Zitat
Also bei mir hat sich die Leinenaggression meiner Großen fast von allein gegeben.
Ich habe anfgefangen, andere Hunde "weitläufig" zu umgehen (mind. 10 m Abstand) und meine Hunde mit Leckerchenwerfen abzulenken. Das hat super geklappt.
Wenn es immer so einfach wäre, dann wäre das Thema "Leinenaggression" nicht so ein großes. Ganz ab davon, dass man in den seltensten Fällen das "Problem" mal eben im 10-Meter-Radius umgehen kann, da macht einen das reale Leben einen Strich durch die Rechnung. Wenn man auf einem Gassigang 15 Hunde begegnen und eventuell noch einen Hund hat, der auf 50 Meter schon reagiert, manche reagieren schon auf den Geruch eines anderen Hundes, obwohl sie ihn noch nicht sehen, dann hast du mit solchen Trainingsmethoden null Chance. Mein Hund war bei jedem Menschen gleich leinenaggressiv... ihm ging es nur um die Sache, also nicht ans andere Ende der Leine
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Es gibt zig Gründe, warum ein Hund so reagiert und es gibt zig Abstufungen der Leinenaggro. Ich habe schon diverse Hunde gesehen die böse Leinenaggressiv gewesen sein sollen und als ich sie dann real kennenlernte, da mußte ich schon grinsen. Mein Hund war ein Irrer an der Leine der sich im Übersprung auch gegen den Halter der Leine gerichtet hat. Bei so einer Leinenaggression kannst du nicht ein Jahr nen paar Bögen drehen und nen paar Leckerchen werfen.
Ich finde es super, dass es bei dir so entspannt geklappt hat aber ich finde es auch leichtfertig bei einem Hund der sich so verhält wie hier, sprich sich gegen den Halter wendet (und das sehr bewußt, da nach dem eigentlichen Vorfall) nicht zwingend zu einem Trainer rät. Ist nicht bös gemeint (auch nicht auf dich bezogen) aber da finde ich es sogar leichtfertig zum zeigen und benennen zu raten, dass kann so dermaßen in die Hose gehen und wer trägt dann die Verantwortung?
Hier haben Tipps aus dem Internet nix zu suchen, sondern da gehört ein Trainer ran der sich das Mensch-Hund-Gespann anschaut.