Unser Mr. Big ist seit 2 Monaten bei uns, ist geschätzte 1,5 Jahre und hat vorher ca. 9 Monate im Wald gelebt (zumindest ist er seit 9 Monaten gesichtet worden, was nicht heißt, dass es nicht länger gewesen sein kann). Er hat am Anfang auch in die Wohnung gemacht. Er wußte jetzt geht es raus, alle waren schon angezogen und trotzdem hat er es kaum bis zur Tür geschafft. Das war nicht so, dass er es nicht hätte schaffen können, weil es nicht darum ging, dass seine Blase das nicht mitgemacht hätte, er war einfach durch den reinen Vorgang des nach draußen gehens so wahnsinnig gestreßt, dass er nicht mehr einhalten konnte. Wir habe des öfteren geputzt in der Zeit.
Eigentlich haben wir nie was gesagt, außer ein ruhiges nein, wenn er grade mal wieder 5 Meter vorm Ziel auslief, wir sind dann einfach weitergegangen und haben ihn - ich weiß herzlos - einfach hinter uns hergezogen
. Er hat es überlebt. Auch bei Mr. Big ist es so, dass er gut aufs draußen sein verzichten könnte. Er legt keinen gesteigerten Wert auf Gassigänge, wenn wir im Haus sind, wo es einen großen Garten gibt, rennt er nur kurz in den Garten und kommt dann wieder rein. Wahrscheinlich meint er auch er war für sein Leben lang genug draußen
. Wir zwingen ihn jetzt nicht extra lange draußen zu bleiben und wenn wir länger Gassi gehen, dann gehen wir länger Gassi und wenn wir in den Freilauf fahren dann ist das so. Trotzdem merkt man ihm an, dass er einfach keinen Wert drauf legt. Mal schauen, wie sich das in Zukunft noch entwickelt.
In unserer Mietwohnung macht er nun nicht mehr ein. Im Haus, wo wir grade hinziehen und die Hälfte der Woche immer hinfahren, macht er wieder ein. Auch da ist es die pure Aufregung...er kann noch nicht so gut mit Streß umgehen. So kann es sein, dass ich ihn anziehe oder mich anziehe und schwupps läuft er mir aus. Auch jetzt schimpfen wir nicht, wir machen das Malheur kommentarlos weg. Auch das er sich 3 x vertan hat und im Keller nen Haufen hingesetzt hat, haben wir ignoriert. Wir wissen halt, dass er einfach seine Zeit braucht, um auch hier wieder die Ruhe und die Sicherheit zu haben und dann hält er auch automatisch besser ein. Wir sind bemüht den Start zum Gassigang so ruhig wie möglich zu gestalten aber er dreht schon ganz alleine hoch. Wir machen es jetzt so, dass wir mehrfach am Tag so tun, als würde es rausgehen, dann aber doch nicht gehen. Das hilft ihm, dass ganze normaler zu sehen.
Vorübergehend hilft es da immer Küchenpapier zur Hand zu haben
und nicht die Nerven verlieren, Hunde sind ja auch lieber stubenrein also lernen sie es auch, nur nicht die Geduld verlieren.