Hast du eigene oder Fremderfahrungen mit einer Kombination von Handfütterung (ich meine hier konsequent über ein Jahr z.B.) und dieser Art von Clickertraining?
Beiträge von Fantasmita
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Danke für deine Ausführung. So wird es mir doch verständlicher. Fütterst du komplett aus der Hand, sprich kann man hier von Handfütterung sprechen oder nur einen Teil ?
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Clicken, Bestärkung, Geschirr loslassen. 50 Mal über den Tag verteilt wiederholen.
Mal eine Nachfrage zu dem Passus. Ist das dein Ernst gewesen mit 50 x über den Tag verteilt wiederholen? Ich meine, wenn ich das so lese, wird ja jedes irgendwie erwünschte Verhalten geklickt ... also noch zusätzlich zu dem Training des Geschirrgriffs ... dann clicker ich mir ja nun echt nen Wolf und muss meinem Hund den ganzen Tag mit Leckerlies berieseln, weil er nur noch im Kopf hat C=B und das immer so fort. Mir wäre das zuviel .. ich hab Familie, ich hab Hobbys, ich hab einen Job ... da ist gar keine Zeit für 50 Wiederholungen am Tag, da hat der Hund seinen Platz innerhalb der Familie aber er ist doch nicht Nummer 1, sondern soll sich in die Familie einfügen.
Ich beziehe mich halt auch hierrauf -->
ZitatAber er hat bei Hundesichtung schon etwa dreimillionen Mal folgende Erfahrung gemacht:
"Seh ich einen Hund, clickt sie und ich krieg Futter" - "Der Hund kommt näher, sie clickt und ich krieg Futter" - "Der Hund kommt näher, sie clickt und ich krieg Futter" - "Der Hund kommt näher, sie clickt und ich krieg Futter" - "Der Hund kommt näher, sie clickt und ich krieg Futter" - "Der Hund kommt näher, sie clickt und ich krieg Futter" - "Der Hund kommt näher, sie clickt und ich krieg Futter" - "Der Hund kommt näher, sie clickt und ich krieg Futter"...Das sind acht Clicks, also geschätze 30 Sekunden einer Hundesichtung.
Wenn der Hund also 3 Minuten sichtbar und interessant für Gandhi ist, dann das ganze mal sechs...Das bei einem Hund der extrem durch Futter zu motivieren ist (oder halt durch Spiel ... nur mit Spiel wird das ganze ja noch nerviger) es funktionieren kann glaube ich sogar aber mir ist das persönlich zu heftig. Ich bin ja gar nicht gegen Futterbelohnung aber neben dem ganzen geclicke und den Unmengen an Leckerchen, wo bleibe da ich als Mensch der doch ganz gerne von seinem Hund wahrgenommen werden möchte.
ZitatDu hast echt noch nie einen mitarbeitssüchtigen Clickerhund gesehen, oder?
Als grundsätzliche Clickerfreundin finde ich auch, dass man ständig etwas clickern kann, weil der Hund ja viel clickbares Verhalten zeigt. Ein Hund wird da durchaus auch, wenn er dafür empfänglich ist, mitarbeitssüchtig. Ist nur die Frage, ob das so erstrebenswert ist. Alle Extreme finde ich immer etwas contraproduktiv und ein clickerfixierter Hund ist auch nicht so angenehm.
Dann kommt noch hinzu, dass sich das ganze so anhört als wäre man auf dem gesamten Gassigang nur am bestätigen positiven Verhaltens, der Hund kriegt ein Lecker nach dem anderen und wird diesbezüglich natürlich auch eine Erwartungshaltung entwickeln. Wo bleibt der Hundeführer in dem Moment. Er hat ja seine Aufgabe mehr oder minder an den Clicker abgegeben.
Einfach eine Rückfrage, wo mich interessiert, wie du das siehst. Vielleicht verstehe ich es ja dann besser.
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Beste Idee? Täglich tierschutzgesetzwidrige Aufbewahrung des Hundes für 8-9h? Oh Mann....
