Dobermanns aggressiver. Ich weiß das es nicht so ist aber von der Optik her empfinde ich es trotzdem so. Trotzdem gehe ich auf so einen Hund genauso zu wie auf jeden anderen, weil ich halt weiß, dass es - in den richtigen Händen - Traumhunde sind.

    Ansonsten ist der unterschied nicht so wesentlich, denn auch uns begegnen genug Leute die die Straßenseite wechseln, weil sie Angst haben ... trotz Ohren+Rute.

    Allerdings geht es mir gar nicht um schön oder nicht schön. Mir geht es eher darum, dass der Hund nunmal (wie auch Boxer, etc.) mit Rute und Ohren geboren wurde und da die Hunde es sich nicht aussuchen können und nicht gefragt werden, entscheidet der Mensch - ähnlich einer menschlichen, sinnfreien Schönheitsop - dass das schöner ist. Es ist aber Blödsinn, der Hund ist geboren mit Ohren und Schwanz und so gehört er und fertig. Mir braucht nun keiner mit der Verletzungsgefahr kommen, weil der Schwanz so dünn und wenig behaart ist ... kann passieren ja ... muss aber nicht und ist auch kein Thema was so gravierend wäre und das kupieren rechtfertigen würde. Wenn einem also ein kompletter Dobermann nicht gefällt, warum holt man sich dann keinen Hund der einem rundum so gefällt, wie er ist, ohne das er - aufgrund persönlicher Schönheitsmerkmale - seine Körperteile abgehackt bekommt? Hackt sich der Hundebesitzer auch seine Nase ab, weil es dem Hund besser gefallen mag?

    Diese Diskussion können wir natürlich auch auf die Kastration etc. ausweiten, immer da wo der Mensch seine persönlichen Entscheidungen über Schönheit/Verhalten, etc. über das Tier stülpt.

    Joa geschafft :D aus dem gröbsten raus nach 2 Wochen, dann in Wellen über ein Jahr noch an den Feinheiten gearbeitet ;) . Wir hatten einen kurzzeitigen Rückfall (ca. 3 Wochen) als unser Neuzugang kam aber jetzt läuft Max wieder an anderen Hunden vorbei ohne Probleme.

    Da es aber ohne Leinenaggro langweilig wäre, kam unser Neuzugang (vor 2 Monaten) auch mit ner Leinenaggro im Paket an. Ist aber nun auch im Griff ... bei ihm schätze ich, dass wir in weiteren 2 Monaten damit durch sind, da bei ihm das Verhalten, durch vorherige falsche Trainingsmaßnahmen, noch nicht verfestigt ist.

    Da es kein Problem ist einen vollkupierten Dobermann zu bekommen, jeder Dobermannhalter weiß wie und wo der das anstellen könnte, wenn er wollte, halte ich seine Begründung für vorgeschoben. Es wird also andere Gründe haben. Irgendwann kommt man auch in ein Alter, wo man einem Dobermann vielleicht körperlich nicht mehr optimal gewachsen ist und wo man ggf. auch die Auslastung nicht mehr so schaffen kann. Vielleicht liegt es daran? Wie alt ist er denn?

    Andererseits verstehe ich ihn, denn ich würde mir bewußt auch nie einen vollkupierten Dobermann holen, da ich diese auch nicht schön finde. Ich finde grade die Ohren vom Dobermann und den süßen Gesichtsausdruck den sie durch ihre Schnuffelöhrchen bekommen so zum auffressen. Ich finde kupierte Dobermänner definitiv nicht schön.

    Trotzdem würde ich jederzeit einen nehmen, wenn mir einer aus dem Tierschutz über den Weg laufen würde in den ich mich verlieben würde.

    Das ist doch supersüß oder? -->

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    Tja das ist komisch ... ich kann mir das nur so vorstellen, dass die Deutschen User von youtube Krawall geschlagen haben und das die Videos deshalb off sind. Wobei es ja egal wäre, weil es in Amerika nicht verboten ist. Ich habe hier grade 3 ausgeliehene Staffeln von CM liegen, habe aber nur die ein oder andere Folge überflogen. Werde mal ein Auge drauf haben.

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    Hey Fanta!
    Dran ja, aber nicht an. Mein Hund hat diese gelben Dinger aus dem Fressnapf auch eine zeitlang durchgehend getragen, aber sie waren nicht ständig an. Also kann ich die Aussage schon glauben. ;)

    Ah man lernt nie aus. Die Leuchties sollte man ja tunlichst abmachen, wenn man nach Hause kommt, weil die ja nicht so einfach auszuschalten sind. Mit den Leuchthalsbändern mit LEDs hatte ich auch mal geliebäugelt ... ein Grund mehr sich nochmal damit zu beschäftigen :D .