Man sollte auch mal die Kirche im Dorf lassen. Tierschutzgesetzwidrig. Meine Hunde verhalten sich ständig tierschutzgesetzwidrig, indem sie in der Wohnung stundenlang auf einem Platz liegen und das ohne es zu müssen.
Ich habe hier seitens der TE nirgendwo gelesen, dass der Hund 8-9 Stunden in der Box zu verbleiben hat. Von daher sehe ich deine benannte "Aufbewahrung" sowieso schonmal nicht. Die TE hat gesagt, dass sie sich auch außerhalb der Mittagspause regelmäßig mit ihm beschäftigen kann und mit ihm raus kann. Somit ist der Hund gar nicht 8-9 Stunden aufbewahrt.
Man kann gerne drüber streiten wie toll oder nicht toll es für einen Hund ist mit ins Büro zu kommen aber die TE hat momentan keine andere Möglichkeit und ein Umbau des Schreibtisches ist nun wirklich nicht das gelbe vom Ei. Wenn sie das ihrem Chef vorschlägt möchte ich nicht dabei sein
. Über kurz oder lang wird sich mit Sicherheit eine neue Betreuungsmöglichkeit finden oder die Kollegen finden den Schnuffel so toll, dass er eh nach einer Woche im Büro rumrennen darf, weil er der beliebteste Mitarbeiter wird
. Ich kenne den Druck unter dem die Leute stehen die keine Betreuungsmöglichkeit mehr haben und ihren Hund plötzlich mitnehmen müssen, da muss man ihnen nicht noch mehr Gewissensbisse einreden, indem man mit Tierschutzkram kommt, denn tierschutzrelevant sind ganz andere Dinge. -
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Ich dachte an diese Box: H I E RDas war meiner Empfindung nach in dem ganzen Thread die beste und vor allem realistischste Idee. Würde mein Mitarbeiter mit so einem Gedöns anfangen, wie Schreibtisch zubauen, Babybett hinstellen, Gitter hinstellen, etc. pp. dem würd ich was husten. Man darf von seinem Arbeitgeber auch nicht zuviel verlangen ...
Entweder Box oder den Hund daran gewöhnen frei zu liegen ohne wegzulaufen. Alles andere ist in meinen Augen weit weg von der Realität und wird im Endeffekt dazu führen können, dass der Chef die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und das ganze Vorhaben komplett verbietet.
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Oh mein Gott, ich sehe das mittlerweile der Schreibtisch umgebaut werden soll und und und .... soviel Alarm um ein Problem was keines ist, nur weil einige meinen, dass ne Box (wo sich Hunde durchaus sicher und geborgen fühlen können) Tierquälerei ist? Halleluja
da klinke ich mich lieber aus. -
Ich würde mich da ehrlich gesagt nicht zu verrückt machen. Du schreibst du hast zwischendurch die Möglichkeit mit ihm raus zu gehen und ihn zu beschäftigen. Dann ist doch alles super.
Wenn man einen Hund ausreichend an eine Box, in dem Fall sogar eine große, gewöhnt, dann dürfte es keine Probleme geben. Schön aufbauen das ganze, dass die Box das tollste ist was es für den Hund gibt und dann mußt du schauen. Es ist reine Erziehungsfrage ... wenn es Hunde gewöhnt sind in der Wohnung keinen Rabatz zu machen und zu ruhen, dann gibt es damit wohl auch im Büro kein größeres Problem. Es ist menschlichtes denken ,dass der Hund dies, das oder jenes haben muss. Ein Hund pennt eh den halben Tag, wenn man ihm zuhause entsprechende Ruhe beigebracht hat, da macht es keinen Unterschied, ob da ne Box um den Hund drumherum ist oder nicht. Ich würde es jetzt nicht bei einem großen Hund über so lange Zeit machen (wobei die Zeit ja auch nicht am Stück ist sondern mit diversen Unterbrechungen), da es eine soooooooooo große Box dann auch nicht gibt aber ein JRT ... große Box ... alles gut. Man bringt seinem Hund ja bei ... drinnen = Ruhe ... draußen = Action ...
Wichtig ist, dass du dir Breaks zwischendurch nimmst und dich mit ihm beschäftigst.
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Mach dich nicht verrückt. Dein Hund wird nun keine Panik vor dir haben und er wird auch nicht fürs Leben traumatisiert sein ... am allerwenigsten wird gleich eure Beziehung zerstört sein. Sonst hätten Hunde untereinander echte Probleme miteinander, weil sie sich manchmal wirklich übel angehen.
Aber was ich viel mehr sehe ist das du total überfordert bist mit der Hundeerziehung momentan. Alleine sehe ich da schwarz, weil ich denke es muss dringend mit dir gearbeitet werden, damit du wieder entspannter werden kannst. Dafür brauchst du einen guten Trainer, weil ich nicht denke, dass du das alleine hinkriegst.
Sag mal wo du wohnst und dann können dir User ggf. Trainertipps geben.
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Der andere hat weder besonders fixiert noch sonst was... und ich fand jetzt auch nicht, dass ich irgendwas gravierend falsch gemacht hab...
Bestimmt hat der andere ihm heimlich die Mittelkralle gezeigt und du hast es nicht gesehen ... und wenn das mal kein Grund ist, dann weiß ich auch nicht
.Spaß beiseite ... meiner Erfahrung nach verläuft ein Training immer in Wellen .. .das hat halt auch mit dem Löschschutz zu tun ... da mußt du gar nix falsch machen .. und helfen tut da nur die Konsequenz und sich nicht entmutigen lassen. Einfach machen wie immer.
Shoppy poste mal den Link hier, wenn du Zeit hattest den Thread zu eröffnen.
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Hattest du deinen Max eigentlich von klein an, oder hast du ihn schon als "Aggroboy" bekommen?

Eigenverschuldetes Elend. Er durfte als Welpe/Junghund zu jedem anderen Hund hin. Aufgrund seiner Größe/Rasse war es dann irgendwann unerwünscht. Ist ja auch logisch. Irgendwann ist der Hund ja kein Welpe mehr und dann wollen viele Hundehalter logischerweise auch keinen Kontakt mehr. Naja er kam dann nicht damit klar, dass ganze fing klein an. Am Anfang konnte ich ihn noch neben mir absitzen lassen ... naja und dann verschlimmerte es sich ... und und und ...
Der positive Nebeneffekt war dann, dass man an Problemen wächst.Mr. Big haben wir Leinenaggro bekommen ... aber das stellt jetzt kein Problem mehr da, weil ich jetzt weiß, wie man einen Hund zeitnah aus dem Problem rausbekommt und somit ist auch er schon auf einem super Weg. Bei ihm ist es auch ungleich einfacher, da bei Max das Problem ja verfestigt war und sich immer weiter aufgebaut hat. Big ist neu und somit ein weißes Blatt, auf dem wir neu schreiben können.
Allerdings muss ich sagen, dass Max, als Big kam, ca. 4 Wochen wieder zurückfiel in sein altes Verhalten und das obwohl wir getrennt liefen. Das war schon hart aber wir haben da nix groß gemacht als stoisch weiter wie immer. Wir sind an den Hunden dran geblieben, hinter ihnen gelaufen, neben ihnen gelaufen, vor ihnen gelaufen. Nach 4 Wochen war das Thema schlagartig wieder durch.
ZitatErfolgsstorys gehören find ich genau so dazu, wie das man sich auch mal ausheulen kann, wenns mal nicht so läuft und sich dann neue Motivation holen kann.
ZitatIch hab dann angehalten und Jukon ist sofort umgedreht als Spannung auf die Leine kam und ist dann total relaxxt mit mir mit und ins Auto eingestiegen... Da war ich dann auch stolz auf ihn
Cooles Gefühl ist das ... und Jukon is nen oller Streber
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